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 Betreff des Beitrags: China
Ungelesener BeitragVerfasst: 6. Feb 2010 09:50 
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Vater kettet Sohn vor Supermarkt an
Erschienen am 06. Februar 2010


Passanten in Peking beobachten das traurige Schicksal des kleinen Jingdan (Foto: AFP)
Ein Bild eines in Peking vor einem Supermarkt angeketteten Jungen geht um die Welt - und mit ihm die traurige Geschichte des kleinen Jingdan. Wie mehrere Presseorgane berichteten, hat ihn sein eigener Vater angekettet - aus Angst, dass der Zweijährige von Kinderhändlern entführt werden könnte.

Der Rikschafahrer kann sich einen Platz im Kindergarten nicht leisten, berichtet die britische Zeitung "Daily Mail". Während er seiner Arbeit nachgehe, müsse er den kleinen Jingdang anketten. Seine Tochter sei erst vor zwei Wochen von Kinderhändlern entführt worden.




3 Bilder von 5
zur Foto-Serie


Schwester des Jungen spurlos verschwunden
Das vier Jahre alte Mädchen stand genau an der Stelle, an der ihr Bruder angekettet ist, heißt es in den Berichten. Von ihr fehle bis heute jede Spur. Bis zu 200.000 Kinder werden in China jedes Jahr angeblich entführt und an anderen Orten verkauft. Die Behörden beobachten das Problem mit wachsender Sorge.


Happy End für Jingdan
Zumindest für den kleinen Jingdan hat die Geschichte offenbar ein Happy-End. Wie die "Daily Mail" schreibt, hat ein örtlicher Kindergarten angeboten, den Jungen für drei Jahre kostenlos zu betreuen.

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"Man muß das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen."
Hermann Hesse


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 Betreff des Beitrags: Re: China
Ungelesener BeitragVerfasst: 6. Feb 2010 09:50 
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Kinderhandel in China
23.12.2007, von Petra Aldenrath, in Karte anzeigen

Immer mehr Kinder in China lernen die Schattenseiten des Lebens kennen. Kinder werden auch hier immer häufiger zu Verlierern in einer Gesellschaft, die immer materialistischer wird, in der die Einkommensunterschiede immer größer werden, in der Profit oft mehr zählt als ein Menschenleben. Während die Städter immer reicher werden, regiert auf dem Land oft die blanke Armut. Um dieser zu entfliehen, wandern mehr und mehr Menschen aus den ländlichen Gebieten ab und machen sich in den Städten auf die Suche nach Arbeit. Ihre Kinder lassen sie meistens zuhause. In manchen Dörfern Chinas leben mittlerweile nur noch die Alten und die Kinder. Da die unbeaufsichtigt sind, werden sie immer häufiger Opfer von skrupellosen Menschenhändlern. Petra Aldenrath auf den Spuren der Menschenhändler:



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Shangshi, ein kleiner südchinesischer Ort in der Nähe der Kreisstadt Pingxiang, nur wenige Kilometer von der vietnamesischen Grenze entfernt. Die Landschaft hier ist geprägt von hügeligen Bergen. Soweit das Auge reicht, ist das Land saftig grün.Eine alte Frau fegt mit einem Reisigbesen die Straße. Ihr Mann breitet Mais zum Trocknen in der Sonne aus. Ohne die Alten und die Kinder wäre das Dorf Shangshi verlassen. Alle im berufsfähigen Alter sind in die fernen Städte gegangen. Wie nach Peking, Shanghai oder Guangdongzhou. Die Männer schuften dort meist auf dem Bau, die Frauen arbeiten als Verkäuferinnen, als Hausangestellte oder in einer Fabrik. So ist es bei der 16jährigen Xiaoren:


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Meine Eltern sind seit zweieinhalb Jahren fort. Ich wohne bei meiner Großmutter. Mein Opa ist gestorben. Ich habe noch einen Cousin, der ist drei. Ich muss mich um ihn kümmern. Seine Eltern arbeiten in Peking. Xiaoren trägt eine große Verantwortung. Morgens geht sie in die Schule, danach erledigt sie den Haushalt, hilft der Großmutter auf den Feldern und versorgt noch ihren Cousin. So wie ihr geht es den meisten Kindern und Jugendlichen, die übrig geblieben sind im Dorf Shangshi, erzählt Pädagogin Lu Huiquiong, die sich um die Kinder von Shangshi kümmert:

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Hier gibt es viele Kinder, die zurückgelassen wurden. Weil die Gegend hier so arm ist, gehen die Eltern weg, um Arbeit zu suchen. Die Kinder, die ohne Eltern aufwachsen, sind leichte Opfer für Menschenhändlerbanden. Ihre Großeltern arbeiten auf den Feldern und können gar nicht richtig auf sie aufpassen. Unser Dorf liegt in der Nähe der vietnamesischen Grenze. Hier gibt es viele Bergpässe, die nach Vietnam führen. Deshalb ist die Gegend um Pingxiang ein Knotenpunkt für Menschenhändler, die hier Geschäfte wittern.


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Neueste Schätzungen der internationalen Organisation Unicef gehen davon aus, dass weltweit jedes Jahr rund 700.000 Menschen regelrecht verkauft werden. Jedes zweite Opfer der Menschenhändler ist laut Angaben der Unicef ein Kind. Die chinesische Regierung hat für das Jahr 2006 angegeben, dass 3480 Kinder gehandelt wurden. Chinesische Nichtregierungsorganisationen dagegen sprechen von bis zu 60.000 Kindern, die jährlich in China Menschenhändlern in die Falle geraten. Chinas Wirtschaft boomt. Ein Menschenleben ist oft nichts wert, wenn es ums Geld machen geht. Chinas Menschenhändler sind an Kindern aller Altersgruppen interessiert. Kräftige Jungen, die hart anpacken können, sind beliebte Arbeitskräfte. Sie werden an Ziegeleien oder Kohlegruben verkauft. Babies werden geraubt und an kinderlose Paare verhökert. Mädchen werden als Bräute verkauft, sie werden zur Prostitution gezwungen oder müssen als Bettelmädchen arbeiten. Am begehrtesten als Handelsware sind kleine Jungs. Nach wie vor ist in China ein Junge mehr wert als ein Mädchen. Familien, die bisher keinen männlichen Nachwuchs gezeugt haben, beschaffen sich den auf illegalem Weg.


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Das hat Familie Tang am eigenen Leib erfahren. Die Tangs leben in der Industriestadt Shuifu, in den Bergen der südchinesischen Provinz Yunnan. Herr Tang arbeitet im Chemiewerk der Stadt, seine Frau in einer Metzgerei. Als der Sohn der Tangs noch klein war, nahm Mutter Tang ihn oft zur Arbeit mit. Während sie drinnen Fleisch abwog, spielte der Kleine vor der Eingangstür. An einem Sonntagmorgen vor zweieinhalb Jahren geriet der damals dreieinhalbjährige in die Gewalt von Menschenhändlern:Sie haben mich mit Gewalt in ein Auto gezogen und mir den Mund zugehalten. Dann haben sie mich zum Bahnhof gebracht.Erinnert sich Xiaoming an seine eigene Entführung. Dann schweigt er und schaut weiter einen Comic an.Xiaoming gehört zu den wenigen vermissten Kindern Chinas, die wieder gefunden wurden. Ein Jahr lebte er bei einer Familie in Hebei:


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Die Familie, die unser Kind gekauft hat, wollte unbedingt einen Jungen. Sie hatten schon ein Mädchen. Der Handel mit Jungen blüht in China. Ein Junge kostet 20.000 Renminbi, umgerechnet 2000 Euro. Ein Mädchen ist um die Hälfte billiger.So berichten Vater und Mutter. Immer wieder schalteten sie damals Vermisstenanzeigen. Per Zufall erkannte ein Journalist aus Hebei den Jungen wieder. Er folgte der Spur, meldete den Fall und ein Jahr nach seiner Entführung kam Xiaoming zu seinen richtigen Eltern zurück. Wenn eine Familie in China ein Kind kauft, kann sie bisher nicht belangt werden. Menschen zu kaufen gilt in China nicht als Straftat. Geahndet wird lediglich der Verkauf. Das chinesische Rechtssystem wird gerade Schritt für Schritt reformiert, doch die Reformen sind noch nicht beim Thema Menschenhandel angelangt. Daher ging auch die Familie, die den kleinen Tang für umgerechnet 2000 Euro erwarb, straffrei aus. Bei den Tangs aus Shuifu hat die Entführung tiefe Narben hinterlassen. Vater und Mutter Tang lassen ihren Sohn keine Minute mehr aus den Augen. Sie bringen ihn zum Schulbus, holen ihn ab, begleiten ihn auf den Spielplatz und zu Freunden. Aus dem früher unbeschwerten, selbstbewussten Jungen ist ein Kind geworden, das mittlerweile zwar wieder lachen kann, aber panische Angst hat vor Fremden.


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Eine berechtigte Angst. Der Hauptbahnhof von Kunming, der Provinzhauptstadt von Yunnan. An Litfasssäulen, an den Scheiben der Zeitungskioske und an den Wänden im Fahrkartenverkaufsraum kleben Plakate mit Vermisstenanzeigen. „Wer hat unsere kleine Lu gesehen?“ steht da geschrieben. Dann noch ein Bild des Mädchens und seit wann sie verschwunden ist. Daneben wird ein Junge gesucht, dann ein kleines Baby. Alles Anzeigen von Eltern, die nicht soviel Glück hatten wie die Tangs aus Shuifu. Kunming ist eine Hochburg der Menschenhändler. Mehr als 300 Kinder wurden allein im vergangenen Jahr entführt, nur drei wurden wiedergefunden, listet die Elternorganistaion, „Childrens Seek Alliance“ auf.

Ich habe meine Tochter am 14. September 2002 verloren. Das war ein Sonntag. Meine Tochter war damals 8. Sie hat draußen gespielt. Wir haben überall nach ihr gesucht. Meine Frau und ich dachten: wir werden verrückt. Wir haben sie nicht gefunden.Ich habe meine beiden Söhne am Nationalfeiertag im Jahr 2003 verloren. Das war neun Uhr morgens. Sie haben draußen gespielt, ich habe drinnen Wäsche gewaschen. Der eine war damals 7, der andere 5. 20 Minuten waren sie alleine. In meiner Nachbarschaft haben 15 Familien in nur einem Monat ihre Kinder verloren.


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500 Eltern haben sich in den letzten Jahren der privaten „Childrens Seek Alliance“ angeschlossen. Die „Childrens Seek Alliance“ ist mittlerweile in mehreren Provinzen Chinas tätig. Auf eigene Initiative hin ließen die Eltern Kartenspiele mit den Fotos der Vermissten Kinder drucken und verteilen diese an Bahnhöfen, sie schalten Suchanzeigen in den Zeitungen, spenden sich gegenseitig Trost und versuchen, die Vermisstenanzeigen mit Hilfe des Internets publik zu machen:Wir geben nie auf mit der Suche. Aber ich weiß, die Chance, mein Kind zurückzufinden, ist sehr klein. Ein Kind in so einem großen Land wie China wieder zu finden ist genauso schwer, wie in einem Ozean nach einer Nadel zu fischen.


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Keiner der Betroffenen hat den Schmerz über den Verlust der Kinder bisher verwunden. In den Wohnungen stehen Fotos der Vermissten, auch die Spielsachen stehen nach wie vor bereit. Die Suche geht weiter. Dass die lokalen Polizeibeamten ihnen dabei helfen, glauben die Eltern aber nicht:

Ich habe damals, als meine Tochter entführt wurde, die Nummer der Polizei gewählt. Sie haben ein paar Fragen gestellt. Ich wage nicht zu sagen, dass sie gar nichts gemacht haben, aber sie haben uns nicht geholfen. Ich weiß echt nicht, warum man unsere Gesellschaft eine menschlich-orientierte Gesellschaft nennt. Die ganzen Beamten scheren sich doch einen Dreck um die Menschenhändler.


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China ist ein durch und durch von Korruption zerfressenes Land. Lokale Funktionäre oder Polizisten stecken oft mit den Menschenhändlerbanden unter einer Decke. Sie kassieren Bestechungsgelder und schützen die Täter, sind sich die Eltern einig:Der Polizist, der für Entführungen zuständig ist, war total grob zu uns. Er hat uns gesagt, dass wir unsere Kinder falsch erzogen hätten, dass es unsere eigene Schuld sei, wenn sie nun weg seien. Wenn sie von einem Auto überfahren würden, geschähe uns das nur recht, sagte er weiter. Die lokalen Polizisten haben ja keinen wirtschaftlichen Nutzen, wenn sie uns helfen – warum sollten sie es also tun? China ist so eine geldorientierte Gesellschaft. Ein Kind wieder zu finden, hat keinen wirtschaftlichen Nutzen. Wer interessiert sich schon für das Schicksal eines Kindes?

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 Betreff des Beitrags: Re: China
Ungelesener BeitragVerfasst: 6. Feb 2010 10:27 
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Diejenigen, die Auslandsadoptionen bis heute uneingeschränkt für humane Handlungen halten, werden sich dafür nicht interessieren und die Zweifler überraschen solche Horrormeldungen nicht.
Überall dort, wo die soziale Schere weit auseinander klafft, wird immer mit allem Handel getrieben, wofür es eine Nachfrage gibt. In dem Moment, in dem diese Nachfrage in irgendeiner Form befriedigt wird, wittern Kriminelle gute Geschäfte. Ganz besonders schlimm finde ich dabei die Variante, wo Eltern selbst tätig werden und ihre Kinder zur "Adoption" abgeben; zum Beispiel weil nur männliche Nachkommen "gut" sind, das Einkommen nicht reicht oder sich die sozialen Verhältnisse im Land derart verändert haben, dass Kinderreichtum eher eine Last wurde.
Auch hierzulande hätte es nie Adoptionen geben dürfen, deren Grund einzig die Familienschande, das junge Alter der Eltern, oder eine unterlassene oder zu leichtfertig aufgegebene soziale Unterstützung der Auslöser war. Auch hier wurden (und werden teilweise bis heute!) nur die Bedürfnisse anderer, als die des Kindes oder seiner Eltern befriedigt.

Nicht nur deswegen ist es für mich persönlich unfassbar, dass es in den reichen Ländern Menschen gibt, die ihr komplettes Vermögen lieber dem Tierschutz spenden, als wenigstens Teile davon z. B. auch an Unicef.

LG, Mausi

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Eine Herkunftsmutter, die die Weggabe von Anfang an bereut hat
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 Betreff des Beitrags: Re: China
Ungelesener BeitragVerfasst: 6. Feb 2010 14:03 
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Ich bin strikt gegen Auslandsadoption.
Weil man lieber den armen Familien dort helfen sollte durch eine direkte Patenschaft,anstatt selbst tätig zu werden,und ein Kind von dort "holen" zu wollen.
Ausserdem weiss man niemals,wie man zu einem Kind kam,und ob es wirklich eine legale Sache war,oder Kindesraub.
Wenn man einem Kind wirklich helfen möchte ,dann sollte man direkte Hilfestellungen geben indem man Lebensmittel,Geld oder Hilfsgüter dahinsendet.Kein Kind sollte aus seinem Heimatland herausgezerrt werden um fortan in fremden Gefilden leben zu müssen ,und gezwungen zu werden sich anpassen zu müssen.
Habe schon so viele Dokus gesehen über Auslandsadoption.Eine davon hat mich sehr erschüttert,und zum weinen gebracht.Nein.Auslandsadoption finde ich sehr sehr schlimm.

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Ich hab mir diesen Weg hier ausgesucht.
Du wirst geliebt wirst gehasst und wirst auch verflucht.
Doch ich hab nur auf mein Herz gehört und wusste dann,
Du gehst den Weg eines Kriegers bis zum Schluss verdammt.



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 Betreff des Beitrags: Re: China
Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Feb 2010 21:22 
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und ich bin strikt dagegen, dass sich eltern durch umstände, welche in armen oder auch reichen ländern herrschen, zu einer abgabe entscheiden! irony11

wäre die welt in ordnung so gäbe es keine adoption, alle kinder wären satt und würden in IHREN UREIEGENEN und liebevollen familien aufwachsen.

patenschaften haben mein mann und ich, ein hilfsprojekt in einer klinik im herkunftsland habe ich mit freunden auf die beine gebracht, hilfsgüter soviel wir nur im fluggepäck mitnehmen können, bei besuchen ins herkunftsheim unserer adoptivtochter laden wir dort ab, spenden sammeln bei verwandten und freunden, ja, ja... machen wir alles, ist aber nur ein tropfen auf dem heissen stein :cry

unsere adoptivtochter hätte niemals in ihrem land eine chance erhalten von einem dort ansässigen paar adoptiert zu werden, sie ist zu dunkelhäutig, dort herrscht durch kastensystem eine art von rassismus den ihr euch nicht vorstellen könnt :cry hat hier einer von den kritikern schon einmal asiatische kinderheime besucht, bitte erfahrungsberichte, nur zu!!!

unser adoptivtochter hatte das glück, nicht in einem brunnen zu sterben, damit die schande eines unehelichen kindes von der bildfläche ist, schock sowas , gell???

ihre familie mithilfe der wohlfahrt VERHALFEN ihr ins kinderheim. dort lebte sie fast ein jahr, sie war stark unterernährt als sie zu uns kam, hat einer von den kritikern hier schonmal ein fast verhungertes und hospitalisiertes kind aufgepäppelt, erfahrungsberichte bitte!!! wäre sie nicht zu uns gekommen, dann friede ihrer seele und amen :cry :cry :cry

ich kann verstehen, dass man sich gegen auslandsadoption ausspricht, aber dann bitte mit einem minimalen hintergrund an wissen und informationen. nicht jede adoption ist kinderhandel, nicht jedes adoptivelternteil ist in kinderhandel verbandelt, nicht jede abgebende mutter ist eine schlampe und nicht jeder abgebende vater ein mann ohne verantwortung.

hoch lebe die differenzierung, hoch lebe der respekt, hoch lebe das verständnis irony11

ich bin eine friedliche frau, habe enge freundschaften mit adoptierten und auch mit abgebenden eltern, diese freundschaften sind möglich, weil wir freunde uns gegenseitiigen respekt entgegenbringe :grouphug aber wenn ich sowas, wie untenstehend lese, das bereitet mir herzweh :weg

nichts für ungut und liebe grüsse,
urmeli :grouphug

Ich bin strikt gegen Auslandsadoption.
Weil man lieber den armen Familien dort helfen sollte durch eine direkte Patenschaft,anstatt selbst tätig zu werden,und ein Kind von dort "holen" zu wollen.
Ausserdem weiss man niemals,wie man zu einem Kind kam,und ob es wirklich eine legale Sache war,oder Kindesraub.
Wenn man einem Kind wirklich helfen möchte ,dann sollte man direkte Hilfestellungen geben indem man Lebensmittel,Geld oder Hilfsgüter dahinsendet.

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berthold brecht


Zuletzt geändert von urmeli am 7. Feb 2010 21:34, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: China
Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Feb 2010 21:33 
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hallo mausi,

ich kann jede deiner zeilen nur unterstreichen, hast recht [smilie=sign1_respekt.gif]

liebe grüsse,
urmeli [smilie=emot-heartbeat.gif]

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Überall dort, wo die soziale Schere weit auseinander klafft, wird immer mit allem Handel getrieben, wofür es eine Nachfrage gibt. In dem Moment, in dem diese Nachfrage in irgendeiner Form befriedigt wird, wittern Kriminelle gute Geschäfte. Ganz besonders schlimm finde ich dabei die Variante, wo Eltern selbst tätig werden und ihre Kinder zur "Adoption" abgeben; zum Beispiel weil nur männliche Nachkommen "gut" sind, das Einkommen nicht reicht oder sich die sozialen Verhältnisse im Land derart verändert haben, dass Kinderreichtum eher eine Last wurde.
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 Betreff des Beitrags: Re: China
Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Feb 2010 23:39 
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Daran war nichts verwerfliches.Was ist denn daran schlimm was ich schrieb?!
Gar nichts!
*verwundert schau*

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Doch ich hab nur auf mein Herz gehört und wusste dann,
Du gehst den Weg eines Kriegers bis zum Schluss verdammt.



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 Betreff des Beitrags: Re: China
Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Feb 2010 23:48 
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patenschaften haben mein mann und ich, ein hilfsprojekt in einer klinik im herkunftsland habe ich mit freunden auf die beine gebracht, hilfsgüter soviel wir nur im fluggepäck mitnehmen können, bei besuchen ins herkunftsheim unserer adoptivtochter laden wir dort ab, spenden sammeln bei verwandten und freunden, ja, ja... machen wir alles, ist aber nur ein tropfen auf dem heissen stein

unsere adoptivtochter hätte niemals in ihrem land eine chance erhalten von einem dort ansässigen paar adoptiert zu werden, sie ist zu dunkelhäutig, dort herrscht durch kastensystem eine art von rassismus den ihr euch nicht vorstellen könnt hat hier einer von den kritikern schon einmal asiatische kinderheime besucht, bitte erfahrungsberichte, nur zu!!!


Das ist doch gut.Respekt!Tut nicht jeder.


(Ich habe aber dennoch ein Recht auf meine eigene Meinung,und die vetrete ich auch,auch wenn es andere manchesmal trifft und wehtut,was ich nicht will natürlich)

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 Betreff des Beitrags: Re: China
Ungelesener BeitragVerfasst: 8. Feb 2010 07:56 
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der begriff ein kind "holen" kommt bei adoptiveltern in etwa genau so negativ rüber wie ein kind "verstossen" bei abgebenden eltern!

"holen", der begriff mag durchaus angebracht sein, wenn jemand ausdrücken will, dass es sich in allen fällen von auslandsadoption um kinderklau, kinderhandel usw handelt. kinderhandel ist eine kriminelle tat, ebenso machen sich adoptiveltern schuldig, welche kinder bei solchen verbrechern "holen".

verwerflich ist an solchen sätzen absolut nichts, wenn der/die schreiberin damit kriminelle menschen anspricht! da ich jedoch denke, dass sich hier im forum weder kinderhändler noch kinderkäufer befinden, ist einfach nicht so gut rübergekommen :rolleyes

einen guten wochenstart euch allen,
urmeli :Sonne

Daran war nichts verwerfliches.Was ist denn daran schlimm was ich schrieb?!
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 Betreff des Beitrags: Re: China
Ungelesener BeitragVerfasst: 8. Feb 2010 16:50 
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Ich bleibe weiterhin bei der Formulierung ohne jemanden anzugreifen!
Un sag halt des lieben Friedens Willen "Ab-holen" ;)

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