Adoptionsforum

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 Post subject: Re: Statusbericht nach über 2 Jahren
Unread postPosted: 9. Mar 2015 17:11 
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Doppelten Glückwunsch, Tobi, und bei so einer Glückssträhne wäre vielleicht auch noch ein Lottogewinn drin gewesen. Deine Formulierung hatte ich von Anfang an richtig verstanden und es genau so interpretiert.

Wünsche Dir, Deiner Frau und dem Kind, dass künftig alles so gut und problemfrei weiterläuft. Auch die Beziehung zu Deiner leiblichen Mutter finde ich ganz große Klasse. Habe das Kennenlernen der leiblichen Familie auch mit meinem Sohn miterleben dürfen. Es sind ganz emotionale Zeiten, an denen man die ganze Welt teilhaben lassen möchte. Schön, dass Du uns davon berichtet hast, zumal hier immer mal wieder Adoptierte posten, die sich noch nicht ganz sicher sind, ob sie den Schritt auf die leibliche Familie zugehen sollen. Auch Herkunftsmütter werden durch Deine Erfahrung wieder Mut schöpfen können, dass eine Tages wieder alles gut wird.

Du hast hier alles völlig richtig gemacht, darum bitte ich Dich, Dich von den Beiträgen Einzelner nicht aus der Fassung bringen zu lassen. Dagegen stehen zigfach andere, die sich über Deinen Beitrag und mit Dir Dein Glück herzlich freuen. Da Du ja selber die Erfahrung eines Adoptierten Kindes teilst, wird die Beziehung zwischen Deinem Sohn und Dir während seines Aufwachsens unproblematischer verlaufen, weil Du ihm wesentlich glaubhafter gegenübertreten kannst und er sich dadurch verstanden fühlt.

Weiterhin alles Gute für Dich und Deine Familie und berichte weiter hier. Viele wird Deine Geschichte interessieren, die andere(n) blendest Du einfach aus.

Martina

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 Post subject: Re: Statusbericht nach über 2 Jahren
Unread postPosted: 9. Mar 2015 22:50 
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Unread postPosted: 10. Mar 2015 01:50 
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Mein lieber Tobi,
Bei allem Verstaendnis fuer deine Freude hats mich doch fassungslos gemacht, wie du dich, entgegen allen biologischen Erkenntnissen, als "stolzer Papi" bezeichnen kannst. Stolz ist man ausserdem auf seine eigene Leistung (also etwa die Kindszeugung) und Papi bist du auch nicht, sondern Adoptionsvater.
Es wurde auch nicht "unser Sohn geboren", sondern der Sohn einer Frau und eines Mannes und ihr adoptiert es.
Das ist nicht etwa Korrintenkackerei sondern hat etwas mit Lebenswirklichkeit zu tun. Es wird ja gerne verdraengt (was auch verstaendlich ist!) dass diese Kinder die Kinder anderer Menschen sind.
Jetzt kenne ich deine Geschichte nicht, aber ich frage mich, was ein Mensch, der selber Adoptiert wurde, an psychologischem in sich wohl nie aufgearbeitet hat, oder aufarbeiten muss, und dann (als Ersatzhandlung?) selber ein Kind zu adoptieren. Ich meine diese Frage draengt sich ja regelrecht auf.
Und wenn ich den Blick auf den "stolzen Papi" und "unser Sohn" werfe, dann habe ich das Gefuehl, da moechte jemand genau der Vater sein, der nie einen (biologischen) Vater erleben durfte.
Ich will nichts reindeuten was nicht ist, sondern einfach eine Ueberlegung ausdruecken.

Die Trauer um die Frau, die ihr Kind, aus welchen Gruenden auch immer, weggibt, wird hier natuerlich nicht erwaehnt. Das sehen solche Adoptionsfrauen fast nie. Immerhin waechst so ein Menschenkind 9 Monate in Leib der biologischen Mutter, sie spuert ihn, sie denkt an ihn, das Kind fuehlt mit ihr - ich glaube nicht dass es dieser unbekannten Frau ein Kinderspiel war, das Stueck Leben ihrer selber einfach weg zu geben, wie eine Tuete Muell. Also, meinerseits, ein Beileid, ein stummes Gedenken an diese unbekannten biologischen Eltern, die mit Sicherheit noch darunter Leiden werden. Wollen wir hoffen dass ihr Leid gering und kurz ist.

Und:"Allerdings haben Kinder, die in Pflege- oder Adoptivfamilien aufwachsen, trotz aller öffentlichen Fürsorge dennoch gravierende Störungen ihres Gebundenseins erlitten, und entwickeln in der Folge Bindungs- und Vertrauensstörungen."http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/ERZIEHUNG/Bindung.shtml

Solche Klagen und Berichtevon Adoptierten haben wir hier ja schon einigemale gelesen im Fórum. Leider.

"Die Trennung von der Bindungsperson bedeutet für jedes Kind großes seelisches Leid, sodass die Erschütterung und Trauer etwa beim Verlust der Eltern schon bei Kleinkindern feststellbar ist, wobei nach Studien die Trennung von der Mutter bei Säuglingen zur Regression und sogar zum Tod führen kann." (a.a.O)

"Die Gesinnung der Elternliebe
Es gibt noch eine andere Überlegung zur Elternliebe als spezifisch menschlicher Form elterlicher Fürsorge: Die Fürsorgemotivation. Diese wird Pflegeinstinkt genannt und man betrachtet sie als mächtigsten Instinkt. Der Pflegeinstinkt bildet den wichtigsten Bestandteil der Gesinnung der Elternliebe und beinhaltet die angeborene Fürsorgemotivation und drei weitere Bestandteile (vgl. Leder 2004, S. 22f):
Die Beziehung zwischen Eltern und Kind
Die Identifikation der Eltern mit ihrem Kind
Die Investition der Eltern in ihr Kind."(a.a.O)


Du siehst meine Ueberlegunng haben schon eine Basis.
Ja, wo ist der Pflegeinstinkt, die angeborene Fuersorgemotivation bei Adoptionseltern? Da wird sie ja "kuenstlich" aufgebaut, waehren sie bei den biologischen Eltern von Anbegin an vorhanden sind.

Was also treibt einen Adotierten selber zu adoptieren.?
Es ist nur eine interessierte Frage.

_________________
Die Verbindung von Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen, ist eine Essenz. Die Verbindung zweier Erwachsener, die Kinder adoptieren, ist eine Konstruktion.
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Leibliche Eltern waren immer auch soziale Eltern und können nicht einfach auf den biologischen Ursprung reduziert werden.


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Unread postPosted: 10. Mar 2015 09:04 
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Das ist schön! Ich freu mich mit euch! Und freuen dürft ihr euch - wie traurig wäre es, wenn man sich nicht über das kleine Menschenkind freuen dürfte. Das hat auch nichts mit den Gefühlen gegenüber den Herkunftseltern zu tun. Ich habe mich auch über unser Adoptivkind gefreut und gleichzeitig denke ich seit dem Tag der Geburt jeden Tag an seine Mami, die eben auch Teil unseres Lebens ist. Lass dich nicht entmutigen. Alles Gute für euch alle!


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 Post subject: Re: Statusbericht nach über 2 Jahren
Unread postPosted: 10. Mar 2015 18:53 
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Das ist schön! Ich freu mich mit euch! Und freuen dürft ihr euch - wie traurig wäre es, wenn man sich nicht über das kleine Menschenkind freuen dürfte. Das hat auch nichts mit den Gefühlen gegenüber den Herkunftseltern zu tun. Ich habe mich auch über unser Adoptivkind gefreut und gleichzeitig denke ich seit dem Tag der Geburt jeden Tag an seine Mami, die eben auch Teil unseres Lebens ist. Lass dich nicht entmutigen. Alles Gute für euch alle!


"Lass dich nicht entmutigen."
Ich nehme mal an das bezieht sich auf meinen Beitrag, da ich ja der einzige bin der Hinterfragt.
Wo ich da"entmutigt" haben soll wird immer dein weibliches Geheimnis bleiben.
Man darf halt in solchen Foren nicht nachdenken und Fragen stellen oder Studien zitieren, man hat da nur emotional-ueberschwaenglich zu reagieren, ganz so wie es die Damen im Leben gerne tun, weil es immer nur um Lust geht, nie um ernsthafte Dinge.
Schade dass ich nicht als Frau geboren wurde, da waere vieles einfacher. Eben: Gefuehl, Blub. Und mit den gefuehlen dann bauen wir Strassen, auf denen Frauen gehen und Haeuser in denen Frauen ihren Blub ausleben. Doofe Maenner die immer denken muessen und Studien zitieren. Boese Boese Universitaeten.

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 Post subject: Re: Statusbericht nach über 2 Jahren
Unread postPosted: 10. Mar 2015 19:58 
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Mein lieber Tobi,
Bei allem Verstaendnis fuer deine Freude hats mich doch fassungslos gemacht, wie du dich, entgegen allen biologischen Erkenntnissen, als "stolzer Papi" bezeichnen kannst. Stolz ist man ausserdem auf seine eigene Leistung (also etwa die Kindszeugung) und Papi bist du auch nicht, sondern Adoptionsvater.
Es wurde auch nicht "unser Sohn geboren", sondern der Sohn einer Frau und eines Mannes und ihr adoptiert es.
Das ist nicht etwa Korrintenkackerei sondern hat etwas mit Lebenswirklichkeit zu tun. Es wird ja gerne verdraengt (was auch verstaendlich ist!) dass diese Kinder die Kinder anderer Menschen sind.
Jetzt kenne ich deine Geschichte nicht, aber ich frage mich, was ein Mensch, der selber Adoptiert wurde, an psychologischem in sich wohl nie aufgearbeitet hat, oder aufarbeiten muss, und dann (als Ersatzhandlung?) selber ein Kind zu adoptieren. Ich meine diese Frage draengt sich ja regelrecht auf.
Und wenn ich den Blick auf den "stolzen Papi" und "unser Sohn" werfe, dann habe ich das Gefuehl, da moechte jemand genau der Vater sein, der nie einen (biologischen) Vater erleben durfte.
Ich will nichts reindeuten was nicht ist, sondern einfach eine Ueberlegung ausdruecken.

Die Trauer um die Frau, die ihr Kind, aus welchen Gruenden auch immer, weggibt, wird hier natuerlich nicht erwaehnt. Das sehen solche Adoptionsfrauen fast nie. Immerhin waechst so ein Menschenkind 9 Monate in Leib der biologischen Mutter, sie spuert ihn, sie denkt an ihn, das Kind fuehlt mit ihr - ich glaube nicht dass es dieser unbekannten Frau ein Kinderspiel war, das Stueck Leben ihrer selber einfach weg zu geben, wie eine Tuete Muell. Also, meinerseits, ein Beileid, ein stummes Gedenken an diese unbekannten biologischen Eltern, die mit Sicherheit noch darunter Leiden werden. Wollen wir hoffen dass ihr Leid gering und kurz ist.

Und:"Allerdings haben Kinder, die in Pflege- oder Adoptivfamilien aufwachsen, trotz aller öffentlichen Fürsorge dennoch gravierende Störungen ihres Gebundenseins erlitten, und entwickeln in der Folge Bindungs- und Vertrauensstörungen."http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/ERZIEHUNG/Bindung.shtml

Solche Klagen und Berichtevon Adoptierten haben wir hier ja schon einigemale gelesen im Fórum. Leider.

"Die Trennung von der Bindungsperson bedeutet für jedes Kind großes seelisches Leid, sodass die Erschütterung und Trauer etwa beim Verlust der Eltern schon bei Kleinkindern feststellbar ist, wobei nach Studien die Trennung von der Mutter bei Säuglingen zur Regression und sogar zum Tod führen kann." (a.a.O)

"Die Gesinnung der Elternliebe
Es gibt noch eine andere Überlegung zur Elternliebe als spezifisch menschlicher Form elterlicher Fürsorge: Die Fürsorgemotivation. Diese wird Pflegeinstinkt genannt und man betrachtet sie als mächtigsten Instinkt. Der Pflegeinstinkt bildet den wichtigsten Bestandteil der Gesinnung der Elternliebe und beinhaltet die angeborene Fürsorgemotivation und drei weitere Bestandteile (vgl. Leder 2004, S. 22f):
Die Beziehung zwischen Eltern und Kind
Die Identifikation der Eltern mit ihrem Kind
Die Investition der Eltern in ihr Kind."(a.a.O)


Du siehst meine Ueberlegunng haben schon eine Basis.
Ja, wo ist der Pflegeinstinkt, die angeborene Fuersorgemotivation bei Adoptionseltern? Da wird sie ja "kuenstlich" aufgebaut, waehren sie bei den biologischen Eltern von Anbegin an vorhanden sind.

Was also treibt einen Adotierten selber zu adoptieren.?
Es ist nur eine interessierte Frage.


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 Post subject: Re: Statusbericht nach über 2 Jahren
Unread postPosted: 11. Mar 2015 07:49 
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"Lass dich nicht entmutigen."
Ich nehme mal an das bezieht sich auf meinen Beitrag, da ich ja der einzige bin der Hinterfragt.
Wo ich da"entmutigt" haben soll wird immer dein weibliches Geheimnis bleiben.
Man darf halt in solchen Foren nicht nachdenken und Fragen stellen oder Studien zitieren, man hat da nur emotional-ueberschwaenglich zu reagieren, ganz so wie es die Damen im Leben gerne tun, weil es immer nur um Lust geht, nie um ernsthafte Dinge.
Schade dass ich nicht als Frau geboren wurde, da waere vieles einfacher. Eben: Gefuehl, Blub. Und mit den gefuehlen dann bauen wir Strassen, auf denen Frauen gehen und Haeuser in denen Frauen ihren Blub ausleben. Doofe Maenner die immer denken muessen und Studien zitieren. Boese Boese Universitaeten.

Hans, sorry :aufgeben: , aber wer da "weiblich" reagiert, bist im Moment du.
Du selber nimmst grad an, dass es auf deinen Beitrag gemünzt sei - ich lese das so aber nicht. Ich lese das allgemein gehalten und wenn, dann auf die (paar) Beiträge vor deinen, die sich an einer flapsigen Bemerkung aufrieben.


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 Post subject: Re: Statusbericht nach über 2 Jahren
Unread postPosted: 11. Mar 2015 12:54 
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Hans, tut mir leid, aber einiges will mir da nicht in den Kopf...
wenn du schreibst ich wär kein Papi sondern Adoptivvater, wäre ja der Umkehrschluß, dass ein abgebender Vater nur "Erzeuger" wär - da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Ich glaube, nein ich bin fest davon überzeugt, als Vater bezeichnet zu werden muß man sich verdienen. ...genau dazu ist Leistung erforderlich auf die man stolz sein darf, da ist die "Leistung" der Kindszeugung...naja.
Was "unseren" Sohn angeht, weis ich sehrwohl dass ich nicht der biologische Vater bin (da wird gar nichts verdrängt) - aber er ist Teil unserer Familie, also auch "unser" Sohn - das schließt doch die Herkunftsfamilie nicht aus. Ich würde es eher bedenklich finden, ihn nicht als unseren Sohn zu sehen, denn wer hier Unterschiede macht ist nicht als Adoptivelternteil geeignet - so meine Meinung. Gefühlsmäßig ist und bleibt unser Sohn "unser" Sohn.
Und wie kommst du drauf, das ein Kind zu adoptieren eine Ersatzhandlung wäre? Vor allem vor dem Hintergrund selbst adoptiert zu sein.

Muß leider erst mal los - mehr vielleicht später
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 Post subject: Re: Statusbericht nach über 2 Jahren
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Hans, tut mir leid, aber einiges will mir da nicht in den Kopf...
wenn du schreibst ich wär kein Papi sondern Adoptivvater, wäre ja der Umkehrschluß, dass ein abgebender Vater nur "Erzeuger" wär - da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Ich glaube, nein ich bin fest davon überzeugt, als Vater bezeichnet zu werden muß man sich verdienen. ...genau dazu ist Leistung erforderlich auf die man stolz sein darf, da ist die "Leistung" der Kindszeugung...naja.
Was "unseren" Sohn angeht, weis ich sehrwohl dass ich nicht der biologische Vater bin (da wird gar nichts verdrängt) - aber er ist Teil unserer Familie, also auch "unser" Sohn - das schließt doch die Herkunftsfamilie nicht aus. Ich würde es eher bedenklich finden, ihn nicht als unseren Sohn zu sehen, denn wer hier Unterschiede macht ist nicht als Adoptivelternteil geeignet - so meine Meinung. Gefühlsmäßig ist und bleibt unser Sohn "unser" Sohn.
Und wie kommst du drauf, das ein Kind zu adoptieren eine Ersatzhandlung wäre? Vor allem vor dem Hintergrund selbst adoptiert zu sein.

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Text wegen Beleidigungsmeldung entfernt.

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 Post subject: Re: Statusbericht nach über 2 Jahren
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Hans, tut mir leid, aber einiges will mir da nicht in den Kopf...
wenn du schreibst ich wär kein Papi sondern Adoptivvater, wäre ja der Umkehrschluß, dass ein abgebender Vater nur "Erzeuger" wär - da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Ich glaube, nein ich bin fest davon überzeugt, als Vater bezeichnet zu werden muß man sich verdienen. ...genau dazu ist Leistung erforderlich auf die man stolz sein darf, da ist die "Leistung" der Kindszeugung...naja.
Was "unseren" Sohn angeht, weis ich sehrwohl dass ich nicht der biologische Vater bin (da wird gar nichts verdrängt) - aber er ist Teil unserer Familie, also auch "unser" Sohn - das schließt doch die Herkunftsfamilie nicht aus. Ich würde es eher bedenklich finden, ihn nicht als unseren Sohn zu sehen, denn wer hier Unterschiede macht ist nicht als Adoptivelternteil geeignet - so meine Meinung. Gefühlsmäßig ist und bleibt unser Sohn "unser" Sohn.
Und wie kommst du drauf, das ein Kind zu adoptieren eine Ersatzhandlung wäre? Vor allem vor dem Hintergrund selbst adoptiert zu sein.

Muß leider erst mal los - mehr vielleicht später
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"wenn du schreibst ich wär kein Papi sondern Adoptivvater, wäre ja der Umkehrschluß, dass ein abgebender Vater nur "Erzeuger" wär "

Das ist natuerlich Unsinn. Der leibliche Vater hat immerhin seine biologischen Gene und sozialen udn kulturellen Eigenschaften an sein Kind weiter gegeben. Das unterscheidet ihn von einem "Adoptionsvater" grundsaetzlich.

"Ich glaube, nein ich bin fest davon überzeugt, als Vater bezeichnet zu werden muß man sich verdienen. ...genau dazu ist Leistung erforderlich auf die man stolz sein darf, da ist die "Leistung" der Kindszeugung...naja."


Ueberzeugt sein darfst du soviel du willst, aber woher weisst du dass die "Leistung" des leiblichen Vaters keine "Leistung" war. Hat er sein Kind geliebt? Hat er keine Adoption gewollt und sie, der Frau zuliebe, zugestimmt? Hat er die Mutter monatelang versorgt waehrend sie Schwanger war.
Ich begreife nicht dass die Zeugung eines Kindes von Vaterseite von dir nur auf einen Bumsen reduziert wird. Da steckt eine Menge veraechtlichkeit dem Mann (dir selber auch!) gegenueber. Sorry.

"aber er ist Teil unserer Familie"
Voellig einverstanden.

"Ich würde es eher bedenklich finden, ihn nicht als unseren Sohn zu sehen"
Habt ihr, deine Frau und du, ihn konstruiert?

Was ich nicht begreife, ist, dass hier grundsaetzlich einerseits der Wert der Familie im urspruenglichem Sinne hoch gehalten wird wie die Fahne von Freiheit, und anderseits die Wertigkeit, die Beliebigkeit (!) von "Familie" keine Bedeutung mehrt hat. Alles ist Familie sofern zwei Erwachsene und ein Kind da sind. Das ist Beliebig. Und Beliebig heisst, austauschbar. Wenn demnaechst zwei Erwachsene mit einem Wildschwein zusammen leben, kann man es ja auch als "Familie " bezeichnen.
Ich hoffe sehr du verstehst was ich damit ausdruecke. Wenn bumsen als Liebe bezeichnet wird, dann hat der Begriff "Liebe" keinen Wert sondern ist reduziert auf einen Akt.
Wenn "Familie" auf 3 Menschen reduziert wird, dann hat der Begriff keinen Wert mehr, sondern ist reduziert auf Bestandteile, aber nichts eigenstaendig gewachsenes.

"Und wie kommst du drauf, das ein Kind zu adoptieren eine Ersatzhandlung wäre? Vor allem vor dem Hintergrund selbst adoptiert zu sein."


Ja, wie kommt man auf Ueberlegungen? Durch Nachdenken. Das habe ich gesagt. Die Frage solltest du dir selber beantworten.

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