Adoptionsforum

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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 31. Jan 2014 09:58 
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Hallo nancy,
war klar, dass sowas von dir kommt. Ich habe den Menschen hier versucht, einen Eindruck davon zu vermitteln, wie ich mit meiner Situation lebe. Niemand würdigt meine Mutter herab dadurch, dass ich auch eine andere Mutter nenne. Sie sind beide geliebt und geehrt. Beide haben viel geleistet, damit ich die werden konnte, die ich heute bin.
Meine A-Mutter ist meine Mama, ich habe sie immer so genannt, es ist für micht richtig.
Und auch, wenn solch krasse Adoptionsgegner wie du, es nicht verstehen können, sie ist Mutter mit jeder Faser ihres Herzens.
Auch meine!
Du sprichst nicht nur den A-Eltern das Recht ab, Eltern zu sein, du nimmst uns damit auch das Recht, Eltern zu haben.
Das ist aber nicht so.
Du weißt ja nicht, aus welchen Gründen Kindern aus der Familie genommen wurden.
Nicht hinter jedem steckt eine Zwangsadoption oder Menschenhandel. In vielen Fällen ist es für das momentane Wohl des Kindes besser.
Schlimm wird Adoption erst, wenn gelogen oder verheimlicht wird. Ich bin in dem Wissen groß geworden, dass ich von einer anderen Mama geboren wurde.

Meine Mutter nennt mich heute noch ihr größtes Geschenk.

Sie hat mich bei der Suche nach meiner Mutter unterstützt, hat mir nichts verboten ( ich war ja noch nicht volljährig).
Und laut meiner Unterlagen vom Jugendamt, dem Amtsgericht usw. steht da schwarz auf weiß: Sie ist meine Mutter. Mit allen Rechten und Pflichten und der ganzen Verantwortung.


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 31. Jan 2014 10:18 
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Hallo ihr Lieben,
es geht ja wieder mal rund hier. Lasst mich mal laut überlegen. Ich wurde geboren. Meine Mutter wurde nicht gefragt. Minderjährig, vergewaltigt und von der eigenen Mutter zur Weggabe gezwungen. Wie hätte sie für mich sorgen sollen, das Sorgerecht hätte meine Großmutter bekommen, kalt und herzlos. Was wäre aus mir geworden?
Ich bin zu meiner A-Familie gekommen, 6 Tage alt, wurde geliebt und beschützt. Über meine Herkunft wurde ich nie belogen.
Wer will meiner A-Mutter das Recht absprechen, meine Mutter zu sein?
Wer war da, als ich krank war oder Zähne bekommen habe, hat mich getröstet, wenn ich gefallen bin, hat mich zu meinen Sportwettkämpfen gefahren und mich angefeuert?
Was macht eine Mutter zur Mutter? Der reine Akt der Geburt?
Meine A-Mutter hat noch 2 Kinder geboren, für die war sie nicht mehr und nicht weniger Mutter als für mich.
Ich habe halt 2 Mütter. Und das ist guuuuut so.

Ich finde das gut und richtig so.
Du fandest und hast das Beste :handshake:
Lass dich nicht irre machen!


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 31. Jan 2014 10:42 
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Und mir hier Beleidigungen zu unterstellen, das macht den Hohn perfekt, Laurianne..

Hohn und Beleidigung sind nicht nur deine Äusserungen Laurianne gegenüber, Hohn und Beleidigung ist deine Unhöflichkeit, an dich gestellte Fragen einfach zu übersehen, Hohn und Beleidigung auch die Äusserungen zu minnimaus und ihren Müttern:

Wer will meiner A-Mutter das Recht absprechen, meine Mutter zu sein?

Ich will das. Ich frage dich: mit welchem Recht hat deine Annehmende deiner Mutter das Recht abgesprochen, deine Mutter zu sein? Das ist keine rhetorische Frage. Ich versuche hier zum wahren Denken anzuregen und eine gesunde, menschenfreundliche Meinung zu vertreten.

Mit welchem Recht nimmst du dir die Unverschämtheit heraus, minniemaus ihre zwei Mütter absprechen zu wollen? Was bildest du dir ein, darüber "Bescheid zu wissen", ob minniemaus' Adoptionsmutter der leiblichen Mutter irgendein Recht absprach - im Gegenteil hat sie minniemaus bei der Suche nach der leiblichen Mutter tatkräftig unterstützt. Aber klar weisst du es besser!!! Warst ja dabei offensichtlich.

Menschenfreundlich? Du? Ich nehme die Verwarnung in Kauf, denn jetzt platzt mir der Kragen: du bist eine der boshaftesten, arrogantesten, unhöflichsten und hinterhältigsten Menschen, die mir je (virtuell) begegnet sind.


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 31. Jan 2014 10:45 
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Niemand würdigt meine Mutter herab dadurch, dass ich auch eine andere Mutter nenne. Sie sind beide geliebt und geehrt. Beide haben viel geleistet, damit ich die werden konnte, die ich heute bin.
Du sprichst nicht nur den A-Eltern das Recht ab, Eltern zu sein, du nimmst uns damit auch das Recht, Eltern zu haben. [!?]
Schlimm wird Adoption erst, wenn gelogen oder verheimlicht wird.
Und laut meiner Unterlagen vom Jugendamt, dem Amtsgericht usw. steht da schwarz auf weiß: Sie ist meine Mutter. Mit allen Rechten und Pflichten und der ganzen Verantwortung.

Minniemaus, hast du schonmal das Grundgesetz gelesen? Wieder hältst du mir vorwurfsvoll vor, deiner Annehmenden ein Recht abzusprechen. Glaubst du, dass deine Annehmende ein (natürliches) Recht auf dich hatte oder hat? Nur, weil auf irgendeinem Papier steht, dass eine Frau eine Mutter ist, bedeutet das doch nicht, dass das keine Lüge ist, oder? Ich will meine unbeantwortete Frage anders formulieren: hat deine Mutter das Recht, sich deine Mutter zu nennen, oder wurde ihr das aberkannt?


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 31. Jan 2014 10:53 
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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 31. Jan 2014 13:14 
Danke an alle, die meine im Anfangspost formulierten Wünsche nachvollziehen können. Ich würde mich freuen, weiterhin im Forum zu blieben. Ich finde, es eröffnet durchaus den Horizont, Adoptionen auch von anderen Standpunkten aus vermittelt zu erhlaten, als nur von der eigenen Warte aus.

Nancy: ob ich mich beleidigt fühle durch eine Aussage oder nicht, musst du schon mir selber überlassen. Mit Hohn hat das wenig zu tun, sondern vielmehr mit Gefühlen. Und diese kannst du keinem Menschen absprechen.

Beste Grüsse


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 31. Jan 2014 18:33 
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Hallo nancy,
war klar, dass sowas von dir kommt. Ich habe den Menschen hier versucht, einen Eindruck davon zu vermitteln, wie ich mit meiner Situation lebe. Niemand würdigt meine Mutter herab dadurch, dass ich auch eine andere Mutter nenne. Sie sind beide geliebt und geehrt. Beide haben viel geleistet, damit ich die werden konnte, die ich heute bin.
Meine A-Mutter ist meine Mama, ich habe sie immer so genannt, es ist für micht richtig.
Und auch, wenn solch krasse Adoptionsgegner wie du, es nicht verstehen können, sie ist Mutter mit jeder Faser ihres Herzens.
Auch meine!
Du sprichst nicht nur den A-Eltern das Recht ab, Eltern zu sein, du nimmst uns damit auch das Recht, Eltern zu haben.
Das ist aber nicht so.
Du weißt ja nicht, aus welchen Gründen Kindern aus der Familie genommen wurden.
Nicht hinter jedem steckt eine Zwangsadoption oder Menschenhandel. In vielen Fällen ist es für das momentane Wohl des Kindes besser.
Schlimm wird Adoption erst, wenn gelogen oder verheimlicht wird. Ich bin in dem Wissen groß geworden, dass ich von einer anderen Mama geboren wurde.

Meine Mutter nennt mich heute noch ihr größtes Geschenk.

Sie hat mich bei der Suche nach meiner Mutter unterstützt, hat mir nichts verboten ( ich war ja noch nicht volljährig).
Und laut meiner Unterlagen vom Jugendamt, dem Amtsgericht usw. steht da schwarz auf weiß: Sie ist meine Mutter. Mit allen Rechten und Pflichten und der ganzen Verantwortung.


Das man allen Menschen, die ein Kind annehmen und fuer dieses Kind sorgen, mit ihrer Liebe fuer das Kind da sind, natuerlich mit Respekt begegnen soll und muss, steht ausser Frage.
Dass nicht jedes Kind zwangsadoptiert wurde, steht auch nicht in Frage.
Beides bedeutet aber nicht zwingend, dass eine Adoption grundszaetzlich besser sei, als bei den leiblichen (aber armen, jungen, usw.) Eltern zu bleiben.
Dass es aber schlussendlich fuer jedes Kind immer besser ist bei den leiblichen Eltern aufzuwachsen, ist eigentlich wissenschaftlich udn paedagogisch erkannt..

Denn auch wenn die Eltern bitterarm sind, koennen sie durchaus einem Kind Liebe geben.

Dass du die Frau, die dich adoptierte, "Mama" nennst, ist deine Entscheidung.
Aber historisch gesehen ist eine "Mama" jene Frau in deren "Bauch" du heranwaechst, die dir als Baby die Muttermilch gibt und von der du leiblicher, also kultureller und genetischer Teil bist.
Die Verwaesserung von Begriffen wie "Ehe", "Mama" oder "Familie" bedeuten nichts anderes als das alles machbar ist, alles gleichen Wert hat, und wenn alles gleichen Wert hat, hat nichts mehr einen Wert. Dennn alles ist gleich: Hund Katze Maus Mensch, Affe, Tapir, alles gleich.
Und somit gibt es keine wirklichen Richtlinien mehr. Aber die benoetigt der Mensch.
Ich bezweifle nicht, dass es dir, minnimaus, heute gut geht.

Wie aber solltest du (oder Andere) wissen, wie es dir gehen wuerde, wenn du bei deinen leiblichen Eltern aufgewachsen waerst?
Weder du noch ich noch sonst jemand hat eine Vergleichsmoeglichkeit. Deshalb sind Beteuerungen wie "es geht mir dank dieser Menschen gut" voellig sinnlos, sie drucken nur deine eigene Dankbarkeit aus.

Du hast es allerdings richtig, absolut richtig gesagt: "In vielen Fällen ist es für das momentane Wohl des Kindes besser."
Fuer das momentane Wohl....
Doch sollte man nicht das dauerhafte Wohl im Auge halten?

Und das dauerhafte ist nun mal die Geborgenheit in der identischen Familie (zumindest sollte es so sein). Sagen zu koennen "Das hat die von mir" oder "das habe ich von Papa" ist doch eine einmalige, faszinierende Identitaetsfindung, die Adopieterte so niemals haben koennen. Und das spueren ja auch alle und daher suchen sie.

Daher waere es aber besser, man wuerde dieser leiblichen Mutter (Eltern) soweit helfen, dass sie ihr Kind nicht weggeben muss oder will.
Und damit sind wir wieder beim Knackpunkt, der hier gerne ausgeblendet wird.

Als KInd habe ich mal gelernt keine Blume abzureisen, sondern sich an der Blume, an der Farbe und dem Geruch erfreuen.

Warum also sollte und darf man man Kinder "abreissen"??

Gruesse!

_________________
Die Verbindung von Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen, ist eine Essenz. Die Verbindung zweier Erwachsener, die Kinder adoptieren, ist eine Konstruktion.
AndreasKs im Forum von MANNdat

Leibliche Eltern waren immer auch soziale Eltern und können nicht einfach auf den biologischen Ursprung reduziert werden.


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 31. Jan 2014 19:32 
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Mit Hohn hat das wenig zu tun, sondern vielmehr mit Gefühlen. Und diese kannst du keinem Menschen absprechen.

Ich fasse zusammen. Ich äußere in diesem Faden eine Meinung und du unterstellst mir aus heiterem Himmel "große Beleidigung". Daraufhin entgegne ich, mir keiner entsprechenden Schuld bewusst zu sein, was du als Anlass nimmst, mir nachzusagen, ich hätte dich als gefühlskalt bezeichnet.
Dazu muss ich wieder sagen, dass ich das nicht gemacht habe. Aber du befindest dich auf dem besten Weg dahin, dass ich das noch tun werde.
Meine Meinung ist ganz simpel. Ich halte es, wie Hans, für elementar, dass sich jeder Mensch bewusst macht, dass jeder Mensch eine Mutter und einen Vater hat, statt willkürlich viele oder wenige. Dabei kommt es auch nicht auf postnatale Anspruchserhebungen an. Deshalb spreche ich dir, Minniemaus, auch eben nicht ab, Eltern zu haben, indem ich Menschenhandel verurteile, weit gefehlt.


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 31. Jan 2014 19:48 
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@ nancy: Meine Mutter hat niemandem das Recht am Kind genommen. Sie hat ja nicht entschieden, wer zu ihr gebracht wird. Und sie hat immer betont, sie wüsste, was für ein besonderes Geschenk man ihr gemacht hat. Sie hat die Adoption nie für selbstverständlich gehalten. Ich wurde weggegeben von meiner Großmutter. Niemand durfte wissen, dass ich existiere. Es durfte nie darüber gesprochn werden. Mein Halbbruder wurde 2 Jahre nach mir geboren, sie sollte auch ihn hergeben, hat sie aber nicht. Dafür musste sie dann mit Kind in eine Pflegestelle ziehen. Soll man Kindern zumuten, in der Obhut einer so herzenskalten Frau aufzuwachsen?

@ hans: danke, mit sachlicher Kritik kann ich arbeiten. Ich weiß, was es heißt, Mutter zu sein, ich habe selber 2 kleine Mädchen. Ich bin das Bindeglied zwischen 2 Familien. Wir sind alle herzlich verbunden, teilen Freude und Kummer.
Natürlich sind wir keine Familie im herkömmlichen Sinn, das ist mir klar. Aber wir leben sehr gut damit, und das Wohl aller Beteiligten sollte doch bei einer Adoption an oberster Stelle stehen.

Nicht wahr?

minniemaus


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 31. Jan 2014 21:00 
Hallo nancy,
war klar, dass sowas von dir kommt. Ich habe den Menschen hier versucht, einen Eindruck davon zu vermitteln, wie ich mit meiner Situation lebe. Niemand würdigt meine Mutter herab dadurch, dass ich auch eine andere Mutter nenne. Sie sind beide geliebt und geehrt. Beide haben viel geleistet, damit ich die werden konnte, die ich heute bin.
Meine A-Mutter ist meine Mama, ich habe sie immer so genannt, es ist für micht richtig.
Und auch, wenn solch krasse Adoptionsgegner wie du, es nicht verstehen können, sie ist Mutter mit jeder Faser ihres Herzens.
Auch meine!
Du sprichst nicht nur den A-Eltern das Recht ab, Eltern zu sein, du nimmst uns damit auch das Recht, Eltern zu haben.
Das ist aber nicht so.
Du weißt ja nicht, aus welchen Gründen Kindern aus der Familie genommen wurden.
Nicht hinter jedem steckt eine Zwangsadoption oder Menschenhandel. In vielen Fällen ist es für das momentane Wohl des Kindes besser.
Schlimm wird Adoption erst, wenn gelogen oder verheimlicht wird. Ich bin in dem Wissen groß geworden, dass ich von einer anderen Mama geboren wurde.

Meine Mutter nennt mich heute noch ihr größtes Geschenk.

Sie hat mich bei der Suche nach meiner Mutter unterstützt, hat mir nichts verboten ( ich war ja noch nicht volljährig).
Und laut meiner Unterlagen vom Jugendamt, dem Amtsgericht usw. steht da schwarz auf weiß: Sie ist meine Mutter. Mit allen Rechten und Pflichten und der ganzen Verantwortung.


Das man allen Menschen, die ein Kind annehmen und fuer dieses Kind sorgen, mit ihrer Liebe fuer das Kind da sind, natuerlich mit Respekt begegnen soll und muss, steht ausser Frage.
Dass nicht jedes Kind zwangsadoptiert wurde, steht auch nicht in Frage.
Beides bedeutet aber nicht zwingend, dass eine Adoption grundszaetzlich besser sei, als bei den leiblichen (aber armen, jungen, usw.) Eltern zu bleiben.
Dass es aber schlussendlich fuer jedes Kind immer besser ist bei den leiblichen Eltern aufzuwachsen, ist eigentlich wissenschaftlich udn paedagogisch erkannt..

Denn auch wenn die Eltern bitterarm sind, koennen sie durchaus einem Kind Liebe geben.

Dass du die Frau, die dich adoptierte, "Mama" nennst, ist deine Entscheidung.
Aber historisch gesehen ist eine "Mama" jene Frau in deren "Bauch" du heranwaechst, die dir als Baby die Muttermilch gibt und von der du leiblicher, also kultureller und genetischer Teil bist.
Die Verwaesserung von Begriffen wie "Ehe", "Mama" oder "Familie" bedeuten nichts anderes als das alles machbar ist, alles gleichen Wert hat, und wenn alles gleichen Wert hat, hat nichts mehr einen Wert. Dennn alles ist gleich: Hund Katze Maus Mensch, Affe, Tapir, alles gleich.
Und somit gibt es keine wirklichen Richtlinien mehr. Aber die benoetigt der Mensch.
Ich bezweifle nicht, dass es dir, minnimaus, heute gut geht.

Wie aber solltest du (oder Andere) wissen, wie es dir gehen wuerde, wenn du bei deinen leiblichen Eltern aufgewachsen waerst?
Weder du noch ich noch sonst jemand hat eine Vergleichsmoeglichkeit. Deshalb sind Beteuerungen wie "es geht mir dank dieser Menschen gut" voellig sinnlos, sie drucken nur deine eigene Dankbarkeit aus.

Du hast es allerdings richtig, absolut richtig gesagt: "In vielen Fällen ist es für das momentane Wohl des Kindes besser."
Fuer das momentane Wohl....
Doch sollte man nicht das dauerhafte Wohl im Auge halten?

Und das dauerhafte ist nun mal die Geborgenheit in der identischen Familie (zumindest sollte es so sein). Sagen zu koennen "Das hat die von mir" oder "das habe ich von Papa" ist doch eine einmalige, faszinierende Identitaetsfindung, die Adopieterte so niemals haben koennen. Und das spueren ja auch alle und daher suchen sie.

Daher waere es aber besser, man wuerde dieser leiblichen Mutter (Eltern) soweit helfen, dass sie ihr Kind nicht weggeben muss oder will.
Und damit sind wir wieder beim Knackpunkt, der hier gerne ausgeblendet wird.

Als KInd habe ich mal gelernt keine Blume abzureisen, sondern sich an der Blume, an der Farbe und dem Geruch erfreuen.

Warum also sollte und darf man man Kinder "abreissen"??

Gruesse!



Hallo Hans

Ich finde, du hast hier viel geschrieben, das sehr wichtig ist. Ich finde auch, dass solche Posts eine gute Grundlage für seriöse Diskussionen bieten. Ich habe leider im Moment keine Zeit, dir ausführlich zu antworten, hoffe aber, dass ich es nachholen kann.


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