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 Betreff des Beitrags: Ich bin 22 und brauche dringend Rat!
Ungelesener BeitragVerfasst: 18. Mai 2018 10:16 
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Neuling
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Hallo hallo,

Ich habe mich soeben extra in diesem Forum angemeldet, um eine (etwas ungewöhnlichere) Frage zu stellen, die mir seit einer Weile viel Kopfzerbrechen bereitet und auf die ich im Internet bisher keine befriedigende Antwort finden konnte. Ich würde mich echt freuen wenn man mir hier ein wenig weiterhelfen kann, da ich mittlerweile echt am verzweifeln bin. Vielleicht spricht der eine oder andere ja sogar aus Erfahrung.

Erstmal vorweg mal ein paar Infos zu meiner Person: ich bin 22 Jahre alt, noch Studentin, und eigentlich ist damit das ganze KiWu-Thema für mich noch überhaupt nicht relevant. Eigentlich.
Ich weiß seit längerer Zeit, dass es um meine Fruchtbarkeit dank Endometriose nicht gut bestellt ist. Klar, ich hab keine 100% Garantie, dass es nicht vielleicht doch auf natürlichem Wege klappen könnte. Trotzdem hab ich mich seit meiner Jugend emotional schonmal damit abgefunden, dass eine Adoption ein recht wahrscheinlicher Weg für mich sein wird um ein Kind zu bekommen. Das ist auch alles in Ordnung so für mich.

Allerdings stehe ich jetzt vor einem ziemlichen Problem (vielleicht ist es in Wirklichkeit auch nur halb so schlimm, aber ich komme gerade zu keiner befriedigenden Lösung und sehe echt schwarz ...)

Das letzte Jahr über hatte ich eine recht schwierige Zeit, hätte viele private Probleme, hab mich ziemlich Überarbeitet, hing deshalb auch körperlich ziemlich in den Seilen, bis ich dann vor ein paar Monaten einen Punkt erreicht hatte, an dem ich für mich beschlossen habe, dass es gut wäre therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, da ich dass Gefühl habe meine Probleme nicht mehr alleine bewältigen zu können. Ich hatte auch bereits zwei Erstgespräche mit Psychotherapeuten. Beide waren der Meinung, dass eine Therapie für mich sinnvoll wäre um meine Probleme zu verarbeiten un zu lernen besser damit umzugehen. So, jetzt kommt der Haken: die Psychotherapeutin erklärte mir, dass sie mir definitiv eine Diagnose geben müsse um die Psychotherapie bei der Krankenkasse beantragen zu können. Sie würde dann in meinem Fall "mittelschwere depression" oder ähnliches aufschreiben.
Nun habe ich einfach riesige Angst, dass ich mir mit dieser Diagnose die Möglichkeit der Adoption quasi jetzt schon verbaue! :( Dabei würde ich eigentlich echt gerne Hilfe in Anspruch nehmen... Aber nach allem was man so hört scheint beim Gesundheitszeugnis ja hauptsächlich Wert auf eventuelle lebensverkürzende Erkrankungen gelegt zu werden und dann eben auf eventuelle psychische Probleme. Ist eine Diagnose, die z.B. 10 Jahre früher gestellt wurde, für so ein Zeugnis relevant??

Ich kann mir denken, dass viele von euch sagen werden, dass ich mir über solche Themen in meinem Alter noch keine Gedanken machen soll, und mich erstmal um mich selbst kümmern soll... Eigentlich teile ich diese Meinung auch. Aber gerade, da es um meine Fruchtbarkeit so schlecht steht möchte ich mir auf jeden Fall die Adoption offen halten. Ich bin erst 22 und will mich jetzt noch nicht für ein kinderloses Leben "entscheiden" müssen!!!

Es tut mir sehr leid, wenn dieser Text sehr konfus wirkt. Wahrscheinlich ist mein Anliegen im Vergleich zu dem was viele von euch durchgemacht haben ein ziemliches Luxusproblem. Aber ich habe einfach tierisch Angst dass eine jetztige Diagnose mir später bei einer Adoption im Weg steht. Das würde sich irgendwie anfühlen wie meine Fruchtbarkeit ein zweites mal aufzugeben, und dazu bin ich einfach noch nicht bereit!!!!!
Ich fühle mich echt als sitze ich in einer zwickmühle. Dabei würde ich mich echt gerne um meine psychische Gesundheit kümmern!

Ich hoffe irgendjemand hier kann mir ein wenig weiterhelfen. Vielleicht kann ja jemand etwas darüber erzählen, in wieweit in der Vergangenheit liegende Diagnosen für das Adoptionsverfahren relevant sind. Ich wäre auf jeden Fall sehr dankbar!

Ganz viele liebe Grüße,
Marie Louise


Zuletzt geändert von MarieLouise am 18. Mai 2018 10:17, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ich bin 22 und brauche dringend Rat!
Ungelesener BeitragVerfasst: 18. Mai 2018 11:02 
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Forumsinventar
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Hallo Marie Louise,

herzlich willkommen hier im Forum.
Im Rahmen des Adoptionsbewerbungsverfahrens musst du als Adoptionsbewerberin ein ärztliches Attest vorlegen, das dir bescheinigt, dass du keine ansteckenden, lebensverkürzenden, psychischen und Sucht-Erkrankungen bist.

Demnach ist eine akute behandlungsbedürftige psychische Erkrankung ein Ausschlusskriterium, eine in der Vergangenheit liegende psychische Erkrankung bei aktueller psychischer Gesundheit ist kein Ausschlusskriterium.

Bei dem ärztlichen Attest geht es um den aktuellen Gesundheitszustand, d.h. es müssen nicht sämtliche jemals gestellte Diagnosen aufgelistet werden, d.h. eine in der Vergangenheit liegende und erfolgreich therapierte psychische Erkrankung würde da gar nicht auftauchen.

Es kann allerdings sein, dass die Frage im Rahmen des Überprüfungsverfahrens gestellt wird. Bei manchen Jugendämtern bzw. Adoptionsvermittlungsstellen ist auch ein Gespräch mit einem Psychologen und/oder Psychiater vorgesehen.

Ein Freund von mir war mehrmals in psychiatrischer Behandlung, ist inzwischen gesund und Pflegevater.

Ich würde mir da an deiner Stelle nicht allzuviele Gedanken machen. Wenn du jetzt psychotherapeutische Hilfe brauchst, nimm sie ruhig in Anspruch.
Psychiatrische Diagnosen unterliegen übrigens nach meinem Wissen in besonderer Weise dem Datenschutz und dürfen ohne Einverständnis des Patienten auch nicht ohne weiteres an andere Ärzte oder Institutionen weitergegeben werden.

Viele Grüße und alles Gute für dich!

Ach, noch eine Anmerkung zu Endometriose: Da würde ich mich an deiner Stelle, wenn das mit dem Kinderwunsch aktuell wird auch erstmal gründlich gynäkologisch untersuchen und beraten lassen. Endometriose ist oft recht gut behandelbar und schließt eine Schwangerschaft nicht unbedingt aus. Zwei Freundinnen von mir sind z.B. nach einer Endometriose-Diagnose schwanger geworden.


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