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 Post subject: Re: Video Das Jugendamt klaut Kinder nicht-deutscher Eltern
Unread postPosted: 27. Feb 2014 08:47 
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Klar, wenn was nicht passt, wird es passend gemacht. Und sei es mit Hilfe einer Verschwörungstheorie.


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 Post subject: Re: Video Das Jugendamt klaut Kinder nicht-deutscher Eltern
Unread postPosted: 27. Feb 2014 21:52 
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Klar, wenn was nicht passt, wird es passend gemacht.

Was meinst du denn damit? Und welche Verschwörungstheorie? Stimmt es etwa nicht, dass man in Deutschland auch über das Adoptionsrecht hinaus ein natürliches Grundrecht (elterliches Sorgerecht), sowie ganze Menschen nach den Vorschriften des Vertragsrechts übertragen kann und das im großen Stil hauptsächlich mit Deutschen gemacht wird? In vielen anderen Ländern ist genau das illegal.


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 Post subject: Re: Video Das Jugendamt klaut Kinder nicht-deutscher Eltern
Unread postPosted: 28. Feb 2014 11:39 
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Klar, wenn was nicht passt, wird es passend gemacht.

Was meinst du denn damit? Und welche Verschwörungstheorie? Stimmt es etwa nicht, dass man in Deutschland auch über das Adoptionsrecht hinaus ein natürliches Grundrecht (elterliches Sorgerecht), sowie ganze Menschen nach den Vorschriften des Vertragsrechts übertragen kann und das im großen Stil hauptsächlich mit Deutschen gemacht wird? In vielen anderen Ländern ist genau das illegal.


Hier gerät wohl einiges durcheinander. Wie schon erwähnt, gibt es in Ländern mit unterentwickeltem Meldewesen (darunter den USA) tatsächlich einen schwunghaften Babyhandel, teilweise mit und teilweise ohne das Einverständnis der leiblichen Eltern. Das Ganze spielt sich dort in der Grauzone zwischen Legalität und Illegalität ab. Hinzu kommt, dass beinahe jeder Bundesstaat dort seine eigenen Gesetze hat.

Das mit dem Vertragsrecht ist - bezogen auf Deutschland - nicht wahr. LEIDER, wie man betonen muss, denn bei uns wird der Mensch seit Mitte der Siebzigerjahre nur noch nach sozialistischer Manier verwaltet. Die vorher bestehenden Verträge hatten nichts mit Menschenhandel zu tun. Das große Manko damals war die grobe Fahrlässigkeit der Jugendämter und Vormundschaftsgerichte. Heute gucken die zwar genauer hin, wem da ein Kind übergeben wird - aber gnade dem armen Würchen Gott, sobald die Adoption einmal ausgesprochen ist! Und wenn es mal erwachsen ist, kann es - widersinnigerweise - auch nicht über sich selber bestimmen. Das alles unter dem Vorwand der Gleichheit und Rechtssicherheit.

Wenn nur Gerichte oder der Gesetzgeber sich von falschen Vorstellungen für einen kurzen Augenblick lösen könnten und zuhören würden, wäre schon viel gewonnen. Vielleicht erkennen sie dann, dass es nicht begrüßenswert ist, einen unschuldigen Menschen mit lebenslangen Identitätsproblemen zu belasten, die sich aus der derzeitigen Unaufhebbarkeit ergeben.

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 Post subject: Re: Video Das Jugendamt klaut Kinder nicht-deutscher Eltern
Unread postPosted: 1. Mar 2014 02:24 
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Hier gerät wohl einiges durcheinander. Wie schon erwähnt, gibt es in Ländern mit unterentwickeltem Meldewesen (darunter den USA) tatsächlich einen schwunghaften Babyhandel, teilweise mit und teilweise ohne das Einverständnis der leiblichen Eltern. Das Ganze spielt sich dort in der Grauzone zwischen Legalität und Illegalität ab. Hinzu kommt, dass beinahe jeder Bundesstaat dort seine eigenen Gesetze hat.

Das mit dem Vertragsrecht ist - bezogen auf Deutschland - nicht wahr. LEIDER, wie man betonen muss, denn bei uns wird der Mensch seit Mitte der Siebzigerjahre nur noch nach sozialistischer Manier verwaltet. Die vorher bestehenden Verträge hatten nichts mit Menschenhandel zu tun.

Ja leben wir denn nun in einer Welt, die aus lediglich zwei Nationen besteht - Deutschland und den USA? Das mit dem Vertragsrecht ist in Deutschland Gesetz. So steht es im Bürgerlichen Gesetzbuch. Für die notariell beurkundeten Erklärungen gelten die Vorschriften des Vertragsrechts. In diesem Sinne sind Eltern, die sich auf diesen Pakt mit dem Teufel aka Adoption einlassen, Schuldner und die mit einer Registerzahl bezeichneten Bewerber (unabhängig von inkognito- oder offenen Vereinbarungen mit Sozialpädagogen) Gläubiger, das verkaufte Kind eine "Leistung". Kindesannahmen sind sogenannte Rechtsgeschäfte. Das wirst du schon gelesen haben, Harald. Lies' mal §§ 145-158, 311 und 413 BGB.


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 Post subject: Re: Video Das Jugendamt klaut Kinder nicht-deutscher Eltern
Unread postPosted: 1. Mar 2014 12:05 
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Wer sagt denn, dass die Welt aus nur zwei Nationen besteht? Ich habe hier zwei Extrembeispiele gebracht.

Das mit dem Vertragsrecht ist so falsch. Als Vertrag werden heute nur noch Erwachsenenadoptionen begründet, was dann als "schwache" Adoption bezeichnet wird. Übrigens erinnere ich mich, dass Du einmal bestritten hast, dass Erwachsenenadoptionen Verträge seien. Gegen einen Vertrag lässt sich aus meiner Warte nichts einwenden, weil er alle Seiten berücksichtigt und niemand zu etwas gezwungen wird. Insbesondere muss dieser Vertrag dauerhaft hinterlegt bleiben, so dass - anders als bei heutigen sozialistischen Adoptionen - eine Täuschung des Kindes über seine Herkunft kaum möglich ist. Der Vertrag wird bzw. wurde nämlich nicht zwischen Abgebenden und Annehmenden, sondern dem Kind und dem/den Annehmenden geschlossen. Die Freigabeerklärung seitens der Abgebenden wird bzw. wurde aber als Vertragsbestandteil mit aufgenommen.

Durch die Gesetzesänderung 1977 wurde - weil noch minderjährig - mein Annahmeverhältnis in einen Staatserlass umgewandelt. Dies führte zu einer Umschreibung des Geburtenbuches und einer damit verbundenen umfassenden Datenlöschung. Mein Vater kam plötzlich nirgends mehr vor, so als wäre ich aus der Luft gekommen.

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 Post subject: Re: Video Das Jugendamt klaut Kinder nicht-deutscher Eltern
Unread postPosted: 1. Mar 2014 19:39 
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Wer sagt denn, dass die Welt aus nur zwei Nationen besteht? Ich habe hier zwei Extrembeispiele gebracht.
Bezogen auf das Adoptionsrecht sind Deutschland und die USA sicherlich keine Extrembeispiele.

Quote:
Das mit dem Vertragsrecht ist so falsch. Als Vertrag werden heute nur noch Erwachsenenadoptionen begründet, was dann als "schwache" Adoption bezeichnet wird. Übrigens erinnere ich mich, dass Du einmal bestritten hast, dass Erwachsenenadoptionen Verträge seien. Gegen einen Vertrag lässt sich aus meiner Warte nichts einwenden, weil er alle Seiten berücksichtigt und niemand zu etwas gezwungen wird. Insbesondere muss dieser Vertrag dauerhaft hinterlegt bleiben, so dass - anders als bei heutigen sozialistischen Adoptionen - eine Täuschung des Kindes über seine Herkunft kaum möglich ist. Der Vertrag wird bzw. wurde nämlich nicht zwischen Abgebenden und Annehmenden, sondern dem Kind und dem/den Annehmenden geschlossen. Die Freigabeerklärung seitens der Abgebenden wird bzw. wurde aber als Vertragsbestandteil mit aufgenommen.
Auch Kindesannahmen von Erwachsenen sind deshalb sittenwidrig, weil dabei ein Handel mit der Verwandtschaft zustande kommt, aus welcher beidseitige Verpflichtungen auch über die Minderjährigkeit einer Person hinaus erwachsen, was ja gerade auch das Interessante an Verwandtschaften ist. Erwachsenenadoptionen sind, wie Minderjährigenadoptionen auch, keine einfachen Verträge, weil sie ebenfalls einen Gerichtsbeschluss erfordern um nicht nur verbindlich und bindend, sondern auch rechtskräftig zu sein. Normale Verträge kommen ohne diese besondere, richterliche Anerkennung aus. Allerdings haben die notariell beurkundeten Erklärungen den Charakter von Verträgen, und mitunter noch strengere Rechtsfolgen. Die später kurz auftauchenden Gerichte spielen dabei nur die Rolle eines Schmarotzers. Eine Kontrollfunktion ist für mich nicht erkennbar.

Quote:
Durch die Gesetzesänderung 1977 wurde - weil noch minderjährig - mein Annahmeverhältnis in einen Staatserlass umgewandelt. Dies führte zu einer Umschreibung des Geburtenbuches und einer damit verbundenen umfassenden Datenlöschung. Mein Vater kam plötzlich nirgends mehr vor, so als wäre ich aus der Luft gekommen.
Das verstehe ich nicht. Was ist denn ein Staatserlass in diesem Zusammenhang?


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 Post subject: Re: Video Das Jugendamt klaut Kinder nicht-deutscher Eltern
Unread postPosted: 1. Mar 2014 23:06 
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Das mit dem Vertragsrecht ist - bezogen auf Deutschland - nicht wahr. LEIDER, wie man betonen muss, denn bei uns wird der Mensch seit Mitte der Siebzigerjahre nur noch nach sozialistischer Manier verwaltet. Die vorher bestehenden Verträge hatten nichts mit Menschenhandel zu tun.

Wenn nur Gerichte oder der Gesetzgeber sich von falschen Vorstellungen für einen kurzen Augenblick lösen könnten und zuhören würden, wäre schon viel gewonnen. Vielleicht erkennen sie dann, dass es nicht begrüßenswert ist, einen unschuldigen Menschen mit lebenslangen Identitätsproblemen zu belasten, die sich aus der derzeitigen Unaufhebbarkeit ergeben.
Das mit dem Vertragsrecht ist so falsch. Als Vertrag werden heute nur noch Erwachsenenadoptionen begründet, was dann als "schwache" Adoption bezeichnet wird. Übrigens erinnere ich mich, dass Du einmal bestritten hast, dass Erwachsenenadoptionen Verträge seien. Gegen einen Vertrag lässt sich aus meiner Warte nichts einwenden, weil er alle Seiten berücksichtigt und niemand zu etwas gezwungen wird. Insbesondere muss dieser Vertrag dauerhaft hinterlegt bleiben, so dass - anders als bei heutigen sozialistischen Adoptionen - eine Täuschung des Kindes über seine Herkunft kaum möglich ist. Der Vertrag wird bzw. wurde nämlich nicht zwischen Abgebenden und Annehmenden, sondern dem Kind und dem/den Annehmenden geschlossen. Die Freigabeerklärung seitens der Abgebenden wird bzw. wurde aber als Vertragsbestandteil mit aufgenommen.

Durch die Gesetzesänderung 1977 wurde - weil noch minderjährig - mein Annahmeverhältnis in einen Staatserlass umgewandelt. Dies führte zu einer Umschreibung des Geburtenbuches und einer damit verbundenen umfassenden Datenlöschung. Mein Vater kam plötzlich nirgends mehr vor, so als wäre ich aus der Luft gekommen.

Quote:
Achter Titel. Annahme an Kindesstatt.
§. 1741.
Wer keine ehelichen Abkömmlinge hat, kann durch Vertrag mit einem Anderen diesen an Kindesstatt annehmen. Der Vertrag bedarf der Bestätigung durch das zuständige Gericht.
§. 1748.
Die Einwilligung der in den §§. 1746, 1747 bezeichneten Personen hat dem Annehmenden oder dem Kinde oder dem für die Bestätigung des Annahmevertrags zuständigen Gerichte gegenüber zu erfolgen; sie ist unwiderruflich.
Die Einwilligung kann nicht durch einen Vertreter ertheilt werden. Ist der Einwilligende in der Geschäftsfähigkeit beschränkt, so bedarf er nicht der Zustimmung seines gesetzlichen Vertreters.
Die Einwilligungserklärung bedarf der gerichtlichen oder notariellen Beurkundung.
§. 1750.
Der Annahmevertrag kann nicht durch einen Vertreter geschlossen werden. Hat das Kind nicht das vierzehnte Lebensjahr vollendet, so kann sein gesetzlicher Vertreter den Vertrag mit Genehmigung des Vormundschaftsgerichts schließen.
Der Annahmevertrag muß bei gleichzeitiger Anwesenheit beider Theile vor Gericht oder vor einem Notar geschlossen werden.
§. 1753.
Die Bestätigung des Annahmevertrags kann nicht nach dem Tode des Kindes erfolgen.
Nach dem Tode des Annehmenden ist die Bestätigung nur zulässig, wenn der Annehmende oder das Kind den Antrag auf Bestätigung bei dem zuständigen Gericht eingereicht oder bei oder nach der gerichtlichen oder notariellen Beurkundung des Vertrags das Gericht oder den Notar mit der Einreichung betraut hat.
Die nach dem Tode des Annehmenden erfolgte Bestätigung hat die gleiche Wirkung, wie wenn sie vor dem Tode erfolgt wäre.
§. 1754.
Die Annahme an Kindesstatt tritt mit der Bestätigung in Kraft. Die Vertragschließenden sind schon vor der Bestätigung gebunden.
Die Bestätigung ist nur zu versagen, wenn ein gesetzliches Erforderniß der Annahme an Kindesstatt fehlt. Wird die Bestätigung endgültig versagt, so verliert der Vertrag seine Kraft.
§. 1764.
Die Rechte und Pflichten, die sich aus dem Verwandtschaftsverhältnisse zwischen dem Kinde und seinen Verwandten ergeben, werden durch die Annahme an Kindesstatt nicht berührt, soweit nicht das Gesetz ein Anderes vorschreibt.
§. 1765.
Mit der Annahme an Kindesstatt verlieren die leiblichen Eltern die elterliche Gewalt über das Kind, die uneheliche Mutter das Recht und die Pflicht, für die Person des Kindes zu sorgen.
Hat der Vater oder die Mutter dem Kinde Unterhalt zu gewähren, so treten das Recht und die Pflicht, für die Person des Kindes zu sorgen, wieder ein, wenn die elterliche Gewalt des Annehmenden endigt oder wenn sie wegen Geschäftsunfähigkeit des Annehmenden oder nach §. 1677 ruht. Das Recht zur Vertretung des Kindes tritt nicht wieder ein.

§. 1768.
Das durch die Annahme an Kindesstatt begründete Rechtsverhältniß kann wiederaufgehoben werden.[...] Die Aufhebung erfolgt durch Vertrag zwischen dem Annehmenden, dem Kinde und denjenigen Abkömmlingen des Kindes, ans welche sich die Wirkungen der Annahme erstrecken.
§. 1770.
Die für die Annahme an Kindesstatt geltenden Vorschriften des §. 1741 Satz 2 und der §§. 1750, 1751, 1753 bis 1755 gelten auch für die Aufhebung.
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Um es nochmal ganz unmissverständlich zu wiederholen. Ich interpretiere die älteren Gesetzesfassungen anders als du. Beispielsweise haben wir heute ein historisches Maximum an Aufhebbarkeit. Bezüglich dem Vertragsrecht als rechtliche Grundlage für den Handel mit elterlicher Sorge hat es aber keine Veränderung gegeben.


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 Post subject: Re: Video Das Jugendamt klaut Kinder nicht-deutscher Eltern
Unread postPosted: 2. Mar 2014 01:33 
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Das verstehe ich nicht. Was ist denn ein Staatserlass in diesem Zusammenhang?


Vorher waren Adoptionen generell ein Privatgeschäft, zu dem der Staat nur "Amen." sagte. Der heutige Gesetzgeber bzw. das jeweilige Gericht betont, dass der Wille der Beteiligten überhaupt nicht zählt. eine Adoption ist ein Erlass durch den Staat mit dem Vormundschaftsgericht als Helfershelfer.

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Unread postPosted: 2. Mar 2014 01:44 
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Um es nochmal ganz unmissverständlich zu wiederholen. Ich interpretiere die älteren Gesetzesfassungen anders als du. Beispielsweise haben wir heute ein historisches Maximum an Aufhebbarkeit. Bezüglich dem Vertragsrecht als rechtliche Grundlage für den Handel mit elterlicher Sorge hat es aber keine Veränderung gegeben.


Heute ein historisches Maximum an Aufhebbarkeit? Das wüsste ich aber!

Handel mit elterlicher Sorge ist gleichfalls Unsinn. Denn das würde bedeuten, dass über das Kind eine Art Kaufvertrag geschlossen würde. Das war in Deutschland niemals der Fall - weder nach altem noch nach neuem Recht.

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Unread postPosted: 2. Mar 2014 04:19 
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Vorher waren Adoptionen generell ein Privatgeschäft, zu dem der Staat nur "Amen." sagte. Der heutige Gesetzgeber bzw. das jeweilige Gericht betont, dass der Wille der Beteiligten überhaupt nicht zählt. eine Adoption ist ein Erlass durch den Staat mit dem Vormundschaftsgericht als Helfershelfer.
Heute ein historisches Maximum an Aufhebbarkeit? Das wüsste ich aber!

Handel mit elterlicher Sorge ist gleichfalls Unsinn. Denn das würde bedeuten, dass über das Kind eine Art Kaufvertrag geschlossen würde. Das war in Deutschland niemals der Fall - weder nach altem noch nach neuem Recht.

Würdest du sagen, dass ein Privat-, bzw. ein sog. Rechtsgeschäft keine Art Kaufvertrag ist, obwohl dieselben Paragraphen dafür gelten, wenn es unter den Beteiligten zur Auseinandersetzung vor Gericht kommt, und wenn nein, warum nicht?
Die notariell beurkundeten Erklärungen, die zu Kindesannahmen führen, werden aktuell, und wurden es in Deutschland auch von Anbeginn des Adoptionsrechts an, als Willenserklärungen (s. Allgemeiner Teil des BGB) angesehen und behandelt.
Lies' dir bezüglich der Aufhebbarkeit doch beide Versionen noch einmal durch und versuche, dich in jemanden hineinzuversetzen, der an so einem Teufelpakt beteiligt war und im Nachhinein ein Interesse an einer Aufhebung entwickelt. In welcher Version stehen die Chancen besser, dies gegen den Willen der restlichen Beteiligten durchzusetzen? Ich meine, in der heutigen. Theoretisch. Eine damalige Aufhebung hatte auch weniger Auswirkungen im Vergleich zur heutigen.


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