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 Post subject: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 28. Jan 2014 20:05 
Guten Abend

Hier wird viel gestritten. Diskussionen können durchaus bereichernd sein. Aber viel zu viele Male geht es nur noch darum, den anderen zu verletzen. Ich wünschte mir,

mehr Verständnis gegenüber den Herkunftsmüttern. Hinter einer Abgabe steht immer eine Geschichte. Es steht niemandem zu, darüber zu urteilen. Die ganz grosse Mehrheit der Frauen leiden aufgrund der Abgabe. Das steht ihnen zu und zwar ohne verurteilt zu werden.

mehr Verständnis gegenüber den Herkunftsvätern. Sie werden oft einfach aussen vor gelassen. Auch sie gehören zu der Geschichte.

mehr Verständnis gegenüber Adoptiveltern. Sie ziehen ein Kind gross, begleiten es und - in der grossen Mehrheit der Fälle - lieben sie es sehr. Auch sie sind Teil der Geschichte. Sie sind keine Roboter, denen man keine Gefühle zugesteht.

Beste Grüsse!


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 28. Jan 2014 20:37 
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Guten Abend

Hier wird viel gestritten. Diskussionen können durchaus bereichernd sein. Aber viel zu viele Male geht es nur noch darum, den anderen zu verletzen. Ich wünschte mir,

mehr Verständnis gegenüber den Herkunftsmüttern. Hinter einer Abgabe steht immer eine Geschichte. Es steht niemandem zu, darüber zu urteilen. Die ganz grosse Mehrheit der Frauen leiden aufgrund der Abgabe. Das steht ihnen zu und zwar ohne verurteilt zu werden.

mehr Verständnis gegenüber den Herkunftsvätern. Sie werden oft einfach aussen vor gelassen. Auch sie gehören zu der Geschichte.

mehr Verständnis gegenüber Adoptiveltern. Sie ziehen ein Kind gross, begleiten es und - in der grossen Mehrheit der Fälle - lieben sie es sehr. Auch sie sind Teil der Geschichte. Sie sind keine Roboter, denen man keine Gefühle zugesteht.

Beste Grüsse!



Selbstverstaendlich sind sog. Adoptiveltern keine Roboter.
Doch meiner Erfahrung nach ist es mehr die Seite der Adoptionswilligen, die gegen die leiblichen Eltern stehen, als umgekehrt. Das haengt wohl auch ein wenig mit gesellschaftlicher Verachtung zusammen, die (vor allem) Muetter trifft, die ihr Kind weg geben.
Ich denke auch nicht, dass ein Elternteil, das sein Kind, aus welchen Gruenden auch immer, weg gab, unbedingt Verstaendnis fuer jene Mensch aufbringen muss, die das Kind haben wollen.
Denn erste tun etwas aus Leid, Schmerz, Verzweiflung. Und zweitere aus Freude, Lust und Besitzdenken (sehr pauschal natuerlich jetzt gesagt, man muss da schon den Einzelfall sehen).
Das bedeutet ja, aufgrund "meines" Leides erfreut sich ein anderer Mensch.

Und da mir ja nun gedroht wurde man werde "andere Seiten" gegen mich aufziehen, frage ich mich, ob solche gewalttaetige Redewendungen das beste Beispiel fuer Verstaendnis ist.
Was ist tiefschlagender:
Die mehrfache (und von niemandem hier kommentierte) Verhoehnung eines leiblichen Vaters, weil er einer Adoption zustimmte, oder, als Beispiel, nur als Beispiel, die Nennung von Namen verhoehnender Personen?
Unrecht scheut nun mal die Oeffentlichkeit, das war schon immer so.

Das Thema Adoption ist fuer alle Gefuehlsbeladen. Es wird immer zu Auseinandersetzungen kommen. Soange sie im fairen Rahmen blieben waere das ja okay.

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Die Verbindung von Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen, ist eine Essenz. Die Verbindung zweier Erwachsener, die Kinder adoptieren, ist eine Konstruktion.
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Leibliche Eltern waren immer auch soziale Eltern und können nicht einfach auf den biologischen Ursprung reduziert werden.


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 28. Jan 2014 21:38 
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dann halte dich doch einfach selbst an diese Fairness und breche nicht in jedem Faden ein Streit vom Zaun, der nur wieder auf das ewig Gleiche hinausläuft: die armen Herkunftseltern und die bösen raffgierigen Adoptiveltern.

Golfi


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 28. Jan 2014 22:34 
Selbstverstaendlich sind sog. Adoptiveltern keine Roboter.
Doch meiner Erfahrung nach ist es mehr die Seite der Adoptionswilligen, die gegen die leiblichen Eltern stehen, als umgekehrt. Das haengt wohl auch ein wenig mit gesellschaftlicher Verachtung zusammen, die (vor allem) Muetter trifft, die ihr Kind weg geben.
Ich denke auch nicht, dass ein Elternteil, das sein Kind, aus welchen Gruenden auch immer, weg gab, unbedingt Verstaendnis fuer jene Mensch aufbringen muss, die das Kind haben wollen.
Denn erste tun etwas aus Leid, Schmerz, Verzweiflung. Und zweitere aus Freude, Lust und Besitzdenken (sehr pauschal natuerlich jetzt gesagt, man muss da schon den Einzelfall sehen).
Das bedeutet ja, aufgrund "meines" Leides erfreut sich ein anderer Mensch.


Ich finde diese gesellschaftliche Verachtung gegenüber Eltern, die ihre Kinder weggeben, genau wie du nicht in Ordnung.

Zu deinen Gedanken betreffend Verhältnis Herkunftseltern - Adoptiveltern. Ich finde es falsch, den Adoptiveltern generell einmal Besitzdenken zu unterstellen. Ein Kinderwunsch hat immer etwas mit Freude und auch Egoismus zu tun. Da unterscheiden sich leibliche Eltern nicht von Adoptiveltern. Ich finde, es ist ein Unterschied, ob sich jemand erfreut, weil er Vater oder Mutter wird oder ob er sich im Leid der Herkunftseltern suhlt, was in den wenigsten Fällen so sein wird. Adoptiveltern freuen sich in erster Linie darüber, dass ihr Kinderwunsch erfüllt wird. Dass diese Freude nur möglich ist, weil ein anderer Leid erfährt, ist leider eine traurige Tatsache. Es macht aber die Adoptiveltern nicht für das Leid verantwortlich.

Ob du Gefühlen von Adoptiveltern gegenüber Verständnis aufbringen möchtest, sei natürlich dir überlassen. So dürfte es auch für eine Frau, die sich unbedingt ein Kind wünscht und keines haben kann, schwierig sein, für diejenige Frau Verständnis aufzubringen, die ihr Kind weggibt. Dennoch plädiere ich eben dafür, lieber einmal mehr als einmal weniger den Blickwinkel zu wechseln.


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 29. Jan 2014 06:17 
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Ich finde, es ist ein Unterschied, ob sich jemand erfreut, weil er Vater oder Mutter wird oder ob er sich im Leid der Herkunftseltern suhlt.
Adoptiveltern freuen sich in erster Linie darüber, dass ihr Kinderwunsch erfüllt wird. Dass diese Freude nur möglich ist, weil ein anderer Leid erfährt, ist leider eine traurige Tatsache.
So dürfte es auch für eine Frau, die sich unbedingt ein Kind wünscht und keines haben kann, schwierig sein, für diejenige Frau Verständnis aufzubringen, die ihr Kind weggibt.

Annehmende sind keine Eltern, sondern irgendwelche Bürger, die Kinder entgegen dem Sitten- und Grundgesetz vertraglich erwerben und deren Eltern regelmäßig verhöhnen, indem sie sich, auf den Erwerb verweisend, als diese ausgeben.
Kleine Frage am Rande, Laurianne. Wenn in einem Adoptionsaufhebungsverfahren ein OLG einen Antrag verworfen hat, kann man sich dann erfolgversprechend an das BVerfG wenden oder muss vorher noch ein anderer Antrag gestellt werden?


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 29. Jan 2014 11:11 
Ich finde, es ist ein Unterschied, ob sich jemand erfreut, weil er Vater oder Mutter wird oder ob er sich im Leid der Herkunftseltern suhlt.
Adoptiveltern freuen sich in erster Linie darüber, dass ihr Kinderwunsch erfüllt wird. Dass diese Freude nur möglich ist, weil ein anderer Leid erfährt, ist leider eine traurige Tatsache.
So dürfte es auch für eine Frau, die sich unbedingt ein Kind wünscht und keines haben kann, schwierig sein, für diejenige Frau Verständnis aufzubringen, die ihr Kind weggibt.

Annehmende sind keine Eltern, sondern irgendwelche Bürger, die Kinder entgegen dem Sitten- und Grundgesetz vertraglich erwerben und deren Eltern regelmäßig verhöhnen, indem sie sich, auf den Erwerb verweisend, als diese ausgeben.
Kleine Frage am Rande, Laurianne. Wenn in einem Adoptionsaufhebungsverfahren ein OLG einen Antrag verworfen hat, kann man sich dann erfolgversprechend an das BVerfG wenden oder muss vorher noch ein anderer Antrag gestellt werden?



Mit der Adoption werden die angenommenen Kinder leiblichen Kindern gleichgestellt. Im Umkehrschluss werden die Annehmenden zu Eltern. Aber lass uns nicht mehr darüber diskutieren. Wir werden hier keinen Konsens erzielen.

Im Übrigen: Es wäre wohl sinnvoll, wenn du dich in der rechtlichen Angelegenheit an einen Anwalt oder Anwältin wendest. Ohne Kenntnis des konkreten Falles und Akteneinsicht ist es nicht möglich, eine Auskunft zu geben.


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 29. Jan 2014 16:58 
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Ein Kinderwunsch hat immer etwas mit Freude und auch Egoismus zu tun. Da unterscheiden sich leibliche Eltern nicht von Adoptiveltern. Dass diese Freude nur möglich ist, weil ein anderer Leid erfährt, ist leider eine traurige Tatsache.

Bedeutet das, dass sich Eltern mitleidig bei Adoptionsbewerbern entschuldigen müssen, wenn sie darauf bestehen und durchsetzen können, ihr Kind im eigenen Haushalt aufwachsen zu lassen und auf eine vernünftige Bindung bedacht sind?

Mit der Adoption werden die angenommenen Kinder leiblichen Kindern gleichgestellt. Im Umkehrschluss werden die Annehmenden zu Eltern. Wir werden hier keinen Konsens erzielen.

Ohne Kenntnis des konkreten Falles und Akteneinsicht ist es nicht möglich, eine Auskunft zu geben.

Du weißt also (ohne Akteneinsicht sic.) nicht, ob hier das Subsidiaritätskriterium erfüllt und eine Verfassungsbeschwerde zulässig wäre? Dann danke ich für den Einblick in deine Seele bezüglich dessen, was du persönlich bereit bist, für mehr Toleranz gegenüber Eltern zu leisten.


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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 29. Jan 2014 17:25 
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dann halte dich doch einfach selbst an diese Fairness und breche nicht in jedem Faden ein Streit vom Zaun, der nur wieder auf das ewig Gleiche hinausläuft: die armen Herkunftseltern und die bösen raffgierigen Adoptiveltern.

Golfi



Kannst du nicht einfach mal einen Beitrag lesen, ohne gleich deinen Schmonzes zur Person zu aeussern?

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 Post subject: Re: Plädoyer für ein bisschen mehr Toleranz gegenüber Eltern
Unread postPosted: 29. Jan 2014 17:47 
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Doch meiner Erfahrung nach ist es mehr die Seite der Adoptionswilligen, die gegen die leiblichen Eltern stehen, als umgekehrt. Das haengt wohl auch ein wenig mit gesellschaftlicher Verachtung zusammen, die (vor allem) Muetter trifft, die ihr Kind weg geben.
Ich denke auch nicht, dass ein Elternteil, das sein Kind, aus welchen Gruenden auch immer, weg gab, unbedingt Verstaendnis fuer jene Mensch aufbringen muss, die das Kind haben wollen.
Denn erste tun etwas aus Leid, Schmerz, Verzweiflung. Und zweitere aus Freude, Lust und Besitzdenken (sehr pauschal natuerlich jetzt gesagt, man muss da schon den Einzelfall sehen).
Das bedeutet ja, aufgrund "meines" Leides erfreut sich ein anderer Mensch.


Ich finde diese gesellschaftliche Verachtung gegenüber Eltern, die ihre Kinder weggeben, genau wie du nicht in Ordnung.

Zu deinen Gedanken betreffend Verhältnis Herkunftseltern - Adoptiveltern. Ich finde es falsch, den Adoptiveltern generell einmal Besitzdenken zu unterstellen. Ein Kinderwunsch hat immer etwas mit Freude und auch Egoismus zu tun. Da unterscheiden sich leibliche Eltern nicht von Adoptiveltern. Ich finde, es ist ein Unterschied, ob sich jemand erfreut, weil er Vater oder Mutter wird oder ob er sich im Leid der Herkunftseltern suhlt, was in den wenigsten Fällen so sein wird. Adoptiveltern freuen sich in erster Linie darüber, dass ihr Kinderwunsch erfüllt wird. Dass diese Freude nur möglich ist, weil ein anderer Leid erfährt, ist leider eine traurige Tatsache. Es macht aber die Adoptiveltern nicht für das Leid verantwortlich.

Ob du Gefühlen von Adoptiveltern gegenüber Verständnis aufbringen möchtest, sei natürlich dir überlassen. So dürfte es auch für eine Frau, die sich unbedingt ein Kind wünscht und keines haben kann, schwierig sein, für diejenige Frau Verständnis aufzubringen, die ihr Kind weggibt. Dennoch plädiere ich eben dafür, lieber einmal mehr als einmal weniger den Blickwinkel zu wechseln.


Dass sich Adoptionswillige (Der Begriff "Eltern" hat fuer mich eine andere, weil auch traditionelle Wertung, da es etwas mit Zeugung zu tun hat) keinesfalls im Leid der leiblichen Eltern suhlen, ist ja klar, das ist ja auch nur deine Deutung, auf so einen Gedanken kam ich gar nicht.
Und dass diese Menschen keinesfalls fuer das Leid der abgebenden Eltern verantwortlich sind, ist auch klar, auch das habe ich nicht gesagt (und denke es auch nicht).
Sondern es ging mir um diese Gleichmacherei, alle haben fuereinander Verstaendnis und alle sind froh.
Das stimmt halt so nicht.
Das ist zwar wirklich gut gemeint und ich verstehe die Intention, dennoch stimme ich da nicht unbedingt zu.

Warum ich das "haben" mit einfuegte: weil adoptionswillige Menschen meistens behaupten es ginge allein um das Glueck des Kindes, und das stimmt ja halt nicht,das ist nur ein Bestandteil, ein "Nebeneffekt", denn es geht erst mal um das Glueck der Adoptionswilligen. Wenn es um Glueck fuer ein Kind ginge, koennte man auch die Verantwortung ueber ein Kind in einem anderen Land uebernehmen, dessen Schule und Ausbildung begleichen und so etwas zum Glueck und der Zukunft dieses Menschen beitragen und dabei auch wissne, da kann eine leibliche Mutter ihr Kind behalten!

Aber genau darum geht es halt dann doch nicht.
Das Glueck des Kindes wird bei Adoptionswilligen als Argument oft genug vorgeschoben, wie man hier imnmer wieder liest.

Natuerlich wollen sie ein Kind haben, also Besitzen. Ich habe jedoch noch nie gehoert dass zukuenftige leibliche Eltern sagen: Lass uns ein Kind gluecklich machen, lass es uns zeugen.

Das ist halt dann doch der Unterschied (den ich hier nicht als Wert sehen will).

Was den Wechsel des Blickwinkels betrifft - nun ja, sowie ich es mitbekomme ist es in Deutschland mittlerweile ueblich geworden um Himmelswillen keine eigene klare Meinung mehr zu haben, sondern immer radikal Tolerant den anderen sehen und akzeptieren.
Das ist fuer mich Gleichmacherei, die nichts mit Wirklichkeit zu tun hat, sondern zu allen lieb sein will.
Oder wie Klaus Kinski so richtig sagte: "Schlechtes Benehmen halten die Leute doch nur deswegen für eine Art Vorrecht, weil keiner ihnen aufs Maul haut."

Saludos

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Unread postPosted: 29. Jan 2014 18:00 
Ein Kinderwunsch hat immer etwas mit Freude und auch Egoismus zu tun. Da unterscheiden sich leibliche Eltern nicht von Adoptiveltern. Dass diese Freude nur möglich ist, weil ein anderer Leid erfährt, ist leider eine traurige Tatsache.

Bedeutet das, dass sich Eltern mitleidig bei Adoptionsbewerbern entschuldigen müssen, wenn sie darauf bestehen und durchsetzen können, ihr Kind im eigenen Haushalt aufwachsen zu lassen und auf eine vernünftige Bindung bedacht sind?

Mit der Adoption werden die angenommenen Kinder leiblichen Kindern gleichgestellt. Im Umkehrschluss werden die Annehmenden zu Eltern. Wir werden hier keinen Konsens erzielen.

Ohne Kenntnis des konkreten Falles und Akteneinsicht ist es nicht möglich, eine Auskunft zu geben.

Du weißt also (ohne Akteneinsicht sic.) nicht, ob hier das Subsidiaritätskriterium erfüllt und eine Verfassungsbeschwerde zulässig wäre? Dann danke ich für den Einblick in deine Seele bezüglich dessen, was du persönlich bereit bist, für mehr Toleranz gegenüber Eltern zu leisten.



1. Nein, das bedeutet es nicht.
2. So ist es. Wende dich diesbezüglich an deinen Rechtsanwalt.


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