Adoptionsforum

Austausch und Info von und für Betroffene rund um das Thema Adoption
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 Post subject: Re: Die Suche nach meinen adoptierten Geschwister
Unread postPosted: 13. Mar 2015 18:21 
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Hallo Primel,

schön dass es hier doch Menschen gibt, die sich vernünftig äußern können.
Nein, es gibt hier tatsächlich einige mit denen man ordentlich kommunizieren kann. Sie verstecken sich nur zum größten Teil.
Wie es so ist: Die, die am wenigsten zu sagen haben, sagen das Meiste!

Ich kann es wirklich nachvollziehen, dass das Thema nicht leicht ist für einige Menschen. Aber in meinen Augen geht es hier gar nicht mehr allein um den Schmerz. Ich glaube, es geht hier auch um Macht. Das sind ganz verbitterte Machtspiele, die hier ablaufen. Man will Recht haben - und geht dafür über Leichen. Das schockiert mich!!

Du hast hier einen ganz wichtigen Punkt angesprochen: ES GIBT FRAUEN, DIE IHRE KINDER NICHT WOLLEN. Dafür mag es sehr viele Gründe geben über die ich nicht urteilen will. Und dennoch, es gibt sie! Und die Frauen helfen Frauen, die Kinder wollen aber nicht können. Das ist ein ganz ganz tolles System!! Ich sehe da nichts schlimmes. Es mag natürlich auch "schwarze Schafe" geben, aber hier in dem Forum kann ich keine entdecken. Und auch die Adoptierten, die ich persönlich kenne, sind ALLE froh ihre Eltern zu haben. Es interessiert dabei niemanden von ihnen, ob es sich bei ihrer Familie um die Biologische handelt oder nicht! Und das ist tatsächlich die Mehrheit!!

Es ist schön, dass wir wieder auf das eigentliche Thema zurück kommen.

Ich habe das Jugendamt, das mich damals als Pflegekind begleitet hat, nochmals Akteneinsicht beantragt. Und ich wies gleich daraufhin, dass ich das Recht habe ALLE Informationen zu bekommen. Damals erhielt ich die ja nicht. Mich interessiert natürlich auch, warum ich nach der Geburt ins Heim kam. Dafür muss es ja einen Grund haben. Termin ist am 16.04.15 :-)

Weiterhin habe ich mich an die Adoptionsvermittlungsstelle gewandt. Die Sachbearbeiterin nimmt demnächst mit der Stelle auf, die mich und die Geschwister vermittelt hat. Sie guckt mal ob sie da Unterlagen bekommt und meldet sich dann bei mir.

An eine öffentliche Suche dachte ich bereits auch schon. Ich bin mir da aber noch nicht ganz so schlüssig.

ABER ich rief neulich bei der Standesbeamtin an. Ich erzählte ihr, von der Idee mit meiner jüngsten Halbschwester (kannst du hier nachlesen) Frau ist soooo goldig. Nachdem sie erstmal über den genialen Plan lachte, machte sie mir keine großen Hoffnungen. Die Kinder wurden damals nur in Form von T-Nummern in das Register meiner Erzeugerin eingetragen. Und diese Nummern führen zu Akten - die auch sie nicht einsehen darf.
Nach kurzem Überlegungen finde ich es besser meine Halbschwester da raus zu halten. Sie sagt - trotz Behinderung - ganz klar, dass sie auch endlich die Wahrheit will. Das sagt einiges. Da aber ihre Mutter sehr viel Einfluss auf sie ausüben kann, ist es gut sie da erstmal raus zu nehmen. Sie bekommt alle Informationen von mir wenn ich alles zusammen habe. Was sie dann macht, ist ihre Entscheidung.

Aber die gute Frau vom Standesamt hat sich auch schlau gemacht. Sie hat durch Zufall die Telefonnummer der Eltern des ältesten Bruder. Sie will bei Gelegenheit mal anrufen und nachfragen. Und denn kann sie denen - bei Bedarf - gerne meine Nummer geben. :midi27:

Ein kleiner Erfolg.

Ja gut, ich könnte Briefe schreiben. Ich denke aber, dass ein persönliches Gespräch doch das Beste ist. Die Ämter können sich gerne bei den Geschwistern melden, erklären um was es geht und ihnen meine Kontaktdaten geben. Und wenn sie sich melden freue ich mich. Und wenn nicht muss ich das auch akzeptieren!!

Weil ein Gefühl sagt mir, dass sie nicht suchen! Aber einen Aktenvermerk kann ich ja trotzdem hinter lassen. Nur, kontaktdaten können sich ja auch ändern...

Ich danke für deine Ausführungen!!


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 Post subject: Re: Die Suche nach meinen adoptierten Geschwister
Unread postPosted: 13. Mar 2015 18:34 
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Lieber Harry,

dass das System der Adoption in deinem Fall dein Leben zerstört hat, macht mich tatsächlich traurig. Anstatt aber rauf zu kloppen und zu beleidigen könntest du einfach mal deine Geschichte erzählen. Denn auch für das andere Gesicht interessiere ich mich. Und dennoch - es trifft nicht auf die Mehrheit zu. Und ich meine damit nicht nur das Forum sondern Betroffene, die ich kenne!
Aus Geschichten lernt man; nicht aus besserwisserischen Auftreten!!

Wenn ich meine H-Mutter als Erzeugerin bezeichne, bezeichne ich nur sie so!!! Das sollte niemals eine Abwertung an die leiblichen Mütter hier sein. Aber das hätte man auch im vernünftigen Ton klären können.
Ich finde es wirklich toll, wenn den Herkunftsfamilien hier ihre Kinder sooo wichtig sind!!! Das hätte ich mir für mich auch gewünscht! Das wünsche ich jedem!!!

Ich bin nicht von den Blauen. Aber ob du das glaubst oder nicht ist deine Sache.

Lg


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 Post subject: Re: Die Suche nach meinen adoptierten Geschwister
Unread postPosted: 13. Mar 2015 18:40 
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Ihr versteht nur das was ihr verstehen wollt und versucht eure Meinung als "die Wahre" zu verkaufen.

Schämt euch was!!

Da das eine Antwort an explizit mich ist, muss ich davon ausgehen, dass du mich in deiner Ansprache implizierst. Zur Erinnerung und schnellen Nachvollziehabarkeit zitiere ich an dieser Stelle einmal meine Meinungsäußerungen u.Ä. dir gegenüber, für die ich mich keineswegs schäme und nicht einsehe, warum ich das tun sollte - das müsstest du mir schon erklären.
Eine Adoption ist ein Rechtsgeschäft, das keine Abstammungsverhältnisse ändert. Die Akteneinsichtsrechte behältst du also trotz allem. Das ist zumindest meine persönliche Gesetzesinterpretation. Alles andere würde im Konflikt zum vom Persönlichkeitsentfaltungsrecht abgeleiteten Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung stehen.
Wie ich schon sagte, da auch das an Minderjährigen angewandte Adoptionsrecht die in den Standesämtern dokumentierten Abstammungsverhältnisse nicht berührt, sondern nur verschleiert (vgl: Ausforschungsverbot), bist du nach wie vor vor dem Gesetz ein Nachkomme derjenigen Personen, die auch jedes Labor als deine Eltern bezeichnen würde, und hast damit auch nach wie vor ein Recht auf Einsicht in die Geburtseinträge deiner Vorfahren. Nur die Einträge von Adoptierten selbst werden von Amts wegen anonymisiert, nicht aber die ihrer Eltern und sonstigen Verwandten. Ich habe schon lange den Verdacht, dass Adoptierten diesbezüglich etwas anderes weis zu machen versucht wird, à la: die Verwandten bräuchten nur mal nachzufragen, wenn sie sich interessieren würden, aber sie wollen lieber anonym sein...
Wenn du 100%ig das Gefühl hast, nicht mit deinen Verwandten verwandt zu sein, gehen dich die Personendaten und Akteninhalte nichts an. Wenn du findest, dass dich solche Informationen doch etwas angehen und du ein berechtigtes Interesse hast, wirst du das wohl auf Kosten deiner ehrerbietigen Achtung vor Pflegern begründen müssen.
Solange ich dich als Menschen, den ich mit einem Personalpronomen ansprechen kann, ansehe, bezeichne ich weder dich als Erzeugnis, noch deine Mutter als Erzeugerin - der Einfachheit halber.
Liebe Nancy,

Meine Pflegerin, die im übrigen seit 2013 tatsächlich meine Mutter ist, war mehr Mutter als die andere Frau es je sein könnte.

Aber das kann nur ich beurteilen. NUR ich! Und ich möchte, dass das bon dir respektiert und akzeptiert wird. PUNKT!!
Nur über meine Leiche.
Schade, dass man hier die Wünsche der Einzelnen so überrennt.
Was du mir gegenüber bezüglich deiner Mutter geäußert hast, ist kein Wunsch, sondern ein anmaßender Versuch der Gedankenkontrolle. Ich habe nicht versucht, von dir zu verlangen, wen du wie nennen sollst, sondern lediglich freundlich darüber informiert, wie so mein Verständnis ist und was ich mit den Worten, die ich gebrauche, meine. Deine Wünsche respektiere ich.
Liebe Racegirl,
Deine Aussagen über Familien, Jugendämter und ihr Verhältnis zueinander stinken zum Himmel, mit Verlaub.
Was denkst du - das Geld, das deine Pfleger erhalten haben - hätte sich deine Mutter darüber gefreut?

Und daher finde ich im allgemeinen, Pfleger machen einen guten Job - meistens.

In dem Punkt, dass das Pflegerdasein ein bezahlter Job ist, nicht mehr und nicht weniger, möchte ich dir nicht widersprechen.

Liebe Nancy, das ist eine sehr sehr gute Frage! Ich bezweifle zwar fast, dass sie überhaupt versteht was ich meine. Aber auf einen Versuch käme es an!

Ja, ich möchte meinen, dass das funktionieren müsste. Auch wenn du u.U. (was meiner Ansicht nach nicht vorkommen dürfte) nicht mit in den Eintrag mit Sammelakte (welche Gerichtsmitteilungen nach Adoptionsbeschlüssen enthalten müssen) schauen dürftest, bräuchte deine Halbschwester nur um Kopien zu bitten.
Du möchtest lieber eine Beurteilung des Gesamtbildes deiner Aussagen, statt der Details, die mir auffallen, verzichtest aber darauf, viele meiner Fragen zu beantworten. Oft ist es so, dass jemand, der Fragen stellt, noch kein Gesamtbild sieht, eben weil er noch Fragen hat. Zumindest auf mich trifft das zu.
Wenn ich von deinen Informationsquellen über deine Geschwister oder deren Anzahl und wie du dann über "aktenkundige" Details zu ihren Fällen schreibst, lese, dann frage ich natürlich, auf welche Akten du dich dabei berufst.
Mit meinen Fragen unterstelle ich nichts, will ich damit sagen. Wenn ich jemandem etwas unterstellen möchte, dann weiß ich, wie ich das möglichst so tue, dass mein Verdacht auf Dauer nicht zensiert wird/bleibt. Ich würde es direkt tun, um bestmöglich und schnellstmöglich von den Lesern verstanden zu werden. Aber wenn eine meiner Fragen nicht beantwortet wird, fließt das in das Gesamtbild ein, das ich mir von den Aussagen einer Person meistens zu machen versuche.
Persönliche Erfahrungen sind für Gesinnungen nicht ausschlaggebend, sondern logisches Denken, kognitive Fähigkeiten, Bildung und Einfühlungsvermögen - wer viel Einfühlungsvermögen, aber auch Selbstbewusstsein hat, wird sich nach der goldenen Regel als Handlungsmaxime orientieren oder sie zumindest nachvollziehen, wer wenig Einfühlungsvermögen hat, wird sich eher für die Maxime: "do what thou wilt" erwärmen. Vermutlich würdest du mir genauso wenig erklären können, womit du das Wort "Bestätigung" verbindest, wie du es mit dem Wort "Mutter" kannst. Aber ich bin kein Hellseher.
Umgangssprachlich ist der Ausspruch, jemand würde Drogen nehmen, keine wörtlich gemeinte Tatsachenbehauptung.
Aus meiner Sicht befinde ich mich in keiner Diskussion mit dir.
Wenn du andere Beiträge außerhalb deines Themas von mir gelesen hast, dann weißt du, dass ich mich dagegen ausspreche, wenn Adoptierte ihren gesuchten und gefundenen Müttern mit geheucheltem Verständnis begegnen, denn das verstärkt meiner Meinung nach die Entfremdung. Bei jeder Gelegenheit versuche ich, die Leute zu ermutigen, eine gesunde und selbstbewusste Erwartungshaltung ihren Eltern gegenüber einzunehmen, Konflikte, die bis dahin alleine ausgetragen und durchgedacht wurden, bei den Begegnungen zu verbalisieren. Selbst wenn wir alle die Zeit nicht zurück drehen können, ist es richtig und angebracht, seinen Eltern mal zu sagen, was man von ihnen erwartet hätte - einfach so. Das ist eine Meinungsäußerung, nicht zu verwechseln mit Manipulationsversuchen, ok?
Übrigens: Adoptionsvermittlungsstellen bieten den Service an, den Angehörigen von Adoptierten ein Sprachrohr zu den gesuchten, erwachsenen Adoptierten zu sein. Das ist zwar nicht im AdVermiG festgeschrieben, es wird aber auf jeder Internetseite einer Stadt behauptet (siehe Beispiel unten) - aller Wahrscheinlichkeit nach auch der Stadt, in der du und deine Halbgeschwister geboren wurdet. An diese Behauptungen sind die entsprechenden Mitarbeiter wiederum rechtlich gebunden. Das heißt, du könntest es einklagen, solange sich die Beamten weigern, die öffentlichen Beschreibungen ihrer Aufgabenbereiche zu revidieren.


Zu deinem vorletzten Beitrag: Nummern in Geburtenregister einzutragen ist illegal und, dass Standesbeamten selbst Geburtsregister nicht einsehen dürfen, unwahr.


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 Post subject: Re: Die Suche nach meinen adoptierten Geschwister
Unread postPosted: 13. Mar 2015 19:39 
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Daran merkt man wieder: es wird woe wild zitiert aber nichts verstanden!!


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 Post subject: Re: Die Suche nach meinen adoptierten Geschwister
Unread postPosted: 13. Mar 2015 19:59 
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Daran merkt man wieder: es wird woe wild zitiert aber nichts verstanden!!

Woran soll man das merken? An deinen Anworten? Wenn du die relevanten Gesetze gelesen hast, was du deinen Angaben zufolge getan hast, dann würdest du dich nicht mit der offenkundigen Lüge abspeisen lassen, dass eine Standesbeamtin die Akten, die sie zu führen hat, nicht einsehen dürfe. Sondern du hättest noch im selben Gespräch zunächst nach der Rechtsgrundlage für so eine Aussage gefragt, und wenn die Beamtin daraufhin nicht eingelenkt hätte, dann nach ihrem Vorgesetzten.

(Nur zur Erinnerung:)
Ja die Gesetzestexte habe ich bereits gelesen. Ich dachte nur, hier kann mir jemand ganz kurz und knapp noch etwas dazu sagen.



Aber die gute Frau vom Standesamt hat sich auch schlau gemacht. Sie hat durch Zufall die Telefonnummer der Eltern des ältesten Bruder.

Alles klar. Zufälle gibt's!


Last edited by nancy on 13. Mar 2015 20:15, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: Die Suche nach meinen adoptierten Geschwister
Unread postPosted: 29. Oct 2015 20:31 
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Hallo ihr Lieben,

ich möchte hier einigen auf diesem Weg nur schnell mitteilen, dass ich meine Geschwister gefunden habe vor einiger Zeit.

Die Zeit wird zeigen, was draus wird und was nicht :boys_0120:

Liebe Grüße


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