Adoptionsforum

Austausch und Info von und für Betroffene rund um das Thema Adoption
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 Post subject: Re: Haben wir eigentlich irgendeine Lobby?
Unread postPosted: 27. Jun 2013 22:19 
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Adoptierten darf nie der Bezug zu ihrer Herkunft genommen werden,das sehe ich auch so. Aber es muss den Herkunftsmüttern auch absolut klar gesagt werden,dass die Adoptierten später das Recht haben,den Namen der Mutter zu erfahren.
Meine sagte damals,dass sie davon ausgegangen ist,dass ich nie erfahre,wer sie ist. Und dass ihr das am liebsten gewesen wäre. Will sagen: auch die Herkunftsmütter müssen diesen Bezug für die Adoptierten ermöglichen!

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 Post subject: Re: Haben wir eigentlich irgendeine Lobby?
Unread postPosted: 27. Jun 2013 22:26 
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kenza wrote:
Arkanaut wrote:

3. In keinem Fall sollte einem Kind jemals der Bezug zur Herkunftsmutter genommen bzw. der Kontakt zu ihr verweigert werden.



Muss man aber auch davon Ausgehen das die Herkunftsmutter (familie) das auch will, man kann ja niemanden zwingen. Was bringt mir, wenn ich das recht auf Informationen von ihr habe, sie aber nichts sagen möchte?
Angenommen ich hätte eine desinteressierte Herkunftsmutter, möchte ich nicht gezwungen sein mit ihr in Bezug treten zu müssen. Ich glaube diesen Punkt kann man nicht gesetzlich regeln, weder Adoptivkind noch Herkunftsfamilie kann gezwungen werden weil eine Seite Kontakt will diesen zu haben.

Dem stimme ich völlig zu, aber genau das besagt der Satz so ja auch, dachte ich. Wenn Du ihn als gesetzliche Regel lesen würdest, verbietet er nur anderen, den Kontakt zu behindern, er gebietet nicht, dass Herkunftseltern &/oder Kind Kontakt haben sollen oder müssen. Insofern, ja, zwingen kann man dazu weiß Gott niemanden. Ich hoffe, ich habe Deinen Punkt nicht missverstanden.

@Käfer (kam dazwischen ;) ): ja. So muss man das wohl sehen. Passt m.E. auch zur aktuellen Rechtsentwicklung, wenn ich an das jüngste Urteil des BVerfG zu Samenspendern denke. Selbst die müssen jetzt damit rechnen, dass "ihre Kinder" sich eines Tages bei ihnen melden. Mit der einen Einschränkung eben, dass man niemanden zwingen kann, s.o.

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 Post subject: Re: Haben wir eigentlich irgendeine Lobby?
Unread postPosted: 27. Jun 2013 22:38 
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Arkanaut wrote:
Wäre das soweit einigermaßen konsensfähig? :rot


Äh, nein? Wie ich schon sagte, es gibt viele Internetseiten, wo Mütter und Familien von in Obhut genommenen Kindern und Babys ihre Version schildern. Und diese Versionen lassen sich nicht über den Kamm deiner Sachbearbeiter-Perspektive scheren.
Warum, Arkanaut, haben angeblich plötzlich ausschließlich Jugendamtmitarbeiter oder Adoptionsvermittler oder Notare die alleinige Autorität, darüber zu befinden, ob eine Mutter per Richterspruch zur kinderlosen Frau erklärt werden darf oder nicht?

Arkanaut, definiere Interesse. Wenn du mir einen Paragraph nennen kannst, in dem aufgezeigt ist, was Eltern tun können um garantiert eine Zwangsadoption ihres Kindes zu vermeiden, dann räume ich ein, dass das deutsche Kinder-Freigabe-System fair ist.


Last edited by nancy on 27. Jun 2013 22:51, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: Haben wir eigentlich irgendeine Lobby?
Unread postPosted: 27. Jun 2013 22:41 
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Was ich für wichtig finde: wenn es weiterhin anonyme Adoptionen gibt,dann darf die Initiative zu einem Treffen nur von Adoptierten ausgehen. Denn dazu muss man echt bereit sein. Auch wenn man es von Anfang an weiss. Man muss stabil sein oder genug Kraft haben,seiner unbekannten "Vergangenheit" gegenüber zu stehen.

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 Post subject: Re: Haben wir eigentlich irgendeine Lobby?
Unread postPosted: 27. Jun 2013 23:34 
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Kleine Abschweifung zum Thema mangelnde Lobby. (Hier geht es hauptsächlich um ehemalige Heimkinder):
von: "LWL-Pressestelle"
Datum: 26.06.2013, 13:05

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) will die Misshandlung von
früheren Patienten in seiner Kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik St.
Johannes-Stift Marsberg (Hochsauerlandkreis) in den 1950er, 60er und 70er
Jahren wissenschaftlich aufarbeiten lassen.

"Glaubwürdige Berichte"
Das Thema der Misshandlungen von Schutzbefohlenen in den 50er, 60er und
70er Jahren sei vor allem durch die Arbeit des "Runden Tisches
Heimerziehung" in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses gerückt, sagte
LWL-Krankenhausdezernent Dr. Meinolf Noeker. Nach Berichterstattung in den
Medien (WDR Fernsehen) hatten sich seit März diesen Jahres 26 betroffene
ehemalige Patienten (20 Männer, 6 Frauen) des St. Johannes-Stifts gemeldet.
Noeker: "Sie berichten glaubwürdig und übereinstimmend von massiven Gewalt-
und Missbrauchserfahrungen." Dabei gehe es um unangemessene Ruhigstellung
mit Medikamenten, Fixierungen mit fest gezurrten Gurten, Zwangsjacken und
"stundenlanges in der Ecke stehen", Körperverletzungen, "Eisbäder", Essen
von Erbrochenem sowie um sexuelle Übergriffe durch Teile des
Klinikpersonals und ältere Jugendliche.
"Als ehemalige Patientinnen und Patienten der Kinder- und Jugendpsychiatrie haben die Betroffenen nach den Regeln des Heimkinderfonds derzeit rechtlich leider keine Ansprüche."Hilfen und Unterstützungsleistungen für die Betroffenen seien aber notwendig und moralisch geboten.
Der LWL hat eine Kontaktstelle für Betroffene eingerichtet:

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Habe stets Respekt:
- Respekt vor Dir selbst,
- Respekt vor anderen,
- übernimm Verantwortung für Deine Taten. (Dalai Lama)


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 Post subject: Re: Haben wir eigentlich irgendeine Lobby?
Unread postPosted: 28. Jun 2013 14:34 
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zum gleichen thema, und so wie sich der artikel liest, werden jetzt in irland die opfer der magdalenenheime, wenn auch spät, für ihre versklavung in kirchlichen einrichtungen doch noch anständiger entschädigt. bei uns, wo es ja ähnliche zustände gab, werden sie weiterhin über den tisch gezogen und mit almosen abgespeist.

wie die kirche jahrzehntelang einen so starken einfluß auf gesellschaftliche vorgaben haben konnte, seit jahrhunderte einen so verlogenen apparat an verachtung und ausgrenzung gegenüber alleinstehenden müttern und ihren unehelichen kindern (die ihnen in den institutionen ohnehin gleich weggenommen wurden) aufbauen und am laufen halten konnte - und gleichzeitig davon noch profitierte (mittels arbeitsausbeutung), ist einfach unfaßbar!
was sie damit diesen menschen bis in die heutige zeit hinein angetan haben, wird kaum thematisiert - nicht mal zugegeben. da verschwinden eher akten.
was ist für die kirche wahrheit? kirchenintern scheint sie inzwischen einen dreck wert zu sein im zeitalter des kirchlichen kapitalismus. sie ist vielleicht noch für unverfängliches gut, oder als kontrollinstanz der schäfchen.


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 Post subject: Re: Haben wir eigentlich irgendeine Lobby?
Unread postPosted: 28. Jun 2013 17:46 
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Arkanaut wrote:
kenza wrote:
Arkanaut wrote:

3. In keinem Fall sollte einem Kind jemals der Bezug zur Herkunftsmutter genommen bzw. der Kontakt zu ihr verweigert werden.



Muss man aber auch davon Ausgehen das die Herkunftsmutter (familie) das auch will, man kann ja niemanden zwingen. Was bringt mir, wenn ich das recht auf Informationen von ihr habe, sie aber nichts sagen möchte?
Angenommen ich hätte eine desinteressierte Herkunftsmutter, möchte ich nicht gezwungen sein mit ihr in Bezug treten zu müssen. Ich glaube diesen Punkt kann man nicht gesetzlich regeln, weder Adoptivkind noch Herkunftsfamilie kann gezwungen werden weil eine Seite Kontakt will diesen zu haben.

Dem stimme ich völlig zu, aber genau das besagt der Satz so ja auch, dachte ich. Wenn Du ihn als gesetzliche Regel lesen würdest, verbietet er nur anderen, den Kontakt zu behindern, er gebietet nicht, dass Herkunftseltern &/oder Kind Kontakt haben sollen oder müssen. Insofern, ja, zwingen kann man dazu weiß Gott niemanden. Ich hoffe, ich habe Deinen Punkt nicht missverstanden.

@Käfer (kam dazwischen ;) ): ja. So muss man das wohl sehen. Passt m.E. auch zur aktuellen Rechtsentwicklung, wenn ich an das jüngste Urteil des BVerfG zu Samenspendern denke. Selbst die müssen jetzt damit rechnen, dass "ihre Kinder" sich eines Tages bei ihnen melden. Mit der einen Einschränkung eben, dass man niemanden zwingen kann, s.o.


Wenn nicht hier wo sonst:
Nazi-Beschuldigungen sind nicht nur strafrechtlich relevante Beleidigungen, sondern auch erbaermliche Pseudoargumente.
Ich erwarte noch immer eine Entschuldigung. Im anderen Falle werde ich etwas unternehmen. Anonymitaet des Web schuetzt dich nicht.

Ich will nicht zum letzten greifen:
"Bei Verleumdungen und ehrverletzenden Behauptungen können Sie auch einen Unterlassungsanspruch gegen den Betreiber des Forums geltend machen (vgl. BGH, Urteil vom 27. März 2007 - VI ZR 101/06). "

Es liegt an Arkanaut die Sache anstaendig zu beenden.

Da entpuppt sich wohl das wahre Gesicht eines Gruenen-Mitgliedes, der sehr schnell die Nazikeule rausholte, aber sich ins Schweigen huellt wenns um seine Fehler und Eingestaendnis geht.


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 Post subject: Re: Haben wir eigentlich irgendeine Lobby?
Unread postPosted: 28. Jun 2013 19:47 
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Hans wrote:
Nazi-Beschuldigungen sind nicht nur strafrechtlich relevante Beleidigungen, sondern auch erbaermliche Pseudoargumente.
Ich erwarte noch immer eine Entschuldigung. Im anderen Falle werde ich etwas unternehmen. Anonymitaet des Web schuetzt dich nicht.


Das möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich befürworten.
Arkanauts Zielstrebigkeit bei der Verfolgung seines Ziels, überschreitet Grenzen. Das sollte nicht länger geduldet werden. Offenbar interessiert er sich nicht im Geringsten für eine inhaltliche Auseinandersetzung mit seinem zur Diskussion gestellten Thema, sondern hat schon eine geheimnisumwobene Agenda, die häppchenweise abgenickt zu werden hat, sonst setzt es was. So nicht, lieber Arkanaut.


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 Post subject: Re: Haben wir eigentlich irgendeine Lobby?
Unread postPosted: 28. Jun 2013 20:21 
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Was ist bloß aus diesem Forum geworden? Es gab immer mal wieder Auseinandersetzungen, aber so etwas wie jetzt, habe ich noch nicht erlebt. Das wars dann diesmal endgültig für mich. Ich weigere mich, solche Hetzkampagnen, wie sie im Moment laufen, zu akzeptieren.

Brigitte

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Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur so selten dazu


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 Post subject: Re: Haben wir eigentlich irgendeine Lobby?
Unread postPosted: 28. Jun 2013 21:22 
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Hashimoto wrote:
Was ist bloß aus diesem Forum geworden? Es gab immer mal wieder Auseinandersetzungen, aber so etwas wie jetzt, habe ich noch nicht erlebt. Das wars dann diesmal endgültig für mich. Ich weigere mich, solche Hetzkampagnen, wie sie im Moment laufen, zu akzeptieren.

Brigitte


Da hast du recht Brigitte. Wenn das heißt, dass du dich abmeldest, fände ich das aber sehr schade! Ich lese deine Beiträge sehr gerne und empfinde sie als Bereicherung, da mit dir und manch anderm User ein guter und sachlicher Austausch möglich ist. Aber auch mir steht der Sinn nicht mehr danach, noch viel zu schreiben, so wie es hier zugeht.


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