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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 17. Apr 2014 15:18 
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Hallo adoptiv,

dann ist es aber kontraproduktiv dich in einem forum für adoption anzumelden, oder? da wirst du ja zwangsläufig damit konfrontiert. :insane


Ich merke schon, ich bin hier nicht wirklich erwünscht . . .

Ich habe mich eigentlich hier angemeldet, um nachzufragen und mich mit anderen auszutauschen, ob andere das Gefühl kennen, immer (überwiegend negativ) mit dem Thema konfrontiert zu werden. Mein Lebensaufgabe ist es schon fast, adoptiert zu sein . . .


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 17. Apr 2014 15:28 
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Manchmal machen auch Menschen andere bewusst/unbewusst herunter, um sich selbst zu erhöhen.
Du zum Beispiel?

Vielleicht suchten die nach einer plausiblen Erklärung, weil Deine Adoption keine "Armutsadoption" war.
Vielleicht waren darüber hinaus auch noch Beamten erpicht darauf, am Ende des Tages eine plausible Erklärung in ihren Bericht zu schreiben.

Lebenserfahrung. :biggrinn:
Apropos Lebenserfahrung, man muss schon noch sehr grün hinter den Ohren sein, um anzunehmen, dass Psychotherapien das Selbstbewusstsein steigern.

@Adoptiv:
Du bist nicht unwillkommen, im Gegenteil. Es ist sehr erfrischend, dass mal jemand den wahren Alltag für Adoptivkinder äußert.


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 17. Apr 2014 15:52 
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adoptiv,

kein mensch hat gesagt das du nicht willkommen bist, das legst du mir in den mund. aber du scheinst auch kein sehr einfacher mensch zu sein und du machst es dir selber etwas schwer. und ja die adoption wird dich ein leben lang begleiten malmehr mal weniger...es gehört zu dir. hast du keinen freund/inn die dich etwas bestärken und mit denen du eine eigene Familie gründen kannst und die deine geschichte so annehmen wie sie nunmal zu dir gehört.


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 17. Apr 2014 17:10 
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adoptiv,

kein mensch hat gesagt das du nicht willkommen bist, das legst du mir in den mund. aber du scheinst auch kein sehr einfacher mensch zu sein und du machst es dir selber etwas schwer. und ja die adoption wird dich ein leben lang begleiten malmehr mal weniger...es gehört zu dir. hast du keinen freund/inn die dich etwas bestärken und mit denen du eine eigene Familie gründen kannst und die deine geschichte so annehmen wie sie nunmal zu dir gehört.



:good:

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Die Verbindung von Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen, ist eine Essenz. Die Verbindung zweier Erwachsener, die Kinder adoptieren, ist eine Konstruktion.
AndreasKs im Forum von MANNdat

Leibliche Eltern waren immer auch soziale Eltern und können nicht einfach auf den biologischen Ursprung reduziert werden.


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 18. Apr 2014 10:43 
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Hallo adoptiv,

dann ist es aber kontraproduktiv dich in einem forum für adoption anzumelden, oder? da wirst du ja zwangsläufig damit konfrontiert. :insane


Ich merke schon, ich bin hier nicht wirklich erwünscht . . .

Ich habe mich eigentlich hier angemeldet, um nachzufragen und mich mit anderen auszutauschen, ob andere das Gefühl kennen, immer (überwiegend negativ) mit dem Thema konfrontiert zu werden. Mein Lebensaufgabe ist es schon fast, adoptiert zu sein . . .
Hallo adoptiv,

nein, unwillkommen bist Du ganz sicher nicht; im Gegenteil. Auch ich finde, dass Du durch deine Erfahrung und Sichtweise schon viel an Denkanstössen eingebracht hast.

Ich sehe das mit dem "kontraproduktiv" genauso wie "berlin", denn Du sagst einerseits, dass dich das nicht interessiert, andererseits ist unverkennbar, dass es dich ganz erheblich beschäftigt. Dieses Gefühlsgewirr halte ich für absolut normal und so geht es sehr vielen Adoptierten. Es gibt ganz sicher Adoptierte, die sich nicht die Spur für ihre Herkunft interessieren und auch nie nach Informationen dazu fragen, Sie sind einfach nur zufrieden mit ihrem Status. Da es keine validen Zahlen dazu gibt, kann man noch nicht einmal spekulieren wie hoch der Anteil derer ist, für die ihr Status ein Thema ist. Tatsache ist, dass sich jemand, der sich fürein bestimmtes Thema überhaupt nicht interessiert, sich sicher auch nicht in einem Fachforum anmelden wird. Wozu denn auch?

Lass es einfach zu, dass Du diese innere Zerrissenheit spürst und nähere dich langsam der Lösung und rede Dir nicht dauernd ein, dass dich das nicht beschäftigt, denn das hilft dir nicht weiter.

Cornelia

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Eine Herkunftsmutter, die die Weggabe von Anfang an bereut hat
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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 18. Apr 2014 13:10 
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Meine Herkunft beschäftigt mich eigentlich nicht - ausschließlich dann, wenn man sie thematisiert und 'missbraucht', um daraus Geschichten zu spinnen oder Vorwürfe zu machen. Allerdings interessierten mich dann immer nur die Eckdaten, also ob meine Erzeugerin z.B. Krankheiten etc. hatte oder ob die erfundenen Geschichten der anderen stimmen. Also interessiert es mich nur hinsichtlich der Eigenschaften bezogen auf mich in meinem jetzigen Leben.
Ich war zwar schon mal so weit (als das Thema in meinem Umfeld eskalierte) mich beim Amt zu informieren und mit der Beamtin in Kontakt zu treten, aber das hat ja auch nur Ärger gegeben, so nach dem Motto. "Warum wollen Sie denn unbedingt, dass ihre Leibliche Mutter unbedingt behindert war ?
Was fällt Ihnen eigentlich ein ? Ich habe doch mit ihr Kontakt gehabt, nicht Sie !! Und was sollte das bringen, wenn Sie vorbelastet gewesen wäre ?!"
Das war peinlich genug . . .

Ich hätte mir ein normales Leben gewünscht, ohne immer diesen Mist vorgesetzt zu bekommen und immer wieder mit dem Thema in Verbindung gebracht zu werden.
Aus freien Stücken hätte ich das Thema wohl längst vergessen. Und ich wäre auch nie zum Amt gegangen, hätte mir sicher nicht das HAus angeschaut, in dem die LM damals eine Zeit lang wohnte und die Nachbarn gefragt, was hier damals war. So dumm war nich noch mit 16. Übrigens wurde mir hier klar, dass sie offensichtlich nicht gerade in sozial schwachen Kreisen verkehrte . . .

Wie gesagt, hätte ich alles wegen der LM nicht gemacht und ich würde es auch nie wieder tun. Ist mir heute alles sehr peinlich.

Und ich wollte hier im Forum nur andere nach ihren Erfahrungen in Bezug auf das Leben als Adoptierter in ihrem Umfeld fragen.

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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 18. Apr 2014 14:02 
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Meine Herkunft beschäftigt mich eigentlich nicht - ausschließlich dann, wenn man sie thematisiert und 'missbraucht', um daraus Geschichten zu spinnen oder Vorwürfe zu machen.
Ich hätte mir ein normales Leben gewünscht, ohne immer diesen Mist vorgesetzt zu bekommen und immer wieder mit dem Thema in Verbindung gebracht zu werden.
Aus freien Stücken hätte ich das Thema wohl längst vergessen. Und ich wäre auch nie zum Amt gegangen, hätte mir sicher nicht das Haus angeschaut, in dem die LM damals eine Zeit lang wohnte und die Nachbarn gefragt, was hier damals war. So dumm war nich noch mit 16. Übrigens wurde mir hier klar, dass sie offensichtlich nicht gerade in sozial schwachen Kreisen verkehrte . . .

Wie gesagt, hätte ich alles wegen der LM nicht gemacht und ich würde es auch nie wieder tun. Ist mir heute alles sehr peinlich.


Den Stab über Deine "LM" hast Du erkennbar schon vor langer Zeit gebrochen und bist durch nichts mehr von Deiner gefestigten Meinung abzubringen. Was können Dir da schon die Erfahrungen anderer helfen? Kläre das bitte mit Deinem eigenen Umfeld ab oder verschließe die Ohren, wenn das Thema dort wieder aufgebracht wird! Alt genug für eigene Entscheidungen bist Du ja.

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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 18. Apr 2014 14:15 
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Dann wurde mir immer der Wunsch in den Mund gelegt, meine leibliche Mutter treffen zu wollen (die ja nicht meine Mutter ist sondern lediglich die Erzeugerin) und mich in der Adoptivfamilie nicht wohl zu fühlen (wobei es ja meine Familie ist; ich hab ja nur die).


Du hast 2 Familien 1 mal Adoptivfamilie und 1 mal leibliche Familie das ist Fakt. Desweiteren wie kann "deine leibliche Erzeugerin" nicht deine Mutter sein? Es gibt keine leibliche Erzeugerin sondern wenn dann nur eine Erzeugerin. Diese Erzeugerin wie du sie so nennst, ist in Normalfall zu 99 % immer deine Mutter, es sei denn man hat mit dir ein Gen Experiment oder so gemacht. Ich finde es assozial von Dir, dass du sie nicht als Mutter betitelst! Lass Dir das mal bitte durch den Kopf gehen, denn nur wegen deiner Mama und deinem Papa lebst du, existierst du.


Hallo !

Eine Frage mal: Wen meinst Du jetzt mit 'Mama oder Papa' ? Meine leiblichen oder meine Adoptiveltern ?

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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 18. Apr 2014 14:18 
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Meine Herkunft beschäftigt mich eigentlich nicht - ausschließlich dann, wenn man sie thematisiert und 'missbraucht', um daraus Geschichten zu spinnen oder Vorwürfe zu machen.
Ich hätte mir ein normales Leben gewünscht, ohne immer diesen Mist vorgesetzt zu bekommen und immer wieder mit dem Thema in Verbindung gebracht zu werden.
Aus freien Stücken hätte ich das Thema wohl längst vergessen. Und ich wäre auch nie zum Amt gegangen, hätte mir sicher nicht das Haus angeschaut, in dem die LM damals eine Zeit lang wohnte und die Nachbarn gefragt, was hier damals war. So dumm war nich noch mit 16. Übrigens wurde mir hier klar, dass sie offensichtlich nicht gerade in sozial schwachen Kreisen verkehrte . . .

Wie gesagt, hätte ich alles wegen der LM nicht gemacht und ich würde es auch nie wieder tun. Ist mir heute alles sehr peinlich.


Den Stab über Deine "LM" hast Du erkennbar schon vor langer Zeit gebrochen und bist durch nichts mehr von Deiner gefestigten Meinung abzubringen. Was können Dir da schon die Erfahrungen anderer helfen? Kläre das bitte mit Deinem eigenen Umfeld ab oder verschließe die Ohren, wenn das Thema dort wieder aufgebracht wird! Alt genug für eigene Entscheidungen bist Du ja.


Warum 'Stab gebrochen über meine LM' ? Um die gehts doch gar nicht, es geht darum, wie man *mich* behandelt (der ja eigentlich mit dem Thema Adoption gar nichts zu tun hat)

adoptiv


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 18. Apr 2014 15:08 
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Lass Dir das mal bitte durch den Kopf gehen, denn nur wegen deiner Mama und deinem Papa lebst du, existierst du.
Eine Frage mal: Wen meinst Du jetzt mit 'Mama oder Papa' ? Meine leiblichen oder meine Adoptiveltern ?

Wie kann das für dich unklar sein? Angenommen, du würdest denken, dass in diesem Zusammenhang deine Annehmenden gemeint sind, dann müsstest du davon ausgehen, dass die Annahme an Kindes Statt dein bedrohtes Leben gerettet hat. Gehst du davon aus, dass du in Lebensgefahr warst, sodass für dich nicht klar erkennbar ist, wem du dein Leben zu verdanken hast?

Wie gesagt, hätte ich alles wegen der LM nicht gemacht und ich würde es auch nie wieder tun.

Niemand erforscht die Geschichte seiner Eltern den Eltern zuliebe, sondern immer sich selbst zuliebe. Unabhängig davon wo und wie man aufgewachsen ist und erzogen wurde. Wir alle kennen diese Neugierde auf unsere Kultur.


Last edited by nancy on 18. Apr 2014 15:14, edited 2 times in total.

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