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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 30. Jan 2014 15:40 
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Ja klar, schließlich haben sich die Eltern aktiv um die Adoption bemüht.

Das ist ein Vorurteil.


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 30. Jan 2014 15:56 
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Ja klar, schließlich haben sich die Eltern aktiv um die Adoption bemüht.

Das ist ein Vorurteil.

Auf Seiten der leiblichen Eltern:
BGB § 1746
Einwilligung des Kindes.(1) Zur Annahme ist die Einwilligung des Kindes erforderlich. Für ein Kind, das geschäftsunfähig oder noch nicht 14 Jahre alt ist, kann nur sein gesetzlicher Vertreter die Einwilligung erteilen. Im Übrigen kann das Kind die Einwilligung nur selbst erteilen; es bedarf hierzu der Zustimmung seines gesetzlichen Vertreters. Die Einwilligung bedarf bei unterschiedlicher Staatsangehörigkeit des Annehmenden und des Kindes der Genehmigung des Familiengerichts; dies gilt nicht, wenn die Annahme deutschem Recht unterliegt.

BGB § 1747
Einwilligung der Eltern des Kindes.
(1) Zur Annahme eines Kindes ist die Einwilligung der Eltern erforderlich. Sofern kein anderer Mann nach § 1592 als Vater anzusehen ist, gilt im Sinne des Satzes 1 und des § 1748 Abs. 4 als Vater, wer die Voraussetzung des § 1600d Abs. 2 Satz 1 glaubhaft macht.

(2) Die Einwilligung kann erst erteilt werden, wenn das Kind acht Wochen alt ist. Sie ist auch dann wirksam, wenn der Einwilligende die schon feststehenden Annehmenden nicht kennt.

Auf Seiten der Adoptiveltern (und ja: diese Bezeichnung gibt es im Erb- bzw. Sozialrecht):
Adoptionsvermittlungsgesetz
Erster Abschnitt - Adoptionsvermittlung (§§ 1 - 13)

Gliederung.§ 1
Adoptionsvermittlung.Adoptionsvermittlung ist das Zusammenführen von Kindern unter 18 Jahren und Personen, die ein Kind annehmen wollen (Adoptionsbewerber), mit dem Ziel der Annahme als Kind. Adoptionsvermittlung ist auch der Nachweis der Gelegenheit, ein Kind anzunehmen oder annehmen zu lassen, und zwar auch dann, wenn das Kind noch nicht geboren oder noch nicht gezeugt ist. Die Ersatzmuttervermittlung gilt nicht als Adoptionsvermittlung.
.


Zudem wurde meine Frage an dich von dir noch immer nicht beantwortet: Zudem wurde meine Frage an dich nicht beantwortet: Wie genau äussert sie sich denn über Eltern? Links? Nachweise?


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 30. Jan 2014 17:24 
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Ja, da haben wir es. Schon der Wortlaut: er"forder"lich. Preisfrage, Gräuther, wie viele Trainingskurse für Eltern, die sich darum bemühen, ihr Kind adoptieren zu lassen, gibt es in Deutschland und warum heißen die Einwilligung zur Adoption "Einwilligung" und der Antrag zur Adoption "Antrag" und nicht umgekehrt? Übrigens bezieht sich der von dir hervorgehobene Satz im Paragraph 1746 BGB ausschließlich auf Amtsvormünder, wusstest du das nicht?


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 30. Jan 2014 18:04 
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Nancy:
Das "Gesetz" manifestiert nur einen Elternstatus. Und zwar nicht für Annehmende, sondern für Eltern. Wer Eltern ihre Rechte aus Spaß an der Freude aberkennt, diskriminiert und verhöhnt sie bewusst. Verträge über Menschenleben sind sittenwidrig und damit nichtig. Das mag eine individuelle Meinung sein, die sich noch nicht durchgesetzt hat, aber ich vertrete sie nun mal und da Laurianne eine Person ist, die die seltene Gelegenheit, auf so eine Meinung zu reagieren, mit Spott oder Ignoranz vergeudet, ziehe ich meine Schlüsse. Die entsprechenden Zitathervorhebungen habe ich schon gepostet.

BGB §1749
(1) Die Annahme als Kind ist zulässig, wenn sie dem Wohl des Kindes dient und zu erwarten ist, dass zwischen dem Annehmenden und dem Kind ein Eltern-Kind-Verhältnis entsteht.......

BGB §1754
Nimmt ein Ehepaar ein Kind an oder nimmt ......., so erlangt das Kind die rechtliche Stellung eines gemeinschaftlichen Kindes der Ehegatten!!!!!!



Nun ja, ein paar Weltfremde Entscheidungen oder Urteile oder Gesetze sagen noch lange nichts ueber die Wirklichkeit aus, lediglich dass etwas in ein Gesetz gegossen wurde, mehr nicht.
Das "Wohl des Kindes" wurde hier natuerlich nicht fett hervorgehoben, waere auch zuviel, wenn man dieses Kindeswohl als erstes im Blick haben sollte.
Davon abgesehen:
Ist es ein normales "Eltern-Kind-Verhaeltnis" wenn das Kind sich ploetzlich auf die Suche nach seinen wirklichen Wurzeln macht.
Wo findet man Kinder leiblicher Eltern die sich ploetzlich aufmachen um irgendwelche Wurzeln zu finden weil sie die nicht in "Mama und Papa" finden?
Na schoen, hier wird ja auch nur vom "Eltern-Kind-Verhaeltnis" gesprochen. Verhaeltnisse kann man viele haben.

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Die Verbindung von Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen, ist eine Essenz. Die Verbindung zweier Erwachsener, die Kinder adoptieren, ist eine Konstruktion.
AndreasKs im Forum von MANNdat

Leibliche Eltern waren immer auch soziale Eltern und können nicht einfach auf den biologischen Ursprung reduziert werden.


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 30. Jan 2014 20:49 
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?????????????????????????????????????????????


? gegen unendlich. Auf welches meiner Postings beziehst Du Dich denn? Zumindest meine Äußerung gegenüber Laurianne hat sich mittlerweile sowieso (nachlesbar) erledigt.

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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 30. Jan 2014 21:43 
Laurianne, nicht eine Meinung ist das, was ich zu verteidigen und in Ehren zu halten versuche.
Was empfindest du schon als große Beleidigung?



Ich empfinde es als Beleidigung, wenn du mich des Spottes und der Ignoranz bezichtigst. Ich bin kein Mensch, der andere verspottet.


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 30. Jan 2014 22:30 
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Vielleicht wäre es echt besser,dieses Forum in Herkunftselternforum umzubenennen....

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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 31. Jan 2014 00:08 
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Hallo ihr Lieben,
es geht ja wieder mal rund hier. Lasst mich mal laut überlegen. Ich wurde geboren. Meine Mutter wurde nicht gefragt. Minderjährig, vergewaltigt und von der eigenen Mutter zur Weggabe gezwungen. Wie hätte sie für mich sorgen sollen, das Sorgerecht hätte meine Großmutter bekommen, kalt und herzlos. Was wäre aus mir geworden?
Ich bin zu meiner A-Familie gekommen, 6 Tage alt, wurde geliebt und beschützt. Über meine Herkunft wurde ich nie belogen.
Wer will meiner A-Mutter das Recht absprechen, meine Mutter zu sein?
Wer war da, als ich krank war oder Zähne bekommen habe, hat mich getröstet, wenn ich gefallen bin, hat mich zu meinen Sportwettkämpfen gefahren und mich angefeuert?
Was macht eine Mutter zur Mutter? Der reine Akt der Geburt?
Meine A-Mutter hat noch 2 Kinder geboren, für die war sie nicht mehr und nicht weniger Mutter als für mich.
Ich habe halt 2 Mütter. Und das ist guuuuut so.


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 31. Jan 2014 01:16 
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@ minniemaus

Gute Einstellung! :jc_doubleup:

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Eine Herkunftsmutter, die die Weggabe von Anfang an bereut hat
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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 31. Jan 2014 02:41 
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Gute Einstellung!

Finde ich nicht. Ich finde solche Äußerungen verquer, Eltern herabwürdigend und kann ihnen gar nichts Positives abgewinnen. Solche Menschen sollten die Frage, was eine Frau zur Mutter macht, nicht als rhetorische Floskel um sich werfen, sondern wirklich ernsthaft über eine Antwort darauf nachdenken.

Und mir hier Beleidigungen zu unterstellen, das macht den Hohn perfekt, Laurianne.

Wer will meiner A-Mutter das Recht absprechen, meine Mutter zu sein?

Ich will das. Ich frage dich: mit welchem Recht hat deine Annehmende deiner Mutter das Recht abgesprochen, deine Mutter zu sein? Das ist keine rhetorische Frage. Ich versuche hier zum wahren Denken anzuregen und eine gesunde, menschenfreundliche Meinung zu vertreten.


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