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 Betreff des Beitrags: Adoption Mitte dreißig
Ungelesener BeitragVerfasst: 8. Sep 2017 19:31 
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Neuling
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Hallo
Mein Mann und ich würden gerne ein Kind adoptieren. Wir haben schon ein leibliches Kind, hätten aber sehr gerne noch ein zweites Kind. Leider kann ich auf normalen Weg nicht mehr schwanger werden.
Mir wurde gesagt das man ab 40 keine Chancen mehr hat in Deutschland. Wir sind beide 36, und schön langsam bekomm ich Angst.
Kann mir von euch vielleicht jemand helfen bzw uns Tipps geben??
Außerdem wurde mir gesagt vom Jugendamt das es in Deutschland kaum Kinder gibt die man adoptieren kann. Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Adoption Mitte dreißig
Ungelesener BeitragVerfasst: 17. Sep 2017 06:46 
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Neuling
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Hallo Sarojo,

willkommen im Forum.

Die Auskünfte, die Du bekommen hast vom Jugendamt sind so richtig.

Wir haben das Bewerberverfahren 2014 positiv abgeschlossen und warten seit dem. Wir sind mittlerweile 38 und 36 Jahre alt.

Klar gibt es viele Kinder in Deutschland zu. B.im Heim. Diese suchen aber in den meisten Fällen eine Pflegefamilie. Vielleicht auch mal mit dem Gedanken auseinander setzen.

Vlg Ann


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 Betreff des Beitrags: Re: Adoption Mitte dreißig
Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Sep 2017 07:48 
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ich bin: Adoptierte
meine adoptiveltern waren ca. 40 und 30 jahre alt. - - - meine leibliche mutter war 16, bei meiner geburt....also ganz andere welten...

ich habe dabei zusehen dürfen, wie meine adoptiveltern vor meinen augen vor sich hin gealtert / gesiecht sind.
meine adoptivmutter bekam eine total-operation, während ich schon dort war und wurde danach zum gefrusteten mannsweib, was mich u.a. schikaniert und geschlagen hat.
mein adoptivvater lebte schon nur noch durch medikamendte, weil auch ihm ein wichtiges organ entnommen worden war. auch er wurde mit der zeit immer ekeliger, unsauberer und unausstehlicher - weil er zudem alkoholiker war. ihm durfte ich im erwachsenenalter später dann auch dabei zusehen, wie seine zehen schwarz wurden, bis kurz vor seinem tod das bein amputiert wurde.
und das ist nur ein kleiner einblick.

solche umstände sind für ein adoptivkind - - - nicht schön - - - , sondern unter umständen lebenslang traumatisierend.

denn wir vergessen hier mal nicht, dass da nicht die leiblichen eltern vor sich hin faulen (sorry, aber so war es), sondern vollkommen fremde individuen. da fehlt die biologische akzeptanz (die z.b. das baby an die mutter bindet, was man auch bei tierkindern sieht, die sich in der regel auch nicht von fremden anfassen lassen, oder mit ihnen mitgehen wollen), durch die man über bestimmte ekeligkeiten hinwegsieht.

ich persönlich halte zudem nichts davon, zu leiblichen kindern noch adoptivkinder dazu zu nehmen.
man macht ja schon bei mehreren leiblichen kindern unterschiede in der behandlung und in wieweit man sie mag.
bei einem adoptivkind dürfte sich das noch eklatanter heraus bilden. auch im umgang zwischen leiblichen und adoptierten kindern.
spätestens, wenn es ums erben geht, wird so nem adoptivkind dann auch recht schnell klar gemacht, wo sein platz ist...

das ding sollte man nochmal überdenken....


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 Betreff des Beitrags: Re: Adoption Mitte dreißig
Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Sep 2017 18:19 
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meine adoptiveltern waren ca. 40 und 30 jahre alt. - - - meine leibliche mutter war 16, bei meiner geburt....also ganz andere welten...

ich habe dabei zusehen dürfen, wie meine adoptiveltern vor meinen augen vor sich hin gealtert / gesiecht sind.
meine adoptivmutter bekam eine total-operation, während ich schon dort war und wurde danach zum gefrusteten mannsweib, was mich u.a. schikaniert und geschlagen hat.
mein adoptivvater lebte schon nur noch durch medikamendte, weil auch ihm ein wichtiges organ entnommen worden war. auch er wurde mit der zeit immer ekeliger, unsauberer und unausstehlicher - weil er zudem alkoholiker war. ihm durfte ich im erwachsenenalter später dann auch dabei zusehen, wie seine zehen schwarz wurden, bis kurz vor seinem tod das bein amputiert wurde.
und das ist nur ein kleiner einblick.

solche umstände sind für ein adoptivkind - - - nicht schön - - - , sondern unter umständen lebenslang traumatisierend.

denn wir vergessen hier mal nicht, dass da nicht die leiblichen eltern vor sich hin faulen (sorry, aber so war es), sondern vollkommen fremde individuen. da fehlt die biologische akzeptanz (die z.b. das baby an die mutter bindet, was man auch bei tierkindern sieht, die sich in der regel auch nicht von fremden anfassen lassen, oder mit ihnen mitgehen wollen), durch die man über bestimmte ekeligkeiten hinwegsieht.

ich persönlich halte zudem nichts davon, zu leiblichen kindern noch adoptivkinder dazu zu nehmen.
man macht ja schon bei mehreren leiblichen kindern unterschiede in der behandlung und in wieweit man sie mag.
bei einem adoptivkind dürfte sich das noch eklatanter heraus bilden. auch im umgang zwischen leiblichen und adoptierten kindern.
spätestens, wenn es ums erben geht, wird so nem adoptivkind dann auch recht schnell klar gemacht, wo sein platz ist...

das ding sollte man nochmal überdenken....

Danke. Du sprichst mir aus der Seele, Das sage ich seit zig-Jahren. Und wurde deshalb ebenso lange wie ein Stuech arrogantes Dreck behandelt (weil ich auch wissenschaftliche Abhanflungne brachte) von den so liebevollen Adoptionsmenschen, die mich hassen, weil ich dei Wahrheit sage.

_________________
Die Verbindung von Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen, ist eine Essenz. Die Verbindung zweier Erwachsener, die Kinder adoptieren, ist eine Konstruktion.
AndreasKs im Forum von MANNdat

Leibliche Eltern waren immer auch soziale Eltern und können nicht einfach auf den biologischen Ursprung reduziert werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Adoption Mitte dreißig
Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Sep 2017 09:14 
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hans, wenn du nicht im club bist und dessen meinung teilst, rümpfen die leute immer die nase und versuchen einen zu diskreditieren.
wie wir uns verhalten, resutliert aus der behandlung, die man uns zuteil hat werden lassen.

es ist immer die frage wer wen zuerst verletzt hat....

und irgendwann kommt immer der punkt, wo man mal den leuten den gesamten inhalt des kotzeimers vor die füsse kippt, der sich ein leben lang angesammelt hat....


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 Betreff des Beitrags: Re: Adoption Mitte dreißig
Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Sep 2017 12:47 
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 Betreff des Beitrags: Re: Adoption Mitte dreißig
Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Nov 2017 10:44 
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Mir wurde gesagt das man ab 40 keine Chancen mehr hat in Deutschland. Wir sind beide 36, und schön langsam bekomm ich Angst.
Kann mir von euch vielleicht jemand helfen bzw uns Tipps geben??


Das stimmt so nicht. Es wird empfohlen, dass der Altersunterschied zwischen Eltern und Kind nicht wesentlich höher sein sollte als 40 Jahre. Gesetz ist das aber nicht. Es gibt für die vermittelnden Personen eine Reihe von Kriterien für die Eignung von Bewerbern bzw. für die Frage, welche Bewerber die geeigneten Eltern für ein bestimmtes zu vermittelndes Kind sein könnten. Das Alter der Bewerber spielt da schon mit rein, ist aber nicht unbedingt das entscheidende Kriterium.
Mehrere SozialarbeiterInnen von Jugendämtern/Adoptionsvermittlungsstellen, mit denen ich gesprochen habe, haben ganz klar gesagt, dass das Alter der Bewerber für sie nicht das wichtigste/entscheidende Kriteriium ist.
Es kommt auch auf das Kinderprofil an: Bewerber, die sich ein gesundes, weißes Baby wünschen und ihre Aufnahmebereitschaft auch darauf beschränken, gibt es viele.
Für schwerer vermittelbare Kinder (z.B. ältere Kinder, Kinder mit dunkler Hautfahrbe, Kinder mit Krankheiten, Behinderungen oder Risikofaktoren für Entwicklungsstörungen/Behinderungen) stehen i.d. R. weniger Bewerber zur Verfügung.

Ich kenne mehrere Adoptiveltern, die mit fast 40, 40 oder über 40 Kinder (auch Neugeborene) vermittelt bekommen habe.

Mein persönlicher Eindruck ist: Wenn man konsequent dranbleibt und das Bewerbungsverfahren durchläuft, hat man eine realistische Chance, ein Adoptivkind vermittelt zu bekommen (wenn man das empfohlende Alter nicht weit überschreitet und nicht gravierende andere Gründe gegen eine Adoptionseignung sprechen).

Wenn man das Bewerbungsverfahren beim örtlichen JA durchlaufen hat und als geeignet eingesstuft worden ist, kann man sich auch bei auswärtigen Jugendämtern oder bei Adoptionsvermittlungsstellen freier Träger bewerben.



Hallo

Außerdem wurde mir gesagt vom Jugendamt das es in Deutschland kaum Kinder gibt die man adoptieren kann. Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.


Auch das stimmt so pauschal nicht.
Der Bedarf an Adoptiveltern bei den verschiedenen Jugendämtern sehr unterschiedlich - manche JÄ haben durchschnittlich 1 Kind im Jahr zu vermitteln, manche alle paar Jahre ein Kind, manche mehrere im Monat.

Zutreffend ist, dass es viele Kinder gibt, die nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können, aber nicht zu Adoption freigegeben sind. Für diese Kinder werden Pflegeeltern gesucht. Da ist der Bedarf ungleich höher als für Adoptiveltern.

Viele Grüße


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