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 Betreff des Beitrags: Re: Von Adoptionsbewerbung zu Dauerpflege und Glücklich
Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Apr 2013 22:13 
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eine adoption, kimba, wäre m.mn. nach in eurem fall erstrebenswert weil sie eurem zwerg einen klareren rahmen ermöglichen würde, der sein leid verringern würde wenn die angst und die unsicherheit welche euren zwerg plagt, die LM (die eigentlich nicht sehr vertrauenswürdig scheint - ohne zu werten) könnte sie eines tages zurückfordern, eine klare linie und ordnung zum wohle aller schaffen würde.

ich wünsche euch von herzen, dass es gut ausgeht.

lg annalis


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 Betreff des Beitrags: Re: Von Adoptionsbewerbung zu Dauerpflege und Glücklich
Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Apr 2013 23:11 
Kimba , danke für diesen Bericht !!!

Ich Drücke euch die Daumen das der kleine bei euch bleiben darf !


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 Betreff des Beitrags: Re: Von Adoptionsbewerbung zu Dauerpflege und Glücklich
Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Apr 2013 18:01 
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Kimba hat geschrieben:
aber auch bei einer Adoption ist man vor enttäuschten Kindern und Verletzungen, Trauma nicht verschont. Wer glaubt man adoptiert ein Kind und dann ist die Welt schon in Ordnung täuscht sich.




Falsch eingeordnet, sorry.


Zuletzt geändert von Hans am 23. Apr 2013 18:03, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Von Adoptionsbewerbung zu Dauerpflege und Glücklich
Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Apr 2013 18:03 
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Kimba hat geschrieben:

Man darf die Macht der Herkunftsfamilie nicht unterschätzen und auch die Wurzeln nicht Kappen… man muss ein Weg finden mit Biographie in maßen um die Kinder nicht zu überfordern.



Endlich mal jemand, der Adoptionen nicht verklaert. Guter Bericht, Danke.


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 Betreff des Beitrags: Re: Von Adoptionsbewerbung zu Dauerpflege und Glücklich
Ungelesener BeitragVerfasst: 30. Mai 2014 11:42 
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Hallo zusammen,

ich war lange nicht hier und es ist sehr viel passiert in der Zwischenzeit. Es ist amtlich, wir haben unser PK jetzt adoptieren können. Unser Sohn ist sehr froh endlich nicht mehr vom Jugendamt „gesteuert“ zu werden wobei wir eigentlich alles in allem mit allen Jugendämtern (LM ist oft umgezogen und somit auch die Zuständigkeit des Jugendamts) gute Zusammenarbeit / einen guten Draht. Trotzdem er wollte immer unseren Namen... nach fast 4 Jahren haben wir den sehnlichsten Wunsch unseres Sohnes seine Bauchmama mal wieder zutreffen ermöglicht. LM kam leider nie zu Besuchskontakten und hatte immer andere Ausreden parat wieso LM nicht kommen konnte. Ich gebe zu ich habe mit dem Feuer gespielt und LM gesagt, dass es die letzte Chance ist Ihren Sohn zusehen. Aber zum Schutz für unseren gemeinsamen Sohn musste ich das tun! Sie hatte der Adoption bereist zugestimmt (Notar) und wir haben auf eigene Faust ein Treffen organisiert. Sie kam und PK hat LM nicht mehr erkannt, es waren 4 Jahre in denen die beiden sich nicht gesehen hatten und 3 ½ Jahre als unser Sohn IO genommen wurde. Wir Erwachsenen haben uns auch zum 1. Mal persönlich getroffen. Es war ein netter Kontakt... wir waren auf einem öffentlichen Platz und unser Sohn rief „Mami kommst Du“ und LM schaute mich fragend an „ich sagte, jetzt und hier meint er Sie. Das ist Ihre Zeit mit unserem Sohn“. Unser Sohn verkraftete den Kontakt zunächst ganz gut, dann aber brach er ca. 2 Wochen nach dem Treffen weinend zusammen und geriet in einen Loyalitätskonflikt. Die LM ist Alkoholkrank und hatte einen Rückfall, was unser Sohn natürlich schnell merkte... er ist sehr sensibel was das Thema angeht.... unser Sohn fühlte sich verantwortlich seiner LM helfen zu müssen... die Auswirkungen davon sind noch heute, bald 1/2 Jahr nach dem Treffen, deutlich spürbar. Die Schule litt und er selbst... Wir versuchen derzeit nur telefonischen Kontakt und in sehr langen Abständen, wenn es sein sehnlichster Wunsch ist und nur in Absprache zuzulassen. Sie hat nix gutes für das Kind zu erzählen, Sie ist wieder Rückfällig geworden, kommt ins Krankenhaus, hat einen neuen Freund, alle Geschenke schickt Sie nach.. etc. Sie versteht nicht, dass Sie unseren Sohn damit nur belastet...
Insofern ist es gut, dass wir es kontrollieren können wann und wie oft Kontakt zuzulassen ist und nicht das Jugendamt oder gar ein Richter. Es ist zum Schutz für unseren Sohn und wir sind definitiv für Kontakt zur Herkunft aber eben nicht wenn es solche Auswirkungen auf das Leben unseres Sohnes hat und Ihm im Alltag massiv belastet und schadet. Er ist einfach noch zu klein und hat zu viel in seinem Rücksack... was er nicht alleine schafft zu verarbeiten und da muss nicht noch mehr hinein! Unsere Adoption ist sicher etwas anders und nicht üblich, ein Kind mit bald 4 Jahren zu adoptieren, aber wir bereuen keine Sekunde wenn es auch nicht immer einfach ist mit einem Kind, dass FAS (Fetale Alkoholsyndrom) hat... wir lieben unseren Sohn von ganzem Herzen!
Wir sprechen kindgerecht über fast alles mit ihm und beziehen ihn schon ein in die Entscheidung, wann wir die Bauchmama wieder sehen, die beiden telefonieren und was es mit ihm das letzte mal gemacht hat. Aber er soll doch auch Kind sein dürfen und sich entwickeln dürfen!

Soweit von uns...
Viele Grüße
Kimba


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 Betreff des Beitrags: Re: Von Adoptionsbewerbung zu Dauerpflege und Glücklich
Ungelesener BeitragVerfasst: 30. Mai 2014 13:15 
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Liebe Kimba,

wie schön von euch zu Hören. Vielen Dank für diesen aufschlußreichen Bericht!

Als abgebende Mutter geht mir das Schicksal der leiblichen Familie sehr nahe, denn der verdammte Alkohol hat hier voll und ganz sein Werk verrichtet. Ich habe leider auch ein Problem solche Süchte zu verstehen, besser gesagt, zu verstehen wie man überhaupt in eine solche Lage geraten kann; aber ich vergesse nicht, dass das dann eine sehr schwere Krankheit ist, die das Bewußtsein eines Menschen total ändern kann. Nur dann kann man die Fassungslosigkeit einigermaßen überwinden.

Wie weise von euch, dem Kind trotzdem seine Herkunft nicht vorzuenthalten und ihn nach besten Kräften bei diesem Erhalt zu unterstützen, denn den Wert dieses Kontakts kann er erst ermessen, wenn er dazu selbst in der Lage ist zu entscheiden ob er das will oder nicht. Hut ab dafür!

Ich wünsche euch alles, alles Gute für die weitere Zukunft!

Cornelia

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Von Adoptionsbewerbung zu Dauerpflege und Glücklich
Ungelesener BeitragVerfasst: 30. Mai 2014 20:28 
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Liebe Kimba,

es tut mir sehr leid, dass euer Sohn so einen schweren Rucksack zu tragen hat und ich habe grosse Hochachtung vor euch, dass ihr mit eurer Liebe euch dieser schweren Aufgabe stellt und ihr macht es gut!

Euer Kind kann und darf seiner LM nicht helfen, er würde dabei zugrunde gehen.
So finde ich es gut, dass ihr den Kontakt in einen strikten Rahmen gestellt habt und auf ein Minimum beschränkt, es geht in so einem Fall nicht anders solange die LM ihr Alkoholproblem nicht lösen kann.
So sehr ich mir wünsche, dass Adoptiveltern und Herkunftseltern in Kontakt sind und bleiben und die Kinder ihre LE persönlich kennen, in Fällen einer Beeinträchtigung/Schaden am Wohlergehen des Kindes bin ich für eine Kontaktsperre.

Wenn du schreibst, dass er doch auch ein Kind sein und sich als solches entwickeln soll und darf, stimme ich dir voll und ganz zu. Das ist sein Recht und er ist nicht schuld am Problem seiner LM.

Es liegt im Wesen des Alkoholismus, dass sich die liebsten Menschen zu totalen und verlogenen Egoisten entwickeln und es ist ihnen schnurzpiepegal wenn sie ihr Umfeld ins Verderben stürzen. So kann sie eben auch nicht begreifen wie sehr sie ihrem Kind schadet wenn sie ihm Geschenke etc. schickt. Könnt ihr das nicht unterbinden?

Schliesslich ist Alkoholismus eine anerkannte schwere Erkrankung und es gibt heutzutage professionelle Hilfe für die Betroffenen. Sich im Krankenhaus entgiften zu lassen ist keine Hilfe, sondern eher eine Verlängerung des Leidens dieser Menschen.

Ich wünsche euch viel Kraft auf diesem nicht leichten Weg, der Junge hat Glück, Eltern wie euch gefunden zu haben.

LG Annalis


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 Betreff des Beitrags: Re: Von Adoptionsbewerbung zu Dauerpflege und Glücklich
Ungelesener BeitragVerfasst: 16. Jun 2014 11:22 
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So viele Kinder suchen „Jedentageltern“ die den Mut und die Kraft haben für Sie da zu sein, denkt auch an eine Dauerpflege. Ich bereue diesen Schritt nicht und unsere Familie ist perfekt.


Toll, dass ihr für euch den richtigen Weg gefunden habt. Glückwunsch.
Ich kenne mit einer Ausnahme nur Dauerpflegefamilien, die mit ihrer Entscheidung sehr zufrieden sind. Die, die ich kenne (6), haben mittlerweile selbst das Sorgerecht, das erleichtert vieles. Nur eine Dauerpflegefamilie, die ich kenne, lebt in Angst vor Rückführung... und das muss sehr (!) belastend für alle (!) Seiten sein.

Ich persönlich hätte kein Kind in Pflege genommen und bin der Mutter unseres Sohnes sehr dankbar, dass sie für ihn ganz offensichtlich Adoptiveltern wollte. Für mich hätte es nicht gepasst, irgendjemandem in dieser Form "Hilfe zur Erziehung" zu geben und so eng mit dem Amt zusammenzuarbeiten. Aber im Gegensatz zu einigen hier halte ich selbst Adoption an sich für eine ganz wunderbare Sache.

Änderung: Upps, das kommt raus, wenn man nicht den ganzen Beitrag liest... um so größeren GLÜCKWUNSCH zur Adoption.


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 Betreff des Beitrags: Re: Von Adoptionsbewerbung zu Dauerpflege und Glücklich
Ungelesener BeitragVerfasst: 16. Jun 2014 11:30 
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So finde ich es gut, dass ihr den Kontakt in einen strikten Rahmen gestellt habt und auf ein Minimum beschränkt, es geht in so einem Fall nicht anders solange die LM ihr Alkoholproblem nicht lösen kann.


So sehe ich das auch, und zwar genau so. Ich finde, die Achtung vor der und innere Nähe zu der Herkunftsfamilie kann manchmal besser hergestellt werden, wenn faktisch kein Kontakt besteht. Zumal in eurem Fall die schwerwiegende Behinderung des Kindes in Verursachung durch die Mutter liegt.

FAS ist nicht nur harter Rucksackinhalt, sondern ein dicker fetter Rucksack für sich, den das Kind (anders als psychische Rucksackinhalte) auch als ErwachseneR nie zurückgeben oder abarbeiten kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Von Adoptionsbewerbung zu Dauerpflege und Glücklich
Ungelesener BeitragVerfasst: 16. Jun 2014 12:02 
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Ich persönlich hätte kein Kind in Pflege genommen und bin der Mutter unseres Sohnes sehr dankbar, dass sie für ihn ganz offensichtlich Adoptiveltern wollte. Für mich hätte es nicht gepasst, irgendjemandem in dieser Form "Hilfe zur Erziehung" zu geben und so eng mit dem Amt zusammenzuarbeiten.

Da muss ich mal nachfragen. Heißt das, der Sohn wurde erst an dich übergeben, nachdem es einen rechtskräftigen Annahmebeschluss auf Veranlassung der Mutter hin gab?


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