Adoptionsforum

Austausch und Info von und für Betroffene rund um das Thema Adoption
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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 16. Apr 2014 16:19 
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Furcht ? Keine Ahnung . . . Furcht warum ?

Nach Ansicht der Userin sind Mütter sakrosankt und geben nie aus freien Stücken und Willen ein Kind zur Adoption frei.
.



Na ja, das mit dem "freien Willen" kann man so nicht stehen lassen. Der Mensch ist immer determiniert, das heisst, von unterschwelligen Stroemungen beeinflusst und gesteuert.
Wieweit ist ein Mensch "frei", der, sagen wir mal mit 18 Jahren ein Kind zur Welt bringt und von der Familie beeinflusst wird, dieses Kind zur Adoption zu geben?
Jetzt kann man sagen, gut, 18 Jahre. Darum geht es aber nicht, sondern um die Einfluesse.
Oder um die Entscheidung das Studium abzubrechen und sich im das Kind zu kuemmern oder zur Adoption zu geben.

Also der "freie Wille" ist immer so eine Sache.

_________________
Die Verbindung von Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen, ist eine Essenz. Die Verbindung zweier Erwachsener, die Kinder adoptieren, ist eine Konstruktion.
AndreasKs im Forum von MANNdat

Leibliche Eltern waren immer auch soziale Eltern und können nicht einfach auf den biologischen Ursprung reduziert werden.


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 16. Apr 2014 16:20 
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Die Kinder sind selbst schuld, wenn sie ihren eigenen Eindrücken und belegbaren Beweisen folgen.

Was meinst du hier mit "selbst Schuld"? Ja, ich ermutige Leute, nach Beweisen zu suchen. Ich selbst bilde mir meine eigene Meinung auf der Grundlage meines Verstandes, meiner Lebenserfahrung, den Ergebnissen jahrelanger Recherche,...


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 16. Apr 2014 16:23 
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Die Kinder sind selbst schuld, wenn sie ihren eigenen Eindrücken und belegbaren Beweisen folgen.

Was meinst du hier mit "selbst Schuld"? Ja, ich ermutige Leute, nach Beweisen zu suchen. Ich selbst bilde mir meine eigene Meinung auf der Grundlage meines Verstandes, meiner Lebenserfahrung, den Ergebnissen jahrelanger Recherche,...

Wie alt warst du nochmal? 50?

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Manche Leute haben die Intelligenz eines Strohballens.


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 16. Apr 2014 19:22 
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Nein, warum?


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 17. Apr 2014 09:47 
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Untersucht werden ? Auf Allergien z.B. ! Oder auf Depressionen, die ja angeblich auch mit den Genen zusammen hängen und nicht mit dem Alltag !

Weißt Du, was ich furchtbar finde ? Die ganzen umverschämten Vorwürfe und die Heuchelei zu dem Thema.
Auch z.B. der Umgangston, der hier im Forum herrscht. Genau so ist das immer bei dem Thema Adoption; immer nur Vorwürfe, Frustabbau, Aggressionsabbau etc.
Und ja: Die Gene meiner leiblichen Mutter waren nicht so, wie viele sie gerne gehabt hätten, nämlich 'krank, kaputt' oder mit der ein oder anderen Krankheit behaftet. Warum auch ? Immerhin gabs einige deutliche Anzeichen dafür, dass sie sicher auch nicht gaaaanz so dumm gewesen sein konnte. . .

Auch ich habe keine genbedingten Krankheiten; zumindest keine, die der Medizin bekannt sind. . .
Warum auch ? Was soll das bringen, wenn ich welche hätte ?!

Ich kann doch nun wirklich nichts dafür, dass ich genetisch nicht vorbelastet bin und nicht 'rausgeholt' worden bin. Und ich finde, jemand der das Gegenteil behauptet, soll es auch beweisen.

Und das mit der Intelligenzbestie kannst du dir gerne sparen, das spricht nicht gerade für dich.

Ich als Adoptivkind muß überhaupt nichts; ich konnte mir nicht aussuchen, ob ich adoptiert worden bin oder nicht und nich muß nicht mehr oder weniger dankbar oder respektvoll mit anderen Leuten umgehen als ein nicht adaptiertes Kind auch. Ich bin doch der jenige, der mit der ganzen Sache im Endeffekt am wenigsten zu tun hat; ich bin nur der passive Teil, das Objekt.

Was mich an dem ganzen Thema Adoption stört ist die Tatsache, dass das Thema immer noch aktuell ist, nach 30 Jahren. Warum kann ich nicht einfach ganz normal gesehen werden, wie jeder andere auch ? Warum kann ich nicht einfach ein ganz normaler Mensch sein, der einfach nach dem beurteilt wird, wie er vor einem steht und wie er hier und jetzt erscheint ?
Warum muss das immer eine Rolle spielen, dass man adoptiert ist ?

Und zu dem Thema Groschenroman: Das arme Adoptivkind, was der armen, überforderten, leiblichen Mutter vom Amt weggenommen wurde und was dann sein Leben lang nach seiner Adoptivmutter sucht, bis es ihr dann nach 50 Jahren endlich um den Hals fällt und sagt: "Mami, was habe ich dich vermisst . . ." und die Mutter sagt dann "Ich dich auch, aber die bösen Behörden . . ", ist doch eine viel bessere Handlung für einen Groschenroman, oder etwa nicht ?

Ach so: Du fragtest, weshalb ich mich mit meiner Adoptivfamilie verbunden fühle. Na gut, die Antwort kann ich dir gerne geben: Ganz einfach, weil es von Geburt an meine Familie ist und weil ich nie eine andere hatte !

Und zu meiner Adoptivfamilie: Ja, es sind finanziell gut gestellte, kompetente Leute, die in ihrem Umfeld viele Neider haben. Meine Mutter erzählte mir dann, dass sie, als sie mich gerade hatte, oft belächelt wurde. Eine Nachbarin sagte, als ich so 2 Monate alt war: "Na warten sie mal ab. wer weiß, was sie mit dem da noch für Probleme kriegen, sie kennen ja die Gene nicht . . ."
Und man hat mir nicht wirklich verboten, Mädels zu treffen. Aber wenns welche aus unserem Umfeld waren, dann hieß es schnell: "Du weißt doch, dass wir nicht zusammen passen, also lass bitte unsere Tochter links liegen . . ."
Ich wurde einfach immer gemieden.


Ja, der Umgangston in diesem Forum ist sehr speziell. Nimm Dir die teilweise extremen Unfreundlichkeiten nicht zu Herzen, diese Menschen sind nicht Deine Freunde. Ich kenne Dich nicht, aber mir kommst Du relativ normal vor. Wer ist denn schon total normal, jeder hat doch einen mehr oder weniger grossen Vogel. Und "dumm" kommst Du mir auch nicht gerade vor. Ich gebe eigentlich keine ungefragten Tips an erwachsene Menschen, aber vielleicht wäre eine Psychotherapie keine schlechte Idee, um einige Dinge wie z. B. Dein Selbstbewusstsein, zu verbessern. Mir kommt es vor als hätten Dir Leute Dinge eingeredet (vielleicht wussten sie es nicht besser), die so nicht zu stimmen scheinen. Manchmal machen auch Menschen andere bewusst/unbewusst herunter, um sich selbst zu erhöhen.

Hast Du vor Deine leiblichen Eltern ausfindig zu machen?


Last edited by BillyIdol on 17. Apr 2014 10:06, edited 3 times in total.

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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 17. Apr 2014 09:59 
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Zu dem Thema Hartz-IV und finazielle Aspekte:

Ich fragte beim Amt, ob ich evt. aufgrund von finanziellen Problemen zur Adoption freigegeben wurde. Daraufhin bekam ich die Antwort: "Nein, es ging hier um den persönlichen Wunsch der Mutter. Bei finanziellen Problemen hätten wir (das Amt) ja eingreifen können. In Deutschland verhungert keiner . . ."


Die Mutter dürfte aufgrund ihres Lebens eine gewisse Intelligenz mitgebracht haben. Als ich der Beamtin (die mit der Mutter persönlich zu tun hatte) von den 'schlechten Genen', die man mir in meinem Umfeld nachsagte, erzählte, wurde sie sehr verärgert und fragte, was das solle . . .


Es gibt auch Menschen, die wollen einfach keine Kinder haben. Das ist Fakt. Das wird gesellschaftlich natürlich nicht gern gesehen, weil die "heilige Mutter" und die "heilige Familie" als Nonplusultra angesehn werden, obwohl das nicht selten eine Lüge ist und viele Familien eher dysfunktional sind. Viel Scheinheiligkeit dabei. Mir sind ehrliche Menschen lieber, die zugeben, dass sie kein Kind wollen, anstatt das Kind auf Teufel komm raus zu behalten.

Die Beamtin ist zurecht sauer. Hast Du mal Deine Adoptiveltern zur Rede gestellt?
Schlechte Gene? Dann hat Dir Dein Umfeld Unsinn erzählt, vielleicht ohne böse Absicht oder um Dich bewusst kleinzuhalten. Ich kenne Dein Umfeld nicht. Vielleicht suchten die nach einer plausiblen Erklärung, weil Deine Adoption keine "Armutsadoption" war. Das kann man doch abklären. Gentest, IQ-Test etc.


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 17. Apr 2014 10:03 
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Nein, warum?


Warum? Lebenserfahrung. :biggrinn:


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 17. Apr 2014 10:21 
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BillyIdol wrote:
Es gibt auch Menschen, die wollen einfach keine Kinder haben. Das ist Fakt. Das wird gesellschaftlich natürlich nicht gern gesehen, weil die "heilige Mutter" und die "heilige Familie" als Nonplusultra angesehn werden, obwohl das nicht selten eine Lüge ist und viele Familien eher dysfunktional sind. Viel Scheinheiligkeit dabei. Mir sind ehrliche Menschen lieber, die zugeben, dass sie kein Kind wollen, anstatt das Kind auf Teufel komm raus zu behalten.

Die Beamtin ist zurecht sauer. Hast Du mal Deine Adoptiveltern zur Rede gestellt?
Schlechte Gene? Dann hat Dir Dein Umfeld Unsinn erzählt, vielleicht ohne böse Absicht oder um Dich bewusst kleinzuhalten. Ich kenne Dein Umfeld nicht. Vielleicht suchten die nach einer plausiblen Erklärung, weil Deine Adoption keine "Armutsadoption" war. Das kann man doch abklären. Gentest, IQ-Test etc.
:jc_doubleup:
Sehe ich auch so. Auch das gehört zu Adoption, ebenso wie der Fakt, dass es Fälle gibt, wo die Kinder fremdbestimmt zu recht aus der Familie genommen wurden, leider aber auch solche, wo sie völlig unnötig fremdplatziert wurden. Leider geschieht es dann auch noch, dass es den Eltern nur in wenigen Fällen gelingt, nach jahrelangem Kampf Recht zu bekommen; ihre Kinder bekommen sie dann manchmal doch nicht zurück, weil diese sich schon zu sehr an die neuen Eltern gewöhnt haben.

Es ist sicher manchmal schwierig, die wahre Situation herauszufinden, aber angesichts der Tatsache, dass Adoption unumkehrbar ist, sollte man sich da lieber etwas länger mit der Prüfung der Sachlage befassen; dazu scheint die Personaldecke aber allerorten zu dünn zu sein.

_________________
Eine Herkunftsmutter, die die Weggabe von Anfang an bereut hat
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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 17. Apr 2014 13:37 
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Mir ist eigentlich völlig egal, weshalb meine LM mich zur Adoption freigegeben hat.

Ich will nur eins: Als normaler Mensch leben, ohne immer mit dem Thema konfrontiert zu werden. Das ist alles.


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 17. Apr 2014 15:05 
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Hallo adoptiv,

dann ist es aber kontraproduktiv dich in einem forum für adoption anzumelden, oder? da wirst du ja zwangsläufig damit konfrontiert. :insane


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