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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Die Menschenhändler von Haiti
Ungelesener BeitragVerfasst: 19. Okt 2012 20:02 
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Also bei uns wurde damit u.a. der Hotelaufenthalt der Mitarbeiterin und Dolmetscherin der Vermittlungsstelle im Ausland bezahlt, unsere sämtlichen Fahrten im Land, die Übersetzung der Dokumente in die Sprache, die Apostillen dazu, die Anwältin bei der Gerichtsverhandlung, die Gerichtsgebühren bezahlt.
Wir haben eine detaillierte Kostenaufstellung / Rechnung erhalten.

Das ist aber wohl nicht in jedem Land so.

_________________
Viele Grüße
Chakimaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Menschenhändler von Haiti
Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Okt 2012 00:14 
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Hallo Morgenmuffel,

die Ländergebühr ist die Gebühr, die die Länder selbst erheben, d.h.
- Kinderheimunterbringung
- ggf. Arzt
- Gerichtsverfahren
- Adoverfahren in den Behörden im Land selbst
- Anwaltskosten für das dortige Gerichtsverfahren
- in manchen Länder eine weitere Pflichtspende fürs Kinderheim


Den Rest muss ich raussuchen, aber es sind nur die Kosten für den Staat Haiti selbst, keine Vermittlungskosten. Alle anderen Kosten wie Übersetzungen, Dokumente, Beglaubigungen, Reisekosten,... fallen extra an.

Hallo Chakimaus,

eine solche detaillierte Aufstellung haben wir nicht erhalten, nur eine Auflistung, was enthalten ist.

Golfi


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Menschenhändler von Haiti
Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Okt 2012 09:07 
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Da in Bulgarien alle Kinderheime staatlich sind, gab es bei uns weder Kosten für Heimunterbringung noch irgendeine Spende für das Heim.
Das wird in diesem Land durch die EU schärfstens kontrolliert, deshalb wahrscheinlich auch die detaillierten Abrechnungen.

_________________
Viele Grüße
Chakimaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Menschenhändler von Haiti
Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Okt 2012 16:13 
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Hallo Chakimaus,

in Haiti fallen Kosten sowohl für staatliche als auch für private Kinderheime an. Die Ländergebühr ist immer gleich. Nepal und ich meine noch ein afrikanisches Land erheben eine Zusatzspende.

Golfi


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Menschenhändler von Haiti
Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Okt 2012 21:34 
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@golfi und Chakimaus, genau das was ihr beschreibt, hatte ich erwartet. Ganz offensichtlich erhebt jedes Land für unterschiedliche Dinge ihre Ländergebühr. Aus diesem Grund kann der Vorschlag, sich auf einen einheitlichen Ländersatz oder -rahmen zu einigen, nicht funktionieren.
Meine persönliche Erfahrung ist (Wir hatten uns anfangs für eine Adoption aus dem Ausland interessiert), dass man bis auf die 2. Nachkommastelle sämtliche Kosten, die der deutschen Vermittlungsstelle entstehen, aufgeschlüsselt bekommt, aber die Länderpauschale irgendwie nebulös bleibt. Wir haben auf Nachfrage zwar ebenfalls genannt bekommen, was durch sie abgedeckt wurde, aber niemand konnte uns genau aufschlüsseln, welche Kosten exakt für welchen Posten entstehen. Man kann natürlich damit argumentieren, dass andere Länder nicht so durchbürokratisiert sind wie Deutschland, und man muss dahinter auch nicht zwangsläufig illegale Geschäfte vermuten. Aber eben weil die Pauschalen von Land zu Land so extrem unterschiedlich sind, fanden wir, dass wir auf absolute Transparenz bestehen müssen. Die war aber in diesem Punkt leider für die Vermittlungsstelle nicht möglich. Dies war einer der Gründe, warum für uns letztendlich eine Auslandsadoption nicht in Frage kam.
Bitte nicht falsch verstehen: Wir haben hinter dieser für uns ungenügenden Information nicht automatisch krumme Geschäfte vermutet, und das würde ich auch pauschal niemals so behaupten. Aber die Tatsache, dass mit dieser Pauschale eine Möglichkeit besteht, dass im entsprechenden Land sich Menschen unbemerkt an Adoptionen bereichern, hat für uns schon als zu unsicher ausgereicht.
Mich gruselt bei der Vorstellung (jetzt ganz allgemein gemeint und nicht auf eure Erfahrungen bezogen), dass ich in bester kinderliebender Absicht aus dem Ausland adoptiere und nach 10 Jahren erfahre, dass ich Kinderhandel unterstützt und unwissentlich betrieben habe. Leider ist diese Vorstellung ja, wie in den letzten Jahren öfter zu lesen war, nicht aus der Luft gegriffen. Ich bin überzeugt, dass die meisten Eltern auslandsadoptierter Kinder, die vor diesem Dilemma stehen, geglaubt haben alles richtig zu machen und eine absolut "saubere" Adoption erlebt zu haben. Aber meiner ganz persönlichen Meinung nach muss man in dem Moment Bauchschmerzen haben, wenn ein anderes Land einen pauschalen Geldbetrag von mir für die Vermittlung eines Kindes verlangt und es nicht fertig bringt mir glaubwürdig zu belegen, was mit diesem Geld geschieht.
Mir persönlich würde es deshalb nicht reichen, die Länderpauschalen zu vereinheitlichen, sondern sie müssten ganz abgeschafft werden. Als Adoptiveltern zahlt man das, was dem Kind zugute gekommen ist, wie eben Heimunterbringung, ärztliche Versorgung etc, aber mit vorliegender Rechnung. Selbstverständlich bietet auch dieses System keine Garantie, aber meiner Meinung nach einen engeren Spielraum für Betrügereien als ein nicht kontrollierbarer Pauschalbetrag. Und wo weniger Möglichkeiten sind, ist auch ein geringerer Anreiz zu illegalem Handeln.
LG Morgenmuffel


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Menschenhändler von Haiti
Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Okt 2012 23:58 
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Hallo Morgenmuffel,

nur um das nochmal klarzustellen, wir haben eine genaue Aufschlüsselung der Kosten im Ausland vorliegen.
Das habe ich oben bereits geschrieben.

_________________
Viele Grüße
Chakimaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Menschenhändler von Haiti
Ungelesener BeitragVerfasst: 21. Okt 2012 00:19 
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Chakimaus, das habe ich auch verstanden. Ich habe dich angesprochen, weil du auf meine Frage geantwortet hattest und deine Aufzählung der Kosten nicht identisch ist mit der von golfi. Das betraf nur den ersten Absatz meines Postings (bezüglich golfis Anregung, in allen Vertragsstaaten des Haager Abkommens vergleichbare Ländergebühren zu erheben). Ich hatte nicht vor dir oder golfi etwas zu unterstellen.
Trotzdem scheint mir- wie du ja auch selbst geschrieben hast- die Praxis der totalen Offenlegung nicht die Regel zu sein. Und das finde ich halt bedenklich.
LG Morgenmuffel


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Menschenhändler von Haiti
Ungelesener BeitragVerfasst: 21. Okt 2012 09:32 
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Hallo Morgenmuffel,

ich bin mir einigermaßen sicher, dass bei einer Auslandsadoption mehr Geld fließt als notwendig wäre, und zwar verdienen alle Beteiligten daran, einschließlich Hotels und Chauffeure, so z.B. kostet eine Taxfahrt von 10 km schon mal 50 Dollar.

Auf der anderen Seite sind die Kinder, die nur selten Waisenkinder sind, die letztendlich ohne Eltern sind.

Ich bin erleichtert, dass die Mutter bei der Vearbschiedung war und ich dadurch das Gefühl habe, dass man ihr das Kind nicht "geklaut" hat, muss aber darauf vertrauen, dass es wirklich die Mutter war, und die Frau mit der ich gesprochen habe, nicht bei jeder Verabschiedung auftaucht. Das Gespräch mit ihr passte aber zu sämtlichen Berichten und Dokumenten.

Egal wo die Grenze des Kinderhandels anfängt, die Kinder in den Heimen sind Waisen oder verlassen oder abgegeben worden und sind so oder so die Leidtragenden, die später mit der Situation fertigwerden müssen.

Golfi


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Menschenhändler von Haiti
Ungelesener BeitragVerfasst: 21. Okt 2012 14:07 
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Zitat:
Egal wo die Grenze des Kinderhandels anfängt, die Kinder in den Heimen sind Waisen oder verlassen oder abgegeben worden und sind so oder so die Leidtragenden, die später mit der Situation fertigwerden müssen.

Golfi

Oder irgendwo besorgt, weil man mit dem "Verkauf" der Kinder gutes Geld machen kann... Und müssen dann mit diesem Schicksal fertig werden, und die Adoptiveltern auch. Und die leiblichen Eltern ebenso.
Ich betone hier noch einmal, dass ich niemanden des Kinderhandels bezichtige, auch bei deiner Adoption nichts unterstelle. Es geht mir nur um die Gedanken, die ich persönlich zu dem Thema habe und die mich persönlich von einer Auslandsadoption abhalten würden (unter anderem). Ich verstehe dein Argument, dass da irgendwo Kinder sind, die definitiv ein Recht auf Familie und ein menschenwürdiges Leben und eine entsprechende Zukunft haben. Dem habe ich auch keinen alternativen Lösungsansatz entgegen zu setzen, zumindest gibt es keinen kurzfristig realisierbaren, der aktuell Kindern in Drittweltländern helfen würde. Letztendlich ist es doch so: was man macht, man macht es irgendwie immer falsch (und auch gleichzeitig irgendwie richtig?).
Ich fand (in einem etwas anderen Zusammenhang) ein Statement von dir sehr treffend, deswegen möchte ich dich mal hier zitieren:
Zitat:
100 % Sicherheit für eine richtige Entscheidung wirst du nicht bekommen. Ich empfehle dir, auf deinen Bauch zu hören und eine Entscheidung mit allen Konsequenzen zu treffen, die deine Entscheidung ist, mag sie für andere auch noch so falsch sein. ... Denn dem Kind geht es eher gut, wenn es dir gut geht, denn wenn du für dich gut sorgst, wirst du es auch für andere tun.

Auf dieser Basis kann ich Auslandsadoptionen stehen lassen, aber ich würde für mich persönlich eine andere Entscheidung treffen.

LG Morgenmuffel


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Menschenhändler von Haiti
Ungelesener BeitragVerfasst: 21. Okt 2012 15:42 
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Hallo Morgenmuffel,

ich habe mich von dir nicht angegriffen gefühlt, muss aber leider auch feststellen, dass Auslandsadoptionen generell nicht so seriös sind wie ich es immer erhofft habe und habe von daher zu einigen Dingen heute eine andere Meinung. Da ich immer adoptieren wollte insbesondere aus dem Ausland habe ich diese Entscheidung für mich auch getroffen und sie fühlt sich heute gut an. Was in 10 Jahren ist, werde ich dann sehen.

Golfi


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