Adoptionsforum

Austausch und Info von und für Betroffene rund um das Thema Adoption
Aktuelle Zeit: 26. Sep 2017 02:19

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 48 Beiträge ] Gehe zu Seite  Vorherige  1, 2, 3, 4, 5  Nächste
AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 5730

AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Feb 2015 11:02 
Offline
Forumseigener Vielschreiber
Forumseigener Vielschreiber

Registriert: 06.2012
Beiträge: 824
Danke gegeben: 57
Danke bekommen: 33x in 30 Posts
Geschlecht: weiblich
Geschlecht: Frau
ich bin: Adoptivmutter
Hallo Leana,

ich glaube, dass es ein unheimlicher Vertrauensbruch ist, wenn deine Tochter irgendwann feststellt, dass ihr Papa gar nicht ihr wirklicher Papa ist. Ich halte es für einfacher, wenn du deiner Tochter die Wahrheit sagst wie es mittlerweile auch Adoptiveltern angeraten wird. Die Person, mit der du zusammenlebst, kann trotzdem dann eine Bezugsperson für deine Tochter sein wie ein Vater,auch wenn er nicht der leibliche Vater ist. Dann bricht für deine Tochter auch später keine Welt zusammen.

Golfi


Nach oben
 Profil  
 
folgende User möchten sich bei golfi bedanken:
 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Feb 2015 11:09 
Offline
Oftschreiber
Oftschreiber

Registriert: 05.2011
Beiträge: 50
Danke gegeben: 0
Danke bekommen: 1x in 1 Post
Geschlecht: nicht angegeben
ich bin: Adoptierte
Ich sage ja nicht, dass ich es ihr nicht sagen werde. Ich bin aus eigener Erfahrung nur der Meinung, dass es keinen Sinn macht einer 2 oder 3 jährigen sowas zu erklären. Was ist daran so schlimm wenn ich sage, ich möchte warten bis sie 6,7 ist und das ganze mehr versteht?
Sie hat eh keinen Bezug zum Thema Papa. Meinen Partner nennt sie auch beim Vornamen. Für sie hat das Wort Papa gar keine Bedeutung.
Wir werden garantiert nicht warten bis sie 18 ist, aber wenigstens so alt das sie es versteht.
Was soll ich ihr denn sonst sagen? Es schädigt ein Kind genauso, wenn ich ihr mit 3 Jahren sagen..du hast einen anderen Papa, aber der wohnt hier nicht und besucht dich auch nicht und macht nix außer zahlen, dafür ist er begeistert von seiner anderen Tochter, die nur wenige Monate älter ist... Wie soll ich das einer 2, 3 oder 4 jährigen erklären?

Es sagt ja auch niemand, das wir ihr erzählen werden das mein Partner ihr Vater ist. Solang sie ihn beim Vornamen nennt ist das halt so.. wir bestehen da auch nicht auf Mama&Papa


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Feb 2015 11:37 
Offline
Forenfamilie
Forenfamilie
Benutzeravatar

Registriert: 12.2007
Beiträge: 5490
Wohnort: 87700
Danke gegeben: 4
Danke bekommen: 41x in 38 Posts
Geschlecht: weiblich
Meine Homepage: www.cornelia-oehlert.de
Geschlecht: Frau
ich bin: Herkunftsmutter
Leana hat geschrieben:
Meine Heimatstadt beherbergte bis 2009 die britischen Streitkräfte, dh. 1986 lebten hier eine große Menge englischer Soldaten. Laut Aussage meiner Mutter war er einer davon und ging noch vor meiner Geburt zurück nach England/Irland..genaueres weiß ich leider nicht.
Daran hat keiner gezweifelt Leana! Wenn Du nancys Satz richtig liest, wirst Du erkennen, dass sie nur anzweifelt, dass es in 1986 "unbekannte britische Soldaten" in Deutschland gab und das kann wirklich nicht stimmen. Die britische Armee weiß garantiert bis zum heutigen Tag sehr genau welcher ihrer Soldaten wann wo stationiert war. Der Schlüssel ist hier deine leibliche Mutter, die offenbar ihrer Umwelt nicht sagen wollte, oder konnte, wer der Vater ist.
nancy hat geschrieben:
Ein unbekannter, britischer Soldat in Deutschland - 1986?

Leana hat geschrieben:
Natürlich hinkt mein Vergleich, da ich ja keinerlei Ahnung habe was bei meiner Mutter vor 28 Jahren geschehen ist. Ich frage mich einfach nur was sie gefühlt haben muss während der Schwangerschaft.Nun wo ich es am eigenen Leib erfahren habe stellen sich für mich halt einfach mehr Fragen als vorher.
Du hast keine Vorstellung davon was damals geschehen ist? Nimm doch einmal den Klassiker an: deutsches Mädel lässt sich mit Besatzungssoldat ein und wird schwanger. Schnell stellt sich heraus, dass der werdende Vater entweder grundsätzlich nur Spaß haben wollte und Vaterpflichten ablehnt, oder er ist zuhause verheiratet und lässt sich schnell versetzen ... oder so ähnlich.
Die ledige Mutter wurde zu der Zeit vermutlich als Soldatenflittchen (oder so ähnlich) bezeichnet und wenn ihre Familie nicht hinter ihr stand, war bei vielen Betroffenen halt Adoption der einzige Ausweg - der Schande wegen.
Wenn das tatsächlich so ähnlich war und das Kind gleich wegadoptiert wurde, hatte sie sicher wenig Lust dazu den ihr womöglich tatsächlich nicht wirklich bekannten Soldaten über die britischen Behörden suchen zu lassen.
Wie gesagt, das ist ein mögliches Szenario; es kann auch ganz anders gewesen sein!
Ich bin sicher, dass Du auch heute noch feststellen lassen könntest wer der Mann war, allerdings nur mit der Hilfe deiner Mutter, denn ein paar Details wird sie schon rausrücken müssen (Vorname, Kaserne, Äußerlichkeiten, Lieblingskneipen etc.). In den einschlägigen Such-Doku-Soaps kann man lernen wie so etwas heute funktioniert ...

Was die "Vater"-Diskussion angeht, hast Du zumindest den Fehler gemacht, deiner Tochter den neuen Partner als Vater näher zu bringen, denn das ist in ihren Augen eine Lüge. Es wäre besser gewesen, zunächst einfach nur den Vornamen zu verwenden, denn dem Kind ist es erst einmal egal welchen Status eine Person hat; wichtig ist deren Verlässlichkeit! Mit fortschreitendem Alter hättet ihr der Kleinen dann langsam die Wahrheit näherbringen können. Jetzt seid ihr in der Lage, dass eigentlich kein Tag mehr der "richtige" Zeitpunkt ist und sie am Ende, schlimmstenfalls von Dritten, im unpassendsten Moment die Wahrheit erfährt.

An eurer Stelle würde ich da bald etwas unternehmen, denn sonst wird es für das Mädchen unter Umständen sehr schmerzhaft.

Cornelia

_________________
Eine Herkunftsmutter, die die Weggabe von Anfang an bereut hat
www.cornelia-oehlert.de


Nach oben
 Profil  
 
folgende User möchten sich bei mausi51 bedanken:
 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Feb 2015 11:49 
Offline
Top Forumsinventar
Top Forumsinventar

Registriert: 10.2012
Beiträge: 396
Danke gegeben: 42
Danke bekommen: 35x in 28 Posts
Geschlecht: nicht angegeben
Geschlecht: Frau
ich bin: Herkunftsmutter
Jetzt seid ihr in der Lage, dass eigentlich kein Tag mehr der "richtige" Zeitpunkt ist und sie am Ende, schlimmstenfalls von Dritten, im unpassendsten Moment die Wahrheit erfährt.

An eurer Stelle würde ich da bald etwas unternehmen, denn sonst wird es für das Mädchen unter Umständen sehr schmerzhaft.

Cornelia

Gerne genommen in möglichen Trennungssituationen, muss gar nicht von den Eltern selbst sein. Da braucht dann nur eine wohlmeinende Tante o.ä. sich bemüssigt zu fühlen, das Mädchen "aufzuklären", der Sozialvater hätte ihr gar nichts zu sagen, weil er eben nicht der Vater ist.
Da käme dann zum Trennungstrauma noch das Ich-hab-ja-gar-keinen-Vater-Trauma.

Warum kann man nicht sagen:"dein Vater kann nicht mit uns zusammenleben, aber der Rolf-Dieter (oder wie der Sozialvater auch heißen mag) ist für dich da". Das ist für ein dreijähriges Kind verständlich.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Feb 2015 12:01 
Offline
Oftschreiber
Oftschreiber

Registriert: 05.2011
Beiträge: 50
Danke gegeben: 0
Danke bekommen: 1x in 1 Post
Geschlecht: nicht angegeben
ich bin: Adoptierte
Unbekannt ist er ja auch nur für mich, da meine Mutter bislang weder Namen noch sonstige Daten rausgeben möchte. Unbekannt ist er für die Armee nicht..

Was ist denn bei euch fortschreitendes Alter ? Meine Tochter ist zwei Jahre alt, sie weiß überhaupt nicht was das Wort Papa bedeutet. Für sie gibt es Mich und T.. und Oma und Opa.... aber Vater gibt es für sie nicht und das ist auch ok so. Ich frage mich auch, was dieses Thema überhaupt soll. Wann und wie wir es meiner Tochter sagen ist und bleibt unsere Sache. Ich wusste z.b. seit meiner frühestens Kindheit von der Adoption und es hat mir nicht gut getan. Vielleicht wäre es da sinnvoller gewesen es erst später zu erzählen, wenn ich alt genug gewesen wäre. Ich denke jeder sollte den für sich richtigen Weg wählen. Es hängt ja auch davon ob, wie die Bindung ist, wie das Kind ist, wie das Umfeld ist....
Es gibt keine wissenschaftlichen Untersuchungen die Belegen, wann es am sinnvollsten ist einem Kind sowas zu sagen.
´
Wenn ihr der Meinung seid, das wir einem 2 jährigen Kind sagen sollen, dass sie einen anderen "Papa" hat, dann sagt mir doch bitte wie ich ihr das sagen soll.
Hallo mein Kind, du hast einen anderen Papa, aber der kümmert sich nicht, und will dich auch nicht sehen, hat seiner Familie nichts von dir erzählt und du darfst es auch nicht im Kindergarten erzählen weil dann alles rauskommen könnte und die Familie deines "Papas" dann davon erfährt und er Probleme bekommt...
Was ist so verkehrt daran wenn sie mit meinem Partner als "Vater" aufwächst, in einer Familie mit viel Rückhalt, Geborgenheit, tollen Großeltern usw.
..wenigstens bis sie Alt genug ist das zu verstehen?
Seit ihrer Geburt schreibe ich an einem Brief, den sie bekommen wird wenn sie älter ist. Dort steht alles genau drin, all das was geschehen ist, all die Gefühle, all das was ich meinem Kind sagen möchte...
Sie soll mit der Gewissheit aufwachsen das sie gewollt und geliebt war und ist und nicht mit dem Hintergedanken das es dort jemanden gibt der sie aber nicht will...
Es ist halt alles nicht so einfach. Sollte sich am Verhalten ihres "Papas" was ändern, er den Kontakt sucht und seiner Familie eines Tages davon erzählt, dann kann auch ich meinem Kind das ganze anders erklären. Aber zur Zeit weiß niemand in der Familie etwas von dem Kind und da wir in einem Ort leben in dem die Familie ihres "Papas" bekannt ist und aufgrund der Aktivität in einer Sekte nicht so beliebt möchte ich auch nicht das meine Tochter irgendwas davon irgenwo erzählt.


Es ist und bleibt unsere Sache wann wir unserem Kind irgendwas davon erzählen.
Ich bin nun mal in der Situation das ich es selbst erlebt habe und daher mich auch mehr in mein Kind reinfühlen kann.

Mir ärgert gerade total das ich hier so "schlecht" hingestellt werde. Ich will für mein Kind nur das Beste und da ich mein Kind am Besten kenne, bin ich auch der Meinung, dass ich weiß wann der richtige Moment ist.
Ich habe diesen Post aktiviert weil ich über den Kontakt zu meiner Schwester berichten wollte, über meine Ängste und meine Gefühle und nicht über die Erziehung meiner Tochter.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Feb 2015 13:58 
Offline
Vielschreiber
Vielschreiber

Registriert: 08.2014
Beiträge: 160
Danke gegeben: 0
Danke bekommen: 13x in 12 Posts
Geschlecht: nicht angegeben
ich bin: Adoptivmutter
Hallo!

Ich kann dir einfach nur aus meiner Erfahrung heraus einen Rat geben. Wir haben unserem Adoptivsohn schon von seiner leiblichen Mama und Papa erzählt, als er ein winziges Baby war. Man fragt sich, was das soll, aber ich denke, es macht es für alle einfacher, wenn diese Themen von Anfang an dazugehören. Mit 2 hat er dann schon selber das Thema aufgegriffen und seine persönliche Version erzählt - er fragt dann immer, was seine VORNAME Mami grad mache und dass sie wohl grad auf einem Pferd reite. :0337rainbow:

Was ich damit sagen will: lass deine Tochter mit eurer Geschichte aufwachsen. Erzähl ihr immer wieder, lass das Thema Teil des Lebens sein, nicht übermächtig, aber eben da. Mit 2, 3 Jahren verstehen die Kleinen mehr, als wir glauben. Und wenn das Thema nicht einfach dazugehört, besteht die Gefahr, dass man den geeigneten Zeitpunkt irgendwann tatsächlich verpasst. Das wäre fatal.
Alles Gute!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Feb 2015 16:09 
Offline
Forenfamilie
Forenfamilie

Registriert: 09.2012
Beiträge: 2173
Danke gegeben: 31
Danke bekommen: 19x in 19 Posts
Geschlecht: nicht angegeben
ich bin: mit Adoptierten verwandt/befreundet
Es gibt keine wissenschaftlichen Untersuchungen die Belegen, wann es am sinnvollsten ist einem Kind sowas zu sagen.


Gut, dann kannst du aber auch nicht deiner eigenen Mutter vorhalten oder sie deswegen schlecht reden, dass sie es auch so mit dir handhabt, wie du es mit deiner Tochter handhabst. Mal abgesehen davon, dass ein Vater, der nicht zu seinem Kind steht, auch nicht regelmäßig Unterhalt zahlt. Wie handhabst du es mit dem Sorgerecht, bist du allein sorgeberechtigt? Hast du dem Vater deiner Tochter Umgangskontakte angeboten? Glaubst du ernsthaft, dass der Mann es seiner Ehefrau zu verheimlichen schafft, dass er Unterhaltszahlungen an ein wahrscheinlich anerkanntes Kind leistet? Hast du ernsthaft die Absicht, deiner Tochter zu verbieten, ihrem eigenen Umfeld wahrheitsgemäß von ihrem Vater zu erzählen und was soll eigentlich das Attribut "anderen" in diesem Zusammenhang bedeuten?
Zusätzlich zu der Vaterthematik wird auf deine Tochter die Aufgabe zukommen, eine Haltung zu deinen Eltern zu entwickeln. Freunde dich schon mal mit dem Gedanken an, dass sie sich möglicherweise eines Tages mit einer Anfrage an die britische Armee wendet.

Ich habe diesen Post aktiviert weil ich über den Kontakt zu meiner Schwester berichten wollte, über meine Ängste und meine Gefühle.

Eigentlich klingt es nicht so, als hättest du dabei Ängste.


Zuletzt geändert von nancy am 25. Feb 2015 16:20, insgesamt 3-mal geändert.

Nach oben
 Profil Besuche Website  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Feb 2015 16:42 
Offline
Oftschreiber
Oftschreiber

Registriert: 05.2011
Beiträge: 50
Danke gegeben: 0
Danke bekommen: 1x in 1 Post
Geschlecht: nicht angegeben
ich bin: Adoptierte
Was gibt euch das Recht über mich und mein Verhalten gegenüber meiner Tochter zu urteilen?

Ich rede meine Mutter überhaupt nicht schlecht, ich habe mehrfach betont das ich ihr Verhalten akzeptiere und tolleriere. Das mit der Situation meiner Tochter zu vergleichen funktioniert schon mal nicht.
Ich stehe in gutem und regelmäßigem Kontakt zu dem Vater meiner Tochter. Er erhält regelmäßig Fotos und Berichte und hat jederzeit die Möglichkeit seine Tochter zu besuchen. Das Sorgerecht liegt in beidseitigem Einverständniss bei mir. Er hat einfach "kein Interesse" eine Vaterrolle zu übernehmen und das ist für uns beide auch völlig ok. Wir waren nie ein Paar und wir würden auch nicht zusammen passen. Daher ist er sehr froh darüber das usnere Tochter mit einem Partner so einen tollen Papa hat.
Er lebt in einer festen Beziehung und hat schon ein Kind aus einer vorherigen Beziehung, zu welchem er offiziel steht. Das war schon ein Schlag für seine Freundin und Familie, die Tatsache über ein zweites Kind möchte er aktuell nicht erzählen und das ist für mich völlig ok, da aus schon genannten Gründen (Mitgliedschaft seiner Eltern in einer Sekte) ich auch aktuell nicht möchte, dass seine Eltern hier irgendwelche Ansprüche stellen oder gar vor der Tür stehen.
Ich bin gerade dabei mit meinem Partner zusammen zu ziehen, eine "Familie" zu gründen, das ist schon für alle Neu und Anstrengend, da muss nun nicht noch eine andere Familie dazwischen fuschen.

Ganz ehrlich, was geht es euch an? Wir alle, ich, der Vater meiner Tochter, meine Familie, mein Partner wir sind zufrieden so wie es ist und haben das auch untereinander abgesprochen. Unsere Tochter wächst in einer tollen Famlie auf, wir ermöglichen ihr alles, und sie wird auch die Möglichkeit haben, ihren Vater zeitnah kennen zu lernen. Er war schon 2, 3 mal hier, sie hat gleich Kontakt zu ihm aufgebaut, sie verstehen sich gut, trotzdem ist es für alle klar, das er zwar ihr "Papa" ist, aber nicht ihr Vater.
Meine Güte das Kind ist gerade mal 2 Jahre alt....wer sagt denn das es nicht in 1, 2 Jahren dazu kommen wird das wir ihr von ihrer Herkunft erzählen?
Ich habe nur gesagt, dass meine Tochter aktuell sowieso nichts mit dem Wort Papa anfangen kann und da keine Unterschiede macht. Sollte sie in 1, 2 Jahren durch den Kindergarten und die anderen Kinder danach fragen, können wir es ihr je nach Situation sagen. Ich werde bloß nicht von allein einem 2 jährigen Kind grundlos irgendwas erzählen, was sie sowieso nicht versteht. Ich kenne mein Kind, ich kann ganz gut einschätzen was sie versteht und was nicht.



Zum letzten Punkt, doch ich habe Ängst vor dem Treffen mit meiner Schwester aber bislang hatte ich ja keine Möglichkeit dazu was zu sagen.


Ich hab gedacht hier findet Austausch statt, man kann frei erzählen, das hier jeder alles besser weiß war mir nicht klar.

Wieso können wir nicht unseren Weg gehen und ihr euren? Ist bei euch alles einwandfrei gelaufen? Wenn ja dann müsste es ja einen Plan für alle Adoptiveltern geben, nach welchen Richtlinien man sein Kind über die Herkunft aufklären muss.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Feb 2015 17:53 
Offline
Forenfamilie
Forenfamilie

Registriert: 02.2008
Beiträge: 2229
Danke gegeben: 34
Danke bekommen: 42x in 37 Posts
Geschlecht: weiblich
Geschlecht: Frau
ich bin: Adoptivmutter
Leana,

Du hast recht, es ist Deine Tochter, Du bist für sie verantwortlich und musst später für evtl. (noch nicht erwiesene) Aufklärungsfehler geradestehen, keiner hier im Forum. Du machst Dir viele Gedanken, gehst mit der Vergangenheit nicht leichtfertig und oberflächlich um, so ist die Situation noch nicht entgleist und wird es wahrscheinlich auch zukünftig nicht sein. Niemand hat das Recht, Dich zu tadeln, weil keiner hier an Deiner Situation irgendwie beteiligt ist weder jetzt noch später bei der Aufklärung. Auch hier gab es bereits Adoptierte mit psychischen Problemen, die sie auf die frühe Aufklärung ihres Status zurückgeführt haben, genauso wie es umgekehrt Adoptierte gab und gibt, die seelisch unter der zu späten Aufklärung leiden. Wann der richtige Zeitpunkt ist, ist an keiner Jahreszahl des Alters festzumachen, jeder braucht einen anderen Zeitpunkt.

Zudem ist es Dein Leben und Dein Lebensinhalt, in dem wir nicht herumfuschen dürfen. Du fragst um Ratschläge, die kann man Dir auch ganz vorsichtig, verpackt der eigenen Meinung geben, aber sie dürfen nicht die Form von 'Schlägen', Vorwürfen und Drohungen annehmen, wie hier teilweise praktiziert (besonders im vorletzten Beitrag). Du hast Dir Dein Lebensumfeld so gestaltet, dass Du jetzt mit Deiner Tochter glücklich bist; und alleine das zählt im Augenblick. Wünsche Dir, dass es so bleibt.

_________________
Habe stets Respekt:
- Respekt vor Dir selbst,
- Respekt vor anderen,
- übernimm Verantwortung für Deine Taten. (Dalai Lama)


Zuletzt geändert von Martina am 25. Feb 2015 17:56, insgesamt 2-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Feb 2015 18:36 
Offline
Vielschreiber
Vielschreiber

Registriert: 11.2012
Beiträge: 170
Danke gegeben: 17
Danke bekommen: 6x in 6 Posts
Geschlecht: nicht angegeben
Geschlecht: Mann
ich bin: aus ganz anderen Gründen hier
Hallo Leana,

du schreibst das deine mutter dir die schuld gibt das ihre ehe kaputt gegangen ist. warum sagt sie das? bist du einfach in ihre familie, die sie sich neu aufgebaut hat reingefuscht ohne die nötige rücksicht walten zu lassen? sie ist eigentlich dir gegenüber und du für sie auch ja eine fremde .ich habe schon des öfteren den kopf geschüttelt wenn ich lese wie wenig rücksicht auf das neue leben einer leiblichen mutter genommen wird, aber die adoptierten selber alle rechte um sich zu schützen für sich in anspruch nehmen. auch eine bauchmutter hat das recht sich ein neues leben ohne sich immer outen zu müssen aufzubauen. auch schreibst du du suchst keine mutter du hast eine warum willst du dann deinen leiblichen vater suchen? du hast doch da auch einen. vielleicht bringst du ihn auch in schwierigkeiten und machst seine familie dann auch kaputt nur um deine neugier zu befriedigen. er weiß vielleicht gar nichts von dir.

lg berlin


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 48 Beiträge ] Gehe zu Seite  Vorherige  1, 2, 3, 4, 5  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Gehe zu:  
Beteilige Dich mit einer Spende
cron
© phpBB® Forum Software | phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker