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 Betreff des Beitrags: Alleinstehend adoptieren
Ungelesener BeitragVerfasst: 14. Apr 2018 23:23 
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Neuling
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Hallo zusammen,

ich würde gerne einmal eure Meinung zu diesem Thema erfahren.

Gibt es hier Adoptivmamas oder Adoptivpapas die alleinstehend sind / waren und zu der Zeit ein Kind adoptiert haben? Wie verlief das Bewerbungsverfahren und welche Erfahrungen habt ihr in eurem Umfeld damit gemacht?

Gibt es Adoptivkinder die von einer alleinstehenden Person adoptiert wurden? Wie war es für euch?

Ich hoffe auf einige Antworten,
Liebe Grüße Oiram


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 Betreff des Beitrags: Re: Alleinstehend adoptieren
Ungelesener BeitragVerfasst: 14. Apr 2018 23:54 
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Hallo Oiram,

ich bin zwar nicht alleinerziehend, habe aber trotzdem eine Meinung zum Thema.

Grundsätzlich ist es erlaubt auch als Alleinerziehende zu adoptieren. Adoptivkinder sind aber häufig traumatisiert und sind auch manchmal anstrengender als leibliche Kinder. Sie benötigen Eltern oder eine Mama oder einen Papa mehr als leibliche Kinder.

Da gibt es Momente, da ist man einfach "platt" und freut sich, wenn sich mal eben für ein oder zwei Stunden jemand anders um das Kind kümmert. Wenn man dann sein Netzwerk hat, dass sich andere Bezugspersonen um das Kind kümmern dann geht das. Aber du brauchst halt starke Nerven und gesicherte finanzielle Verhältnisse, denn viele Adoptiv- und Pflegekinder, die ich kenne, gehen auf Privatschulen, auch Schulwechsel sind drin, die mit Folgekosten verbunden sind, oder Vereinswechsel weil es dann doch nicht klappt, Therapien,....

Wenn das alles kein Problem für dich ist, warum nicht auch als Alleinstehende ein Kind adoptieren. Falls du auf der Suche nach Alleinstehenden Adoptiveltern bist, um eine Arbeit darüber zu schreiben, dann wird dich meine Antwort wahrscheinlich nicht weiterbringen.

Golfi


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 Betreff des Beitrags: Re: Alleinstehend adoptieren
Ungelesener BeitragVerfasst: 16. Apr 2018 18:13 
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Neuling
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Zitat:
Hallo Oiram,

ich bin zwar nicht alleinerziehend, habe aber trotzdem eine Meinung zum Thema.


Hallo Golfi,

danke für deine Meinung. Es darf natürlich jeder seine Meinung äußern. :boys_0120:

Zitat:
Grundsätzlich ist es erlaubt auch als Alleinerziehende zu adoptieren. Adoptivkinder sind aber häufig traumatisiert und sind auch manchmal anstrengender als leibliche Kinder. Sie benötigen Eltern oder eine Mama oder einen Papa mehr als leibliche Kinder.


Ich weiß, dass es grundsätzlich erlaubt ist. Aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine alleinstehende Person ein Kind adoptieren darf? Vermutlich eher gering.

Zitat:
Da gibt es Momente, da ist man einfach "platt" und freut sich, wenn sich mal eben für ein oder zwei Stunden jemand anders um das Kind kümmert. Wenn man dann sein Netzwerk hat, dass sich andere Bezugspersonen um das Kind kümmern dann geht das. Aber du brauchst halt starke Nerven und gesicherte finanzielle Verhältnisse, denn viele Adoptiv- und Pflegekinder, die ich kenne, gehen auf Privatschulen, auch Schulwechsel sind drin, die mit Folgekosten verbunden sind, oder Vereinswechsel weil es dann doch nicht klappt, Therapien,....


Wieso gehen Adoptiv- und Pflegekinder auf Privatschulen? Davon hab ich bisher noch nichts gelesen. Da ich selbst im sozialen Bereich tätig bin, kann ich durchaus sagen das ich starke Nerven habe. :biggrinn:

Zitat:
Wenn das alles kein Problem für dich ist, warum nicht auch als Alleinstehende ein Kind adoptieren. Falls du auf der Suche nach Alleinstehenden Adoptiveltern bist, um eine Arbeit darüber zu schreiben, dann wird dich meine Antwort wahrscheinlich nicht weiterbringen.

Golfi


Nein, ich möchte keine Arbeit darüber schreiben. Ich werde aber selbst nie eigene Kinder haben, selbst wenn ich jemanden an meiner Seite hätte. Familie ist mir sehr wichtig und wenn es über diesen Weg klappen würde, wäre es toll. Ich sehe das ganze aber auch selbst sehr gespalten. Wieso sollte ich einem Kind die Möglichkeit nehmen Vater und Mutter zu bekommen? Nur weil ich selbst ein Kind möchte?...

Viele Grüße
Oiram


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 Betreff des Beitrags: Re: Alleinstehend adoptieren
Ungelesener BeitragVerfasst: 29. Apr 2018 19:22 
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Hallo Oiram,
unsere Erfahrungen sind Golfis sehr ähnlich.
Je nachdem welche Erfahrungen ein Adoptiv- oder Pflegekind gemacht hat und wie es damit umgeht, kann man schon sehr an seine Grenzen kommen.
Lies mal hier ein bisschen im Forum und du wirst feststellen, dass viele der Adoptierten (nicht alle, abet gefühlt die meisten) Schwierigkeiten in bestimmten Bereichen ihres Lebens haben.
Traumatisierung, Bindungsabbrüche hinterlassen ihre Spuren und ich wäre ohne die Unterstützung meines Mannes aufgeschmissen. Man kann sich beraten, Mut machen, das Finanzielle teilen, und auch die Freude mit dem Kind.

Als Beispiel was ich meine: unser Kind flog vor 2 Monaten von der Schule, das Schulamt schafft es nicht, innerhalb von 6 Monaten ein Gutachten zu erstellen, damit es auf die entsprechende Schule gehen kann, noch haben wir keinen festen Schulplatz. Wir mussten mit dem Amt verhandeln, dass es seine Schulbegleitung behalten kann. Zeitgleich zeigte der Vater einer Mitschülerin unser Kind an, weil es seinem Kind den Finger nach hinten gebogen hat. Es ist nichts Schlimmes passiert, aber der Vater war sauer.
Das mögen extrem viele blöde Situationen auf einmal sein, ich weiß aber, dass manche Adoptiv- und Pflegeeltern ähnliches durchmachen.
Ohne meinen Mann wäre ich in den letzten Wochen zusammengeklappt.
Am Ende lohnt sich jeder Kampf - denn wir kämpfen für die tollsten Kinder der Welt, aber die Wege sind manchmal steinig.

_________________
Viele Grüße
Chakimaus


Zuletzt geändert von Chakimaus am 29. Apr 2018 19:24, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Alleinstehend adoptieren
Ungelesener BeitragVerfasst: 29. Apr 2018 20:00 
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Neuling
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Hallo Oiram,
unsere Erfahrungen sind Golfis sehr ähnlich.
Je nachdem welche Erfahrungen ein Adoptiv- oder Pflegekind gemacht hat und wie es damit umgeht, kann man schon sehr an seine Grenzen kommen.
Lies mal hier ein bisschen im Forum und du wirst feststellen, dass viele der Adoptierten (nicht alle, abet gefühlt die meisten) Schwierigkeiten in bestimmten Bereichen ihres Lebens haben.
Traumatisierung, Bindungsabbrüche hinterlassen ihre Spuren und ich wäre ohne die Unterstützung meines Mannes aufgeschmissen. Man kann sich beraten, Mut machen, das Finanzielle teilen, und auch die Freude mit dem Kind.

Als Beispiel was ich meine: unser Kind flog vor 2 Monaten von der Schule, das Schulamt schafft es nicht, innerhalb von 6 Monaten ein Gutachten zu erstellen, damit es auf die entsprechende Schule gehen kann, noch haben wir keinen festen Schulplatz. Wir mussten mit dem Amt verhandeln, dass es seine Schulbegleitung behalten kann. Zeitgleich zeigte der Vater einer Mitschülerin unser Kind an, weil es seinem Kind den Finger nach hinten gebogen hat. Es ist nichts Schlimmes passiert, aber der Vater war sauer.
Das mögen extrem viele blöde Situationen auf einmal sein, ich weiß aber, dass manche Adoptiv- und Pflegeeltern ähnliches durchmachen.
Ohne meinen Mann wäre ich in den letzten Wochen zusammengeklappt.
Am Ende lohnt sich jeder Kampf - denn wir kämpfen für die tollsten Kinder der Welt, aber die Wege sind manchmal steinig.


Hallo Chakimaus,

danke das du deine Erfahrungen mit mir / uns teilst. Das es nicht einfach wird und es auch Schwierigkeiten geben kann, glaube ich. Genau deshalb möchte ich auch ein Kind adoptieren, weil sie es sowieso nicht einfach haben. Für ein Kind einstehen und kämpfen, finde ich sehr wichtig und es macht mir Spaß (beruflich) mich für "schwierige" oder benachteiligte Kinder einzusetzen. Auch wenn es manchmal sehr anstrengend ist, weil man einfach nicht voran kommt. Allerdings sehe ich solche Probleme / Schwierigkeiten auch in Familien mit leiblichen Kindern.

Dein Beitrag klingt so, als ob du mir abraten würdest, ein Kind alleine zu adoptieren. Verstehe ich das richtig?

Liebe Grüße
Oiram


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