Adoptionsforum

Austausch und Info von und für Betroffene rund um das Thema Adoption
Aktuelle Zeit: 21. Jun 2018 04:20

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 49 Beiträge ] Gehe zu Seite  Vorherige  1, 2, 3, 4, 5
AbonnentenAbonnenten: 3
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 10966

AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Fernsehtipp: Adoptionsthemen im TV kannst Du hier posten
Ungelesener BeitragVerfasst: 16. Nov 2010 11:21 
Offline
Forenfamilie
Forenfamilie
Benutzeravatar

Registriert: 12.2007
Beiträge: 5508
Wohnort: 87700
Geschlecht: weiblich
Meine Homepage: www.cornelia-oehlert.de
Geschlecht: Frau
ich bin: Herkunftsmutter
ARD / Do, 18. November 2010 / 20:15 Uhr:
Das Haus ihres Vaters
Spielfilm Deutschland 2010

Personen:
Susanne Jacob Anneke Kim Sarnau
Karina Bartels Saskia Vester
Lilli Bartels Janina Stopper
Dr. Georg Jacob Hans-Jochen Wagner
Rolf Bartels Jürgen Tonkel
Elsbeth Lisa Kreuzer
Max Jacob Nicolai Hampl
Ulli Anna Maria Sturm
Dr. Menz Dietrich Hollinderbäumer
Herr Stiegler Stefan Merki
Frau Stiegler Katarina Klaffs
Anwalt Thomas Fügner
und andere

Musik: Thomas Osterhoff, Biber Gullatz und Andreas Schäfer
Kamera: Peter von Haller
Buch: Martin Kluger und Maureen Herzfeld
Regie: Matthias Tiefenbacher
Laufzeit: 89 Min.

"Für Susanne Jacob (Anneke Kim Sarnau) scheint alles perfekt: Sie ist die jüngste Familienrichterin Münchens, führt mit dem Arzt Georg (Hans-Jochen Wagner) eine glückliche Ehe und hat einen wohlgeratenen Sohn (Nicolai Hampl). Doch sie hat auch ein Geheimnis: Mit 17 Jahren bekam sie ein Kind, das sie zur Adoption freigab. Nun erhält sie die Nachricht, dass ihr einstiger Geliebter Paolo verstorben ist und seiner unbekannten Tochter ein Haus in der Toskana hinterlässt. Den Gedanken an ihre Tochter hat Susanne sich stets verboten, doch nun verspürt sie den brennenden Wunsch, sie zu sehen. Als Juristin weiß sie nur zu gut, dass sie damit das Gesetz übertritt, dennoch macht sie die Adoptiveltern ausfindig. Ihre Tochter Lilli (Janina Stopper) ist zu einer hübschen jungen Frau herangewachsen, die fürsorglichen Gärtnereibesitzer Karina (Saskia Vester) und Rolf Bartels (Jürgen Tonkel) haben ihr aber verschwiegen, dass sie ein Adoptivkind ist. Heimlich beobachtet Susanne Lilli, die in einer schwierigen Phase steckt. Der rebellische Teenager droht auf die schiefe Bahn zu geraten. Vom Mutterinstinkt überwältigt, mischt Susanne sich in das Leben ihrer Tochter ein. Lilli ist beeindruckt von der tatkräftigen, selbstbewussten Richterin - doch dann erfährt sie, dass Susanne ihre leibliche Mutter ist. Für Lilli bricht eine Welt zusammen: Susanne hat sie weggegeben, die Adoptiveltern haben sie immer nur belogen. Auf einer spontanen Reise nach Italien, zum Haus ihres Vaters, zwingt Lilli ihre beiden Mütter, sich endlich der Vergangenheit zu stellen." (Quelle: ARD)

_________________
Eine Herkunftsmutter, die die Weggabe von Anfang an bereut hat
www.cornelia-oehlert.de


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Fernsehtipp: Adoptionsthemen im TV kannst Du hier posten
Ungelesener BeitragVerfasst: 19. Nov 2010 01:01 
Offline
Forenfamilie
Forenfamilie

Registriert: 04.2007
Beiträge: 1915
Geschlecht: nicht angegeben
ich bin: Adoptierte
hi,
hat einer den film gesehen, wie fandet ihr ihn?
lg


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Fernsehtipp: Adoptionsthemen im TV kannst Du hier posten
Ungelesener BeitragVerfasst: 19. Nov 2010 08:26 
Offline
Forenfamilie
Forenfamilie
Benutzeravatar

Registriert: 12.2007
Beiträge: 5508
Wohnort: 87700
Geschlecht: weiblich
Meine Homepage: www.cornelia-oehlert.de
Geschlecht: Frau
ich bin: Herkunftsmutter
Hallo Bonnie,
ich habe ihn gesehen.

Die Rolle der Adoptierten fand ich unnötig überzogen, was deren "Klauerei" anging, denn mir wurde nicht klar, was das soll. Meiner Meinung nach hätte man durch ein anderes Beispiel ebenso darstellen können, dass pubertierende Jugendliche Probleme haben, egal ob adoptiert oder nicht. Das mit der "Ahnung, anders zu sein, als die Ado-Mutter", wird immer wieder gebracht, aber ich persönlich halte das gerade in der Pubertät nicht für adoptionstypisch. Ich habe damals mehr als einmal gedacht, meine Mutter kann niemals meine echte sein, so fies wie sich mich behandelt.

Das Ende war sehr unglaubwürdig. Jugendliche Adoptierte, die gerade in dieser schwierigen Phase nur zufällig von ihrer Adoption erfahren, werden vermutlich nicht innerhalb von wenigen Tagen wieder zur Tagesordung übergehen können und alles Friede, Freude, Eierkuchen sein lassen.
Was die beiden Elternpaare angeht, wurden auch einige Klischees bedient, aber die Rolle der leiblichen Mutter schien mir noch am Glaubwürdigsten gezeichnet.

Alles in allem wäre es besser gewesen, der Rolle der Adoptierten mehr Aufmerksamkeit zu widmen; da wäre charakterlich mehr drin gewesen. Es wäre auch viel besser gewesen, den Fokus auf die Adoptierte zu legen, anstatt auf die leibliche Mutter.

Cornelia

p.s. eigenartig, dass zurzeit doch einige derartiger Filme produziert werden. Das Thema Adoption scheint langsam en vogue zu werden.

_________________
Eine Herkunftsmutter, die die Weggabe von Anfang an bereut hat
www.cornelia-oehlert.de


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Fernsehtipp: Adoptionsthemen im TV kannst Du hier posten
Ungelesener BeitragVerfasst: 19. Nov 2010 22:11 
Offline
Forenfamilie
Forenfamilie

Registriert: 04.2007
Beiträge: 1915
Geschlecht: nicht angegeben
ich bin: Adoptierte
hi cornelia,

allein die kulisse das rundum war unrealistisch geschönt.
und wer erbt denn vom unbekannten, vor allem dem gesetz nach nicht mehr verwandten verstorbenen vater mal eben ein haus? das hätte gewiß die 'echte' verwandtschaft zu verhindern gewußt.
nicht richtig klar wurde mir, warum die tochter eigentlich abgegeben wurde (weil ich den anfang verpaßt habe) und keine wirtschaftliche not erkennbar war.

der spruch der a-eltern 'was denn eigentlich mit ihr (der tochter) los sei'.... hat mich schlagartig in meine kindheit versetzt, der blanke hohn, denn tatsächlich war etwas mit den jeweiligen eltern 'los', die mit ihren ängsten und der situation nicht umgehen konnten.

bis auf den ehemann waren im film einige über ab- und annahme im bilde, nur eben die tochter nicht, die ja spürte, daß etwas nicht stimmte, nicht in ordnung war, die sich so anders fühlte und nicht nach den vorstellungen der a-eltern, sondern sich nach ihren eigenen interessen und fähigkeiten beruflich orientieren wollte usw.. sie wurde wissend im ungewissen gelassen.
mich hat dieser punkt jedenfalls stark an meine kindheit erinnert, weil ich dies zu genüge erlebt habe.

was ich gut fand, der film´vermittelte ein wenig wie es sein könnte, wenn alle in kontakt blieben o. stehen würden, jeder weiß was sache ist....
das ende wäre besser offen geblieben, weil genau das später wieder ein kapitel für sich ist. das hätte ich realistischer gefunden.

lg [smilie=hello.gif]


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Fernsehtipp: Adoptionsthemen im TV kannst Du hier posten
Ungelesener BeitragVerfasst: 19. Nov 2010 23:17 
Offline
Forenfamilie
Forenfamilie
Benutzeravatar

Registriert: 12.2007
Beiträge: 5508
Wohnort: 87700
Geschlecht: weiblich
Meine Homepage: www.cornelia-oehlert.de
Geschlecht: Frau
ich bin: Herkunftsmutter
Zum Abgabegrund:
Beide Elternteile waren 17 und noch Schüler. Er war italienischer Austauschschülen.

Zu den Ado-Eltern habe ich als "leibliche" absichtlich nichts gesagt ;)

Cornelia

_________________
Eine Herkunftsmutter, die die Weggabe von Anfang an bereut hat
www.cornelia-oehlert.de


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Fernsehtipp: Adoptionsthemen im TV kannst Du hier posten
Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Nov 2010 23:06 
Offline
Forenfamilie
Forenfamilie

Registriert: 04.2007
Beiträge: 1915
Geschlecht: nicht angegeben
ich bin: Adoptierte
was vergessen :insane

pubertierende adoptierte haben (zu den normalen) problemen tatsächlich noch andere, vorausgesetzt, sie wissen von der adoption. meine erfahrung.
nicht-adoptierte orientier(t)en und lösen sich in dem alter gleichzeitig von ihren eltern, adoptierte fragen sich gerade in dieser zeit, wer sie eigentlich sind, woher sie kommen, von wem sie was haben... etc.. das kann ausgesprochen heftig werden, wenn sie darauf keine antworten erhalten.

lg


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Fernsehtipp: Adoptionsthemen im TV kannst Du hier posten
Ungelesener BeitragVerfasst: 21. Nov 2010 08:13 
Offline
Forenfamilie
Forenfamilie
Benutzeravatar

Registriert: 12.2007
Beiträge: 5508
Wohnort: 87700
Geschlecht: weiblich
Meine Homepage: www.cornelia-oehlert.de
Geschlecht: Frau
ich bin: Herkunftsmutter
Es "kann" heftig werden - da bin ich mit Dir einig, aber musste es gleich ein kriminelles Beispiel sein? Da fand ich die Reaktion, dasss sie ihrer leiblichen Mutter eine runtergehauen hat, schon glaubwürdiger.

Cornelia

_________________
Eine Herkunftsmutter, die die Weggabe von Anfang an bereut hat
www.cornelia-oehlert.de


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Fernsehtipp: Adoptionsthemen im TV kannst Du hier posten
Ungelesener BeitragVerfasst: 21. Nov 2010 15:27 
Offline
Forenfamilie
Forenfamilie

Registriert: 04.2007
Beiträge: 1915
Geschlecht: nicht angegeben
ich bin: Adoptierte
so weit hergeholt fand ich den hilfeschrei der tochter nicht... 'sagt mir endlich, was hinter meinem rücken gespielt wird, was ihr vor mir zu verbergen habt', im film als mittel, das wahrscheinlich darauf abzielte erwischt zu werden, um die angespannte stimmung der familie geklärt erklärt zu bekommen, aufzulösen.
verschweigen ist eine form der lüge, die unweigerlich mißtrauen erzeugt, egal wie herum.

als kind hab ich dieses zumeist (unausgesprochene) unerklärliche mißtrauen mir gegenüber, selbst von den eigenen a-eltern ('von wem hat ES das bloß..'), also von denen die von der adoption wußten, verwandte, nachbarn, umfeld ganz anders empfunden, als das den menschen gegenüber, deren herkunft bekannt und offensichtlich war.

letztlich geht es doch dabei immer um akzeptanz eines mensch mit allem was zu ihm gehört, was ihn ausmacht, sollte es....

ein spruch von a-tanten und cousinen/cousin (a-mütterlicherseits, wohnten mit im haus) aus der kindheit, den ich mehrmals hörte, bleibt mir unvergessen, obwohl es ursächlich um banalitäten und streitschlichten wie zoff um spielzeug ausleihen ging, zog ich regelmäßig den kürzeren: 'mach mal die augen zu, was du dann siehst gehört dir'...
hab ich als kleine natürlich gemacht, und nicht gegriff, noch nicht...
jedenfall waren damit frühzeitig die 'verwandtschafts-verhältnisse' schon mal geklärt, für sie, ich gehörte nicht dazu. für mich als kleine noch lange nicht, an diese verwandtschaft hab ich noch (zu) lange geglaubt, wollte es im grunde gar nicht wahr haben.
an ihrem späteren verhalten zeichnete sich dann sehr deutlich ab, wie sie wirklich zu mir standen. eine traurige gewissheit, mit der ich mich abfinden mußte.

diskriminierungen fangen nicht erst im erwachsenalter an.

lg


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Fernsehtipp: Adoptionsthemen im TV kannst Du hier posten
Ungelesener BeitragVerfasst: 5. Mai 2013 21:59 
Offline
Forenfamilie
Forenfamilie

Registriert: 09.2012
Beiträge: 2173
Geschlecht: nicht angegeben
ich bin: mit Adoptierten verwandt/befreundet
3Sat. Jetzt.


Nach oben
 Profil Besuche Website  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 49 Beiträge ] Gehe zu Seite  Vorherige  1, 2, 3, 4, 5

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Besucher kamen durch folgende Suchbegriffe auf diese Seite:

nikolai stremski forum lebenslinien br november 2004 viel mehr als eine Mutter joachim held leibliche mutter

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Gehe zu:  
Beteilige Dich mit einer Spende
© phpBB® Forum Software | phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker