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 Betreff des Beitrags: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Jan 2013 23:12 
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Es ist schon fast 2 Jahre her das ich zu letzt hier geschrieben habe.
In den letzten 2 Jahren war das Thema Adoption für mich nicht mehr ganz so aktuell.
Ich denke zwar immer noch an meine Herkunftsfamilie aber der Wunsch nach Kontakt
war nicht mehr ganz so stark, da ich mein Leben soweit im Griff hatte und andere Dinge einfach
"wichtiger" waren.
Ich hatte mir ein Leben aufgebaut, habe im Sommer 2011 geheiratet, und versucht mit meinem Mann eine Familie zu gründen.
Damals war das Thema noch aktuell, weil ich einfach wollte das meine H-Mutter sehen konnte das es mir gut geht, das sie damals richtig entschieden hat. Daher haben wir zur Hochzeit eine Anzeige geschaltet, in der Hoffnung meine H-Mutter würde diese lesen.
Naja..lange Rede kurzer Sinn.

Keine 2 Jahre nacht der Hochzeit lebe ich geschieden mit meiner Tochter wieder in meiner Heimatstadt und nage wieder an der Adoption.
Nun wo ich selbst eine Schwangerschaft erlebt habe, stellen sich für mich wieder viele neue Fragen. Wie hat meine Mutter das ausgehalten? Sie muss mich doch gespürt haben, irgendwie eine Bindung aufgebaut haben? Sie konnte mich doch nicht die ganze Schwangerschaft über ignorieren? ..irgendwie ist nun für mich alles viel unbegreifbarer. Irgendwie "kalt". Schließlich war meine Tochter auch kein Wunschkind, ich bin kurz nach der Trennung von meinem Mann schwanger geworden..von einer "Affäre". Trotzdem habe ich recht schnell eine Bindung aufgebaut und dieses Wesen lieg gewonnen. Wie war das bei meiner Mutter?

Neben all diesen Fragen ist auch immer noch der Wunsch da, zu wissen wer mein Vater ist. Bislang hat meine H-Mutter in den Briefen nie etwas genaueres von ihm erzählt. Aber gerade jetzt, wo ich selbst in der Situation bin das ich eines Tages meiner Tochter klären muss wer ihr Vater ist und wieso er nicht bei uns ist, möchte ich immer mehr wissen wer mein Vater ist.
Ich habe mich mit der Tatsache abgefunden das meine H-Mutter keinen Kontakt mit mir möchte...werde sie in der Hinsicht auch nicht weiter bedrängen..wobei es mir natürlich schwer fällt nun wo wir in der selben Stadt leben..
Momentan geht es mir nur um meinen Vater.
Daher bin ich am überlegen ob ich mich noch einmal schriftlich an sie wende und sie bitte mir etwas von ihm zu erzählen.
...ich weiß bloß einfach nicht ob es richtig wäre.


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 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Jan 2013 00:17 
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Hallo Leana,

Es ist, denke ich, auf jeden Fall richtig, dich noch einmal an Deine H-Mutter zu wenden, es kommt nur darauf an,
WIE du ihr schreibst. D.h., die Worte zu finden um das Tor zum Herzen Deinen Mutter wenigstens ein klein wenig zu öffnen. Ich habe deinen Faden noch nicht gelesen und werde es tun sobald ich kann. Vielleicht kann ich dann ein paar Ideen entwickeln, die dir hilfreich sein könnten. Bis dann

LG Annalis


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 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 29. Jan 2013 13:02 
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Hallo Leana,

Wenn Dir viel daran liegt, würde ich noch einen Anlauf nehmen und es versuchen, Du hast eigentlich nichts zu verlieren. WIE man so etwas formuliert, da gibt es hier bestimmt ein paar, die Dir dabei helfen könnten. Ich hab damit keine Erfahrung.

Ich wünsche Dir viel Glück dabei!


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 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 18. Feb 2015 00:19 
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Nun sind 2 Jahre her, und ich kann nach vorne schauen.
Ich habe meiner Mutter vor 2 Jahren einen Brief geschrieben. Ihr Berichtet das ich nun selbst Mutter bin und sie besser verstehen kann. Auch ich stand ohne Mann da und konnte mich nur Dank der Unterstützung meiner Familie für das Kind entscheiden.
Sie hatte die Wahl damals nicht..

Ich weiß nicht, ob sie den Brief damals gelesen hat. Ob er jemals angekommen ist. Es kam wie immer nichts von ihr zurück.
Eigentlich hatte ich die ganze Sache schon wieder verdrängt, habe mich die letzten 2 Jahre um meine Tochter gekümmert..

Und nun hat mich meine Halbschwester gefunden und möchte sich mit mir treffen.
Sie wusste nichts von mir.
Ich habe nun auch nach fast 30 Jahren ein Foto meiner Mutter gesehen..

Eigentlich war es immer mein Wunsch, aber nun wo es real wird, bekomme ich Angst.

Meine Mutter hatte mir einmal übers Jugendamt auf meinen Brief geantwortet.
Aufgrund meines Briefes wäre ihr Mann weg, sie stände nun mit ihrem Kind allein da, ich würde ihr Leben kaputt machen.

Ich habe Angst das meine Schwester auch so denkt.

Ganz genau weiß ich nicht wovor ich Angst habe.. irgendwie davor, das mir das alles zu Groß wird, das es mich überfällt.

Ich weiß es nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 18. Feb 2015 22:14 
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Hallo Leana,

nett, dass Du Dich mal wieder gemeldet und berichtet hast. Leider hast Du zwischenzeitlich nicht viel Positives erlebt; Deinen Frust und Deine Trauer kann ich Dir nachfühlen. Vielleicht wird ja jetzt alles ein wenig besser.

Auf alle Fälle würde ich an Deiner Stelle eine Beziehung zu Deiner Schwester herstellen. Du kannst davon nur profitieren, weil sie Dir doch vieles erzählen kannst, was Du schon seit langem wissen möchtest und müsstest. Wovor hast Du Angst? Deine Schwester hat Dir doch überhaupt nichts Nachteiliges geboten, so dass Du mit Vorsicht und Vorbehalt auf sie zugehen müsstest. Wenn Du diese Gelegenheit ungenutzt lässt, wird es Dich mit Sicherheit Dein ganzes Leben lang nicht zur Ruhe kommen lassen. Natürlich kann sich ergeben, dass die Chemie zwischen Euch nicht stimmt, dann kann man den Kontakt wieder aufgeben, aber Du hast dann wenigstens Informationen über Deine leibliche Verwandtschaft. Vielleicht ergibt sich daraus auch eine Spur zu Deinem Vater. Aber realer ist doch eine gute Beziehung zu Deiner Schwester, wenn sie dass nicht wollte hätte sie Dich nicht gesucht; sicher findet sie es auch toll, eine Schwester zu haben, hat sie sich ebenfalls schon lange gewünscht. Daher vermute ich auch keine negative Beeinflussung durch Eurer beider Mutter.

Du hast absolut nichts zu verlieren, kannst nur gewinnen. Daher ergreife die Gelegenheit und lass' Dich auf einen Kontakt ein. Du bis ein sehr netter, wertvoller Mensch und wirst es auch für Deine Schwester sein. Vielleicht ergibt sich daraus auch irgendwann eine Berührung mit Deiner leiblichen Mutter (auf längere Sicht gesehen). Keine Angst und Vorbehalte, ansonsten verpasst Du eine ausgezeichnete Gelegenheit, die wohl nie wiederkehrt.

Wünsche Dir gutes Gelingen und alles Gute und ganz viel Mut, der sich sicher auszahlten wird.

Martina

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- Respekt vor anderen,
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 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 19. Feb 2015 16:13 
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Vom Gesetz her klar kann sie davon ausgehen das ihre Anonymität gewahrt bleibt


Falsch. Nicht vom deutschen Gesetz her. Sieh' doch mal beim Standesamt deiner Heimatstadt deinen Geburtseintrag mit der dazugehörigen Sammelakte an. Lass' dir auch vom Standesamt der Geburtsstadt deiner Mutter ihren Geburtseintrag mit allen Nachträgen zeigen. Dann erfährst du beispielsweise den Geburtstag deiner Halbschwester, falls sie ihn dir noch nicht persönlich gesagt hat. Außerdem existiert ein Verein oder sowas, der bei der Suche nach Vätern, die britische Besatzungssoldaten waren, hilft. Kann das mit deinem Alter hinhauen? Ein unbekannter, britischer Soldat in Deutschland - 1986?

Früher wollte ich Kontakt, ich wollte ihn für mich...schwer zu erklären.
Heute will ich ihn auch, aber nicht nur um Meinetwillen,
sondern auch um ihr sagen zu können "Ich kann verstehen wieso du damals so gehandelt hast, ich kenne deine Situation, du hast dich richtig entschieden und ich danke dir dafür".


Seit 2011 laufen deine Erklärungen, was du von deiner Mutter willst, immer darauf hinaus. Ich frage mich, wie ehrlich diese Behauptung/ Unterstellung gegenüber deiner Mutter ist. Empfindest du es als Fehler, deine eigene Tochter nicht adoptieren zu lassen? Ganz objektiv betrachtet? Wie handhabst du selbst die Situation mit dem Vater deines Kindes - hast du vollständige Angaben über ihn bei den Behörden gemacht? Weiß er von seiner Vaterschaft?


Zuletzt geändert von nancy am 19. Feb 2015 17:06, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 19. Feb 2015 21:36 
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Sie muss mich doch gespürt haben, irgendwie eine Bindung aufgebaut haben? Sie konnte mich doch nicht die ganze Schwangerschaft über ignorieren?
Wie hätte sie denn dich ignorieren können, wo sie dich als Person noch gar nicht kannte? Kann es nicht eher sein, dass sie "nur" die Schwangerschaft mitsamt deren Folgen ignoriert/verdrängt hat? Das ist ja oft der Fall und meistens ist es dann so, dass das Kind, wenn es dann da ist, doch willkommen ist, weil die ganzen Probleme plötzlich lösbar sind.

Zitat:
Ich hatte mir ein Leben aufgebaut, habe im Sommer 2011 geheiratet, und versucht mit meinem Mann eine Familie zu gründen.
Damals war das Thema noch aktuell, weil ich einfach wollte das meine H-Mutter sehen konnte das es mir gut geht, das sie damals richtig entschieden hat. Daher haben wir zur Hochzeit eine Anzeige geschaltet, in der Hoffnung meine H-Mutter würde diese lesen.
Naja..lange Rede kurzer Sinn.

Keine 2 Jahre nacht der Hochzeit lebe ich geschieden mit meiner Tochter wieder in meiner Heimatstadt und nage wieder an der Adoption.
So wie Du das hier schilderst, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass die Ehe kinderlos geblieben ist.

Zitat:
Schließlich war meine Tochter auch kein Wunschkind, ich bin kurz nach der Trennung von meinem Mann schwanger geworden..von einer "Affäre". Trotzdem habe ich recht schnell eine Bindung aufgebaut und dieses Wesen lieg gewonnen. Wie war das bei meiner Mutter?
Es ist verständlich, dass Du diesen Vergleich ziehst, aber glaubst Du nicht auch, dass es etwas sehr hinkt?

Zitat:
Neben all diesen Fragen ist auch immer noch der Wunsch da, zu wissen wer mein Vater ist. Bislang hat meine H-Mutter in den Briefen nie etwas genaueres von ihm erzählt.
Ich habe jetzt nicht nachgelesen was Du darüber bisher geschrieben hast, aber hast Du sie schon expizit danach gefragt? Ist er in deinen Adoptionspapieren nicht angegeben?

Zitat:
Aber gerade jetzt, wo ich selbst in der Situation bin das ich eines Tages meiner Tochter klären muss wer ihr Vater ist und wieso er nicht bei uns ist, möchte ich immer mehr wissen wer mein Vater ist.
Naja, so fernen Tages muss das ja nicht sein. Kleine Kinder begreifen manche Tatsachen schon sehr früh.

Zitat:
Ich habe mich mit der Tatsache abgefunden das meine H-Mutter keinen Kontakt mit mir möchte...werde sie in der Hinsicht auch nicht weiter bedrängen..wobei es mir natürlich schwer fällt nun wo wir in der selben Stadt leben..
Momentan geht es mir nur um meinen Vater.
Daher bin ich am überlegen ob ich mich noch einmal schriftlich an sie wende und sie bitte mir etwas von ihm zu erzählen.
...ich weiß bloß einfach nicht ob es richtig wäre.
Das solltest Du auf jeden Fall tun. Schicke ihr ein Bild von deiner Tochter und sage ihr, dass diese auch gerne ihren anderen Opa kennenlernen möchte.
Villeicht kannst Du sie ja doch noch zum Umdenken bewegen!

Cornelia

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Eine Herkunftsmutter, die die Weggabe von Anfang an bereut hat
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 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Feb 2015 00:24 
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Erst mal ganz lieben Dank für eure Antworten

@nancy Die Daten meiner Mutter interessieren mich aktuell nicht mehr so arg, da ich das Wichtigste weiß und den Rest hoffentlich bald von meiner Halbschwester erfahren werde. In Bezug auf meinen Vater kann ich nur das wieder geben, was meine Mutter mir erzählt hat. Meine Heimatstadt beherbergte bis 2009 die britischen Streitkräfte, dh. 1986 lebten hier eine große Menge englischer Soldaten. Laut Aussage meiner Mutter war er einer davon und ging noch vor meiner Geburt zurück nach England/Irland..genaueres weiß ich leider nicht.

Natürlich hast du Recht das ich auch irgendwie meinetwillen den Kontakt haben möchte. Bzw. durch die Tatsache, dass ich nun meine Halbschwester gefunden habe und nun auch ein Foto meiner Mutter gesehen habe möchte ich gar nicht umbedingt mehr. Ich brauche keine Mutter, denn ich habe eine. Mein Wunsch war es einmal meine Mutter bildlich zu sehen. Das habe ich erreicht. Ich weiß gar nicht ob ich überhaupt mehr möchte. Das ich ihre Entscheidung der Adoption verstehe, dass sollte sie durch die Briefe ja nun wissen.

Warum sollte ich meine Tochter adoptieren lassen? Diese Entscheidung stand nie zur Debatte da ich finanziell und auch sonst völlig in der Lage bin, mein Kind groß zu ziehen. Im Gegensatz zu meiner Mutter.
Der Vater meiner Tochter weiß von seinem Glück, er zahlt Unterhalt ist dadurch auch bei den Ämtern bekannt.


@mausi Eben deshalb habe ich meine Tochter bekommen und nie auch nur ansatzweise über eine andere Lösung nachgedacht. Mein Mann und ich wollten immer Kinder, haben auch medizi. alles versucht. Ich bin erst nach der Ehe schwanger geworden. Auch wenn es eine Überrraschung war, stand nie zur Debatte dieses Kind nicht zu bekommen. Selbst als Alleinerziehende..

Natürlich hinkt mein Vergleich, da ich ja keinerlei Ahnung habe was bei meiner Mutter vor 28 Jahren geschehen ist. Ich frage mich einfach nur was sie gefühlt haben muss während der Schwangerschaft.Nun wo ich es am eigenen Leib erfahren habe stellen sich für mich halt einfach mehr Fragen als vorher.

In Bezug auf meine Tochter werden wir ihr aktuell und auch in den nächsten Jahren nichts von ihrer Herkunft erzählen. Frühestens mit Eintritt ins Schulalter, wenn sie all das besser versteht. Sie wächst seit ihrem 1 Geburtstag mit einem tollen Papa an ihrer Seite auf und alles weitere können wir ihr dann erklären wenn sie älter ist.



Ich denke durch meine eigenen Erfahrungen in den letzten Jahren sind viele Dinge die ich damals geschrieben habe, heute nicht mehr aktuell.
Natürlich bleibt das Interesse an meiner Familie, allerdings habe ich ja nun die Chance durch meine Halbschwester etwas zu erfahren. Wenn dadurch ein Kontakt zu meiner Mutter entstehen sollte, stehe ich dem nicht im Wege und würde mich gewiss trotz großer Angst auch freuen, aber es ist kein Muss. Ich bin froh überhaupt jemanden aus der Familie kennen zu lernen, und das eben auch, nicht durch meine Aktion, sondern durch die Anfrage meiner Halbschwester. Die Daten über meine Famlie liegen seit Jahren hier, wir leben nur wenige Kilometer entfernt, innerhalb einer Stadtmauer, wäre meine Sehnsucht so groß, wäre ich schon längst mal hin oder hätte angerufen. Aber ich wollte mich nie ein ihr Leben drängen.
Als Kind war ich so naiv und habe geglaubt, meine Mutter würde mich auch so suchen wie ich sie....Heute bin ich erwachsen und akzeptiere ihre Entscheidung.
Trotzdem bleibt ein (m. E. gerechtfertigtes) Interesse an meiner Herkunft.


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 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Feb 2015 10:02 
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In Bezug auf meine Tochter werden wir ihr aktuell und auch in den nächsten Jahren nichts von ihrer Herkunft erzählen. Frühestens mit Eintritt ins Schulalter, wenn sie all das besser versteht. Sie wächst seit ihrem 1 Geburtstag mit einem tollen Papa an ihrer Seite auf und alles weitere können wir ihr dann erklären wenn sie älter ist. .

Du weisst, dass deine Tochter ein Recht auf Kenntnis ihrer Herkunft hat?
Ich will ja nicht nörgeln, aber ist dir klar, was das bei deiner Tochter auslösen kann, dass sie über ihre Herkunft nicht die Wahrheit kennt? Plötzlich ist "ihr Vater" nicht mehr ihr Vater?
Leana, sorry, aber das geht gar nicht.


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folgende User möchten sich bei Gräuther bedanken:
 Betreff des Beitrags: Re: Letzter Versuch?
Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Feb 2015 10:15 
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Ich finde es ein bisschen unfair von euch. Keiner von euch weiss wie meine Tochter entstanden ist und was alles dahinter steckt. Vor dem Grundschulalter ist sie überhaupt nicht in der Lage es zu verstehen.


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