Adoptionsforum

Austausch und Info von und für Betroffene rund um das Thema Adoption
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 Post subject: Suche Kontakt zu Adoptiveltern und -bewerbern
Unread postPosted: 2. Mar 2016 17:19 
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Neuling
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Hallo Ihr Lieben!

Mein Mann und ich sind gerade im Prüfverfahren, nachdem ich sehr viele Fehlgeburten hatte und einfach nicht mehr kann. Um das zu verarbeiten, sind wir bei einer auf unerfülltem Kinderwunsch spezialisierten Psychologin, die uns mit der Verarbeitung hilft bzw. uns auf unserem Weg der Adoption begleitet. Wir haben bereits zwei Gespräche beim Jugendamt geführt und im September sind wir angemeldet für das Seminar.
Vor dem ersten Gespräch haben wir uns bereits Literatur zum Thema Adoption besorgt und gelesen. Die Zuständige war sichtlich begeistert, dass wir uns vorher schon schlau gemacht haben und einiges schon wussten. Wir sind auch sehr zufrieden, denn sie gibt uns ein positives Gefühl, auch wenn sie natürlich nicht versprechen kann, dass wir irgendwann die richtige Familie für ein zuvermittelndes Kind sein werden.

Nun wünsche ich mir Kontakt zu Menschen, die diesen Weg auch gehen oder gegangen sind. Wie sind Eure Erfahrungen?
Das Seminar ist noch so lange hin.

Freue mich auf Antworten. Ihr könnt mich auch alles Fragen.

Herzlichst,
Sarina


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 Post subject: Re: Suche Kontakt zu Adoptiveltern und -bewerbern
Unread postPosted: 3. Mar 2016 11:58 
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Neuling
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Hab ich etwas falsch gemacht?
Mehrere Zugriffe, aber niemand meldet sich zu Wort?

Hätte ich genau Fragen stellen sollen?
Das kann ich :biggrinn:
Also...

Wie ist Euer Umfeld damit umgegangen, dass ihr adoptiert habt oder adoptieren wollt?

Wie und wann habt ihr den Kindern gesagt, dass es adoptiert ist? (Ich persönlich stelle mir vor, wenn es fragt, nicht zu lügen.)

Was habt ihr von der Herkunftsfamilie erfahren? Also nicht inhaltlich, sondern eher allgemein.

Hat jemand für das Kind etwas mitbekommen wie beispielsweise ein Bild?

Gab es Probleme in der Eingewöhnung?

Wie geht ihr mit dem Konflikt um, dass man in der Wartezeit auf der Liste im Prinzip auf das Unglück einer anderen Frau warten muss, bei dem das Jugendamt meint, man wäre passend als Eltern für dieses Kind, damit man ein Kind aufnehmen darf?

Habt Ihr der abgebenden Familie einen Brief geschickt?

Schreibt ihr der Mutter regelmäßig und schickt Bilder?

Läuft der Hausbesuch (wenn man noch nicht auf der Liste ist) tatsächlich so unkompliziert ab wie man liest?

Das sind die ersten Fragen... Ich würde mich sehr über antworten freuen.

Herzliche Grüße
Sarina


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 Post subject: Re: Suche Kontakt zu Adoptiveltern und -bewerbern
Unread postPosted: 3. Mar 2016 12:37 
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Ich habe dir auf deinem Vorstellungsthread geantwortet.

Golfi


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 Post subject: Re: Suche Kontakt zu Adoptiveltern und -bewerbern
Unread postPosted: 3. Mar 2016 19:56 
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Hab dir dort auch geantwortet :biggrinn:


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 Post subject: Re: Suche Kontakt zu Adoptiveltern und -bewerbern
Unread postPosted: 3. Mar 2016 20:52 
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Jedes Kind, das adoptiert wird, hat einen Vater und eine Mutter. Das sind die Eltern. Jedes Kind bekommt von Vater und Mutter Anteile der ueber Generationen erworbenen Strukturen mit, wie etwa Charakter, Anlagen, Krankheitsbilder. Jedes Kind im Mutterleib empfaengt nicht nur Geraeusche, sondern auch psychische Situationen wie Wohlbefinden, Stress, Streit, Liebe ect.pp.
So ein Kind also wird nicht einfach mal geboren, sondern kommt bereits als vorgefertigtes Wesen zur Welt, das den Schock der Geburt erlebt und danach, bei Adoptionen, den Schock dem vertrauten Mutterbild entrissen zu sein.

Frauen begreifen oftmals erst nach Jahren, was sie sich eigentlich an Brutalitaet angetan haben, als sie ihr Kind zur Adoption freigaben. Sie stuerzen in tiefe Depressionen und Schuldgefuehle. Oftmals spielten nur Aeusserlichkeiten eine Rolle, wie etwa Armut, Arbeitslosigkeit, Druck durch Verwandte ect.pp. Die angeblich "freie Entscheidung" ist ein Trugschluss und Betrug.

Das sind nur zwei Elemente.

Das dritte ist: jedes adoptierte Kind wird, wenn es Kontakt zu den Eltern bekommt, in eine Krise gestuerzt, in einen Konflikt der schier unloesbar ist. Da sind die Adoptionsmenschen die ihm Liebe gaben und Nahrung, und dort die leiblichen Eltern deren Teil er ist. Wohin gehoert es wirklich?

Das alles wird quasi Schulterzuckend hingenommen, denn wir wollen unsere "Menschenrecht" auf ein Kind erfuellt haben! Und sei es auf Kosten der leiblichen Eltern und/ oder des Kindes.

Wir leben in einer Gesellschaft wie auf der Titanic. Alles ist machbar, also machen wir alles. Einsicht in Verzicht hat man nicht zu pflegen, wozu gibt es In-vitro oder "weggeworfene Kinder" (Zitat einer Userin).
Man will, also nimmt man. Verwerfliche Begriffe wie Bescheidenheit gehoeren auf den Muellhaufen der Geschichte.

Ganz erfuellt vom Wunsch nach dem Kind werden alle kritischen Punkte zwar angehoert aber letztlich ueber Bord geworfen, denn es geht niemals um das Kindeswohl, es geht immer nur um das Wohl des Paares. Kindeswohl wird vorgeschoben. Ginge es um Kindeswohl, dann koennte man auch die ideelle Vormundschaft uebernehmen, so einem Kind Kleidung, Schule, Gymnasium, Ausbildung finanzieren und es kann dennoch bei den Eltern bleiben.
Aber da sei der Egoismus davor!

Nichts und niemand kann leibliche Eltern ersetzen.

Mir ist bewusst ihr werdet meinen Einwand im Grunde ignorieren, denn - wie gesagt- es ist euer verdammtes Menschenrecht von irgendwoher irgendwie irgendein Kind zu bekommen.
Egal auf wessen Kosten es geht.

_________________
Die Verbindung von Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen, ist eine Essenz. Die Verbindung zweier Erwachsener, die Kinder adoptieren, ist eine Konstruktion.
AndreasKs im Forum von MANNdat

Leibliche Eltern waren immer auch soziale Eltern und können nicht einfach auf den biologischen Ursprung reduziert werden.


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 Post subject: Re: Suche Kontakt zu Adoptiveltern und -bewerbern
Unread postPosted: 5. Mar 2016 22:26 
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Lieber hans,

Ich bin zu kurz hier im forum, um deine geschichte zu kennen, aber dir muss schon was schreckliches passiert sein.
Warum sonst greifst du alle adoptierenden und adoltionswilligen weit jenseits allen guten geschmacks an?

Ist es tatsächlich das recht eines zutiefst frustrierten dauernörglers hier allen menschen die nicht gegen adoptionen wettern ein schlechtes gewissen einreden zu wollen?
Deine gnadenlose schwarzweissmalerei und deine ignoranz gegenüber allem positiven bei adoptionen ist ja kaum auszuhalten.

klar hast du recht, wir adoptierenden tun das aus dem vollkommen egoistischen grund einem kind seine liebe und fürsorge geben zu können. Und es ist uns allen scheissegal wie es den leiblichen eltern und unseren kindern (ja wir adoptionsmonster nennen unsere opfer auch noch "unsere kinder") dabei geht.

Wie wäre es denn wenn du mal versuchst den menschen (ja es sind menschen) die sich hier für adoption interessieren zumindest neutral gegenüberzutreten?

Anstand ist das zauberwort, das ich bei dir ganz wehement vermisse.

Sry, das war jetzt wohl auch ein wenig emotional, aber das musste jetzt mal raus.


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 Post subject: Re: Suche Kontakt zu Adoptiveltern und -bewerbern
Unread postPosted: 5. Mar 2016 23:20 
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zum thema will ich jetzt auch noch etwas beitragen:

"Wie ist Euer Umfeld damit umgegangen, dass ihr adoptiert habt oder adoptieren wollt?"

Wir waren davon überzeugt, dass unser umfeld sehr positiv reagieren wird. Unsere Erwartungen wurden aber noch um längen übertroffen. Wir haben vollkommen überraschen von einer sekunde auf die nächste von unserer adoption erfahren, woraufhin uns eine welle der hilfsbereitschaft förmlich überrollt hat. Es war unser ganz persönliches sommermärchen.


"Wie und wann habt ihr den Kindern gesagt, dass es adoptiert ist? (Ich persönlich stelle mir vor, wenn es fragt, nicht zu lügen.)"

Unser sohn ist erst 7 monate, aber dennoch erwähnen wir die tatsache der adoption ganz selbstverständlich im alltag. Und haben auch die leiblichen eltern in unser rituelles abendgebet mit aufgenommen

"Was habt ihr von der Herkunftsfamilie erfahren? Also nicht inhaltlich, sondern eher allgemein."

Nichts. Leider. Die leiblichen eltern wollen keinen kontakt zum kleinen und auch nicht zu uns

"Hat jemand für das Kind etwas mitbekommen wie beispielsweise ein Bild?"

Nein. Leider. S. O.

"Gab es Probleme in der Eingewöhnung?"

Er kam im alter von 1tag zu uns da gabs keine probleme

"Habt Ihr der abgebenden Familie einen Brief geschickt?"

Das JA hat uns mitgeteilt, dass kein kontakt erwünscht ist


"Schreibt ihr der Mutter regelmäßig und schickt Bilder?"

S. O.

"Läuft der Hausbesuch (wenn man noch nicht auf der Liste ist) tatsächlich so unkompliziert ab wie man liest?"

Da hast du wahrscheinlich eh schon meinen beitrag zu diesem thema gelesen.
JA
Bei uns wars äusserst unkompliziert ich möchte dast sagen ein sehr angenehmer kontakt.

Ich hoffe ich konnte deine fragen ausreichend beantworten und sei mir bitte ned bös wg. Meinen obigem ausbruch das war nicht böse gemeint.


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 Post subject: Re: Suche Kontakt zu Adoptiveltern und -bewerbern
Unread postPosted: 6. Mar 2016 13:44 
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Lieber hans,

Ich bin zu kurz hier im forum, um deine geschichte zu kennen, aber dir muss schon was schreckliches passiert sein.
Warum sonst greifst du alle adoptierenden und adoltionswilligen weit jenseits allen guten geschmacks an?

Ist es tatsächlich das recht eines zutiefst frustrierten dauernörglers hier allen menschen die nicht gegen adoptionen wettern ein schlechtes gewissen einreden zu wollen?
Deine gnadenlose schwarzweissmalerei und deine ignoranz gegenüber allem positiven bei adoptionen ist ja kaum auszuhalten.

klar hast du recht, wir adoptierenden tun das aus dem vollkommen egoistischen grund einem kind seine liebe und fürsorge geben zu können. Und es ist uns allen scheissegal wie es den leiblichen eltern und unseren kindern (ja wir adoptionsmonster nennen unsere opfer auch noch "unsere kinder") dabei geht.

Wie wäre es denn wenn du mal versuchst den menschen (ja es sind menschen) die sich hier für adoption interessieren zumindest neutral gegenüberzutreten?

Anstand ist das zauberwort, das ich bei dir ganz wehement vermisse.

Sry, das war jetzt wohl auch ein wenig emotional, aber das musste jetzt mal raus.



1) Verwende doch bitte nicht das Wort "Anstand" in Zusammenhang mit der Qual der leiblichen Eltern und vieler Adoptionskinder die bei fremden Leuten aufwachsen. In diesem Zusammenhang ist "Anstand" reiner Zynismus und zeugt von deiner mangelnder Empathie den leiblichen Eltern und den Kindern gegenueber.

Wenn du keine Argumente hast wirst du halt persoenlich beleidigend und unterstellt irgendwas "schreckliches".
Dass meine Meinung aber auf Beobachtung, Erfahrung, Lebensweisheit und Wissen beruht ignorierst du, weils dir nicht in den Rosa-Brille-Kram passt. Das sind die schlimmsten, die Wahrheiten einfach ignorieren..
Was hast du erwartet? Das man vor dir auf die Knie faellt weil du ein Kind fuer dich willst?

Im Gegensatz zu dir sehe ich in erster Linie das Kindeswohl, und das macht dich wohl unzufrieden .
Dass du dich "Adoptionsmonster" nennst sagt mehr ueber deinen inneren Zustand aus als dir Recht sein wird.

Es ist auch keine Schwarz-Weiss-Malerei. Das Forum hier ist voll mit verzweifelten Adoptionskindern und leiblichen Eltern, die eben nicht so gluecklich sind wie du es gerne dir wuenscht. Blaettere doch mal udn suche nicht nur das was dich streichelt, sondern was Wahrheit ist.
Wenn du Zustimmung suchst, suche Nullen. Such einfach Leute dir dir blind zustimmen. Nullen halt. Aber erwarte nicht in einem Form dass dir alle zustimmen.

Im uebrigen, lese doch mal die Qualen der leiblichen Muetter die ihr Kind weg gaben und heute darueber tief verzweifelt und depressiv sind, fuer ihr ganzes restliches Leben. Stoebere doch mal im Forum, bevor du hier (auch noch als Neue!) ueber mich unflaetig herziehst, der ich Argumente brachte und dich weder persoenlich beleidigt habe noch angriff.
Aber solche Wahrheiten gefallen dir wohl nicht, die passen nicht in dein Weltbild von der edlen Frau die adoptiert nehme ich an.

Bevor ich weiter auf deinen Empoerungs-Salm (Dauernorgler, ein selten daemliches Argument dass die Wahrheiten verschleiern will) eingehen empfehle ich dir dies zu lesen und dich dann bei mir eventuell zu entschuldigen (Aber vielleicht poebelt der Ethikrat ja auch nur und du bist die einzig edle Person hier im Lande, vielleicht bringt es dich, was sich bezweifle, zum Nachdenken.):

*** The link is only visible for members, go to login. *** ... -10-23.pdf

Mutter und ungeborenes Kind haben 9 Monate eine
Einheit gebildet. Die Trennung löst bei Müttern
bewusst oder in tieferen, abgespaltenen Zonen eine
physiologische und psychische Katastrophe aus.
• Diese ist so groß, dass sie von vielen Müttern
zunächst abgespalten (dissoziiert) wird.
• Unterschiedliche Bewältigungsstrategien bei den
einzelnen Müttern: Vom Versuch, zu vergessen bis
zur täglichen Trauer, Schuldgefühlen, Reue, Scham,
der Sehnsucht, den Schritt ungeschehen zu machen.


Auch Eltern ohne Kinder bleiben Eltern
• Wiederkehrende Lebenskrisen um den Geburtstag des Kindes.
• Unterschiedliche Phasen der Verarbeitung des Schmerzes:
Viele Mütter berichten, dass sie zunächst über Jahre verdrängt,
abgespalten haben. Erst nach 5, 10, manchmal nach 20 Jahren,
wird manchen die große Tragweite ihrer damaligen
Entscheidung bewusst und der Schmerz – oftmals auch
anhaltende Depression – lässt sie nicht mehr los.

• Mütter, die offene Adoptionen pflegen, erleben dies ebenfalls als
schmerzhaft, aber sie können die Adoptionsfreigabe besser in
ihr Leben integrieren.
• Keiner Mutter gelingt es, ihr Kind auf Dauer zu vergessen.
• Die Wiederbegegnung zwischen Müttern und Adoptierten kann
den Schmerz lindern, aber nie mehr aufheben.



Die Lebenssituation Adoptierter
Wer mit Vater und Mutter aufgewachsen ist, kann sich oft nicht
vorstellen, welchen Leidensweg Menschen durchleben, die ohne
leibliche Verwandte groß werden. Viele Adoptivkinder führen ein
Doppelleben: Einerseits gehören sie zu ihrer emotionalensozialen
Familie. Andererseits vermissen sie ihre
Herkunftsfamilie: leibliche Eltern und Geschwister.
•Der Kummer oder die Scham, von der Mutter, vom Vater
getrennt, verlassen, verstoßen worden zu sein, verbindet sich mit
dem fehlenden Wissen um Aussehen, charakterliche Bausteine
und genetische Faktoren. Wer in einer Adoptivfamilie aufwächst,
hat oft bis ins hohe Alter an dieser tiefen Lücke zu tragen
.

Häufige Reaktionen auf den frühen
Verlust/Bruch im Leben
•[b] Adoptierte leben oftmals eine von Urmisstrauen, Kampf oder
Flucht und dem Abspalten von Gefühlen geprägte Beziehung zu
ihren Adoptiveltern. (vgl. Simon und Rech-Simon)

• Anhaltende Trauer über den Verlust der leiblichen Eltern
• Angst, auch von anderen Menschen nicht geliebt zu werden

• Gefühle von Einsamkeit und Nichtdazugehören
• Das Gefühl, nicht in Ordnung zu sein
Das große Nein am Anfang des Lebens führt zu
Ohnmachtsgefühlen, Selbstzweifeln, Autoaggression,
Aggression, Wut, manchmal: Scham, Depression, Suizidgefahr



Das sind auch einige der Gruende, warum ich strikt gegen jegliche Form von Adoptionen bin. Die Frauen aus reichen Laendern sollten nicht in massloser Selbstueberschaetzung annehmen, sie haetten quasi ein Naturrecht auf ein Kind und daher das Recht zu adoptieren, und die Gesetzgebung sollte mehr die Psychologie beachten anstatt den Wirtschaftszweig Adoption.

Noch eine dieser verbitterten Frauen die schreckliches erlebt haben muessen um auf solche Erkenntnisse zu kommen:

*** The link is only visible for members, go to login. ***
Autorin: Dr. Doris Wolf Diplom Psychologin

Welche Motive der Adoptiveltern sprechen gegen eine Adoption‘
Sie wollen endlich auch eine normale Familie sien.
Sie wollen nach aussen hin dokumentieren, dass man eine normale Familie ist.
Sie wollen ihre Ehe retten.
Sie wollen sich selbst verwirklichen.
Sie wollen jemanden haben dessen Dankbarkeit man sich sicher sein kann.


*** The link is only visible for members, go to login. ***
Und ein weiterer Schwarz-Weiss Maler der unflaetige gehaessige Kommentare schreibt:

Das einzige Ziel der Adoption
liegt darin, Kindern Eltern zu
verschaffen.
Das KindeswohlGebot
steht im Adoptionsrecht
(1741 Abs.1)

Gründe für die Adoptionsfreigabe
(nach Martin Textor, 1991)
•Finanzielle Probleme
•Mangelnde Unterstützung durch Eltern
•Mangelnde Hilfe seitens des Partners
•Belastungen durch weitere Kinder
•Verheimlichung der Schwangerschaft
•Versäumte Frist für einen
Schwangerschaftsabbruch

Folgen der Freigabe-Entscheidung
für die leiblichen Mütter
•Teils: Lebenslange Sehnsucht nach
dem Kind, psychosomatische
Krankheiten und Selbstmordgefährdung



Konflikte bei Adoptierten aus
tiefenpsychologischer Sicht
•„Bin ich erwünscht?“
•Strategien gegen das Verlassenwerden:
gutes Kind sein, kleines Kind bleiben,
Adoptiveltern austesten, Größen- und
Familienromanphantasien
•Last des Adoptionstabus: Regression und
verdeckte Rebellion
•Vermischung –die doppelten Eltern
•Probleme der Identitätsfindung: offene
Rebellion oder Rückzug

Jeder Mensch lebt
auf der seelischen Ebene
in einem Geflecht von
Bindungsbeziehungen,
das mindestens vier
Generationen umfasst.


Die Mutter-Kind-Bindung
beginnt bereits während der
Schwangerschaft. Sie wird
durch den Geburtsvorgang
besonders geprägt
und in den
ersten drei Lebensjahren in
ihrer Qualität festgelegt.

Adoption bedeutet für das
adoptierte Kind
•einen Abbruch und
Verlust der
Mutterbindung
•keinen Aufbau oder
Verlust der
Vaterbindung
•Verlust der
Zugehörigkeit zu einer
Herkunftsfamilie

•Bei Auslandsadoption:
Verlust der
Zugehörigkeit zu einem
Land und Volk


Bringt dich diese wissenschaftliche Erkenntnisse, die auch ich formuliert hatte, wenigstens mal zum Nachdenken? Wie weit soll ich dich ernst nehmen wenn du das kleine Einmaleins von Adoptionsproblemen einfach ignorierst? Wieweit steckt da eine Wucht von Egoismus dahinter, diese Probleme der leiblichen Eltern und Kinder einfach zu uebergegehen - und mich, der sie benennt, dafuer zu beschimpfen?
Wer bist du eigentlich, die sich erlaubt mir etwas zu unterstellen, ohne die Fuelle meiner (auch wissenschaftlichen) Beitraege, die ich seit Jahren bringe, auch nur im Ansatz mal gelesen zu haben?



Mir tun all die Kinder leid die zu solchen Ignoranten abgeschoben werden.

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 Post subject: Re: Suche Kontakt zu Adoptiveltern und -bewerbern
Unread postPosted: 6. Mar 2016 14:48 
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Ich kann nur sagen,ich bin froh,dass ich adoptiert wurde!

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 Post subject: Re: Suche Kontakt zu Adoptiveltern und -bewerbern
Unread postPosted: 6. Mar 2016 16:12 
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Ausnahmen bestaetigen die Regel, anderseits weisst du natuerlich nicht wie du dich tatsaechlich fuehlen wuerdest, wenn du bei deinen leiblichen Eltern aufgewachsen waerst.
Als Betroffener kann man das ja nie wirklich vergleichen und hat stets nur die eine Sicht (das liegt in der Natur der Sache).

Die oben zitierte Problematik kommt ja anderseits nicht aus heiterem Himmel, sondern ist ja das Ergebnis von Forschungen.
Saludos

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