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Austausch und Info von und für Betroffene rund um das Thema Adoption
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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 16. Apr 2014 10:57 
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Nochmal: dafür, dass Eltern solche Leistungen erhalten, tut das Jugendamt gar nichts. Es legt keine entsprechenden Anträge vor, es bearbeitet diese nicht, es leistet keine Rechtsberatung. Eine Vermittlung solcher Leistungen für Eltern durch das Jugendamt existiert de facto nicht. Dass der erste Ansprechpartner im Zusammenhang mit Kindern immer das Jugendamt ist und einen dort auch eine einfuhlsame Beratung und großzügige Unterstützung erwartet, gilt nur für Pfleger und Annehmende. Wenn jemand weiter hierüber diskutieren möchte, dann möge derjenige doch bitte einen anderen Faden starten.

Warum auch. Es handelt sich in den meisten Fällen um erwachsene Menschen, die selber denken und handeln können.
Das Jugendamt kann überhaupt keine "Anträge vorlegen", das müssen die Betreffenden selber machen. Wohl aber gibt es seitens des Jugendamtes einen dicken Ordner an Ansprechpartnern und Hilfsmöglichkeiten.
"Tun" müssen es die Menschen selbst.
Du bist doch die erste, die über die "Übergrifflichkeiten" der Jugendämter nörgelt.


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 16. Apr 2014 11:20 
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Das Jugendamt kann überhaupt keine "Anträge vorlegen", das müssen die Betreffenden selber machen. Wohl aber gibt es seitens des Jugendamtes einen dicken Ordner an Ansprechpartnern und Hilfsmöglichkeiten.
"Tun" müssen es die Menschen selbst.
Du bist doch die erste, die über die "Übergrifflichkeiten" der Jugendämter nörgelt.

Aha. Als Betroffener muss man sich also selbt Anträge auf Hilfe vorlegen, während gleichzeitig ein dicker Ordner an Hilfsmöglichkeiten verschlossen beim Jugendamt liegt? Von welchen Übergrifflichkeiten redest du?


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 16. Apr 2014 11:29 
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Zu dem Thema Hartz-IV und finazielle Aspekte:

Ich fragte beim Amt, ob ich evt. aufgrund von finanziellen Problemen zur Adoption freigegeben wurde. Daraufhin bekam ich die Antwort: "Nein, es ging hier um den persönlichen Wunsch der Mutter. Bei finanziellen Problemen hätten wir (das Amt) ja eingreifen können. In Deutschland verhungert keiner . . ."
Die leibliche Mutter hatte, wie es in den Akten mehrfach notiert ist, aus freien Stücken sich für die Adoption entschieden und sie hatte ihren Wunsch von Anfang an klar geäußert, weil ein Kind für die aus persönlichen Gründen nicht in Frage kam. Zudem äusserte sie auch mehrmals den Wunsch, bitte diskret mit der Sache umzugehen und nach Möglichkeit keinen Kontakt mehr zu ihr aufzunehmen. . .

Die Mutter dürfte aufgrund ihres Lebens eine gewisse Intelligenz mitgebracht haben. Als ich der Beamtin (die mit der Mutter persönlich zu tun hatte) von den 'schlechten Genen', die man mir in meinem Umfeld nachsagte, erzählte, wurde sie sehr verärgert und fragte, was das solle . . .


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 16. Apr 2014 11:34 
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Zu dem Thema Hartz-IV und finazielle Aspekte:

Ich fragte beim Amt, ob ich evt. aufgrund von finanziellen Problemen zur Adoption freigegeben wurde. Daraufhin bekam ich die Antwort: "Nein, es ging hier um den persönlichen Wunsch der Mutter. Bei finanziellen Problemen hätten wir (das Amt) ja eingreifen können. In Deutschland verhungert keiner . . ."
Die leibliche Mutter hatte, wie es in den Akten mehrfach notiert ist, aus freien Stücken sich für die Adoption entschieden und sie hatte ihren Wunsch von Anfang an klar geäußert, weil ein Kind für die aus persönlichen Gründen nicht in Frage kam. Zudem äusserte sie auch mehrmals den Wunsch, bitte diskret mit der Sache umzugehen und nach Möglichkeit keinen Kontakt mehr zu ihr aufzunehmen. . .

Die Mutter dürfte aufgrund ihres Lebens eine gewisse Intelligenz mitgebracht haben. Als ich der Beamtin (die mit der Mutter persönlich zu tun hatte) von den 'schlechten Genen', die man mir in meinem Umfeld nachsagte, erzählte, wurde sie sehr verärgert und fragte, was das solle . . .

Meiner LM wurde auch ne andere Wohnung und sonstige Unterstützung angeboten. Wollte sie auch nicht.

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Manche Leute haben die Intelligenz eines Strohballens.


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 16. Apr 2014 12:00 
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Die leibliche Mutter hatte, wie es in den Akten mehrfach notiert ist, aus freien Stücken sich für die Adoption entschieden und sie hatte ihren Wunsch von Anfang an klar geäußert, weil ein Kind für die aus persönlichen Gründen nicht in Frage kam. Zudem äusserte sie auch mehrmals den Wunsch, bitte diskret mit der Sache umzugehen und nach Möglichkeit keinen Kontakt mehr zu ihr aufzunehmen. . .

Was ist mit den persönlichen Gründen gemeint, wenn du auch weißt, dass sie Furcht geäußert hat? Ist deine Informationsquelle der Ansicht, dass die Gefahr vor 30 Jahren so groß war, dass auch heute noch deiner Mutter mit dem jetzigen Zustand geholfen ist?


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 16. Apr 2014 12:03 
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Die leibliche Mutter hatte, wie es in den Akten mehrfach notiert ist, aus freien Stücken sich für die Adoption entschieden und sie hatte ihren Wunsch von Anfang an klar geäußert, weil ein Kind für die aus persönlichen Gründen nicht in Frage kam. Zudem äusserte sie auch mehrmals den Wunsch, bitte diskret mit der Sache umzugehen und nach Möglichkeit keinen Kontakt mehr zu ihr aufzunehmen. . .

Was ist mit den persönlichen Gründen gemeint, wenn du auch weißt, dass sie Furcht geäußert hat? Ist deine Informationsquelle der Ansicht, dass die Gefahr vor 30 Jahren so groß war, dass auch heute noch deiner Mutter mit dem jetzigen Zustand geholfen ist?


Furcht ? Keine Ahnung . . . Furcht warum ?


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 16. Apr 2014 12:05 
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Zu dem Thema Hartz-IV und finazielle Aspekte:

Ich fragte beim Amt, ob ich evt. aufgrund von finanziellen Problemen zur Adoption freigegeben wurde. Daraufhin bekam ich die Antwort: "Nein, es ging hier um den persönlichen Wunsch der Mutter. Bei finanziellen Problemen hätten wir (das Amt) ja eingreifen können. In Deutschland verhungert keiner . . ."
Die leibliche Mutter hatte, wie es in den Akten mehrfach notiert ist, aus freien Stücken sich für die Adoption entschieden und sie hatte ihren Wunsch von Anfang an klar geäußert, weil ein Kind für die aus persönlichen Gründen nicht in Frage kam. Zudem äusserte sie auch mehrmals den Wunsch, bitte diskret mit der Sache umzugehen und nach Möglichkeit keinen Kontakt mehr zu ihr aufzunehmen. . .

Die Mutter dürfte aufgrund ihres Lebens eine gewisse Intelligenz mitgebracht haben. Als ich der Beamtin (die mit der Mutter persönlich zu tun hatte) von den 'schlechten Genen', die man mir in meinem Umfeld nachsagte, erzählte, wurde sie sehr verärgert und fragte, was das solle . . .

Meiner LM wurde auch ne andere Wohnung und sonstige Unterstützung angeboten. Wollte sie auch nicht.


Wie es für mich aussieht und wie man mir sagte, gab es bei der Mutter auch keinen Bedarf. Sie hatte finanziell keine Probleme und es machte auch nicht den Eindruck, als sein sie 'sozial schwach' gewesen.


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 16. Apr 2014 13:10 
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Ist deine Informationsquelle der Ansicht, dass die Gefahr vor 30 Jahren so groß war, dass auch heute noch deiner Mutter mit dem jetzigen Zustand geholfen ist?

Furcht ? Keine Ahnung . . . Furcht warum ?
Sie machte auf die Beamtin einen sehr intelligenten, autoritären ... Eindruck und sie wollte über den leiblichen Vater nicht reden, da ... sie erhebliche Nachteile vermutete (für beide Seiten).

Wenn jemand im autoritären Ton von erheblichen Nachteilen für ihn spricht, äußert er Furcht. Die Frage ist: wovor?


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 16. Apr 2014 14:27 
Würdest du also sagen, dass Pfleger des Jugendamts grundsätzlich um den Faktor 10 bedürftiger sind als Eltern?

Haben leibliche Eltern und Pfleger deiner Auffassung nach also gleiche Rechte und Pflichten?
Ist das deine Antwort auf meine obige Frage?

Was ist der Gewinn für den deutschen Staat, wenn er Kinder mit "guten Genen" umplatziert? Warum macht er sowas?
Fragst du mich das? Ich bin kein Regierungssprecher.



Nein. Es ist ein Versuch deine Gedankengänge nachzuvollziehen mit einer Gegenfrage, die du ja gelegentlich selber gerne ins Feld führst. Ich hätte auch schreiben können: Fragst du mich das? Ich bin weder Sozialforscher noch Statistiker.
Ja, ich frage dich, aus welchen Gründen der deutsche Staat Kinder mit "guten Genen" umplatzieren sollte. Du hast diese Annahme geäussert und mich interessiert deine Meinung dazu. Ein Staat tut ja nichts einfach so. Also muss es einen nachvollziehbaren Grund geben, weshalb er es behaupteterweise tun sollte.


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 16. Apr 2014 14:43 
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Furcht ? Keine Ahnung . . . Furcht warum ?

Nach Ansicht der Userin sind Mütter sakrosankt und geben nie aus freien Stücken und Willen ein Kind zur Adoption frei.
Die Kinder sind selbst schuld, wenn sie ihren eigenen Eindrücken und belegbaren Beweisen folgen.
Und das Grundübel, das Böse in der Welt überhaupt ist das Jugendamt.


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