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 Post subject: ... ich glaub ich hab echt schei... gebaut
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Hi, ich glaub ich brauche vorallem einen Rat von den Herkunftsmüttern hier ...
also erstmal zur Situation: Ich habe meine leibliche Mutter besucht, und eigentlich war auch alles gut ... sie ist sehr lieb, und sieht mir seeehr sehr ähnlich :insane ... es war eigentlich total schön ... das Problem ist nur, oder ich sehe es als ungünstig, besser so, es weis keiner ... ich existiere praktisch gar nicht als das was ich bin ... ich bin für sie eine besondere Freundin. Ok, besser als nichts, hey, ich habe meine Ma getroffen! :midi27: Ich komme mir irgendwie undankbar vor, hab echt ein schlechtes Gewissen, aaaaber ... ich kann es nicht erklären. Für alle die mich dort gesehen haben, von ihrer Familie, ihre Freunde, bin ich eine Freundin ... und auch für sie, glaub ich (?) . Also hab ich ihr gesagt das ich ihr nichts "übel" nehme, sie nie verurteilen würde und sie immer lieb haben werde ... und hab sie gefragt warum sie es niemandem sagen kann. Sie sagte das sie sich sehr schämt, und es keiner aus ihrem Umfeld verstehen würde ... ich könnt heulen ... ist das so? Für sie, und ich glaube für sehr sehr viele, bestimmt fast alle Herkunftseltern war es nie leicht sein Kind abzugeben, oder?Warum kann man das nicht verstehen? Wer nimmt sich das Recht heraus ohne Vorwissen so zu urteilen? Das Ergebnis ist, wie bei meiner ma, sie trauen es sich nicht zu sagen, nichtmal ihren Männern, oder wenigstens sich hilfe zu suchen ... ich bin schon fast wütend ... Sie hat NOCH NIE darüber gesprochen ... sprechen können!!!! Und jetzt? Sie sagt sie fühlt sich unter druck gesetzt und bedrängt von mir, und wir haben den Kontakt auf unbestimmte Zeit abgebrochen (hoffe ich) ...
Ich wäre so gerne mehr ... es fühlt sich an wie ein zweites Mal abgelehnt zu werden ... ich weis nicht, ich glaub ich dreh durch ... Kann es sein das sie mich deswegen nur als Freundin sehen kann? Vielleicht will sie mich ja auch gar nicht als mehr sehen, bin es einfach nicht, aber wo gehöre ich denn dann hin? Aber von allem was ich von ihr erlebt habe, bis jetzt, kann ich mir das fast gar nicht vorstellen ... sie ist ein guter Mensch ...
Gibt es hier L. Mütter die sich schon mal "geoutet" haben? Kann ich ihr irgendwie helfen? Ich will sie nicht verlieren ... Will ich zuviel? Ist das normal? Ich habe schon oft gelesen das adokinder nur eben wissen wollen woher sie kommen, und dann wieder "abziehen" ... bei mir ist das nicht so ... ich denke jeden Tag an sie, und wünschte mir eigentlich wieder zu ihr zu gehören ... das klingt komisch oder ... ist aber so
sorry wenn das vielleicht alles wirr ist, ich bin momentan ein bissl durch den wind ...


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 Post subject: Re: ... ich glaub ich hab echt schei... gebaut
Unread postPosted: 27. Jan 2014 15:02 
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Liebe Jule,

auch wenn Du mit dieser Situation momentan Probleme hast, ich beglückwünsche dich zu diesem Kennenlernen, denn aus Sicht von anderen Betroffenen hast Du Glück gehabt. Lass dieses Glück nicht mehr los. Du wirst das alles, was gerade auf dich einstürzt, sicher bald besser verstehen!

Doch nun zu deinen Fragen:

Quote:
Ich komme mir irgendwie undankbar vor, hab echt ein schlechtes Gewissen, aaaaber ... ich kann es nicht erklären.
Dazu besteht absolut kein Grund! Es ist doch nachvollziehbar, dass Du das noch nicht alles verstehen kannst, denn wirklich herangeführt an diese Sorte Probleme, wurdest Du ja nicht - so wie viele Tausende anderer Adoptierte auch nicht. Das Wiedersehen war früher überhaupt nicht vorgesehen und heutzutage auch noch nicht wirklich überzeugend. Im Gesetz jedenfalls ist es nicht verankert. Das Ganze wird nach wie vor stiefmütterlich behandelt.

Quote:
Für alle die mich dort gesehen haben, von ihrer Familie, ihre Freunde, bin ich eine Freundin ... und auch für sie, glaub ich (?) .
Daraus solltest Du auf gar keinen Fall irgendwelche negativen Rückschlüsse auf dich oder gar deinen "Wert" ziehen! Das hat höchstwahrscheinlich ausschließlich damit zu tun, dass sich deine leibliche Mutter Zeit ihres Lebens für ihre "Tat" geschämt hat, denn die Gesellschaft hat sie in diese Rolle gezwängt. Im Grunde genommen geht es uns allen so, vielleicht ausgenommen die, die eher aus irgendwelchen verwerflichen oder gar kriminellen Gründen ihr Kind weggegeben haben und sowieso gefühlsmäßig gestört sind. Diese sollten aber nicht der Maßstab sein, denn sie sind krank.

Quote:
Also hab ich ihr gesagt das ich ihr nichts "übel" nehme, sie nie verurteilen würde und sie immer lieb haben werde ... und hab sie gefragt warum sie es niemandem sagen kann. Sie sagte das sie sich sehr schämt, und es keiner aus ihrem Umfeld verstehen würde ... ich könnt heulen ... ist das so?
Ja, das glaube ich ungesehen! Hier nur einmal eine winzig kleine Auswahl an Stimmen aus dem Volk zu abgebenden Müttern:

2013, Zitat aus dem Internet:
"was ich nicht verstehe ist dass KInder die zur Adoption freigegeben oder weggeworfen wurden ihre Erzeuger kennenlernen möchten. Die meisten haben sehr gute Adoptiveltern und verletzen diese mit diesem Wunsch. Ich würde meine Mutter nicht suchen wenn die mich hergegeben hätte. Ich würde sie verachten."

Bianka, vor langer Zeit hier im Forum:
"... Letztens las ich erst wieder so einen Satz: "Frag doch mal eine NORMALE Mutter, ob sie einfach so ihr Kind weggeben würde..."

Sonstige, ältere Zitate aus dem Internet:

"Wie kann man nur daran denken, ein kleines Kind aus seiner natürlichen Umgebung herauszureißen? Will man die Psyche des Kindes unbedingt zerstören? (Adoptierte/r)"

"Für mich wäre die Weggabe eines Kindes undenkbar« (A-Elternteil)"
(Anmerkung: aus diesem berufen Mund an sich schon ein Witz!)

"Lebensläufe, die geprägt von Sucht oder Gewalt sind, kennen Adoptivfamilien normalerweise nur vom Hörensagen« (A-Elternteil)"

"Es gibt keine zwei Mütter; es gibt eine Erzeugerin und eine Mutter. (Adoptierte/r)"

"Es tut weh an all die Kinder denken zu müssen, denen es aufgrund des Egoismus ihrer leiblichen Mütter nicht vergönnt war in einer heilen, liebenden Familie groß zu werden« (Adoptierte/r) "

"In der heutigen wissenschaftlich medizinisch fort­geschrittenen Zeit, mit den vielfältigsten Verhütungs­methoden muss Frau nicht schwanger werden« (Anonym)"

"Da sollte Frau doch verantwortungsbewusst ge­nug sein und eben aufpassen, sprich verhüten« (Anonym)"

"Wer sein Kind abgegeben hat, hat das im Normalfall mit seiner eigenen Unterschrift besiegelt = ein willentlicher und bewusster Akt. Im übrigen war Adoption auch immer als Entlastung der ›lieben‹ leiblichen Eltern gedacht; das vergessen die Leiblichen heute aber allzu schnell« (Adoptierte/r)"

"Bei allem Verständnis für gewisse Situationen und Notlagen … für mich persönlich würde es keine Gründe geben ein Kind wegzugeben – nicht einen einzigen« (Anonym)"

"Abgebende Frauen sind die Allerletzten an deren Meinung in Sachen Identität ich als Adoptierter interessiert bin« (anonym)"

Solche, und viele andere derartiger Veröffentlichungen, machen es uns Geächteten nicht gerade leicht uns mit diesem Bekenntnis zu outen. Jeder gesellschaftlich identifizierte Versager bekommt irgendeine zweite Chance, aber der Verzicht auf sein eigenes Kind macht da meistens eine Ausnahme. Nur ganz wenige nicht Betroffene können diesem Tatbestand ein gewisses Verständnis entgegenbringen.

Quote:
Für sie, und ich glaube für sehr sehr viele, bestimmt fast alle Herkunftseltern war es nie leicht sein Kind abzugeben, oder?
Im Grunde sehe ich das auch so, aber es gibt auch da Ausnahmen, denn manche Mütter können mit ihren Kindern nachweislich nichts anfangen. Die meisten aber bleiben trotz dieser Lage bei den leiblichen Eltern/Müttern.


Quote:
Warum kann man das nicht verstehen? Wer nimmt sich das Recht heraus ohne Vorwissen so zu urteilen?
Es wird nun einmal von der Gesellschaft so bewertet, dass eine Mutter ihr Kind zu lieben hat. Wer das nicht hinkriegt, ist demnach pauschal erst einmal ein Charakterschwein.

Quote:
Das Ergebnis ist, wie bei meiner ma, sie trauen es sich nicht zu sagen, nichtmal ihren Männern, oder wenigstens sich hilfe zu suchen ... ich bin schon fast wütend ... Sie hat NOCH NIE darüber gesprochen ... sprechen können!!!!
Ich verstehe diese Wut mehr als gut! Dieses Problem lässt sich langfristig nur durch eine Änderung der Adoptionsgesetzgebung verbessern. Solange das (gesetzlich vorgegebene) Ziel von Adoption die hundertprozentige Entfremdung von der abgebenden Familie ist, werden Außenstehende keine Notwendigkeit sehen "Herkunftseltern/-müttern" irgendein "übertriebenes" Verständnis entgegen zu bringen.
Wozu denn auch? Die "ungewollten" KInder haben "bessere" Eltern bekommen und dafür sollten sie "dankbar" sein. Basta! (Ironiemodus wieder aus).

Quote:
Und jetzt? Sie sagt sie fühlt sich unter druck gesetzt und bedrängt von mir, und wir haben den Kontakt auf unbestimmte Zeit abgebrochen (hoffe ich) ...
Ich denke, dass sie genau so fühlt, aber es ist keine Schuldzuweisung gegen dich, sondern der nicht verarbeitete innere Konflikt mit sich selbst! Sie muss begreifen, dass sie es sagen muss wenn sie jemals in Frieden damit leben will.

Du musst ihr irgendwie klar machen, dass dieses Verheimlichen der Fakten seit dem Kontakt zu Dir für sie mit jedem Tag schlimmer wird. Solange sie nichts von Dir wusste, konnte sie mit der "Lügerei" noch ganz gut leben (Aus dem Auge, aus dem Sinn!), aber nun funktioniert das sicher nicht mehr.

Man muss darüber sprechen, sonst geht man vor die Hunde. Das gilt übrigens auch für Adoptiveltern, die die Annahme verheimlichen und für Adoptierte, die sich nicht eingestehen wollen, dass sie mit der unbekannten Herkunft oder ihrem Adoptivstatus doch ein Problem haben.

Empfehle ihr doch einmal mein Buch, damit sie sieht wie dankbar sie eigentlich sein müsste, dass Du dich so für sie erwärmen kannst! Sie begreift offenbar nicht, dass das eine absolute Ausnahme und Gnade ist.

Quote:
Ich wäre so gerne mehr ... es fühlt sich an wie ein zweites Mal abgelehnt zu werden ... ich weis nicht, ich glaub ich dreh durch ... Kann es sein das sie mich deswegen nur als Freundin sehen kann?
Ich kann dich sehr gut verstehen!
Ob sie dich "nur" als "Freundin" sehen kann und nicht als "Tochter", kann ich nicht beurteilen. Ich denke, darum geht es gar nicht, sondern darum, dass sie dich überhaupt (noch nicht) in ihr heutiges Leben integrieren kann. Sie muss erst öffentlich dazu stehen! Ich bin überzeugt davon, dass ihre Reaktion eine ganz andere gewesen wäre, hätte ihr Familie von der Adoption bereits schon länger gewußt.

Quote:
Vielleicht will sie mich ja auch gar nicht als mehr sehen, bin es einfach nicht, aber wo gehöre ich denn dann hin? Aber von allem was ich von ihr erlebt habe, bis jetzt, kann ich mir das fast gar nicht vorstellen ... sie ist ein guter Mensch ...
Das denke ich auch und das solltet ihr beide als Basis annehmen, darauf eine neue Beziehung aufzubauen. Du hast den ersten, offenbar für dich richtigen Schritt getan; jetzt muss sie an sich arbeiten und dabei kannst Du sie unterstützen, denn im Moment bist Du die "Klügere" (was das Wissen um die Zusammenhänge angeht).

Quote:
Gibt es hier L. Mütter die sich schon mal "geoutet" haben? Kann ich ihr irgendwie helfen? Ich will sie nicht verlieren ... Will ich zuviel? Ist das normal?
Nein, Du willst ganz sicher nicht zu viel und ja, das ist "normal".

Quote:
Ich habe schon oft gelesen das adokinder nur eben wissen wollen woher sie kommen, und dann wieder "abziehen" ... bei mir ist das nicht so ... ich denke jeden Tag an sie, und wünschte mir eigentlich wieder zu ihr zu gehören ... das klingt komisch oder ... ist aber so
Bei mir ist es so, dass meine Tochter von Anfang an (seit sie 17 war) keinen Kontakt wollte. Leider hat sie über 20 Jahre dazu benötigt, das auch offen zu sagen. Mir tut das sehr leid, denn ich stand einer Kontaktaufnahme von ihrer Seite immer positiv gegenüber, aber ich hätte mit ihre Ablehnung leben können, denn vom Jugendamt wurde mir schon damals gesagt, dass ich sie nie mehr sehen dürfte/würde.

Wenn Du ihr gegenüber ein gutes Gefühl hast, dann versuche Geduld zu haben, was sicher sehr schwer ist. Es hat null Sinn Druck zu machen (ist nicht negativ gemeint!!), denn sie muss erst einmal mit deiner Entwicklung in dieser Angelegenheit Schritt halten können. Wer weiß, ob sie sich jemals z. B. in so einem Forum wie hier ausgetauscht hat? Woher sollte sie dann über die Gefühle, Hoffnungen und Ängste der anderen beiden Adoptionsgruppen bescheid wissen? Selbst ihre eigenen Bedürfnisse werden ihr nicht klar sein, denn sie wurde sicher nicht besser in ihre Rolle eingeführt als z. B. ich - namlich gar nicht.

Liebe Jule, ich hoffe sehr, dass Du bald etwas Positives dazu erleben wirst!

Cornelia

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 Post subject: Re: ... ich glaub ich hab echt schei... gebaut
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Kann ich ihr irgendwie helfen? Ich will sie nicht verlieren ... Will ich zuviel? Ist das normal?
Sorry, habe gerade bemerkt, dass ich hier noch etwas vergessen habe:

Nein, Du willst sicher nicht zu viel! Das was Du willst ist für mich "normal". Es ist aber im Sinne der gesetzlichen Lage und praktizierten Adoptionspraxis eben nicht normal, denn da erwartet keiner, dass sich Adoptierte wieder den Menschen annähren, die sie einst "im Stich gelassen" haben. Die Gänsefüßchen nur deswegen, weil ich eine bewusst überlegte Adoptionsfreigabe über ein Jugendamt nicht als "im Stich lassen" sehe. Es ist ein bewußt herbeigeführtes Übergeben in fremde, aber ausgesuchte Hände.

Helfen kannst Du deiner Mutter zu allererst durch deine Offenheit. Sprich mit ihr über deine Gefühle und Wünsche für die Gestaltung der sich gerade bildenden Beziehung und frage nach ihren Gedanken dazu. Lasst euch beiden den ausreichenden Freiraum und schafft Rückzugsmöglichkeiten, bzw. Zeiten der Besinnung, denn es wird auch auf deiner Seite vermutlich Zeiten geben, wo Dir der Kontakt zu eng wird. Wenn ihr so etwas rechtzeitig klärt, kann der jeweils andere auch unbelastet diesen Freiraum anmelden. Mißverständnisse sind dann unwahrscheinlicher.

Ich finde übrigens, dass ihr das schon erstaunlich gut praktiziert habt (deinen Schilderungen nach zu urteilen)!

Also ich möchte noch einmal explizit raten: habe Geduld mit ihr, mache ihr aber auch klar, dass es schon alleine für sie selbst nicht gut ist, die Adoption noch länger zu verheimlichen. Die Zeit der Verschleierung sollte nun vorbei sein. Je länger sie der Familie deine wahre Identität verschweigt, je tiefer zieht sie sich mit diesen Schwindeleien in das berühmte Loch! Aus diesem kommt sie mit jeder Woche Warten schwerer heraus.

Eigentlich wäre ihr jetzt also dringend zu raten, die Gelegenheit eures ersten Zusammenkommens, das ja offenbar von allen ihren Leuten positiv aufgenommen wurde), zur Offenbarung zu nutzen. Es ist jetzt die beste Gelegenheit.
So gesehen ist Druck schon angesagt, aber nicht was deine Beziehung zu ihr angeht (von wegen sie hat Angst, dass Du nur den Kontakt hältst, wenn sie mit ihren Leuten redet). Ich hoffe, Du verstehst mich jetzt nicht falsch :-) Du machst alles richtig!! :jc_doubleup:

Cornelia

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 Post subject: Re: ... ich glaub ich hab echt schei... gebaut
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[quote="[url=../post91931.html#p91931] Hier nur einmal eine winzig kleine Auswahl an Stimmen aus dem Volk zu abgebenden Müttern:

[/quote]


Und leider wurde ich hier im Forum als Mann auch schon seitens Martina und diesem Homosexuellem Ydol veraechtlich behandelt, weil ich als Mann in die Adoption eingewilligt hatte.
Es trifft auch Maenner. Und verletzt. Und das wollen solche Leute ja auch!

Und es ist wie ein Traum von Liebe, dass hier eine Tochter an ihrer leiblichen Mutter haengt.
Auf jedenfall kann ich die Scham der leiblichen Mutter ganz verstehen, und gerade deshalb darf man nicht aufgeben, sondern mit Geduld weiter wirken. Nun hat diese Mutter innerlich eine tiefe Bewegung, das wird nicht folgenlos bleiben und sicher, auch wenn ich kein Prophet bin, wird sie sich der Tochter wieder oeffnen.

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Die Verbindung von Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen, ist eine Essenz. Die Verbindung zweier Erwachsener, die Kinder adoptieren, ist eine Konstruktion.
AndreasKs im Forum von MANNdat

Leibliche Eltern waren immer auch soziale Eltern und können nicht einfach auf den biologischen Ursprung reduziert werden.


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 Post subject: Re: ... ich glaub ich hab echt schei... gebaut
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Und leider wurde ich hier im Forum als Mann auch schon seitens Martina und diesem Homosexuellem Ydol veraechtlich behandelt, weil ich als Mann in die Adoption eingewilligt hatte.
Es trifft auch Maenner. Und verletzt. Und das wollen solche Leute ja auch!

Und es ist wie ein Traum von Liebe, dass hier eine Tochter an ihrer leiblichen Mutter haengt.
Auf jedenfall kann ich die Scham der leiblichen Mutter ganz verstehen, und gerade deshalb darf man nicht aufgeben, sondern mit Geduld weiter wirken. Nun hat diese Mutter innerlich eine tiefe Bewegung, das wird nicht folgenlos bleiben und sicher, auch wenn ich kein Prophet bin, wird sie sich der Tochter wieder oeffnen.


Wenn dieser ............ Herr seine unqualifizierten, aus der Luft gegriffenen Seitenhiebe nicht unterlässt und meinen Namen ständig zu missbrauchen, werde ich andere Seiten aufziehen!!!!!!!

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 Post subject: Re: ... ich glaub ich hab echt schei... gebaut
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(...) werde ich andere Seiten aufziehen!!!!!!!


Saiten meinst Du. Wie bei einer Harfe oder Zither. Ansonsten gehe einfach nicht auf gewollte oder versehentliche Provokationen ein. Ich finde es auch nicht gut, dass Hans hier gleich anfängt, Namen zu nennen, obgleich ich ihm in der Sache nicht ganz Unrecht geben kann. Vor Jahren hatte ich bei Fasen eine sinnverwandte Auseinandersetzung mit der Teilnehmerin S. alias E., die Männern pauschal die Fähigkeit absprach, sich in die Situation von Frauen hineinversetzen zu können. So eine Aussage hat hier zugegebenermaßen aber keiner gemacht. Die Frage richtete sich eben nur an Herkunftsmütter aufgrund von deren eigener Erfahrung, obgleich nichts dagegen spricht, dass Herkunftsväter genauso oder zumindest ähnlich empfinden können.

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 Post subject: Re: ... ich glaub ich hab echt schei... gebaut
Unread postPosted: 28. Jan 2014 12:43 
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Harald schrieb:
Quote:
Saiten meinst Du. Wie bei einer Harfe oder Zither. Ansonsten gehe einfach nicht auf gewollte oder versehentliche Provokationen ein. Ich finde es auch nicht gut, dass Hans hier gleich anfängt, Namen zu nennen, obgleich ich ihm in der Sache nicht ganz Unrecht geben kann.
.
Mit den Seiten/Saiten gebe ich Dir Recht.
Hast Du nicht bemerkt, dass der Herr mich ständig namentlich mit irgendwelchen "Unsachlichkeiten" meinerseits in seine Richtung anprangert. Viele davon haben sich schon als von meiner Seite nicht geäußert erwiesen. Auch habe ich hier noch nie irgendeiner Herkunftsseite der Abgabe wegen Vorhaltungen gemacht, weil mir das 1. nicht zusteht und 2. ich nicht weiß, wie ich in deren Situation gehandelt hätte. Mir ist präsent, dass sich etliche andere User mit Vorwürfen in seine Richtung nicht zurückgehalten haben, aber ich war es nicht. (Zwar habe ich mich gegen seine üblen Beschimpfungen mir gegenüber zur Wehr gesetzt, aber nicht in dieser Sache). Alle gegen ihn vorgebrachten Anschuldigungen wirft er in meine Richtung zurück und das ist charakterlich mehr als billig. Den seiner Phantasie als "Homo" herumspukenden User hat er auch mit ganz widerlichen Provokationen hier aus dem Forum gedrängt, was ihm absolut nicht zustand, weil der ihm in keiner Weise irgendwie zu nahe getreten war. Dabei war gerade dieser Schreiber meiner Einschätzung nach eine echte Bereicherung für den Austausch hier. Aber die Gründe dafür waren nicht die in dem Kopf des Herrn herumspukende "Orientierung", die ihn ja, wenn es so wäre, absolut nichts angeht, sondern lagen auf einer ganz anderen Schiene.

Aber schön, dass Du für diesen Herrn Partei ergreifst, so hat wenigstens er eine erfreuliche Mitteilung am heutigen Tag!

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Harry4244 wrote:
[...]Ansonsten gehe einfach nicht auf gewollte oder versehentliche Provokationen ein. Ich finde es auch nicht gut, dass Hans hier gleich anfängt, Namen zu nennen, obgleich ich ihm in der Sache nicht ganz Unrecht geben kann.[...]
Danke Harald, das sehe ich auch so und ich würde es mir wünschen, dass das Nennen von Namen zwecks der Ruhe unterbleibt. Egal ob Beleidigung oder nicht, es führt immer zu völlig unnötigen und meistens absurden Diskussionen, die nur selten etwas mit dem eigentlichen Faden zu tun haben! Tragt also bitte private Fehden auch privat aus.

Siehe bitte auch die Ermahnung der Fadeninhaberin Julia :jc_doubleup:

______________________

Harry4244 wrote:
Die Frage richtete sich eben nur an Herkunftsmütter aufgrund von deren eigener Erfahrung, obgleich nichts dagegen spricht, dass Herkunftsväter genauso oder zumindest ähnlich empfinden können.
Harald, hier gebe auch ich Hans recht, denn das ist ein Phänomen, das so alt wie die Diskussionen um Adoption ist. Die abgebenden Väter, egal ob diese als verheiratet mit der Kindsmutter, als ledig, verschwunden, verheimlicht oder tatsächlich unbekannt gelten, werden nur selten thematisiert. Das hat hier früher auch schon Burkhard immer wieder angemerkt.

Nicht nur in der Öffentlichkeit wird den abgebenden Müttern die zentrale Rolle bei der Weggabe zugeordnet, obwohl zu jedem Kind automatisch ein Vater gehört, der eine mehr oder weniger aktive Rolle bei der Weggabe spielt. In vielen Fällen ist aber der uninteressierte, ablehnende oder gar drohende Vater der Auslöser für die Weggabe. Aber auch die Tatsache, dass es Kindsväter gibt, die alles andere als einverstanden mit der Weggabe ihres Kindes sind, wird gerne im Dunkeln gelassen.

Zu meiner Zeit, als ledige Väter seitens Gesetz an der Freigabeunterschrift gehindert wurden, war automatisch die Mutter der nachgewiesene Übeltäter, egal welche Rolle der Vater spielte. Da kann ich es nachvollziehen, dass der Mutter automatisch die ganze Schuld zugewiesen wurde. Aber seit dem nicht mehr so ist, interessiert trotzdem kaum jemanden die väterliche Rolle bei der Freigabe.

Zum Schluß bleibt für mich als Grund für dieses flächendeckende Desinteresse an den beteiligten Vätern nur die biologische und gesellschaftliche Rolle der Mutter übrig. Sie ist es, die das Kind neun Monate austrägt und gebiert, also hat sie auch gefälligst die stärkeren Gefühle für das Kind zu entwickeln. Ob sie es freiwillig oder erzwungenermaßen austrägt, z. B. nach einer Vergewaltigung, wird nicht gefragt. Verabschiedet sie sich von "ihrem" Kind (es ist nicht nur ihres!), ist alleine sie dafür verantwortlich.

Und jetzt zurück zu Dir Hans und deiner Anmerkung zu meinen obigen Zitaten: es ist nun einmal so, dass alles Negative, was mit einer Kindsweggabe zusammenhängt, primär der Mutter zugeordnet wird. Die Väter scheinen sebensächlich zu sein.


In dem Zusammenhang @ Julia:

Hast Du mit deiner (leiblichen) Mutter auch über deinen Vater gesprochen?
Sie war 17 - hat sie einen Vater angegeben?
Wie stehst Du zu deinem Vater, den es ja zweifellos auch geben muss?

Cornelia

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Hey Cornelia,

ich glaube, Du verwechselst mich gerade mit der Fadeninhaberin :insane

Grüßchen,
Julia


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