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 Betreff des Beitrags: Leibliche Mütter und Ihre Gründe und Situation
Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Aug 2018 16:09 
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Neuling
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findet Ihr eine Arbeit zum Thema
Adoption als Ausweg? Lebensumstände der leiblichen Mütter als Anlass zur Adoptionsvermittlung
Margarete Daalmann

Es werden alle Adoptionsfälle des Jugendamts des Jahres 2003 in Berlin als Grundlage genommen, um darzustellen, warum leibliche Mütter sich zu dem Schritt der Freigabe entschließen.
Vielleicht interessiert das ja jemand.


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 Betreff des Beitrags: Re: Leibliche Mütter und Ihre Gründe und Situation
Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Aug 2018 13:08 
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"Sich von seinem Kind zu trennen, ist nach wie vor ein Tabuthema in der Bundesrepublik Deutschland."

Ach! Stimmt, im Rest der Welt werfen die Eltern ihre Kinder selbstverstaendlich gleich weg. Das ist weder ein Tabu noch sonstwie eine Schande, das gehoert sich einfach.
Entschuldige, wenn die ganze Studio ebenso Klischeehaft geschrieben wurde wie dieser schlichte Satz, na denn Gute Nacht.

"Die leiblichen Väter sind nicht Gegenstand der vorliegenden Arbeit, sie werden nur insoweit in den Ausführungen herangezogen, wie sie zur Erhellung der Lebensumstände der leiblichen Mütter beitragen."

So etwas nennt sich Maennerdiskriminierung oder auch Maennerverachtung, denn Maenner, nicht wahr, haben da keine Gefuehle und brauchen deshalb nie beruecksichtigt zu werden. Ein weiteres heftiges Klischee. Obwohl gerade die Beziehungssituation zwischen Frau und Mann von elementarischer Bedeutung ueber eine eventuelle Adoption ist oder sein kann, wird dies einfach ausgeklammert. Vielleicht liebt die Frau den nicht beachteten Mann, aber auch das ist unwichtig weil ja nur die Frau betrachtet wird, so als betrachte man die Helligkeit des Mondes ohne sich zu fragen wieso er mal hell und mal dunkel erscheint. Sehr, sehr wissenschaftlich und objektiv.
Ich nenne es Diskriminierung. Wie nennst du es?

Uebrigens: Die letzte Jungfrauengeburt fand vor etwa 2000 Jahren statt ! Halleluja !

"Mit Hilfe des Adoptionsdreicks...."
Muetter, Fremde Menschen, Kinder?
Kinder haben da gar nichts zu sagen, Kinder sind Ware, die werden einfach in den Warenkorb gelegt und basta. Oder hast du schon jemals gehoert dass so ein kleines Wuermchen befragt wurde, wo es denn am liebsten sein wuerde? Hat es ein Stimmrecht? Einspruchsrecht?
Schon mal was von praenataler Bindung gehoert? Vom tiefen seelischen Schock den so ein Wuermchen bekommt wenn es von der Monatelang vertrauten Mama weggerissen wird? Es gibt ja ausreichend Studien dazu, man haette nur mal in die Uni-Bibliothek gegen muessen.....

"Die Annahme soll dem Kindeswohl dienen..."
Seltsam seltsam, die meisten "Kinder" hier die adoptiert wurden fuehlen sich ungluecklich und suchen mehr oder weniger verzweifelt ihre wirklichen Eltern. Dann von Kindeswohl zu sprechen koennte wie ein Hohn wirken.

"Halboffene Adoption
Offene Adoption"
Beides gibt es rechtlich doch gar nicht. Die angeblich offene Adoption kann zu jedem Zeitpunkt und ohne jegliche Begruendung von den Adoptiermenschen zurueckgezogen werden und die leiblichen Eltern haben keinerlei rechtliche Handhabe dagegen vorzugehen. Das ist also reine Willkuer und das in deiner - auch noch wissenschaftlichen (!) Arbeit als "Adoptionsform" aufzuzaehlen ist Taeuschung der Eltern, heftige Irrefuehrung und sehr, sehr Unwissenschaftlich, weil auch unkritisch uebernommen wurde.

"Die Fachkräfte der Adoptionsvermittlungsstelle bieten den leiblichen Müttern Beratung und Begleitung auf dem Weg, die richtige Entscheidung für sich und ihr Kind zu treffen."

Hast du hier im Forum jemals bei den leiblichen Muettern (der Mann ist ja in deiner Betrachtung hoechstens, wnen ueberhaupt, nur Besamungswerkzeug, und das Kind braucht diese seltsame Gestalt niemals im Leben !) nachgefragt, inwieweit sie jemals "beraten" und "Begleitung" angeboten oder gar erhalten haben?
Sieht mir nicht so aus. Frag mal die leiblichen Muetter hier.

"Da die Adoptionsvermittlungsstelle die Halboffene Adoption anbietet, werden die Mütter darüber aufgeklärt, dass die Möglichkeit zum Austausch von Fotos und Briefen/Berichten und zu Begegnungen mit den Adoptiveltern unter Wahrung der Anonymität, besteht."

Wie erwaehnt gibt es das nicht. Da werden die Muetter schlicht betrogen, wenn ihnen vorgegauckelt wird, ja Sie koennen ihr Kind ja auch mal sehen und gegenseitig Fotos und Briefchen austauschen....

"Die leiblichen Mütter können Wünsche im Bezug auf die Adoptivfamilie äußern, die bei der Auswahl berücksichtigt werden."

Die meisten Muetter werden vom Amt betrogen. Abgeblich wird also der Wunsch, mein Kind komme in eine, sagen wir mal, Arztfamilie, beruecksichtigt.
Dsa Amt behauptet dann "jawohl es ist bei einer Arztfamilie.
In Wirklichkeit, um den Aufenthaltsort komplett zu verscleiern, ist das Kind bei einer Architektenfamilie in einem komplett anderen Bundesland als vorher angegegeben.

"Bei der praktischen Durchführung der Halboffenen Adoption leitet die Adoptionsvermittlungsstelle Briefe, Bilder und Geschenke zwischen den leiblichen Müttern und den Adoptivfamilien weiter."
Koestlich dieser Satz, wirklich koestlich.

"Zumeist viele Jahre später, nehmen die leiblichen Mütter oder ihre Kinder Kontakt zur Adoptionsvermittlungsstelle auf, weil sie ihr Kind bzw. ihre Mutter kennen lernen möchten. Die Adoptionsvermittlungsstelle vermittelt den Kontakt, soweit dieser von den beiden Seiten gewünscht wird."

Der Satz haette korrekterweise lauten muessen: Zumeist viele Jahre spaeter suchen die meisten Kinder verzweifelt ihre wahren Eltern, weil sie fuehlen wie zerrissen sie sind und dass in ihrer Seele eine grosse Luecke ist die sie schliessen moechten, aber niemals schliessen koennen, weil die Zeit nicht zurueckdrehbar ist. Wenn Muetter oder Vaeter zur Adoptionsstelle gehen, bekommen sie schlicht keine Auskunft, im Gegenteil, ihnen wird deutlich gesagt dass es verboten ist ihr eigenes Kind zu suchen.

Wenn du dich nur einmal hier im Forum frueher durchgelesen haettest, dann haettest du die Praxis (nicht die versuesste Theorie) kennen lernen und in deiner Arbeit beruecksichtigen koennen.

Da ich nicht weiss was du ueber die seelische Situation schriebst (nicht jeder Mensch kann einwandfrei argumentieren warum er das Kind weg gibt) und auch nichts ueber den sozialen Druck ausserhalb der Muetter, will ich nichts sagen.

Es ist traurig dass wir hier wohl gut genug sind dein Buch zu kaufen, dir aber nie gut genug waren praxisnahe Studien zu betreiben und mit den leiblichen Muettern (und/oder Vaetern) sich auszutauschen. Auch niemals mit den adoptioerten Kindern die ihre echte Mama und den echten Papa suchen. So haettest du den Unterschied zwischen Statistik, offiziellen Amtsangaben und Wirklichkeit kennen lernen und beruecksichtigen koennen.

_________________
Die Verbindung von Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen, ist eine Essenz. Die Verbindung zweier Erwachsener, die Kinder adoptieren, ist eine Konstruktion.
AndreasKs im Forum von MANNdat

Leibliche Eltern waren immer auch soziale Eltern und können nicht einfach auf den biologischen Ursprung reduziert werden.


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