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 Post subject: Re: Video Das Jugendamt klaut Kinder nicht-deutscher Eltern
Unread postPosted: 2. Mar 2014 12:50 
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Würdest du sagen, dass ein Privat-, bzw. ein sog. Rechtsgeschäft keine Art Kaufvertrag ist, obwohl dieselben Paragraphen dafür gelten, wenn es unter den Beteiligten zur Auseinandersetzung vor Gericht kommt, und wenn nein, warum nicht?
Die notariell beurkundeten Erklärungen, die zu Kindesannahmen führen, werden aktuell, und wurden es in Deutschland auch von Anbeginn des Adoptionsrechts an, als Willenserklärungen (s. Allgemeiner Teil des BGB) angesehen und behandelt.
Lies' dir bezüglich der Aufhebbarkeit doch beide Versionen noch einmal durch und versuche, dich in jemanden hineinzuversetzen, der an so einem Teufelpakt beteiligt war und im Nachhinein ein Interesse an einer Aufhebung entwickelt. In welcher Version stehen die Chancen besser, dies gegen den Willen der restlichen Beteiligten durchzusetzen? Ich meine, in der heutigen. Theoretisch. Eine damalige Aufhebung hatte auch weniger Auswirkungen im Vergleich zur heutigen.


Nein, ein Privatgeschäft ist nicht notwendigerweise ein Kauf. Es handelt sich um eine freie Vereinbarung, die sich vom Staatsterror unterscheidet. Gegen einen freien Entscheid, mit dem alle glücklich sind, lässt sich nichts einwenden. Und aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, dass etwas wieder aufgelöst wird, wenn es sich nachträglich als Dummheit erweist. Dass es unter den Beteiligten zu einer Auseinandersetzung vor Gericht kommt, habe ich in Deutschland noch nie gehört. In Amerika kommt es schon des öfteren vor, dass das leibliche Elternpaar mit einem Mal das Kind zurückfordert. Kinder haben dort allerdings keine eigenen Rechte, und die Gesetzgebung in den USA ist anarchisch. Für mögliche Konfliktfälle ist dort nur selten vorgesorgt, und dann suchen die Winkeladvokaten nach Präzedenzfällen. Beispielsweise war ja damals ein ziemlicher Medienrummel um das Kind, das sich von seinen Eltern "scheiden" lassen wollte, um von seiner Pflegefamilie adoptiert werden zu können. Zunächst wurde dem Kind Recht gegeben, dann wieder wurde dieses Urteil wegen fehlender Klageberechtigung des Kindes kassiert. Eine hierzulande undenkbare Situation, da es die Einverständnisersetzung gibt und das Kind außerdem durch einen Amtsvormund/Rechtspfleger/Kinderanwalt vertreten wird.

Nach heutigem Rechtsverständnis ist in Deutschland keine Adoptionsaufhebung mehr möglich, wenn der minderjährig Angenommene mittlerweile volljährig geworden ist. Aus dem Gesetzeswortlaut geht dies für mich zwar so nicht hervor, weil sich dieser nur auf eine Aufhebung von Amts wegen bezieht, aber dennoch ist überall die Rede von einer diesbezüglich eindeutigen Regelung. Und wenn selbst die Anwälte es so sehen, dann ist man als Betroffener wohl machtlos.

PS: Vor lauter Werbelayern komme ich hier kaum noch durch. Wem geht es noch so?

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 Post subject: Z7
Unread postPosted: 2. Mar 2014 13:38 
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Harry4244 wrote:
... PS: Vor lauter Werbelayern komme ich hier kaum noch durch. Wem geht es noch so?
Das geht sicher Jedem so :biggrinn:

Ja, es ist wirklich sehr nervig, aber ich kann es nicht abstellen. Diese Funktion ist vom Provider aktiviert und man kann das nur abstellen, wenn man für die Werbefreiheit zusätzliches Geld bezahlt (das Forum kostet auch so schon eine Jahresgebühr). Früher wurde das bezahlt, aber Bianka hält das Forum heute ja nur noch für die vielen vorhandenen User offen, owohl sie selbst mit dem Thema (vorerst) abgeschlossen hat. ICH kann das bestens verstehen, denn auch ich betätige mich aus dem gleichen Grund hier nur als "Mini-Moderator". Wäre es juristisch mein Forum, würde ich ganz anders agieren. Tatsache ist aber, dass das Betreiben eines Forums für eine Einzelperson fast schon ein Fulltime-Job ist und wer kann das mit allen dazugehörigen Konsequenzen leisten? Ich jedenfalls nicht, denn außer Adoption besteht mein Leben noch aus anderen Themengebieten/Dingen.

Cornelia

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 Post subject: Re: Video Das Jugendamt klaut Kinder nicht-deutscher Eltern
Unread postPosted: 2. Mar 2014 20:19 
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Nein, ein Privatgeschäft ist nicht notwendigerweise ein Kauf. Es handelt sich um eine freie Vereinbarung, die sich vom Staatsterror unterscheidet. Gegen einen freien Entscheid, mit dem alle glücklich sind, lässt sich nichts einwenden. Und aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, dass etwas wieder aufgelöst wird, wenn es sich nachträglich als Dummheit erweist. Dass es unter den Beteiligten zu einer Auseinandersetzung vor Gericht kommt, habe ich in Deutschland noch nie gehört. In Amerika kommt es schon des öfteren vor, dass das leibliche Elternpaar mit einem Mal das Kind zurückfordert. Kinder haben dort allerdings keine eigenen Rechte, und die Gesetzgebung in den USA ist anarchisch. Für mögliche Konfliktfälle ist dort nur selten vorgesorgt, und dann suchen die Winkeladvokaten nach Präzedenzfällen. Beispielsweise war ja damals ein ziemlicher Medienrummel um das Kind, das sich von seinen Eltern "scheiden" lassen wollte, um von seiner Pflegefamilie adoptiert werden zu können. Zunächst wurde dem Kind Recht gegeben, dann wieder wurde dieses Urteil wegen fehlender Klageberechtigung des Kindes kassiert. Eine hierzulande undenkbare Situation, da es die Einverständnisersetzung gibt und das Kind außerdem durch einen Amtsvormund/Rechtspfleger/Kinderanwalt vertreten wird.

Aus dem Gesetzeswortlaut geht dies für mich zwar so nicht hervor, weil sich dieser nur auf eine Aufhebung von Amts wegen bezieht, aber dennoch ist überall die Rede von einer diesbezüglich eindeutigen Regelung. Und wenn selbst die Anwälte es so sehen, dann ist man als Betroffener wohl machtlos.

Deine Argumente sind sehr, sehr wirr, Harald. Ich muss dich bitten, ein bisschen mehr auf Logik zu achten.
Würdest du etwa sagen, dass jeder private Kauf ein staatsterroristischer Akt ist? Das macht keinen Sinn. Kindesannahmen sind in ihrer Masse nicht der eigentliche Staatsterror, sondern die Gesetzgebung ist der Staatsterror. Denn es sind in erster Linie die Menschen, die Kindesannahmen ermöglichen und durchziehen. Der Staatsterror ist im Einzelfall viel zu latent vorhanden, um wirklich alle Betroffenen als Staatsopfer bezeichnen zu können. Der Knackpunkt ist nur, ob die Bürger aufstehen und beginnen, ihre Menschenwürde einzufordern oder sich lieber loyal gegenüber ihrer Regierung und richterlichen Entscheidungen zeigen.
Deine Suggestion, dass Dummheit als Argument den deutschen Gerichten für Adoptionsaufhebungen jemals genügt hätte, ist so gedankenlos wie unrichtig. Was beabsichtigst du mit solchen Äußerungen? Ich bitte dich auch, nicht mithilfe von Präzedenzfällen aus den USA mit mir zu diskutieren. Die USA haben ein wesentlich loseres Familienrecht als wir Deutschen und kennen nicht die Elternrechte wie wir. Überdies würde ich gerne mal von dir wissen, welche Kinderrechte es hier in Deutschland konkret gibt? In diesem Punkt sehe ich nämlich eine rechtliche Gemeinsamkeit zwischen Deutschland und den USA. Beide Nationen kennen keine konkreten Kinderrechte, d.h. Rechte von Minderjährigen, die vergleichbar mit den Rechten von Volljährigen wären. So ist auch die Idee absurd, einjährige Angenommene würden aus freien Stücken ihre Kindesannahme ganz eigenverantwortlich befürworten.
Du sagst, vor der angeblichen Adoptionsreform in den Siebzigern sei das Adoptionsrecht besser gewesen, weil in keinem Fall hinter jemandes Rücken Personenstandsänderungen vorgenommen wurden. Wie alt warst du zum Zeitpunkt deiner Kindesannahme vor 1977? Dein eigener Rechtsstreit bis zum BGH war denn deiner Meinung nach auch keine Auseinandersetzung von Beteiligten (einer Kindesannahme) vor Gericht? So etwas hat es deiner Meinung nach niemals in Deutschland gegeben? Nenne mir doch bitte mal einen einzigen Kinderanwalt in Deutschland, der persönlich mit seinen Mandanten sprechen würde und rechtswirksam durch ausschließlich die Unterschrift eines Minderjährigen zum Verfahrensbevollmächtigten gemacht wurde.
Das deutsche Adoptionsrecht kennt nicht nur die Aufhebung von Amts wegen, sondern inzwischen die Aufhebung aus Kindeswohlgründen. Es kann echt nicht sein, dass du das nicht weißt. Ich muss dich bitten, das deutsche Adoptionsrecht zu lesen, Harald.


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 Post subject: Re: Video Das Jugendamt klaut Kinder nicht-deutscher Eltern
Unread postPosted: 2. Mar 2014 21:56 
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 Post subject: Re: Video Das Jugendamt klaut Kinder nicht-deutscher Eltern
Unread postPosted: 2. Mar 2014 22:00 
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Deine Argumente sind sehr, sehr wirr, Harald. Ich muss dich bitten, ein bisschen mehr auf Logik zu achten.

Von Dir nicht verstanden = wirr. Aha!

Würdest du etwa sagen, dass jeder private Kauf ein staatsterroristischer Akt ist?

Keine Ahnung, wo Du diese Äußerung aufgeschnappt hast.

Das macht keinen Sinn. Kindesannahmen sind in ihrer Masse nicht der eigentliche Staatsterror, sondern die Gesetzgebung ist der Staatsterror. Denn es sind in erster Linie die Menschen, die Kindesannahmen ermöglichen und durchziehen. Der Staatsterror ist im Einzelfall viel zu latent vorhanden, um wirklich alle Betroffenen als Staatsopfer bezeichnen zu können.

Geschwurbel.

Der Knackpunkt ist nur, ob die Bürger aufstehen und beginnen, ihre Menschenwürde einzufordern oder sich lieber loyal gegenüber ihrer Regierung und richterlichen Entscheidungen zeigen.

Mithin ist es doch der Staat!

Deine Suggestion, dass Dummheit als Argument den deutschen Gerichten für Adoptionsaufhebungen jemals genügt hätte, ist so gedankenlos wie unrichtig. Was beabsichtigst du mit solchen Äußerungen?

Keine Ahnung, wann und wo ich so etwas je geäußert hätte.

Ich bitte dich auch, nicht mithilfe von Präzedenzfällen aus den USA mit mir zu diskutieren. Die USA haben ein wesentlich loseres Familienrecht als wir Deutschen und kennen nicht die Elternrechte wie wir. Überdies würde ich gerne mal von dir wissen, welche Kinderrechte es hier in Deutschland konkret gibt? In diesem Punkt sehe ich nämlich eine rechtliche Gemeinsamkeit zwischen Deutschland und den USA. Beide Nationen kennen keine konkreten Kinderrechte, d.h. Rechte von Minderjährigen, die vergleichbar mit den Rechten von Volljährigen wären. So ist auch die Idee absurd, einjährige Angenommene würden aus freien Stücken ihre Kindesannahme ganz eigenverantwortlich befürworten.

Verstehst Du eigentlich grundsätzlich alles falsch? Du antwortest hier auf Dinge, die ich so nicht behauptet habe.

Du sagst, vor der angeblichen Adoptionsreform in den Siebzigern sei das Adoptionsrecht besser gewesen, weil in keinem Fall hinter jemandes Rücken Personenstandsänderungen vorgenommen wurden. Wie alt warst du zum Zeitpunkt deiner Kindesannahme vor 1977?

Auch das habe ich so nicht behauptet. Allerdings war das damalige Recht in der Hinsicht nicht annähernd so furchtbar wie das heutige. Hierbei muss allerdings auch auseinandergehalten werden, auf welchen Aspekt man sich jeweils gerade bezieht. Es gibt da so viele Möglichkeiten: Zustandekommen, Aufhebung, Anhörung bzw. Nichtanhörung Beteiligter und und und ... Heute werden Kinder ja grundsätzlich vor einer Adoption gehört, was damals noch nicht der Fall war. Aber unter diesen Umständen hätte mein Annahmeverhältnis - ich war damals sechs - konsequenterweise auch nicht ins neue Adoptionsrecht überführt werden dürfen, was ich als einen Verstoß gegen das Rückwirkungsverbot ansehe. Ich kenne von beiden Rechtformen jeweils nur die hässliche Fratze. Feuer bekämpft man bekanntlich zwar mit Wasser, aber in solchen Situationen addieren sich Brand- und Wasserschaden nur.

Das Schlimme ist, dass mir immer geraten wird, mit der Vergangenheit abzuschließen. Kein Mensch versteht, dass dies genau mein Ziel ist. Aber ein solcher Abschluss setzt für mich die Aufhebung des Annahmeverhältnisses voraus. Wenn mir jemand eine Kugel verpasst hat, wird man mir die lebensrettende Operation hoffentlich auch nicht mit dem Argument verweigern, dass dem Schützen mitterweile der Waffenschein entzogen wurde.

Dein eigener Rechtsstreit bis zum BGH war denn deiner Meinung nach auch keine Auseinandersetzung von Beteiligten (einer Kindesannahme) vor Gericht? So etwas hat es deiner Meinung nach niemals in Deutschland gegeben? Nenne mir doch bitte mal einen einzigen Kinderanwalt in Deutschland, der persönlich mit seinen Mandanten sprechen würde und rechtswirksam durch ausschließlich die Unterschrift eines Minderjährigen zum Verfahrensbevollmächtigten gemacht wurde.

Der Streit ging nicht bis zum BGH, sondern nur bis zum OLG Düsseldorf. Es handelte sich tatsächlich kaum um eine Auseinandersetzung der Beteiligten. Das Gericht nannte ganz überwiegend Gründe, weshalb man sich mit der Sache gar nicht erst zu befassen brauche. Mein Stiefvater verweigerte in zwei mit Beleidigungen und Anschuldigungen gegen mich gespickten Briefen seine Mitwirkung, wodurch es dem Gericht dann besonders einfach gemacht wurde.

Ein Kinderanwalt ist in der Regel ein Entsandter der Jugendpflegschaft, aber kein privat praktizierender Jurist und hat so gesehen gar keine Mandanten, die ihn aus freien Stücken aufsuchen.

Das deutsche Adoptionsrecht kennt nicht nur die Aufhebung von Amts wegen, sondern inzwischen die Aufhebung aus Kindeswohlgründen. Es kann echt nicht sein, dass du das nicht weißt. Ich muss dich bitten, das deutsche Adoptionsrecht zu lesen, Harald.

Ist mir sehr wohl bekannt. Aber die Aufhebung aus Kindeswohlgründen bezieht sich nach "einhelliger" Auffassung eben nur auf den Zeitraum der Minderjährigkeit des Angenommenen. Hier hilft nicht nur Kenntnis der Gesetze, sondern auch von Kommentaren und Grundsatzurteilen. Das Grundsatzurteil, auf das sich in Aufhebungsfragen alle Gericht heute noch beziehen, stammt bereits aus dem Jahre 1978. Dort war vieles anders als in meinem Fall, allein schon weil es vor allem die Annehmenden waren, die die Lösung des Rechtsverhältnisses begehrten, so dass viele der mir gegenüber angeführten Argumente im Kontext gar keinen Sinn ergaben. Aber den Richtern ging es eben nicht um Stimmigkeit, sondern einzig darum, meinem Anliegen um keinen Preis zu entsprechen. Ein informeller Anhörungstermin wurde mir verweigert, weil der Richter danach wohl nie mehr in den Spiegel hätte blicken können.

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Unread postPosted: 3. Mar 2014 03:31 
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Ist mir sehr wohl bekannt. Aber die Aufhebung aus Kindeswohlgründen bezieht sich nach "einhelliger" Auffassung eben nur auf den Zeitraum der Minderjährigkeit des Angenommenen.


Du behauptest zwar vehement, dass das deutsche Adoptionsrecht vor 40 Jahren besser war als heute, aber in Wirklichkeit verharmlost du mit deinen Ungenauigkeiten das heutige Adoptionsrecht. Heute werden Kinder vor einer Adoption genauso grundsätzlich nicht von einem Richter oder Notar gehört, wie damals. Und solche Kinderanwälte sind denn auch keine Kinderanwälte, weil sie ebenfalls die Kinder nicht sprechen oder es nur eine Alibibegegnung gibt, während die Empfehlung an das Gericht längst unter der Hand abgestimmt wurde. Auch wenn Adoptionsaufhebungen heute größtenteils auf den Zeitraum der Minderjährigkeit des Angenommenen befristet sind, hat jemand, der sie denn anstrebt, dennoch heute mehr Möglichkeiten als damals, als man alle anderen zu einem Vertrag hätte überreden müssen.


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Man muß sich verdeutlichen:

Menschen und Bürger haben Rechte und müssen gefragt werden.

Personal und Sklaven haben keine Rechte und werden angewiesen.

Da man aus den Menschen im Besatzungsgebiet juristisch Sachen beziehungsweise Sklaven gemacht hat, haben diese dann auch keine verbrieften Rechte. Alle Rechte, wie Recht auf Eigentum, Recht auf Familiengründung, Recht auf Bildung, auf körperliche Unversehrtheit, etc. etc. werden nur dem Schein nach, sozusagen auf Kulanzbasis gewährt. Es handelt sich dabei jedoch nur um Scheinrechte, sie können jederzeit beendet werden, und werden, wenn es darauf ankommt, auch nicht gewährt.
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Harald, ich finde, dass weder ich, noch sonst jemand das Recht haben darf, über das Leben eines Dritten einen rechtsgültigen Vertrag zu vereinbaren.


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 Post subject: Re: Video Das Jugendamt klaut Kinder nicht-deutscher Eltern
Unread postPosted: 3. Mar 2014 10:39 
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Ein Kinderanwalt ist in der Regel ein Entsandter der Jugendpflegschaft, aber kein privat praktizierender Jurist und hat so gesehen gar keine Mandanten, die ihn aus freien Stücken aufsuchen.

Ist mir sehr wohl bekannt. Aber die Aufhebung aus Kindeswohlgründen bezieht sich nach "einhelliger" Auffassung eben nur auf den Zeitraum der Minderjährigkeit des Angenommenen.


Du behauptest zwar vehement, dass das deutsche Adoptionsrecht vor 40 Jahren besser war als heute, aber in Wirklichkeit verharmlost du mit deinen Ungenauigkeiten das heutige Adoptionsrecht. Heute werden Kinder vor einer Adoption genauso grundsätzlich nicht von einem Richter oder Notar gehört, wie damals. Und solche Kinderanwälte sind denn auch keine Kinderanwälte, weil sie ebenfalls die Kinder nicht sprechen oder es nur eine Alibibegegnung gibt, während die Empfehlung an das Gericht längst unter der Hand abgestimmt wurde. Auch wenn Adoptionsaufhebungen heute größtenteils auf den Zeitraum der Minderjährigkeit des Angenommenen befristet sind, hat jemand, der sie denn anstrebt, dennoch heute mehr Möglichkeiten als damals, als man alle anderen zu einem Vertrag hätte überreden müssen.


Ich verharmlose gar nichts. Ich stelle lediglich dar, was damals im Vergleich zu heute besser oder schlechter war. Bei mir ist der Fall relativ deutlich, weil ich zweimal die volle Breitseite bekommen habe. Soweit mir bekannt, werden heute sogar schon Zweijahrige vor ihrer Adoption beim Richter vorstellig, wo der Richter dann behutsam herausfindet, ob wirlich alles Gold ist, was da glänzt. In meiner Zeit war das nicht einmal bei einem bereits schulfähigen Kind der Fall. Anders sieht es aus, wenn ein geschundenes Adoptivkind sein Recht zu bekommen versucht. Das war damals ohne weiteres möglich, heute landen solche Sachen bei irgendeinem Berufsverbrecher vom Typ Volksrichter, der einen mit Einweisung in die Psychiatrie bedroht.

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Unread postPosted: 3. Mar 2014 10:43 
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Man muß sich verdeutlichen:

Menschen und Bürger haben Rechte und müssen gefragt werden.

Personal und Sklaven haben keine Rechte und werden angewiesen.

Da man aus den Menschen im Besatzungsgebiet juristisch Sachen beziehungsweise Sklaven gemacht hat, haben diese dann auch keine verbrieften Rechte. Alle Rechte, wie Recht auf Eigentum, Recht auf Familiengründung, Recht auf Bildung, auf körperliche Unversehrtheit, etc. etc. werden nur dem Schein nach, sozusagen auf Kulanzbasis gewährt. Es handelt sich dabei jedoch nur um Scheinrechte, sie können jederzeit beendet werden, und werden, wenn es darauf ankommt, auch nicht gewährt.
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Harald, ich finde, dass weder ich, noch sonst jemand das Recht haben darf, über das Leben eines Dritten einen rechtsgültigen Vertrag zu vereinbaren.


Aber dasselbe im Gewand eines Erlasses (Zwangsadoption) findest Du in Ordnung? Oder welche Rechtsform würdest Du sonst begrüßen?

Für mich jedenfalls wäre die Sache nicht annähernd so schlimm, wenn mein Vater und ich bei der Sache damals nicht in menschenverachtender Weise so völlig übergangen worden wären.

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 Post subject: Re: Video Das Jugendamt klaut Kinder nicht-deutscher Eltern
Unread postPosted: 6. Mar 2014 11:20 
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