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Austausch und Info von und für Betroffene rund um das Thema Adoption
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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 27. Apr 2014 12:10 
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@ adoptiv

Akzeptiere jetzt bitte, dass Du mit Deiner betonten Unlust, Dich mit Deinen Wurzeln zu befassen, eine große Ausnahme bildest. Es fällt auf, dass Du mit Deinem Adoptiertenstatus hausieren gehst, indem Du gerade behauptest, dass es für Dich gar keine Rolle spielt. Es ist geradezu kindlich, wie Du versuchst, Dich in den Mittelpunkt zu stellen. Wie ein kleines Mathe-Genie, das jeden darauf anspricht, dass es doch viel lieber im Sandkasten spiele und sich gar nicht über all die dummen Kinder um es herum erhaben dünke, die ja nur zu blöd oder zu faul seien, eins und eins zusammenzuzählen.



Was sollen eigentlich immer diese Vorwürfe ? Mensch Leute, akzeptiert doch endlich mal dass es Menschen gibt, die anders denken als ihr !

Adoptiert sein ist keine Lebensphilosophie und kein Beruf, es ist noch nicht mal ein 'Status'.

Sinn einer Adoption ist es doch, als Familie mit Eltern und Kindern ein ganz normales Leben führen zu können, wie nicht-adoptierte auch. Und das funktioniert nur, wenn sich das Kind als Kind der Eltern fühlt und die Eltern sich als Eltern des Kindes fühlen !!
Das muss auch so sein, sonst kann sich das Kind nicht normal entwickeln ! Von Natur aus ist der Mensch darauf ausgelegt.

So, wenn man aber immer das Thema 'Adoption' in den Mittelpunkt stellt wird das Familiengefühl und damit auch die Entwicklung des Kindes erheblich gestört, der 'Familienfrieden' hängt damit doch ständig schief !!

Komisch, ich glaube, ich bin der erste, der das hier mal so klar formuliert.

Wenn das nicht so wäre, bräuchte man keine Inkognito-Adoption, sondern dann könnte man auch einfach ein 'Pflege-Verhältnis' schaffen.
Mit der Adoption hat man doch vertraglich eine richtige, rechtmäßige Familie gegründet !

Und das haben doch bitte 'um Himmels willen' die Personen im Umfeld doch endlich mal zu akzeptieren und zu respektieren !

Wenn das nicht funktioniert, grenzt das für mich persönlich schon an Mobbing. Und das ist mir passiert.

Und ganz genau *DAS* ist mein Thema hier. Nichts anderes.

Und jetzt zu dem ganz anderen Thema: Natürlich kann es immer wieder mal vorkommen, dass dann irgendwann das Kind mal seine leiblichen Eltern sehen will und wissen möchte, warum und weshalb . . .
Das kann ich doch verstehen. Aber das ist hier *nicht* das Thema . . .

adoptiv


Noch eine Frage: was glaubt ihr, wie viele Kinder es gibt, die ihre leiblichen Eltern gar nicht kennen, nur glauben, sie zu kennen ? Was glaubt ihr, wie viele Kinder nur scheinehelich sind, also durch Seitensprünge etc. entstanden sind ?
Haben die auch das Problem mit "der Sehnsucht nach der Doppelfamilie" ?(ich nenns jetzt mal so) Nein, weils das Thema gar nicht gibt . . .

Ich kann mich an eine Lehrperson erinnern, die sehr konservativ war (war aus Russland und schon älter). Sie legte noch wert auf alt-hergebrachte Sitten, Achtung und Respekt.
Wir hatten Sport und ein anderes Kind hielt sich immer davon dran, dass ich adoptiert sei. Daraufhin fragte sie das Kind "Warum sagst Du das denn immer dem Mike, bist du denn selbst adoptiert ?" Das Kind machte große Augen und sagte "Nein !" Da fragte die Lehrerin, ob es das denn genau wisse. Das Kind wurde verlegen und sagte kleinlaut "Ja, das weiß ich . ." Da fragte die Lehrerin "Sicher ? redest Du denn mit Deinen Eltern darüber ?" Das Kind sagte "Nein."
Dann fragte die Lehrerin noch "Und weißt Du denn überhaupt, ob der Mike adoptiert ist ? Das kannst Du doch gar nicht wissen. Und wenn Deine Eltern oder Freunde das sagen, die können das doch auch nicht wissen . . . und darüber spricht man doch hier auch nicht . . ."

Eine der wenigen, positiven Szenen in Verbindung mit dem Thema. :0337rainbow:


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 27. Apr 2014 12:35 
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Hallo Adoptiv,

hier halten sich eher user auf, die sich mit ihrem Status auseinandergesetzt haben, sei es positiv, sei es negativ. Da es ein Adoforum ist, ist die Adoption an sich hier ein Thema.

Ich habe selbst ein schwieriges Verhältnis zu meinen leiblichen Eltern gehabt und kann daher verstehen, dass man sein Leben lang darunter leidet. Da ich mehrfach darauf hingewiesen wurde, dass es hier ein Adoforum sei und ich daher die Vergleiche unterlassen möge, dass ein blödes leibliches Elternhaus auch nicht viel besser ist als eine blöde Adoptivfamilie, erspare ich mir hier weitere Ausführungen dazu.

In der Adoptionsforschung hat man Theoerien aufgestellt, wonach es gut ist, von der Herkunftsfamilie zu wissen, dass man offen damit umgeht,...Hierzu gibt es umfangreiche Literatur von Irmela Wiemann und Bettina Bonus. Möglicherweise wird der Status adoptiert sein heute eine noch größerere Rolle spielen als in deiner Kindheit.

Ich gebe dir recht, dass im Familienleben das Thema Adoption keine ständige Rolle spielen sollte. Aber unsere Tochter spricht mit 4 Jahren immer wieder Sätze aus zu diesem Thema, bei denen man merkt, es beschäftigt sie immer wieder. Somit ist das Thema häufig präsent.

Wenn die Suche nach deiner Herkunft nicht dein Thema ist, dann ist das weder richtig noch falsch, sondern es ist einfach so. Oder würdest du gerne, hast aber Gewissensbisse?

Golfi


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 27. Apr 2014 13:30 
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Was glaubt ihr, wie viele Kinder nur scheinehelich sind, also durch Seitensprünge etc. entstanden sind ?
Haben die auch das Problem mit "der Sehnsucht nach der Doppelfamilie" ?(ich nenns jetzt mal so) Nein, weils das Thema gar nicht gibt . . .


Was Adoption anbetrifft, sehe ich bei dir ziemlich viel Aufklärungsbedarf. Da wurde dir wohl als Kind sehr oft die Unwahrheit gesagt, aber lies' erstmal zum Thema, was Scheineheliche denken:
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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 27. Apr 2014 13:44 
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Was glaubt ihr, wie viele Kinder nur scheinehelich sind, also durch Seitensprünge etc. entstanden sind ?
Haben die auch das Problem mit "der Sehnsucht nach der Doppelfamilie" ?(ich nenns jetzt mal so) Nein, weils das Thema gar nicht gibt . . .


Was Adoption anbetrifft, sehe ich bei dir ziemlich viel Aufklärungsbedarf. Da wurde dir wohl als Kind sehr oft die Unwahrheit gesagt, aber lies' erstmal zum Thema, was Scheineheliche denken:
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Scheineheliche können nur etwas über ihre 'Scheinehelichkeit' denken, wenn sie davon wissen. Wissen sie nichts davon, werden sie mit dem Thema auch keine Probleme haben und nichts darüber denken. Ist doch ganz einfach . .

Hätte man mir nie gesagt und hätte nie einer etwas von meiner Adoption erfahren, hätte ich wohl ein ganz normales Leben führen können und die ganzen Probleme wären nicht aufgetreten.

Und das ist das Thema, auf das ich hier hinaus will . . .

mike


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 27. Apr 2014 14:00 
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Was sollen eigentlich immer diese Vorwürfe ? Mensch Leute, akzeptiert doch endlich mal dass es Menschen gibt, die anders denken als ihr!


Dass es solche Menschen gibt, weiß zumindest ich - und vermutlich auch der Großteil der Forennutzer - weit länger als Du. Niemand wirft Dir hier irgendetwas vor - außer vielleicht, dass Du allmählich nervst.

Quote:
Adoptiert sein ist keine Lebensphilosophie und kein Beruf, es ist noch nicht mal ein 'Status'.


Sagen wir dann anstelle von "Status", dass Adoptiertsein ein Zustand ist. Und es steht Dir frei, Deine Philosophie und Deinen Beruf selber auszusuchen. Du benutzt hier großartige Worte völlig deplatziert.

Quote:
Sinn einer Adoption ist es doch, als Familie mit Eltern und Kindern ein ganz normales Leben führen zu können, wie nicht-adoptierte auch. Und das funktioniert nur, wenn sich das Kind als Kind der Eltern fühlt und die Eltern sich als Eltern des Kindes fühlen !!
Das muss auch so sein, sonst kann sich das Kind nicht normal entwickeln ! Von Natur aus ist der Mensch darauf ausgelegt.


Was der Sinn einer Adoption sein soll, ist eine andere Frage als die nach der Alltagsrealität, die diesem idealisierenden Anspruch meistens nicht gerecht wird. Im Übrigen verstehe ich nicht, was Du im Zusammenhang überhaupt aussagen willst. Auch erkenne ich keinen direkten Widerspruch zwischen familiärer Integration einerseits und Wurzelsuche andererseits. Es wurde hier bisweilen schon ein Loyalitätskonflikt seitens der Adoptierten erwähnt, obgleich sie von den Adoptiveltern sogar ermutigt (aber nicht gedrängt, wie Du es darstellst) wurden. Genau wie in der späteren Liebe ist eben auch im Eltern-Kind-Verhältnis nicht alles logisch. In der Regel ringt sich das Kind zur Kontaktaufnahme durch und bereut dies auch meistens nicht. Denn entweder ist das Kennenlernen sehr positiv oder umgekehrt so negativ, dass das Kind merkt, dass es wirklich Glück gehabt hat, nicht dort geblieben zu sein. Eine paradoxe Situation, weil zwei völlig gegenteilige Situationen zum selben Ergebnis, nämlich der Zufriedenheit führen. Unwissenheit dagegen hinterlässt immer eine Lücke im Leben - und irgendwann ist es zu spät, diese Lücke zu schließen. Das - und nichts anderes - wollte Dir vermutlich auch der Psychologe klarmachen. Aber Du hältst Dir die Ohren zu und schreist "NEIN! NEIN! NEIN!"

Quote:
So, wenn man aber immer das Thema 'Adoption' in den Mittelpunkt stellt wird das Familiengefühl und damit auch die Entwicklung des Kindes erheblich gestört, der 'Familienfrieden' hängt damit doch ständig schief!!


Es ist klar ersichtlich, dass Du selber gerne im Mittelpunkt stehst und Dir zu diesem Zweck einen Scheinkonflikt aufbaust, für den der Umstand Deines Adoptiertseins einen guten Anknüpfungspunkt darstellt. Nachdem vermutlich die Mehrheit in Deinem Umfeld das Thema längst satt hat und Dich fragt, warum Du jetzt nicht damit aufhören kannst, hast Du Dir hier nun einen neuen Tummelplatz ausgesucht.

Quote:
Komisch, ich glaube, ich bin der erste, der das hier mal so klar formuliert.


Aber sicher! Du bist der nächste Sprung in der menschlichen Evolution. Darwin war gestern.

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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 27. Apr 2014 14:06 
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Scheineheliche können nur etwas über ihre 'Scheinehelichkeit' denken, wenn sie davon wissen. Wissen sie nichts davon, werden sie mit dem Thema auch keine Probleme haben und nichts darüber denken. Ist doch ganz einfach . .

Nein, es klingt nur einfach.
Ein jüngeres Urteil vom OLG Hamm gehört noch zum Thema:
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Last edited by nancy on 27. Apr 2014 14:13, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 27. Apr 2014 14:10 
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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
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Hallo MIke,

es gibt viele Adoptierte, die es als Vertrauensbruch empfunden haben, wenn sie erst spät oder durch Zufall erfahren haben, dass sie adoptiert worden sind. Wenn dir es lieber gewesen wäre, es nicht zu wissen, hat es dir vielleicht weh getan, "nur" ein adoptiertes und kein"echtes" leibliches Kind zu sein. Allen Adoptionsbewerbern wird aber eindringlichst geraten, die Kinder darüber aufzuklären. Wie sehr das Thema sich dann durch das Familienleben zieht, ist von Familie zu Familie unterschiedlich.


Golfi


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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
Unread postPosted: 27. Apr 2014 14:37 
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 Post subject: Re: auf Adoption reduziert
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Ich hatte die Analogie zur Scheinehelichkeit ja zuerst thematisiert.

Nicht in diesem Faden. Während du die Scheinehelichkeit als Analogie zur Adoption nur im Zusammenhang mit spitzfindigen Gesetzesauslegungen thematisierst, Harald, hat Mike sie eher im Sinne einer Antilogie zur Adoption auf emotionaler Ebene erwähnt, wenn ich es richtig verstanden habe. Also insofern, als dass Scheinehelichen nicht intensiv dazu geraten wird, nach ihren Vorfahren zu suchen. Und mit den Links zu den Urteilen zum Thema wollte ich nochmal meine Aussage betonen, dass viele Menschen sich für ihre individuelle Geschichte interessieren. Nur müssen sich eben Viele die Informationen nicht gerichtlich erstreiten oder als Erwachsene an Türen klopfen, sondern wachsen damit auf.


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