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 Betreff des Beitrags: Klischees über Adoptivkinder
Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Okt 2018 11:42 
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Hallo,

wollte hier mal so fragen, welche Klischees ihr zu Adoptivkindern kennt und wo der jeweilige Ursprung oder auch Sinn und Zweck liegen kann.

So zum Beispiel folgendes:

(sinngemäß)
"Aufgrund der Vorgeschichte und der genetischen Veranlagung sind Adoptivkinder in den meisten Fällen nicht in der Lage, den Ansprüchen ihrer Adoptiv-Eltern gerecht zu werden
und so sind im Allgemeinen Enttäuschungen für die Adaptiv-Eltern vorprogrammiert"

Ich selbst hörte diesen Satz sinngemäß gefühlt ca jeden zweiten Tag in meinem Leben, ich war an allem schuld, was um mich herum passierte.


Könnte dieser Leit-Satz oder diese anscheinende Grundregel auch als eine Art Trost oder 'Schulterklopfer' für Adaptiv-Eltern gedacht sein, die selbst keine Kinder bekamen ?

So nach dem Motto: " Du hast zwar keine leiblichen Kinder bekommen, aber wenn Du welche bekommen hättest, dann wären die ganz toll geworden, besser als dein Adoptivkind. Und für die Probleme mit dem kannste ja nix. Hat der in seinen Genen.
Aber wenn du ein leibliches Kind bekommen hättest wär das ein Genie geworden. Ganz sicher !"

:midi27:

Könnte ich da Recht haben ?

Was meint ihr ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Klischees über Adoptivkinder
Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Nov 2018 10:41 
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Hallo Adoptiv,

ich kenne die Klischees so nicht, habe aber ein paar Ideen dazu:

In den 60 er Jahren wurden Kinder adoptiert in Familien, in denen es auch leibliche Kinder gab. Heute sind es häufig kinderlose Eltern, die schon viel versucht haben, um leibliche Kinder zu bekommen. Ein Adoptivkind ist dann letztendlich für einige besser als keines. Möglicherweise soll dann ein Adoptivkind leistungsstärker sein als es ein leibliches gewesen wäre.

Andererseits glaube ich, dass alle Eltern irgendwie Erwartungen an ihr oder ihre Kinder und an das Familienleben haben. Entwickeln sich Kinder anders als zuvor geplant, sind Eltern schon mal enttäuscht sowohl leibliche als auch Adoptiveltern.

Dass du in deiner Familie irgendwie an allem schuld hattest tut mir sehr leid für dich, habe ich aber in meiner Familie auch erlebt und zwar meiner leiblichen. Ich weiß also nicht ob diese Erlebnisse adoptivbedingt sind. Was ich mir aber vorstellen kann, dass das Selbstwertgefühl bei Adoptiv-,Pflege,- und bei leiblichen nicht geliebten Kindern ohnehin schwach ausgeprägt ist. Wenn Eltern dann noch enttäuschte Erwartungen oder sonstige Ablehnung kommunizieren, trifft einen ein solches Verhalten ins Mark.

Golfi


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