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 Betreff des Beitrags: Orientierungslos bei Auslandsadoption
Ungelesener BeitragVerfasst: 3. Jul 2017 16:51 
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Neuling
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Guten Tag,

Mein Mann und ich haben bei unserer Zuständigen Stelle vom Jugendamt den Antrag auf Adoptionsvermittlung gestellt. Da die Chancen auf diesem Weg leider mangels zur Verfügung stehender Kinder nicht so gut aussehen, überlegen wir unsere Chancen zu erhöhen in dem wir uns zusätzlich um eine Auslandsadoption bemühen. Ich habe versucht mich darüber zu informieren, aber es gibt ja eine wahnsinns Menge an Anlaufstellen und Vermittlungsorganisationen. Mir fehlt hier einfach schlichtweg die Orientierung. Gibt es eine Art "Empfehlungsliste" welche Organisationen seriös arbeiten? Ich möchte hier nicht unfreiwilllig am Ende eine Kinderhandelsorganisation unterstützen. Kann mir jemand helfen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Orientierungslos bei Auslandsadoption
Ungelesener BeitragVerfasst: 3. Jul 2017 21:54 
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"Ich möchte hier nicht unfreiwilllig am Ende eine Kinderhandelsorganisation unterstützen."

Danke fuer diesen Satz!

Es gibt hier einige Frauen die dir helfen koennen,ich denke da wird sich noch jemand melden.

_________________
Die Verbindung von Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen, ist eine Essenz. Die Verbindung zweier Erwachsener, die Kinder adoptieren, ist eine Konstruktion.
AndreasKs im Forum von MANNdat

Leibliche Eltern waren immer auch soziale Eltern und können nicht einfach auf den biologischen Ursprung reduziert werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Orientierungslos bei Auslandsadoption
Ungelesener BeitragVerfasst: 6. Jul 2017 20:24 
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Hallo Maggyjoe,

herzlich willkommen im Forum. Möglicherweise meinte Hans mich. Wir haben ein Kind aus Haiti adoptiert.

Nach meiner Überzeugung sollte eine Auslandsadoption nicht der letzte Notnagel sein, wenn gar nichts mehr geht, sondern eine bewusste Entscheidung. Es wäre unfair gegenüber dem Kind, wenn die Auslandsadoption eine Verlegenheitslösung war, denn die Adoption und alles drumherum ist ein Thema, dass immer wieder auf den Tisch kommt in allen Facetten. Willst du dem Kind sagen, dass es im Inland leider keine Kinder gab?

Bedauerlicherweise gibt es genügend Länder, bei denen an der Adoption wenige Personen nicht unerheblich daran verdienen, einfach, weil Deutschland Vorgaben macht, Jugendämter häufig selbst keine Kinder mehr aus dem Ausland vermitteln, sie begleiten es nur und die wenigen Stellen, die dann die Erlaubnis erhalten, irgendwann gewinnorientiert arbeiten.

Auf der anderen Seite gibt es einige Länder, in denen viele Kinder abgegeben werden, Entwicklungshilfe nicht funktioniert, Spendengelder nicht ankommen und sich auch keiner für diese Länder interessiert. Ob man die Kinder dann adoptiert oder nicht, ist dann eine Gewissensfrage. Die Kinder selbst, die abgegeben wurden, können nichts dafür, sie sind so oder so die Leidtragenden, da sie nicht mehr bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen dürfen, denn nicht immer ist Armut das Motiv für die Abgabe.

Wenn du ein dunkelhäutiges Kind adoptierst, musst du mit Rassismus rechnen. Dieser tritt nicht offen auf, sondern häufig verdeckt, so kann es sein, dass dein Kind im Kindergarten nicht mit anderen spielen darf oder es beim Sport ausgegrenzt wird. Nicht wenige Kinder werden in Privatschulen untergebracht, weil es den Kindern dort häufig einfach besser geht.

Wenn du dann immer noch aus dem Ausland adoptieren willst, dann lies dir den "Ratgeber Auslandsadoption" aus dem Südwestverlag durch. Dort findest du die Ländervorgaben, die Organisationen und aus welchen Ländern du adoptieren kannst.

Viel Glück

Golfi


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 Betreff des Beitrags: Re: Orientierungslos bei Auslandsadoption
Ungelesener BeitragVerfasst: 9. Jul 2017 15:28 
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Vielen Dank! Ich werde mich da mal einlesen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Orientierungslos bei Auslandsadoption
Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Jul 2017 18:34 
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Ansonsten findest du anerkannte Adoptionsvermittlungsstellen auch auf der Seite der "Bundeszentralstelle für Auslandsadoptionen ", einer Behörde des Justizministeriums.

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Viele Grüße
Chakimaus


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