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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 11. Feb 2014 13:16 
Eine von Millionen individueller Möglichkeiten.

Angenommen, es wäre so. Hätte das die Mittel, Handlungen und Entscheidungen Dritter gerechtfertigt? Passive Bequemlichkeit von Eltern als einziger Erklärungsfaktor für Zwangsadoptionen? Kann das richtig, sittlich und rechtens sein? Was meinst du? Verdienen die Familien so eine Behandlung?



Was würdest du in diesem Falle vorschlagen? Gesetzt den Fall, die Eltern melden sich aus Bequemlichkeit nicht mehr (die Frage stellte sich dann noch, ob dies gegenüber dem Kind richtig, sittlich und rechtens ist - wohl kaum, wenn man davon ausgeht, dass die Eltern - wie du selber sagst - ihren Kindern gegenüber ein Sorgerecht und damit eine Sorgepflicht haben. Was wäre die korrekte Gangart der Behörden?


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 11. Feb 2014 13:35 
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Laurianne
Zunächst einmal sollten Geburtskliniken so umgestaltet werden, dass Mutter und Kind keine separaten Stationen haben, sondern von der Geburt an zusammenbleiben und nur eine gemeinsame Entlassung stattfinden darf. Alles andere halte ich für deutlich verantwortungsloser als wenn eine Wochenbettpatientin keinen Anwalt aus dem Ärmel schüttelt.


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 11. Feb 2014 13:47 
Laurianne
Zunächst einmal sollten Geburtskliniken so umgestaltet werden, dass Mutter und Kind keine separaten Stationen haben, sondern von der Geburt an zusammenbleiben und nur eine gemeinsame Entlassung stattfinden darf. Alles andere halte ich für deutlich verantwortungsloser als wenn eine Wochenbettpatientin keinen Anwalt aus dem Ärmel schüttelt.


OK. Das ist sinnvoll. Jedoch verhindert es denn Fall nicht, dass Eltern ihr Kind zB im Krankenhaus zurücklassen und sich dann nicht mehr melden. Oder das Kind nach der Entlassung abgeben und sich dann nicht mehr melden. Was dann?


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 11. Feb 2014 13:49 
Mich interessierte immer noch die Frage, wie man die "besten Babys der Republik" findet und warum der Staat sie umplatzieren will.


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 11. Feb 2014 14:18 
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Zunächst einmal sollten Geburtskliniken so umgestaltet werden, dass Mutter und Kind keine separaten Stationen haben, sondern von der Geburt an zusammenbleiben ...

Grundsätzlich stimme ich dem zu, allerdings interessiert mich nun doch: Welche Klinik kennst Du denn, die das Rooming-In noch nicht anbietet?
In ganz vielen Kliniken ist inzwischen sogar Gang und Gebe, das die Babys sogar beim Kaiserschnitt während der Nachversorgung der Mutter noch mit im OP bleiben und ihr sofort zum Kuscheln und Kennenlernen auf die Brust gelegt werden.

Einzige Ausnahme die ich kenne: Das Kind ist krank und bedarf der intensiveren, medizinischen Betreuung. Dann allerdings halte ich es auch für sinnvoll, das Kind auf die Kinderstation zu verlegen, da dort sowohl das Fachpersonal als auch das Equipment für eine optimale Versorgung vorhanden sind. (Und im übrigen bin ich froh, das ich trotzdem auch ohne mein Kind entlassen wurde, denn mein Sohn war 4 Wochen lang in medizinischer Betreuung und seine älteren Geschwister daheim)


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 11. Feb 2014 15:11 
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[nancy]bei deutschen Berichten nie weiß, ob die Kindermörder wirklich die Eltern sind und dass Handlungen, wie du sie beschreibst, aktiv, nicht passiv sind. Bitte nicht verwechseln. Mord ist nichts Passives. [/nancy]
Die Eltern waren die leiblichen und sie haben das Kind nicht nur verhungern lassen, sondern es wurden Lichtschalter im Kinderzimmer aktiv so manipuliert, dass das Kind einen Stromschlag erhalten hätte, wollte es das Licht einschalten. Die Fenster waren mit dunkler Folie abgeklebt.
Von den leiblichen Eltern, die wegen Mordes verurteilt wurden. Zu Recht.

Der große Bruder, der diesem Schicksal durch eine deiner Ansicht nach Zwangsadoption entging, sagte wortwörtlich:"Das ist NICHT meine Mutter. MEINE Mutter ist die Frau, die mich adoptiert hat."


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 11. Feb 2014 15:17 
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Laurianne
Zunächst einmal sollten Geburtskliniken so umgestaltet werden, dass Mutter und Kind keine separaten Stationen haben, sondern von der Geburt an zusammenbleiben und nur eine gemeinsame Entlassung stattfinden darf. Alles andere halte ich für deutlich verantwortungsloser als wenn eine Wochenbettpatientin keinen Anwalt aus dem Ärmel schüttelt.

Na, das ist ja was GANZ NEUES! Gab's ja bisher noch nie!
Da muss ich ja damals in einer einmaligen Klinik gewesen sein, den obiges war Standard. Und das im letzten Jahrtausend.
*io*


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 11. Feb 2014 15:42 
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Der große Bruder, der diesem Schicksal durch eine deiner Ansicht nach Zwangsadoption entging, sagte wortwörtlich:"Das ist NICHT meine Mutter. MEINE Mutter ist die Frau, die mich adoptiert hat."

Ah, jetzt verstehe ich: Jugendamt und Gericht wussten dank ihrer hellseherischen Fähigkeiten von dem späteren Mord an einem Kind, ließen eines annehmen und das andere, leider leider von allen anderen Bewerbern zurückgewiesene Kind überließen sie dem sicheren Tod. Logisch.
Es gibt immer Kinder, die mehrmals vermittelt werden. Ich erinnere mich an einen anderen Mordfall, von dem als Familientat berichtet wurde und erst nach Monaten und einer Klage der Eltern korrigiert wurde, dass dem Jugendamt lange vor dem Mord Misshandlungen durch seine Pfleger bekannt waren.


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 11. Feb 2014 17:20 
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ich wollte mir was Gutes tun, mich wohl fühlen, als ich mich hier anmeldete...Das ist leider nicht realisierbar hier denn ich rege mich zu sehr auf.
Vielen Dank allen, die sich angemessen verhalten und alles Gute!!

_________________
wehmütig grüßt die ,die ich bin, die , die ich sein möchte...


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 11. Feb 2014 20:16 
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Hallo Meromelie,

wenn du mal genau liest, wirst du feststellen, dass eigentlich nur zwei user sich danebenbenehmen. Die Moderatorin mag parteieisch sein, aber ich glaube jeder sieht die Dinge irgendwie von seinem Standpunkt aus.

Was du hier wirklich kennenlernen und verstehenlernen kannst, ist die Sichtweise aller Seiten des Adodreiecks. Dafür ist dieses Forum wirklich wertvoll, da hier Emotionen geäußert werden. Wenn du hier bleiben willst, solltest du den Rat von Cornelia beherzigen und dich einfach auf bestimmte Diskussionen nicht einlassen, weil du diese Wortgefechte nur verlieren kannst. Das betrifft aber nur eine absolute Minderheit der user hier.

Golfi


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