Adoptionsforum

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 Post subject: Re: Die Suche nach meinen adoptierten Geschwister
Unread postPosted: 8. Mar 2015 22:43 
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Lach, da scheine ich wohl den falschen Button benutzt zu haben. Aber ich hoffe ihr versteht trotzdem was ich sagen will :-)

Sorry


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 Post subject: Re: Die Suche nach meinen adoptierten Geschwister
Unread postPosted: 9. Mar 2015 00:46 
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Liebe Nancy,

bezeichne meine Erzeugerin wie du magst. Aber für den Begriff Mutter reicht es nicht, einfach nur ein Kind geboren zu haben. Da gehört eindeutig mehr dazu! Meine Pflegerin, die im übrigen seit 2013 tatsächlich meine Mutter ist, war mehr Mutter als die andere Frau es je sein könnte.

Aber das kann nur ich beurteilen. NUR ich! Und ich möchte, dass das bon dir respektiert und akzeptiert wird. PUNKT!!

Nur über meine Leiche.

Im übrigen sind meine Geschwister auch nach der Geburt weg gebacht worden - mit Grund! Wir haben also über der "Mutter" keinerlei Verbindung. Und da bis auf ich noch niemand von ihnen bei der Erzeugerin war, habe bisher NUR ich ihr eine Chance gegeben! Auch nit Grund.
Ich bin böse weill sie mir eben keine Stellungnahme gab sondern mich belogen hat ohne ende. Kein ehrliches Wort kam über ihre Lippen. Aber eben, das habe allein ich zu bewerten.

Verstehe ich das richtig: du bist auf der Suche nach deinen Geschwistern, von denen du vermutest, dass sie aus der Geburtsklinik nicht mit eurer Mutter entlassen und später adoptiert wurden? Ihre Personendaten kennst du nicht. Deiner Mutter wurden alle Akteninhalte, wie beispielsweise Aufenthaltsorte ihrer Kinder, vorenthalten. Das einzige Gespräch, das du mit deiner Mutter geführt hast, fand vor etlichen Jahren statt. Seither hat es keinen direkten Kontakt mehr zwischen euch gegeben. Woher hast du die Information, dass deine Geschwister keinen Kontakt zu deiner Mutter haben?


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 Post subject: Re: Die Suche nach meinen adoptierten Geschwister
Unread postPosted: 9. Mar 2015 05:28 
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Schade, dass man hier die Wünsche der Einzelnen so überrennt.

Im Endeffekt kannst du sie nennen wie du willst. Es ändert nichts daran, dass es für mich nur meine Erzeugerin ist. Mehr nicht!

Nein liebe Nancy! Ich vermute es nicht - ich weiß es.
Meine Erzeugerin lebte zur damaligen Zeit in einem kleinen Dorf ganz in der Nähe. Sie wuchs bei ihrer Oma auf. Beide waren bekannt wie bunte Hunde. Die Zustände dort usw. Naja die Leute reden. Zufällig wohnen die ehemaligen Nachbarn von meiner Erzeugerin nun in dem Dorf meiner Eltern...
Wie sagt man so schön: Gott sieht vieles, die Nachbarn noch mehr!
Und um ganz ehrlich zu sein: ein Mädchen vor mir war vielleicht für ein Jahr bei ihr und wurde dann von den Behörden "weg genommen" eben wegen solcher Zustände, die dort herrschten.
Alle weiteren Kinder kamen daraufhin gleich ins Heim. Meine Erzeugerin wollte es auch so, schließlich stimmte sie jeglichen Adoptionen ohne weiteres zu. Das ist Aktenkundig. Mich wollte sie nach der Geburt nicht mal sehen.

Nur die Jüngste blieb bei ihr. Sie heiratete einen Mann, der ihr Leben so einigermaßen in den Griff bekam. Die Behörden entschieden sich das Kind bei ihr zulassen allerdings mit ständiger Kontrolle.

Das letzte mal Kontakt hatte ich 2009 mit ihr als ihr Mann starb. Ich wollte es nochmal probieren fand jedoch nur weitere Lügen. Sie begann sogar allen zu erzählen, ich würde Drogen nehmen und wäre übelst aggressiv usw. Das war der Punkt wo ich sagte, jetzt reichts!

Im Jahre 2009 lernte ich dann auch den jüngeren Bruder kennen. Was sie allerdings von ihm so erzählte... ich mag es nicht wiederholen. Er war/ist jedoch lediglich ein junger, geistig behinderter Mann der viel Leid ertragen musste. Und dennoch der Frau hinter her rannte. Klar er wollte und brauchte seine Mutter. Sie ihn aber nicht. Sie rief im Heim an und bat darum, ihn abzuholen. Da war ich 2009 dabei. Ich war schockiert!!

Mit meiner jüngsten Halbschwester habe ich bis heute noch Kontakt übers Internet. Sie hat vor ein paar Jahren ebenfalls ein Kind geboren, was bei Pflegeeltern aufwächst. Jedoch, trotz geistiger Behinderung hat sie Kontakt zu ihrem Kind und ist auch sehr bemüht es bald für sich alleine zu haben. Und das macht sie ganz gut.

Von ihr höre bzw lese ich oft was sich bei der gewissen Frau so abspielt. Nein, ich war bisher die Einziste bei ihr.

Nicht jeder hat das Bedürfnis nach seinen Wurzeln zu suchen.


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 Post subject: Re: Die Suche nach meinen adoptierten Geschwister
Unread postPosted: 9. Mar 2015 11:17 
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Welche Ausdrucksweise meinst du, Harald? Ich habe für mich ib meinem Leben einfach eine Entscheidung getroffen, aufgrund der Erfahrungen die alleine ich gemacht habe. Ich möchte lediglich, dass diese respektiert werden - so wie jeder andere es auch will. Das hat reine gar nichts mit einem "Scheingefecht" zu tun. Du warst derjenige, der mich deswegen verurteilt und beleidigend geworden ist. Ist dir dein Handeln überhaupt bewusst?
Im übrigen überlassen wir diese Entscheidung lieber dem Käferchen. Sie ist alt genug, sich selbstständig eine Meinung zu bilden.


Jedes weitere Wort an Dich wäre verschwendet.

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 Post subject: Re: Die Suche nach meinen adoptierten Geschwister
Unread postPosted: 9. Mar 2015 11:44 
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Schade, dass man hier die Wünsche der Einzelnen so überrennt.

schließlich stimmte sie jeglichen Adoptionen ohne weiteres zu. Das ist Aktenkundig. Mich wollte sie nach der Geburt nicht mal sehen.

Klar er wollte und brauchte seine Mutter. Sie ihn aber nicht. Sie rief im Heim an und bat darum, ihn abzuholen. Da war ich 2009 dabei. Ich war schockiert!!


Du hast Akteneinsicht in die Fälle deiner Geschwister genommen?
Was du mir gegenüber bezüglich deiner Mutter geäußert hast, ist kein Wunsch, sondern ein anmaßender Versuch der Gedankenkontrolle. Ich habe nicht versucht, von dir zu verlangen, wen du wie nennen sollst, sondern lediglich freundlich darüber informiert, wie so mein Verständnis ist und was ich mit den Worten, die ich gebrauche, meine. Deine Wünsche respektiere ich.
Deine Mutter hat also, das bezeugst du, Anstalten gemacht, ihren Sohn in ihren eigenen Haushalt zu bringen, was du als schockierendes Zeichen für mütterliches Desinteresse bezeichnest, habe ich das richtig verstanden? Was genau schockiert dich daran, das verstehe ich nicht. Und wenn deine Mutter jeder Adoption ohne tiefer gehende Auseinandersetzung zugestimmt hat, war es dann in deinem Fall so, dass deine Pfleger während deiner Minderjährigkeit ihrerseits kein Interesse an deiner Adoption hatten, durch die das monatliche Pflegegeld für sie in Höhe von durchschnittlich gut 1000 Euro bis zur Vollendung deines 18. Lebensjahres abgesetzt worden wäre?

Besitzt deine jüngste Halbschwester den Auszug eurer Mutter aus dem Geburtenregister oder wäre sie bereit, mit dir zum Standesamt zu gehen und die Einsicht zu beantragen und vorzunehmen?


Last edited by nancy on 9. Mar 2015 11:51, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: Die Suche nach meinen adoptierten Geschwister
Unread postPosted: 9. Mar 2015 12:38 
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Lieber Harry, das würde ich an deiner Stelle nun auch sagen ;-)

Liebe Nancy,

ich denke, das lassen wir einfach. Ich habe für dich ja Verständnis! Und darum geht es hier auch gar nicht. Also Schluss mit dem Kindergarten. Du deine Meinung, ich meine!

Ein Kind, das weit gereist ist um "Urlaub" bei seiner Mutter zu machen, wird von ihr einfach ohne Grund wieder los geschickt.
Mann und Jugendamt waren dafür. Sie erst auch. Dann kam er, freut sich riesig, um dann - ohne Grund - wieder abzureisen. Was ist daran nun so schockierend? Ich denke,
die Frage darf jeder mal für sich beantworten. Sie sollte ihn, nur mal nebenbei bemerkt, nicht einfach wieder aufnehmen sondern alle wollten und sollten sich wieder annähern.
Was wohl zum Anfang auch gut funktionierte. Bis ihr plötzlich diese Horrorgeschichten eingefallen sind. Ich glaube einfach, jeder will sein Handeln rechtfertigen!

Als ich ihn das letzte Mal sprach hatte auch er den Kontakt abgebrochen. Er meinte nur, das noch einige Dinge vorgefallen wären, die über keine Kuhhaut gehen. Weiß nicht, kann ich nicht beurteilen. Ich denke nur, solch Schritt macht man nicht ohne Grund.

Liebe Nancy, meine "Pfleger" hatten Interesse an die Adoption. Wie ich auch dazu bereits schrieb: Es gab mehrere Versuche! Es hat nicht geklappt, da mein leiblicher Vater
nie zustimmte. Ich weiß schon, auf was du hinaus willst. Naja, wobei wir wieder beim anmaßendem Verhalten wären...

Im übrigen - und auch das habe ich schwarz auf weiß - über 1000 Euro hätten sich meine Eltern gefreut :-D Es war nicht mal ein Viertel und denn noch zu Mark-Zeiten!!! Da kann man anders mehr Geld mit machen - zumal ein Kind ja auch nicht von Wasser und Liebe groß wird ;-)

Deinen allgemeinen Groll gegen "Pfleger" kann ich hier an dieser Stelle nicht ganz nachvollziehen. Es gibt Pärchen, die keine Kinder bekommen können und "holen" sich eben
über diesem Weg ein Kind. Es gibt Mütter, die nicht dazu in der Lage sind Kinder groß zu ziehen und übergeben die Kinder. Das ist doch vollkommen ok so! Jetzt weiß natürlich jeder, dass es in dem System viele Missstände gibt. Auf der Seite der Pfleger und auch auf der Seite der Herkunftsfamilien. Und viele Ausnutzer mag es auch geben (Pflegegeld). Habe selber schon einige erlebt. Aber das ist definitiv nicht die Allgemeinheit. Und daher finde ich im allgemeinen, Pfleger machen einen guten Job - meistens.
Und die Frauen, die ihre Kinder nicht erdrosseln, ertrinken oder sonst wie um die Ecke bringen sondern sich ihre Fehler eingestehen und das Kind abgeben, sind in meinen Augen auch Helden.

Und wir wissen alle - ich aus eigenen Erfahrungen und auch aus den Medien - Jugendämter machen Fehler! Schlimme Fehler sogar. Und dennoch muss ich sagen, zum Glück
hat es in meinem Fall und auch in den Fällen der Geschwister beherzt eingegriffen. Wer weiß, was sonst vielleicht noch passiert wäre. Und manchmal muss ich auch zugeben:
Besser das Jugendamt greift zu früh ein, als zu spät.

Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Jedenfalls waren es die "Pfleger", die dafür gesorgt haben das aus mir wurde was ich bin. Das es mir nie schlecht ging, es mir nie an etwas fehlte. Ich eine gewöhnliche Kindheit genoss. Und dafür bin ich unendlich dankbar. Und man kann sagen was man will, sie sind einfach meine Eltern.
Wie gesagt, die "Pfleger" sorgten und sorgen sich um mich wie um ihr eigenes Kind!! Niemand sonst!

Darüber kann man mal nachdenken!

Liebe Nancy, das ist eine sehr sehr gute Frage! Ich bezweifle zwar fast, dass sie überhaupt versteht was ich meine. Aber auf einen Versuch käme es an!


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 Post subject: Re: Die Suche nach meinen adoptierten Geschwister
Unread postPosted: 9. Mar 2015 17:12 
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Liebe Racegirl,
Deine Aussagen über Familien, Jugendämter und ihr Verhältnis zueinander stinken zum Himmel, mit Verlaub. Stell' dir vor, du begegnest deiner Halbschwester, die nur 4 Jahre alt geworden ist, eines Tages im Himmel - wirst du dann mit ihr bei einer Tasse Tee darüber plaudern, wie viel Glück euch durch das präventive Eingreifen des Jugendamts widerfahren ist, da keiner weiß, was ohne vielleicht passiert worden wäre? Du hast geschrieben, dass du nichts Genaues über die Umstände ihres frühen Todes weißt. Hegst du den Verdacht, dass sie von eurer Mutter erdrosselt oder ertränkt wurde? Was denkst du - das Geld, das deine Pfleger erhalten haben - hätte sich deine Mutter darüber gefreut?

1) Ich weiß schon, auf was du hinaus willst. Naja, wobei wir wieder beim anmaßendem Verhalten wären...

2) Und daher finde ich im allgemeinen, Pfleger machen einen guten Job - meistens.

Zu 1):
Inwiefern?

Zu 2):
In dem Punkt, dass das Pflegerdasein ein bezahlter Job ist, nicht mehr und nicht weniger, möchte ich dir nicht widersprechen. Du hast geschrieben, dass du der Meinung bist, zum Mutter Sein gehört mehr als eine Geburt. Woran dachtest du dabei?

Liebe Nancy, das ist eine sehr sehr gute Frage! Ich bezweifle zwar fast, dass sie überhaupt versteht was ich meine. Aber auf einen Versuch käme es an!

Ja, ich möchte meinen, dass das funktionieren müsste. Auch wenn du u.U. (was meiner Ansicht nach nicht vorkommen dürfte) nicht mit in den Eintrag mit Sammelakte (welche Gerichtsmitteilungen nach Adoptionsbeschlüssen enthalten müssen) schauen dürftest, bräuchte deine Halbschwester nur um Kopien zu bitten.


Last edited by nancy on 9. Mar 2015 17:24, edited 3 times in total.

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 Post subject: Re: Die Suche nach meinen adoptierten Geschwister
Unread postPosted: 9. Mar 2015 19:16 
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Liebe Nancy,

den ersten Teil deiner Aussage finde ich nun ziemmlich weit her geholt. Himmel...Tasse Tee... tss tss :-)

Vergiss nicht, dass ich auch
schrieb, dass Jugendämter auch Fehler machen. Wenn du meine Aussage beurteilst, dann bitte in der Gesamtheit.

Und genau, keiner weiß es. Auch du nicht!!

Ich danke dir sehr für deinen Tip. Ich werde ihn beherzigen.

Es ist jedoch nicht meine Aufgabe dir zu erklären was eine Mutter ist oder nicht. Du hast da einen ziemlich festgefahrenen Standpunkt und scheinst kein Stück abweichen zu wollen. Das ist schade aber vielleicht würde es mir an deiner Stelle nicht anders gehen. Du hast eben andere Erfahrungen gemacht.

Aber vielleicht, nur vielleicht, hörst du irgendwann mal auf jegliche Aussagen bis aufs Kleinste zu zerpflücken nur um dir das Gefühl der Bestätigung zu geben. Und nur vielleicht denkst du daran, die Meinung und Erfahrungen der anderen Menschen einfach zu akzeptieren und nicht alles ständig zu dementieren sind doch alle erwachsen :-)

Ich wünsche dir alles Gute.

Bye


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 Post subject: Re: Die Suche nach meinen adoptierten Geschwister
Unread postPosted: 9. Mar 2015 22:18 
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Du möchtest lieber eine Beurteilung des Gesamtbildes deiner Aussagen, statt der Details, die mir auffallen, verzichtest aber darauf, viele meiner Fragen zu beantworten. Oft ist es so, dass jemand, der Fragen stellt, noch kein Gesamtbild sieht, eben weil er noch Fragen hat. Zumindest auf mich trifft das zu. Harry hat dich schon als Gesamtbild gesehen. Er kam, sah und dachte wohl: "Racegirl ist so und so". Bäm, das passt in einen Satz. Bei mir ist das nicht so. Wenn ich von deinen Informationsquellen über deine Geschwister oder deren Anzahl und wie du dann über "aktenkundige" Details zu ihren Fällen schreibst, lese, dann frage ich natürlich, auf welche Akten du dich dabei berufst. Ich denke, ist sie unaufrichtig oder unsicher im Ausdruck? Ich schwanke, verstehst du? Es muss nicht zwangsläufig sein, dass du deswegen unaufrichtig bist. Es würde gegen Vorschriften für Beamten und Gerichte verstoßen, aber ich würde es glauben, wenn du sagen würdest, dass sich in deinen eigenen Akten Behauptungen bezüglich angeblicher Adoptionsfreigaben anderer Kinder finden. Mit meinen Fragen unterstelle ich nichts, will ich damit sagen. Wenn ich jemandem etwas unterstellen möchte, dann weiß ich, wie ich das möglichst so tue, dass mein Verdacht auf Dauer nicht zensiert wird/bleibt. Ich würde es direkt tun, um bestmöglich und schnellstmöglich von den Lesern verstanden zu werden. Aber wenn eine meiner Fragen nicht beantwortet wird, fließt das in das Gesamtbild ein, das ich mir von den Aussagen einer Person meistens zu machen versuche.
Soweit ich weiß, habe ich dir gegenüber kein Wort über meine Erfahrungen verloren. Du kannst nicht wissen, ob ich andere als du gemacht habe, was ohnehin irrelevant wäre. Persönliche Erfahrungen sind für Gesinnungen nicht ausschlaggebend, sondern logisches Denken, kognitive Fähigkeiten, Bildung und Einfühlungsvermögen - wer viel Einfühlungsvermögen, aber auch Selbstbewusstsein hat, wird sich nach der goldenen Regel als Handlungsmaxime orientieren oder sie zumindest nachvollziehen, wer wenig Einfühlungsvermögen hat, wird sich eher für die Maxime: "do what thou wilt" erwärmen. Vermutlich würdest du mir genauso wenig erklären können, womit du das Wort "Bestätigung" verbindest, wie du es mit dem Wort "Mutter" kannst. Aber ich bin kein Hellseher. Zum Beispiel habe ich keine Idee, wie du dazu kommst, mir bestimmte Absichten, die nichts mit dem zu tun haben, was ich dir geschrieben habe, zu unterstellen. Nochmal: die Fragen, die ich dir gestellt habe, beziehen sich auf deine Beiträge. Sie beziehen sich auf dich, nicht auf mich.

Falls du an die Daten des Standesamts im Geburtsort deiner Mutter kommst, würde ich übrigens gerne davon lesen.


Last edited by nancy on 9. Mar 2015 22:36, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: Die Suche nach meinen adoptierten Geschwister
Unread postPosted: 10. Mar 2015 05:04 
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Hallo Racergirl
es ist sehr schwer "vernuenftig" auf dich einzugehen, weil du teils hochemotional schreibst, teils ungeduldig, teils verwirrend und/oder widerspruechlich, ueberheblich, ein Gemisch also.

Ein Beispiel:
"Ich habe bereits meine leibliche Mutter und meinen leiblichen Vater kennen gelernt. Meine Mutter war von Anfang sehr ehrlich zu mir und erzählte mir alles was sie wusste."
Aso, leibliche Mutter kennen gelernt und im naechsten Satz sagst du, Mutter war sehr ehrlich"
Spaeter schreibst du:
"Ich verurteile sie, weil sie mich obendrein noch belogen hat, als ich damals Fragen stellte."
Das ist ein Widerspruch.
Da sind sehr sehr viele Widersprueche. Im Allgemeinen versteht man den Begriff "Mutter" als jene Frau, die dich in ihrem weichen Leib empfangen, dich mit ihrem Blut ernaehrt, dir ihre Gene weitergab, dich monatelang im Bauch behuetet und dich monatelang gespuert hat und dann, wohl unter Schmerz, in das
Licht des Lebens brachte. Das ist deine Mutter.

Wenn du also von Mutter sprichst, dann denkt man nicht automatisch an die Adoptionsfrau, sondern die leibliche Mutter. Gut, du hast es spaeter geklaert, aber erst mal war es verwirrend..
Doch wenn du behauptest "Aber für den Begriff Mutter reicht es nicht, einfach nur ein Kind geboren zu haben" dann stimmt das auch nicht. Sie hat dich ja nicht "einfach geboren", sondern dir Monatelang wesentliche Teile von sich selber an dich weiter gegeben. Ohne sie gaebe es dich nicht.

Nun sagst du, das sei nicht dein Thema, aber ich glaube das nicht ganz, und ich will es dir auch erklaeren warum nicht. Doch zuerst noch schreibst du ueber deine leibliche Mutter:"Kein ehrliches Wort kam über ihre Lippen. Aber eben, das habe allein ich zu bewerten."

Das gibt es natuerlich nicht, dass ein Mensch grundsaetzlich alles, was er sagt als Luege sagt.

Was aber ist Luege? Menschen, die viel Luegen, sind unsichere Menschen, die unbewusst in sich die Angst tragen, dass sie, wenn sie "die Wahrheit" sagen, an ihrer Seele schaden nehmen, bestraft werden.
Wenn also deine leibliche Mutter deiner Ansicht nach wirklich viel gelogen hat, dann frage dich mal, warum, was sind ihre Aengste, vor welcher Wahrheit meint sie fluechten zu muessen, wie du vor ihr fluechtest.
Und verurteile sie nicht sofort als Verbrecherin. Auch du luegst, wir alle luegen, jeden Tag, und dennoch sind wir stolz auf unsere Ehrlichkeit, die Selbstbetrug ist. Versuche mal diese Frau, die dich mit ihrem Blut ernaehrt hat, ein wenig zu verstehen, so wie du verstanden sein willst.

"Naja die Leute reden. Zufällig wohnen die ehemaligen Nachbarn von meiner Erzeugerin nun in dem Dorf meiner Eltern...
Wie sagt man so schön: Gott sieht vieles, die Nachbarn noch mehr!"
Welches Interesse haben solche Nachbarn daran, dir den Weg zu deiner lieblichen Mutter noch mehr zu versperren, sie noch schlechter zu machen? Wollen sie sich an deine Adoptivmutter anbiedern, einschmeicheln, schleimen?Welche Interesse haben solche Leute, sich in die Intimwelt des Anderen mit
irgendwelchen unbewiesenen Behauptungen einzumischen?
Tratsch, Klatsch. Hetze, und nochmals Tratsch Klatsch und Hetze.Endlich darf man sich das Maul zerreissen. Die Geruechtekueche brodelt und alle beteiligen sich.
Frage doch deine leibliche Mutter, was Wahr ist und was nicht.

"Mich wollte sie nach der Geburt nicht mal sehen."
Sagt wer??????
Und wer hat Interesse derartiges zu sagen?

"Sie begann sogar allen zu erzählen, ich würde Drogen nehmen und wäre übelst aggressiv usw. Das war der Punkt wo ich sagte, jetzt reichts!"
Wer sind diese "allen" und wer hat es dir gesagt und was war sein Motiv deine leibliche Mutter noch schlechter in deinen Augen zu machen?"
Das alles klingt mir sehr sehr schwammig und teils sehr naiv von dir, das alles zu glauben was andere Leute hecheln.

"Bis ihr plötzlich diese Horrorgeschichten eingefallen sind"
Welche?

"Es ist jedoch nicht meine Aufgabe dir zu erklären was eine Mutter ist oder nicht"

Da hast du recht, aber es ist die Aufgabe des Menschen den anderen Menschen darauf hinzuweisen, ich sagte es, dass du dieser Frau dein Leben schuldest, sie dich mit ihrem Fleisch und Blut ernaehrt hat, und dass du ohne sie nicht mal existieren wuerdest. Allgemeint nennt man solche weibliche Wesen: Mutter.

Und jetzt kommen wir zur Suche nach deinen Geschwistern
Vieles waere doch viel einfacher, wenn du dich mit deiner leiblichen Mutter verstaendigen koenntest.
Sie koennte es dir sagen was deine Geschwister betrifft. Aber du willst es nicht, du willst in dieser Frau deine Feindin sehen, du zeigst hier groesste Verachtung fuer sie, du verhoehnst sie hier, du beschimpfst sie, und all das, sagst du, sind die Gruende, warum du mit ihr nichts (mehr) zu tun haben willst.

All das, was du hier ueber die Suche nach deinen Geschwistern und deiner leiblichen Mutter schreibst, zeigt mir nur, dass du eine tiefe Bindung an deine leibliche Mutter hast, eine Bindung, die du dir nicht zugeben willst, vielleicht weil dann deine Verletzung zu Tage kaeme, dass sie dich nicht bei sich behalten, sondern ins Heim gab.
Weisst du, das erste, was ich meiner Tochter schrieb und persoenlich sagte, war die Erklaerung, dass wir sie nicht weggegeben haben, weil sie etwa nicht gut genug fuer uns gewesen sei. Viele Adoptierte denken das unbewusst: war ich nicht gut genug fuer Mama und Papa? Und unbewusst entwickeln sie aus dem Gefuehl von Schuld das Gefuehl von Zorn auf diese Eltern, fuer die sie wohl nicht gut genug war.
Verstehst du?

Wer so emotional ueber einen Menschen spricht, wie du ueber deine leibliche Mutter, der hat noch eine starke tiefe Beziehung zu ihr.
Das Gegenteil von Liebe ist nicht etwa Hass. Das Gegenteil von Liebe ist Gleichgueltigkeit. Aber sie ist dir, wie man liest, nicht etwa Gleichgueltig.Denn du hasst deine Mutter, und das ist die andere Seite von Liebe.

Du solltest dich mit ihr versoehnen. Dann kannst du alles ueber deine Geschwister erfahren. Versoehnen heisst nicht mit ihr eine neue Familie aufbauen, aber zumindest ihr den Respekt geben, den sie verdient hat. Und vielleicht auch versuchen ihr Verhalten zu verstehen.
Sie mag als Beispiel Alkoholikerin, Pennerin, Verahrloste sein, und dennoch ist sie ein Mensch der seine Wuerde hat wie du.
Mir ist voellig egal wie und was du bist. Aber meine Lebenserfahrung, die sagt mir, dass das Racergirl noch lange nicht fertig ist mit ihrer leiblichen Mama und dass sie darueber nachdenken soll, klug genug ist sie.

Der Mensch kann auch aus einem Berg Luegen die Wahrheit herausfiltern.
Und dann, was ist also Luege:
Drei Menschen sehen einen Unfall. Und alle drei sehen ihn anders und beurteilen ihn anders. Luegen alle drei?

Nein, es ist stets auch die Frage der Perspektive.
Also, hab Mut, du musst deine leibliche Mutter nicht gleich heiraten, aber so wie sie die Pflicht hat, dir alle Fragen zu beantworten, hast auch du eine Pflicht.Sie zu respektieren.
Und verdammt, hoere doch nicht auf das dreiste Geschwaetz von Nachbarn, die die Geruechtekueche am Kochen halten, damit sie endlich einen Lebensinhalt haben.

Jemand, der schlechtes ueber den Anderen erzaehlt, hat nur Lust am zerstoeren.
Solche Leute koennten niemals meine Freunde sein, ich wuerde ihnen nicht mal die Uhrzeit anvertrauen.
Und du glaubst ihnen.

_________________
Die Verbindung von Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen, ist eine Essenz. Die Verbindung zweier Erwachsener, die Kinder adoptieren, ist eine Konstruktion.
AndreasKs im Forum von MANNdat

Leibliche Eltern waren immer auch soziale Eltern und können nicht einfach auf den biologischen Ursprung reduziert werden.


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