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 Betreff des Beitrags: Privatvermittler bei Auslandsadoptionen @morgenmuffel u.a.
Ungelesener BeitragVerfasst: 1. Aug 2012 11:14 
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Hallo Ihr Lieben, (irgendwie ist mir gerade der Text abhanden gekommen, sollte ich jetzt 2x posten, Entschuldigung).
erstmal sorry, das ich mit der Tür ins Haus falle und mich nicht gesondert vorstelle, aber es eilt für mich.
Aber zumindest ganz kurz zu mir, ich bin 36, verheiratet und habe 5 eigene Kinder. Normalerweise bin ich nur in einem Elternforum aktiv, aber ein User bei uns hat mich veranlasst, hier um Rat zu bitten. Es geht um Domlawyer/weberlein, der ja auch schon hier in "geraubt, verkauft, adoptiert" einen Text geschrieben hat.

Bei uns bietet er u.a. zur Zeit auf der KinderwunschSeite Erfahrungsaustausch zu Auslandsadoptionen an.
Ich muß gestehen, mir ist die ganze Sache nicht geheuer. Alles in mir schreit, das das, was der Typ sagt, nicht richtig ist. Allerdings fehlt mir das entsprechende Fachwissen, daher bitte ich Euch, mir mit Informationen auszuhelfen.
@Morgenmuffel, Dich spreche ich oben direkt an, da Du ihn ja in "Eurem" Beitrag "aufgedeckt" hast.

Hoffentlich ist es okay, in das andere Forum zu verlinken, Domlawyers Eingangspost wurde ja hier bereits entsprechend kommentiert. Mir geht es aber um die Antwort von ihm unter dem Namen weberlein. Ist das korrekt, was er schreibt? Kann mir jemand dazu eine Einschätzung geben?
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** weiter unten

Ich bedanke mich schonmal im Voraus für Eure Hilfe und auch, falls jemand mir den Kopf waschen möchte, ist er herzlich willkommen. Sollte ich mich zu weit aus dem Fenster lehnen, dürft ihr mir das ebenfalls gerne sagen.
Mir macht die ganze Geschichte heftigst Bauchweh und ein "Du spinnst ja" würde zumindest helfen mir klarzumachen, das da nix dran ist und ich Flöhe husten höre.

Liebe Grüße
Strampelhexe Nicole

Nachtrag: ich habe eben vergessen zu erwähnen, das die Administratorin (HE-Barbara) natürlich bereits erneut informiert wurde. Allerdings wohnt sie in Texas, durch die Zeitverschiebung kommt sie erst am späten Nachmittag ins Forum


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 Betreff des Beitrags: Re: Privatvermittler bei Auslandsadoptionen @morgenmuffel u.
Ungelesener BeitragVerfasst: 1. Aug 2012 12:15 
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Hallo Nicole,

passt schon! In solchen Angelegenheiten muss man zusammen arbeiten, denn Adoption ist kompliziert genug und die Grenze zum Kinderhandel ist gerade bei Auslandsadoptionen manchmal sehr löchrig.

Wir werden den Herren hier sicher nicht dulden. Möge er seine Kunden woanders akquirieren.
Belangen kann man in Deutschland so jemanden nicht, was er natürlich auch weis, da er aus dem Ausland operiert.
Seine unlauteren Absichten sind alleine aus diesem Statement hier ersichtlich:

Zitat: "Weil die BRD ja nicht in der Dominikanischen Republik anfragen muss ob man ein Kind hat, dass dem Wunsch der Eltern entspricht und dies widerum erstmal durch das JA in Germany geprueft wird ob das Kind einigermassen den Kriterien und Wuenschen der Neuen Eltern entspricht."

Sein Angebot besteht demnach aus einem Katalog voller Kinder, damit für jeden Kunden das entsprechende Wunschkind dabei ist.

Mir wird speiübel ...

Cornelia

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 Betreff des Beitrags: Re: Privatvermittler bei Auslandsadoptionen @morgenmuffel u.
Ungelesener BeitragVerfasst: 1. Aug 2012 23:13 
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Hallo Strampelhexe, obwohl ich sehe, dass ihr in eurem Forum schon Maßnahmen gegen weberlein/domlawyer/etc ergriffen habt, möchte ich trotzdem noch antworten.
Vorab: Ich bin in keiner Weise Fachfrau für Auslandsadoptionen. Vielleicht gibt es hier jemanden, der in qualifizierterer Weise Informationen weitergeben kann als ich. Aber was mir spontan aufgefallen ist, will ich dir gerne mitteilen.

Zuallererst ganz pauschal: Adoption ist Einzelfallhilfe zum Kindeswohl. Aus Sicht von domlawyer dient sie in erster Linie dem Wohl der Adoptiveltern, die ganz unkompliziert zu einem Kind kommen, möglicherweise dem der abgebenden Mütter (wobei dies noch nachzuweisen wäre!) und nicht zuletzt seinem eigenen (er bestreitet ja nicht einmal, daran zu verdienen). Bis dahin zunächst einmal nicht nachweislich illegal, aber moralisch und ethisch total daneben. Das Kind wird zur Ware.

Dann formal: Dieser Herr wechselt (auf dilettantische Weise) seine Identitäten selbst innerhalb eines Forums und versucht damit zu täuschen, z.B. indem er vorgibt, selbst Adoptivvater zu sein. Wer seriös ist, sollte doch solche Spiele nicht nötig haben, oder?

Und inhaltlich: Wenn ich mir den Text des "Adoptivvaters" weberlein durchlese, fällt mir als erstes auf, dass ununterbrochen gegen das Haager Abkommen gewettert wird. Warum? Zwar hat die Dominikanische Republik mit Wirkung zum 30.8.2009 das Abkommen unterzeichnet, aber dies gilt nicht im Verhältnis zu Deutschland. Also könnte weberlein ja ganz offen schreiben: "He Leute, da in der Dom. Rep das Haager Abkommen mit Deutschland nicht in Kraft ist, kann man hier ganz bequem und legal nach dominikanischem Recht privat adoptieren". Tut er aber nicht, sondern tanzt ständig um das Abkommen herum. In seiner "Klarstellung" schreibt er:

"Auch mache ich nichts illegales da ich das Haager Abkommen nicht umgehen kann. Ich schrieb ja dass ich keine Wunder vollbringen kann, mich an die Gesetze halten muss ! Und das tue ich auch !!!"

Allerdings ist das Haager Abkommen entgegen seiner Aussage nicht bindend.
Aus meiner Sicht versucht er Stimmung zu machen gegen die legalisierten Adoptionsverfahren nach Haager Abkommen, um diejenigen zu gewinnen, die Schwierigkeiten mit den staatlich anerkannten und gemäß dem Abkommen arbeitenden Vermittlungsstellen in Deutschland hatten und im Prüfungsverfahren abgelehnt wurden. Genau so stellt sich weberlich ja auch vor:

"Dazu muss ich sagen dass ich Adoptivvater bin und selbst im Ausland wirklich problemlos adoptiert habe.
Warum habe ich das getan da es mir in Deutschland verwehrt wurde. Und so geht es leider sehr vielen."

(Die Bemerkung, dass er sich bei der Hilfe zur Adoptionsvermittlung an das Abkommen hält, dient dann nur der Beruhigung "halbinformierter" Leser.)
Wer allerdings in Deutschland nicht als Adopionsbewerber anerkannt wurde, ob durch das Jugendamt oder eine andere staatlich anerkannte Stelle, darf nicht adoptieren- egal aus welchem Land.
Was das Prozedere im Land angeht: weberlein beschreibt den Unterschied der Volladoption, die er "staatliche Adoption" nennt und die sehr selten, z.B. bei Vollwaisen ausgesprochen wird, zur einfachen Adoption, seine sog."Privat-Adoption".
Laut dominikanischem Recht bleibt bei der einfachen Adoption die Beziehung zur Ursprungsfamilie erhalten. Es ist fraglich, inwieweit den Frauen klar ist, dass hier höchstwahrscheinlich extrem unterschiedliche Vorstellungen über die endgültige Familienzugehörigkeit des Kindes bestehen, insbesondere bei Menschen, die auf diesem Wege ein Kind "besorgen". Mir fallen da Beispiele von afrikanischen Familien ein, die ihre Kinder zur "Adoption" gaben in der (ihrer Vorstellung von Adoption entsprechenden) Erwartung, dass das Kind als Erwachsener wieder zur Ursprungsfamilie zurückkehrt. Vor einiger Zeit konnte man mehrfach solche Geschichten aus Äthiopien lesen.
Mich springt der Verdacht geradezu an, dass man zusätzlich zum Ausnutzen der Notlage der abgebenden Mütter auch noch ihre (aus Sicht deutschen Adoptionsverständnisses) falsche Auslegung des Adoptionsvorgangs gezielt einsetzt, um Frauen für die Freigabe ihres Kindes zu gewinnen.
Eine solche Form der Adoption im Ausland macht eine Nachadoption in Deutschland nötig. Spätestens damit ist das Kind dann komplett der Herkunftsfamilie entwurzelt. Ob die Mutter darüber aufgeklärt ist?
Nächstes Problem: Wie schon beschrieben, ist in Deutschland eine Adoption ohne bestandenes Überprüfungsverfahren nicht möglich. Zusätzliches Problem:Laut der
"Kurzübersicht Apostille und Legalisation
Anerkennung deutscher öffentlicher Urkunden im Ausland
und ausländischer öffentlicher Urkunden in Deutschland:
Bilaterale Abkommen und Haager Übereinkommen",

veröffentlich vom deutschen Notarinstitut und vom Stand Januar 2012,
legalisieren deutsche Auslandsvertretungen momentan keine Adoptionen betreffenden Urkunden aus der Dominikanischen Republik. Alles was weberlein also zur Zusammenarbeit der deutschen Behörden mit denen der Dominikanischen Republik schreibt, funktioniert gar nicht.
Dafür hat weberlein einen altbekannten Trick. Er nennt das Ganze "das Pferd von hinten aufzäumen" und meint damit aus meiner Sicht nichts anderes als die deutschen Behörden und Gericht vor vollendete Tatsachen stellen, die dann zum Kindeswohl die im Ausland vollzogene Adoption anerkennen sollen.
Sprich: Das, was in der Dominikanischen Republik selbst passiert bzw was weberlein/domlawyer dort tut, ist nach dortigem Recht möglicherweise wirklich legal, aber die Verknüpfung mit Deutschland und dessen Rechtssystem macht den Vorgang illegal.
Aber um diese Schwierigkeiten zu umgehen, habe ich in einem anderen Forum noch den Tip von gleichem Herrn gefunden, sich im Ausland eine Frau zu suchen, deren Kind man haben kann, die Vaterschaft im Land anzuerkennen und es auf diesem Wege "ganz legal" mit heim zu nehmen...

LG Morgenmuffel


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 Betreff des Beitrags: Re: Privatvermittler bei Auslandsadoptionen @morgenmuffel u.
Ungelesener BeitragVerfasst: 2. Aug 2012 07:34 
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Vielen Dank Morgenmuffel, dass du dir diese viele Mühe gemacht hast!

Morgenmuffel hat geschrieben:
Er nennt das Ganze "das Pferd von hinten aufzäumen" und meint damit aus meiner Sicht nichts anderes als die deutschen Behörden und Gericht vor vollendete Tatsachen stellen, die dann zum Kindeswohl die im Ausland vollzogene Adoption anerkennen sollen.
Sprich: Das, was in der Dominikanischen Republik selbst passiert bzw was weberlein/domlawyer dort tut, ist nach dortigem Recht möglicherweise wirklich legal, aber die Verknüpfung mit Deutschland und dessen Rechtssystem macht den Vorgang illegal.
Aber um diese Schwierigkeiten zu umgehen, habe ich in einem anderen Forum noch den Tip von gleichem Herrn gefunden, sich im Ausland eine Frau zu suchen, deren Kind man haben kann, die Vaterschaft im Land anzuerkennen und es auf diesem Wege "ganz legal" mit heim zu nehmen...
Genau so läuft es auch in anderen Ländern und genau diese Vorgehensweise kann man seit Jahren im Internet nachlesen. Die Seiten, auf denen das angepriesen wird, haben in der Regel kein vernünftiges Impressum, sondern es werden nur Mailadressen und Telefonnummern angegeben, die hierzulande nicht greifbar sind. Ich bin mir auch sicher, dass bei diesem Anbieter hier, die deutsche Anlaufstelle nur eine Zwischenadresse ist, von der der Kontakt weiter eleitet wird. Das Ganze ist eine ziemlich perfide ausgearbeitete Masche.
Vor zwei Jahren habe ich einige solcher Angebote, die mir über meine Homepage immer wieder ins Haus flattern, bei der Bundeszentrale für Auslandsadoptionen gemeldet. Es kam immer die Antwort zurück, dass sie da nichts machen können.

Diese Adoptivkinder sind genau die, die in keiner deutschen Adoptionsstatistik auftauchen, weil die Familienzusammenführung komplett im Ausland stattfindet. Man reist als komplette Familie ein und keiner fragt wie das zustande gekommen ist. Das ist eine kleine Gesetzeslücke, die hier gnadenlos auf dem Rücken der KInder ausgenützt wird, und die man auch nicht zu schließen gedenkt - ganz im Gegenteil:
Zitat: "Die Hürden für Adoptionen in Deutschland sind hoch, manche kinderlose Paare gehen illegale Wege. Die Justizministerin will nun helfen." (siehe dazu die Quelle unten).

Bei der Benutzung von Leihmüttern wird es übrigens genauso gemacht. Man will das Risiko, dass die KInder dann jahrelang nicht einreisen dürfen, oder hier zunächst nicht anerkannt werden, nicht mehr eingehen (siehe Beispiel "indische Zwillinge"für ein bayerisches Ehepaar).
Zitat Rolf Bach, Adoptionszentrale für die norddeutschen Bundesländer (2011): "Selbstbeschaffung gibt es in allen nur denkbaren Varianten". In den meisten Fällen tauchten solche Kinder in der Adoptionsstatistik gar nicht auf. Bach schätzt, dass jährlich rund 500 verdeckte Kindsannahmen erfolgen."

Es ist einfach so, dass jeder Kinderwunschkandidat selbst entscheiden muss, wie hoch die Latte hängt, was die Moral bei ihrer Kinderwunscherfüllung angeht. Unmoralische Leute gibt es eben nicht nur auf der Herkunftsseite.

Wie du das auch feststellst, steht dieses Beispiel hier, so offensichtlich wie selten zuvor, nicht für Kindswohl sondern für Elternwohl! Und - solche Beispiele sind es - nicht die gehässigen Herkunftseltern! - die Auslandsadoptionen so in Mißkredit gebracht haben.

Cornelia

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 Betreff des Beitrags: Re: Privatvermittler bei Auslandsadoptionen @morgenmuffel u.
Ungelesener BeitragVerfasst: 2. Aug 2012 10:05 
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Hallo,
habt vielen, vielen Dank für Eure ausführlichen Antworten. Ich habe eine Menge gelernt und das ist doch etwas Positives an dieser Geschichte ;-).
Im Ernst, was ich hier an geballter Information erhalten habe, hätte ich mir anders nie und nimmer innerhalb kurzer Zeit aneignen können und dafür bin ich Euch sehr dankbar. Auch, wenn unsere Admin. ihn erneut gesperrt und sich auch deutlich positioniert hat, kann man meines Erachtens nie genug lernen.
Ich hatte z.B. auch gelesen, das das Haager Abkommen nicht mit Deutschland gilt, da es aber an anderer Stelle hieß, der Einspruch sei 2009 zurückgenommen worden, hätte ich jetzt ganz laienhaft gedacht, das damit auch erstere Info hinfällig wäre :rot Man sollte eben keine vorschnellen Schlüsse ziehen.

Morgenmuffel hat geschrieben:
Wer allerdings in Deutschland nicht als Adopionsbewerber anerkannt wurde, ob durch das Jugendamt oder eine andere staatlich anerkannte Stelle, darf nicht adoptieren- egal aus welchem Land.


Genau das dachte ich auch immer. Allerdings suggerieren dann doch durch die Regenbogenpresse publik gemachte Auslandsadoptionen von Prominenten z.B. Patrick Lindner, das da vielleicht doch andere Ansprüche gelten. Auch, wenn ich meine, das es keine verbindlichlichen Regeln gibt, nach denen homosexuelle Paare per se aus dem Raster fallen, sind mir keine weiteren Paare bekannt, die auf "normalen" Wege hier in Deutschland ein Kind adoptieren durften. Irre ich da? Mich hat das auf jeden Fall so unsicher gemacht, das ich geneigt war, dem Herrn in diesem Punkt zu glauben.

Aber gottlob hat sich das Thema Domlaywer ja für uns erledigt. In meiner Vision sah ich zwei Horrorszenarien:
1. Er hat gar keine Kontakte sondern nimmt nur blauäugige Eltern aus, die sich durch ihn wieder Hoffnung auf ein adoptiertes Kind machen - das hätte mir für die Kinderwünschler auf unserer Seite sehr leidgetan, denn einige von ihnen sind wirklich so verzweifelt, das sie nach jedem Strohalm greifen würden. Trotzdem wäre das noch die "bessere" Alternative, da es in dem Fall nur um verlorenes Geld geht
2. In meiner anderen Vision hat der Mensch tatsächlich die Möglichkeit, Kinder zu verschachern. Und auch, wenn es vielleicht nach juristischen Maßstäben legal ist - für mich ist das Menschenhandel. Denn wenn ich die gleiche Summe in diese Familie stecke OHNE dafür eine Gegenleistung (das Kind) zu verlangen, kann das Kind bei der Mutter bleiben und ist trotzdem finanziell gut versorgt.
Was natürlich nicht ausschließt, das es auch andere Gründe zur Adoptionsfreigabe geben kann. Aber Domlaywer sprach ja explizit von den miserablen wirtschaftlichen Verhältnissen der Mütter, die sie zwingen würden, ihr Kind in eine "bessere" Obhut zu geben.

Oh Gott, ich glaube ich rede mich hier gerade wieder um Kopf und Kragen, aber ich hab halt wirklich keine Ahnung sondern nur die halbgaren Vorurteile, die - denke ich - in den Köpfen vieler rumspuken :insane .

Vielleicht ertragt ihr mich hier trotzdem noch ein bißchen, ich lese nämlich gern in Eurem Forum

Ganz lieb Grüße
Nicole


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 Betreff des Beitrags: Re: Privatvermittler bei Auslandsadoptionen @morgenmuffel u.
Ungelesener BeitragVerfasst: 2. Aug 2012 12:36 
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strampelhexe hat geschrieben:
2. In meiner anderen Vision hat der Mensch tatsächlich die Möglichkeit, Kinder zu verschachern. Und auch, wenn es vielleicht nach juristischen Maßstäben legal ist - für mich ist das Menschenhandel. Denn wenn ich die gleiche Summe in diese Familie stecke OHNE dafür eine Gegenleistung (das Kind) zu verlangen, kann das Kind bei der Mutter bleiben und ist trotzdem finanziell gut versorgt.
Was natürlich nicht ausschließt, das es auch andere Gründe zur Adoptionsfreigabe geben kann. Aber Domlaywer sprach ja explizit von den miserablen wirtschaftlichen Verhältnissen der Mütter, die sie zwingen würden, ihr Kind in eine "bessere" Obhut zu geben.
Hallo Nicole,
genau so sehe ich das auch. Wenn es wirtschaftliche GRünde sind, weswegen eine Mutter/Familie ihr KInd lieber in wohlhabendere Hände gibt, ist das auch für mich Menschenhandel. Du hast völlig recht mit deinem Einwand, dass mit den 8.000 hier zu berappenden Euros vermutlich eine ganze Familie ein Jahr gut leben könnte.

Freut mich, dass dieses Forum wieder einmal ein Stückchern an Aufklärung leisten konnte. Normalerweise schlagen hier eben nur Menschen auf, die sich für das Thema konkret interessieren. An allen anderen gehen diese Informationen vorbei :cry


Cornelia

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 Betreff des Beitrags: Re: Privatvermittler bei Auslandsadoptionen @morgenmuffel u.
Ungelesener BeitragVerfasst: 2. Aug 2012 19:54 
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Zitat:
Genau das dachte ich auch immer. Allerdings suggerieren dann doch durch die Regenbogenpresse publik gemachte Auslandsadoptionen von Prominenten z.B. Patrick Lindner, das da vielleicht doch andere Ansprüche gelten. Auch, wenn ich meine, das es keine verbindlichlichen Regeln gibt, nach denen homosexuelle Paare per se aus dem Raster fallen, sind mir keine weiteren Paare bekannt, die auf "normalen" Wege hier in Deutschland ein Kind adoptieren durften. Irre ich da? Mich hat das auf jeden Fall so unsicher gemacht, das ich geneigt war, dem Herrn in diesem Punkt zu glauben.


Homosexuelle können grundsätzlich als Alleinstehende ein Kind adoptieren! Das ist aber in Deutschland eher schwierig, weil es ja genügend Paare gibt, die adoptieren wollen. Aber anerkannt werden kann man hier. ;)

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Blut ist dicker als Wasser. Freundschaft ist dicker als Blut. Und die Liebe ist das dickste!
(B.W.)

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Um einem nicht leiblichen Kind eine Familie zu geben bedarf es nicht den Rechtsanspruch der Adoption!
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