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 Post subject: Warum wurden Eure Kinder zur Ado freigegeben?
Unread postPosted: 18. Feb 2014 18:47 
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Mich würde mal interessieren, warum Eure Kinder zur Adoption freigegeben wurden und aus welchen Verhältnissen (gerne auch anonym). Eltern gestorben? Eltern hatten schon "genug"? usw.

War es für Euch persönlich ein Vorteil, die Eltern (Mutter) persönlich kennen zu lernen?


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 Post subject: Re: Warum wurden Eure Kinder zur Ado freigegeben?
Unread postPosted: 18. Feb 2014 22:17 
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Mein Ratschlag:

erkundigt Euch bei dem für Euch zuständigen Jugendamt, dort werden alle Eure Fragen beantwortet. Vielleicht nicht sofort, aber im Laufe der Zeit bekommt Ihr unterbreitet, wie eine Adoption abläuft, welche Kinder zur Adoption freigegeben werden und nach welchem Modus das Jugendamt vermittelt. Das sind dann Informationen aus erster Hand.

Martina
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 Post subject: Re: Warum wurden Eure Kinder zur Ado freigegeben?
Unread postPosted: 19. Feb 2014 10:30 
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Nachsatz zu oben:
.... und ob überhaupt der Hauch einer Chance besteht, einen Säugling vermittelt zu bekommen. Die größte Anzahl der Ado-Bewerber legt größten Wert darauf, ein Baby zugesprochen zu bekommen, von denen aber dem Jugendamt nur wenige angetragen werden. Zudem gibt es Jugendämter, bei denen die Anzahl Anträge auf Adoption größer ist, als die der zu vermittelnden Kinder. Alle in diesem Zusammenhang stehenden Arbeitsgrundlagen des JA können nur von dem jeweilig zuständigen unterbreitet werden. Zudem ist jede Adoptionsgeschichte anders, so dass man sich untereinander vielleicht austauschen aber keine Rückschlüsse ziehen kann.

Viel Erfolg
Martina

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 Post subject: Re: Warum wurden Eure Kinder zur Ado freigegeben?
Unread postPosted: 19. Feb 2014 16:39 
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Danke, das weiß ich auch alles, wir sind ja bereits in Gesprächen mit dem Jugendamt. Ich dachte, hierzu Eure eigenen Gründe in Eurer Familie zu erfahren, wäre auch möglich.


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 Post subject: Re: Warum wurden Eure Kinder zur Ado freigegeben?
Unread postPosted: 19. Feb 2014 16:53 
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Hallo Wurzeline,

jedes Kind hat seine eigene Geschichte. Die Begründung, warum es zur Adoption freigegeben wurde, ist meistens sehr persönlich und es gehört zum Schutz der Kinder, dass diese Geschichte der Herkunft nicht unbedingt nach draußen getragen wird. Auch wenn hier anonym geschrieben wird, vergisst das Internet nichts.

Die Geschichten sind aber wahrscheinlich nicht so spektakulär, wie man vermutet. Am ehesten kannst du etwas über die Gründe der Freigabe erfahren, wenn du dir die Vorstellungsfäden der Herkunftseltern durchliest.

Hat der Wunsch nach einer Begründung der Freigabe etwas mit deiner Motivation zur Adoption zu tun?

Golfi


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 Post subject: Re: Warum wurden Eure Kinder zur Ado freigegeben?
Unread postPosted: 19. Feb 2014 17:00 
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Aus den Gründen der Abgabe der leiblichen Eltern ergibt sich später ja auch die Erklärung der Adoptiveltern an das Kind, wenn es danach fragt, und wir beschäftigen uns mit den verschiedenen Gründen, um mit diesen "schwanger" gehen zu können und wie man sie liebevoll und mit Verständnis an das Kind weitergibt.

Die SBin vom JA hat uns gesagt, dass 1 x eine Mutter ihr Kind abgeben wollte, weil sie ihm keine Geschenke für die nächsten Jahre kaufen könne. Zum Glück konnte die SBin die Mutter von ihrem Vorhaben, ihr Kind wegzugeben, abbringen.

Prozentrual konnte die SBin uns nicht die möglichen Gründe nennen. Natürlich solle man sich trotzdem Gedanken machen, wie es einem mit den Gründen (z.B. nach Vergewaltung, Drogen, Alkohol) geht.

Oft beschäftigen wir uns auch damit, ob ein Kind "Schaden" nimmt, wenn die Mutter es in der Schwangerschaft "gehasst" hat, obgleich es natürlich dann beeindruckend heutzutage ist, dass sie es trotzdem nicht abgetrieben hat.


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 Post subject: Re: Warum wurden Eure Kinder zur Ado freigegeben?
Unread postPosted: 19. Feb 2014 18:45 
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Wurzeline wrote:
Aus den Gründen der Abgabe der leiblichen Eltern ergibt sich später ja auch die Erklärung der Adoptiveltern an das Kind, wenn es danach fragt, und wir beschäftigen uns mit den verschiedenen Gründen, um mit diesen "schwanger" gehen zu können und wie man sie liebevoll und mit Verständnis an das Kind weitergibt.
Das finde ich auch wichtig, aber die Erfahrung hat mich gelehrt, dass es bei diesem Thema teilweise ganz erheblich mit der Wahrheit hapert. So mancher Adoptierter/manche Adoptierte war später bass erstaunt was er/sie dann selbst herausgefunden hat. Leider stimmt der Akteninhalt nämlich oft nicht mit den tatsächlichen Fakten überein.
Das fängt bei dem angeblich unbekannten Vater an und hört bei Kriminalität etc. noch lange nicht auf. Dazwischen ist alles möglich, in einzelnen Fällen auch Wegnahme gegen den Willen der Mutter/Eltern. So etwas wird man z.B. kaum in den Akten finden.

Wenn ihr das Glück habt eine der offenen Varianten praktizieren zu können, erübrigt sich das Ganze Thema sowieso, denn dann müsst ihr nicht so viel spekulieren und bekämt viele Informationen aus erster Hand.

Ansonsten hättet ihr ja einige Jahre Zeit euch auf diese Erklärungen vorzubereiten, denn ihr wollt ja einen Säugling haben. In der Zeit könnt ihr alle Fachbücher zu dem Thema durcharbeiten und ganz viele andere Adoptiveltern befragen, die das alles schon hinter sich haben. Wozu sich schon jetzt mit solch düsteren Themen befassen? Am Ende bekommt ihr ein völlig unbelastetes Engelchen, das nur Freude macht :insane

Quote:
Prozentrual konnte die SBin uns nicht die möglichen Gründe nennen. Natürlich solle man sich trotzdem Gedanken machen, wie es einem mit den Gründen (z.B. nach Vergewaltung, Drogen, Alkohol) geht.
Oft beschäftigen wir uns auch damit, ob ein Kind "Schaden" nimmt, wenn die Mutter es in der Schwangerschaft "gehasst" hat, obgleich es natürlich dann beeindruckend heutzutage ist, dass sie es trotzdem nicht abgetrieben hat.
Warum ist euch die Info über eine diesbezügliche Wahrscheinlichkeit so wichtig? Was würde es ausmachen, würdet ihr ein solches Kind vorgestellt bekommen? Wollt ihr euch dann besonders auf diese Herausforderung vorbereiten oder habt ihr Angst davor?


Cornelia

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 Post subject: Re: Warum wurden Eure Kinder zur Ado freigegeben?
Unread postPosted: 19. Feb 2014 18:49 
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Betreff: Warum wurden Eure Kinder zur Ado freigegeben?

Wurzeline hat geschrieben:
.....

Oft beschäftigen wir uns auch damit, ob ein Kind "Schaden" nimmt, wenn die Mutter es in der Schwangerschaft "gehasst" hat, obgleich es natürlich dann beeindruckend heutzutage ist, dass sie es trotzdem nicht abgetrieben hat.


Hallo Wurzeline,

Ohne Dir zu Nahe zu treten, aber deine Beiträge in diesem Faden klingen ziemlich Vorurteilsgeladen.

Ich verstehe, dass ihr euch viele Gedanken über alle möglichen Dinge macht, die Abgabegründe, die möglichen Einflüsse auf ein Kind (Drogen-/Alkoholkonsum der Mutter etc.), aber mir scheint auch, dass ihr möglichst wenig "Risiko" eingehen wollt und möglichst viel im Vorfeld durchdacht und geplant haben wollt. Das finde ich fast ein wenig traurig-für das Kind.

Und ich wage zu bezweifeln, dass abgebende Mütter ihre Kinder "gehasst" haben, denn dann hätten sie sie heutzutage wohl kaum ausgetragen. Diese Einstellung nehme ich nicht mal für eine geringe Minderheit als gegeben an.

Vantera


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 Post subject: Re: Warum wurden Eure Kinder zur Ado freigegeben?
Unread postPosted: 19. Feb 2014 19:08 
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Wir wollen nicht wenig "Risiko" eingehen, aber wir versuchen schon, uns viele Gedanken dazu zu machen.

Vorurteile habe ich gar keine.

Habt Ihr einfach alles auf Euch zukommen lassen und dann einfach geschaut, was Ihr mit der Situation macht?

Ich dachte, es sei gut, sich damit so intensiv zu befassen.


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 Post subject: Re: Warum wurden Eure Kinder zur Ado freigegeben?
Unread postPosted: 19. Feb 2014 19:46 
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Wurzeline wrote:
Wir wollen nicht wenig "Risiko" eingehen, aber wir versuchen schon, uns viele Gedanken dazu zu machen.
(...)
Ich dachte, es sei gut, sich damit so intensiv zu befassen.
Das ist nie verkehrt, aber deine Beiträge klingen nun mal sehr negativ bzw. pessimistisch oder gar fatalistisch.
Sieh' es doch einmal aus der Sicht der "Kinder", die den Eindruck bekommen könnten, dass ein Adoptivkind nur dann "gut" ist, wenn es möglichst unkompliziert daher kommt. Auch wenn Du das gar nicht so meinst, kann es doch genau so rüber kommen.


Cornelia

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