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 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Feb 2015 18:16 
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1. Was gibt euch das Recht über mich und mein Verhalten gegenüber meiner Tochter zu urteilen?

2. sie wird auch die Möglichkeit haben, ihren Vater zeitnah kennen zu lernen. Er war schon 2, 3 mal hier, sie hat gleich Kontakt zu ihm aufgebaut, sie verstehen sich gut


3. Zum letzten Punkt, doch ich habe Ängst vor dem Treffen mit meiner Schwester aber bislang hatte ich ja keine Möglichkeit dazu was zu sagen.


4. Ich hab gedacht hier findet Austausch statt, man kann frei erzählen, das hier jeder alles besser weiß war mir nicht klar.


Zu 1.: Ich urteile eigentlich nicht über dich und dein Verhalten. Ich habe bisher lediglich nach Details gefragt. Tatsächlich hatte ich aber schon den Eindruck, dass du unzufrieden damit bist, dass du die Daten deines Vaters nicht kennst. Sicherlich hat das Standesamt die Daten auch nicht, sonst wären sie in die Gerichtsakte/in den Annahmebeschluss geraten. Warum findest du dich bezogen auf diesen einen Gesichtspunkt nicht vergleichbar mit deiner Tochter? Kennst du das Motiv deiner Mutter, dir die Identität deines Vaters vorzuenthalten? Früher galt für die amerikanischen Besatzungssoldaten die Todesstrafe für das Schwängern einer deutschen Frau. Ich weiß nicht, wie das bei den Briten war. Du sagst, du willst nur den Vater deiner Tochter schützen und beabsichtigst deshalb, ihr zu verbieten, mit anderen über ihn zu sprechen, selbst wenn sie ihn kennengelernt hat, verstehe ich das richtig? Ich möchte nicht behaupten, dass deine Mutter auch nur deinen Vater schützen wollte - das musst du wissen.

Zu 2.: Das freut mich für dein Kind.

Zu 3.: Wenn du davon erzählen wollen würdest, ich würde es lesen.

Zu 4.: Je mehr Benutzer dieses Forum hat, die eine solche Erwartungshaltung haben wie du, desto angenehmer ist es hier.


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 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Feb 2015 18:25 
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Ich habe ihr nicht ins Leben gepfuscht. Ich besitze seit meiner frühen Jugend ihre Adresse welche kaum 8 km von meiner Entfernt ist und ich war bislang noch nie in ihrer Straße eben weil ich ihr nicht rein pfuschen will. Ich habe lediglich mit 12 Jahren als unwissendes Kind ihr einen Brief geschrieben. Mehr nicht.
Wenn wegen sowas eine Ehe in die Brüche geht..muss da meines Erachtens mehr falsch gelaufen sein. Außerdem heißt es doch immer wir Adoptivkinder hätten ein Recht auf Wissen der Herkunft.
Auch in Bezug meines Vaters geht es mir nicht um Kontakt sondern nur um zu wissen wer er ist und auch das sollte mein Recht sein.

Was ist daran so verkehrt? Ich möchte kein Teil der anderen Familie werden ich will einfach nur geklärt haben woher ich komme.



@Nancy ganz einfach mache ich dort unterschieden. Ich bin fast 30 und habe keine Ahnung wer mein Vater ist. Meine Tochter ist 2 , sie weiss nicht mal was das Wort Vater bedeutet. ....


Zuletzt geändert von Leana am 25. Feb 2015 18:28, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Feb 2015 18:28 
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aber sie dürfen nicht die Form von 'Schlägen', Vorwürfen und Drohungen annehmen, wie hier teilweise praktiziert (besonders im vorletzten Beitrag).


Oder Verleumdungen, wie im zitierten Beitrag.


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 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Feb 2015 18:36 
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Auch in Bezug meines Vaters geht es mir nicht um Kontakt sondern nur um zu wissen wer er ist und auch das sollte mein Recht sein.

Was ist daran so verkehrt? Ich möchte kein Teil der anderen Familie werden ich will einfach nur geklärt haben woher ich komme.



@Nancy ganz einfach mache ich dort unterschieden. Ich bin fast 30 und habe keine Ahnung wer mein Vater ist. Meine Tochter ist 2 , sie weiss nicht mal was das Wort Vater bedeutet. ....


Wie alt warst du, als du adoptiert wurdest, wenn ich fragen darf?

Davon abgesehen, dass du unabhängig von Papieren und Dokumenten nun mal zu der Familie deines Vaters gehörst, ob es dir und ihm gefällt oder nicht, ist es in der Tat dein Recht, zu wissen, wer er ist. Suche doch mal nach dem Begriff "Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung". Es gab diesbezüglich vor nicht allzu langer Zeit ein Gerichtsurteil mit Gesetzeskraft - es ging dabei um ein Samenspenderkind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Feb 2015 20:09 
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aber ist es nicht so, das ein samenspenderkind immer noch mit dem samenspender rechtlich verwandt ist? dieses kind wurde ja nicht adoptiert. rein rechtlich wäre da ja auch noch unterhalt zu holen vom erben mal ganz zu schweigen. kann durchaus sein das bei manchen die suche ja auch dieses ziel hat. ein adoptierter ist aber nicht mehr verwandt und es sind auch nicht mehr seine geschwister sondern rechtlch fremde. zumindest die nach 1978 adoptierten sind auch nicht mehr erbberechtigt gilt für beide seiten. recht auf kenntniss der abstammung ja, aber nur einblick in die akten, kein persönlicher kontakt geschweige den . aufsuchen. sie gehört auch nicht mehr zur familie ihres vaters geschweige denn zur familie ihrer mutter. sie sind FREMDE!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Feb 2015 20:26 
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@nancy ich wurde schon als Säugling adoptiert.

@berlin du hast Recht, die Verhältnisse zwischen Samenspende und Adoption sind rechtlich anders.

Ich will auch nicht das ihr mich falsch versteht. Ich will keine andere Familie, ich will mich auch in keine andere Familie drängen, ich möchte einfach nur wissen woher ich komme, wer meine Eltern sind. Mehr nicht. Sollte dann aus irgendwelchen Gründen Kontakt entstehen ist das ok aber es ist kein muss. Nun wo ich dank meiner Halbschwester ein Foto meiner leiblichen Mutter gesehen habe bin ich ja auch schon zufrieden. Mehr wollte ich ja gar nicht. Einfach nur einmal sehen wie die Frau ausschaut.

Es ist halt alles nicht so einfach. Meine leib. Mutter hat mir vor vielen Jahren einen Brief geschrieben und mir darin angeboten, ich könnte über eine MItarbeiterin des Jugendamtes Fragen an sie stellen die sie mir dann beantworten würde. Dies habe ich getan und nie eine Antwort bekommen, darüber bin ich enttäuscht. Bei meiner Tochter wäre das anders. Würde sie Fragen stellen, würde sie Antworten bekommen.
Ich bin nur in Bezug auf meine Tochter auch in eine Zwickmühle. Natürlich fände ich es schön wenn sie mit dem Wissen iher Herkunft aufwachsen könnte, eben weil ich finde das ihr Vater ein toller Mensch ist und ich mich ihm nicht schäme. Gleichzeitig ist es aber so, dass seine Familie (noch) von ihr nichts weiß und sollte ich ihr jetzt was erzählen, und sie erzählt es z.b. im Kindergarten würde seine Familie davon erfahren und das finde ich ihm gegenüber nicht fair. Er soll selbst entscheiden wann er es seiner Familie erzählt denn ich kann ja nicht wissen, welche Folgen die Offenbarung haben würde. Ich möchte es beiden gerne recht machen. Ich bin froh über den guten Kontakt zu dem Kindsvater und will diesen nicht aufs Spiel setzten, gleichzeitig möchte ich halt auch meiner Tochter gerecht werden.

Ich habe momemtan das Gefühl, das durch diese stückelhaften Posts meine Sicht falsch rüber gekommen ist bei euch.
Ich habe und hatte nie den Wunsch irgendeine Familie kaputt zu machen, mir ging es einzig und allein um das Wissen, wer meine Eltern sind. Mehr nicht. Hätte ich mehr gewollt hätte ich schon seit Jahren die Chance einfach mal bei meiner Mutter zu klingeln oder gar anzurufen oder sonstige Dinge zu tun und selbst die Briefe die bislang an sie gingen (2) habe ich trotz wissen ihrer Adresse ans Jugendamt geschickt.
Auch bei dem Kontakt mit meiner Halbschwester habe nicht ich den ersten Schritt gemacht, obwohl ich ihre Daten auch schon längere Zeit besitze. Eben weil ich nicht in die Familie meiner Mutter reinpfuschen wollte.

Ich hatte nie böse Absichten. Mein erster Brief damals entstand weil ich ich eben diese Doku-Fantasie hatte das meine Mutter mich vielleicht ja auch sucht/sehen mag..damals war ich 12..woher sollte ich es auch besser wissen?
So sehr ich auch verstehe das eine Herkunfsmutter ihren Schutz braucht, so finde ich doch, dass man als solche auch damit rechnen muss das einiges Tages evtl. mal etwas vom Kind kommt. Gerade in der heutigen Zeit wo sowieso alle Daten irgendwie zu finden sind. Auch wenn ich ein Kind abgebe, ist es doch damit nicht "verschwunden". Ich habe hier den Weg übers Jugendamt gewählt und stand nicht einfach vor ihrer Tür... für eine 12-jährige eigentlich doch verantwortungsbewusst, oder nicht ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Feb 2015 20:34 
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Ich würde mich schon sehr irren, wenn sich das Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung nicht auf alle Menschen, und damit auch auf an Kindes statt angenommene, erstreckt.

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Wie kommt man übrigens auf die Idee, dass Adoptierte weniger Rechte hätten als Kinder von anonymen Samenspendern, ist das erziehungstypisch?

Ich habe hier den Weg übers Jugendamt gewählt und stand nicht einfach vor ihrer Tür... für eine 12-jährige eigentlich doch verantwortungsbewusst, oder nicht ?

Nur, wenn du dich weder ihr noch dir selbst, sondern ausschließlich dem System gegenüber verantwortlich fühlst.

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Zuletzt geändert von nancy am 25. Feb 2015 21:14, insgesamt 4-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Feb 2015 13:14 
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Je älter Deine Tochter ist, wenn Du es ihr erzählst, desto größer wird der Schock sein. Ich denke auch dass sie ihre Geschichte zumindest in Grundzügen von Anfang an kennen sollte. Vielleicht nicht bis ins kleinste Detail, aber dass da etwas ist, ist wichtig für sie. Ich spreche da aus Erfahrung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Feb 2015 17:37 
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Du hast eine P.N.

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Die Verbindung von Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen, ist eine Essenz. Die Verbindung zweier Erwachsener, die Kinder adoptieren, ist eine Konstruktion.
AndreasKs im Forum von MANNdat

Leibliche Eltern waren immer auch soziale Eltern und können nicht einfach auf den biologischen Ursprung reduziert werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 1. Mär 2015 20:49 
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Wir haben uns in der Familie darauf geeinigt unserer Tochter Schritt für Schritt davon zu erzählen. Mal sehen wie sie es verstehen wird.


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