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Austausch und Info von und für Betroffene rund um das Thema Adoption
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 Post subject: TV-Doku
Unread postPosted: 9. Apr 2015 16:10 
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Sehr geehrte Damen und Herren,

wir, die Berliner Fernsehproduktion Imago TV, recherchieren derzeit für eine Langzeit-Dokumentation zum Thema Adoption. Für das Sat1-Hauptabendprogramm produziert, soll die Dokumentation sensibel und objektiv über den gesamten Prozess einer Adoption berichten und dabei auch die emotionale Seite des Themas beleuchten.

In diesem Zusammenhang suchen wir:

Paare, die in nächster Zeit im In- oder Ausland ein Kind adoptieren
Familien, die bereits ein Kind adoptiert haben

Die Dreharbeiten finden selbstverständlich nur nach direkter Absprache mit allen Beteiligten statt. Im Gegenzug möchten wir uns finanziell an den (Reise-)Kosten beteiligen. Auch für die Vermittlung von (angehenden) Adoptivfamilien würden wir uns gerne erkenntlich zeigen.

Für Rückfragen erreichen sie uns jederzeit per Mail an kinderwunsch@imago-tv.de oder telefonisch unter 030- 32 77 14 110.

Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung.

M. Falk und das ImagoTV-Redaktionsteam


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 Post subject: Re: TV-Doku
Unread postPosted: 10. Apr 2015 01:45 
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Bei Familien oder Menschen, die bereits ein Kind adoptiert haben, ist kein Adoptionsprozess im Sinne eines gerichtlichen Verfahrens mehr zu beobachten, es sei denn, die betroffene Person beantragt eine Rückadoption. Schweben Ihnen solche Szenarien zum öffentlichen Ausstraheln vor? Eigentlich nicht uninteressant für die Öffentlichkeit, wenn man mal so darüber nachdenkt...


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 Post subject: Re: TV-Doku
Unread postPosted: 10. Apr 2015 15:05 
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Hallo Nancy,

vielen Dank für deine interessante Nachfrage. Juristisch sind solche Fälle sicher spannend. Um „Rückadoptionen“ geht es bei unserer Dokumentation dennoch nicht.

Was wir bei den zurückliegenden Adoptionen mit „Prozess“ meinen, ist vielmehr das alltägliche Prozedere des familiären Zusammenlebens: das Zusammenwachsen, das Erwachsenwerden, die individuellen und gemeinsamen Entwicklungen... Worin unterscheidet sich das Leben einer Adoptivfamilie von dem einer leiblichen? Unterscheidet es sich überhaupt? Mit welchen Gefühlen, Erwartungen oder Befürchtungen ist man „damals“ in die Adoption gegangen? Wie hat es sich dann in der Realität angefühlt? Welche Tipps kann und möchte man anderen weitergeben?

Wir haben in diesem Zusammenhang schon sehr viele inspirierende, spannende und emotionale Geschichten gehört und mit den unterschiedlichsten Leuten über deren Erfahrungen gesprochen. Es geht uns darum, diese Erfahrungen zu teilen und Menschen damit zu berühren und zu informieren. Vielleicht war die Umschreibung „Prozess“ dabei etwas missverständlich formuliert. Sorry.

Mit besten Grüßen in ein hoffentlich sonniges Wochenende

Michael
-Redakteur-


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 Post subject: Re: TV-Doku
Unread postPosted: 10. Apr 2015 15:42 
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Hallo Michael,

danke für die ehrliche Antwort. Was ich aber nicht verstehe, ist, was der Zuschauer von einer derart einseitigen Betrachtungsweise hat? Du schreibst, ihr habt in der Redaktion viele inspirierende Geschichten gehört. Meinst du damit, dass der Zuschauer davon inspiriert werden soll und wenn ja, wozu?
Gestern Abend habe ich zufälligerweise im TV-Format "Frauentausch" die Darstellung einer vierfachen Mutter, die ohne ihre Kinder in einer WG lebt, gesehen. Wäre es nicht für die TV-Konsumenten viel interessanter zu beobachten, wie sich das Leben von Müttern, die von Adoption betroffen sind, entwickelt und ob und welche Ratschläge sie anderen geben könnten, wie sie sich dabei fühlen, wie ihre Kinder sich dabei fühlen? Wenn man Adoptionsbewerber entgeltlich filmen möchte, gebietet es dann nicht das journalistische Ethos, auch die Adoptionsvermittler, Mütter und Väter entgeltlich bei ihren Emotionsausbrüchen, Persönlichkeitsentwicklungen, persönlichen Botschaften an die Öffentlichkeit zu filmen, um Menschen damit "zu berühren und informieren"?
Zur Zeit läuft außerdem das Format "Wunschkinder", in dem künstliche Befruchtungen und Geburten gefilmt werden. Wenn ihr das familiäre Leben in Verbindung mit dem Thema der Kindesannahme darstellen wollt, warum klammert ihr die Rückadoptionen und Acht-Wochen-Frist, in der die Mütter das Sorgerecht inne haben, aus? Warum wollt ihr keine notariellen und jugendamtlichen Beratungsgespräche von Müttern filmen? In den USA lief ein Format aus gegensätzlicher Perspektive, das jetzt Schlagzeilen mit einer geplatzten, offenen Adoption macht: *** The link is only visible for members, go to login. ***
Warum das nicht aufgreifen?

Gruß


Last edited by nancy on 10. Apr 2015 15:44, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: TV-Doku
Unread postPosted: 10. Apr 2015 16:21 
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Hallo Nancy,

wir wollen nichts ausklammern. Wir wollen aber auch nicht reißerisch sein oder Leute emotional vorführen! Bei einem so sensiblen, emotionalen und persönlichen Thema wie dem der Adoption sollte es schließlich nicht um „Schlagzeilen“, Skandale oder Tragödien gehen! Ich hoffe, du verstehst das.

Darüber hinaus liegt es uns aber auch fern, etwas schönzufärben oder einseitig darzustellen. Selbstverständlich wollen und werden wir deshalb auch die Arbeit der Vermittler und Sozialarbeiter beleuchten, formale und juristische Grundlagen einbeziehen und (soweit möglich) natürlich auch während entsprechender Beratungsgespräche filmen. Das hängt jeweils vom Einzelfall, der Situation und dem Einverständnis aller Beteiligten ab.

Wir stehen seit Monaten auch in regem Austausch mit Jugendämter in der ganzen Bundesrepublik, der Schweiz und Österreich, den unterschiedlichsten Beratungsstellen, den anerkannten Adoptionsvermittlern und Familienbetreuern. Dort finden wir großartige Unterstützung und partizipieren von dem umfassenden Fachwissen und Erfahrungsschatz der Mitarbeiter. Und allein das ist – du kannst es mir glauben – wirklich sehr beeindruckend.

LG
Michael


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 Post subject: Re: TV-Doku
Unread postPosted: 10. Apr 2015 16:56 
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Sowas mit Fernsehen muss man nicht 2 mal posten ganz ehrlich. Bei euch im Fernsehen geht es immer nur um Schlagzeilen.


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 Post subject: Re: TV-Doku
Unread postPosted: 10. Apr 2015 18:30 
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Hallo Michael,

du sprichst von beeindruckender Unterstützung für eure Idee von Jugendämtern und Familienbetreuern. Ich frage mich, für wen das beeindruckend und letztlich auch profitabel ist. Anfangs hast du geschrieben, man möchte zeigen, dass Menschen, die mit adoptierten Kindern eine Wohngemeinschaft bilden, genauso seien, wie Familien. Das ist für mein Verständnis eine einseitige Herangehensweise, ein erklärtes Ziel zur konkreten Meinungsbildung beim Zuschauer. Wenn man ausschließlich Adoptionsbewerber in ihrer Zusammenarbeit und in ihrem geführt Werden von Staatsbeauftragten filmt, dann verliert man doch als Zuschauer den Bezug zu dem, was eine Familie ist. Eine solche Sendung zeigt keine Gegengruppe zum Vergleich, das macht sie manipulativ. Auch die Antwort, man habe bei euch Skrupel, Mütter zu filmen, weil man sie nicht vorführen möchte, während Adoptionsbewerber generell eine Inspiration für die Nation seien, finde ich absolut erschreckend. Die Aussage, man möchte keine Tragödien zeigen, passt nicht zur Formatsidee, unschuldige Kinder beim Erleben und alltäglichen Durchleben eines der schrecklichsten, bekannten Traumata, die von Menschen überlebt werden können, zu filmen.
Was sagen die euch unterstützenden Jugendämter über Datenschutz (der betroffenen Kinder)?
Gruß


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 Post subject: Re: TV-Doku
Unread postPosted: 10. Apr 2015 19:31 
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Hallo Michael,

wir Adoptiveltern haben auch immer den persönlichen Schutz insbesondere den Datenschutz unserer Kinder im Visier. Das gilt umso mehr, wenn die Kinder noch klein sind. Die Herausforderungen, die ein adoptiertes Kind in seine Familie mitbringt, gehen zunächst nur die Familienmitglieder etwas an.

Adoptivbewerber mögen da offener sein. Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass hier oder in anderen Adoptionsforen seriöse Adoptiveltern ihre Kinder vor die Kamera zerren um den Alltag oder etwaige Probleme zu zeigen. Das hat auch nichts mit Heimlichtuerei zu tun, sondern das Fernsehen vergisst genauso wenig wie das Internet.

Golfi


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 Post subject: Re: TV-Doku
Unread postPosted: 10. Apr 2015 19:34 
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 Post subject: Re: TV-Doku
Unread postPosted: 10. Apr 2015 19:38 
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Na Nancy,

wieder Langeweile und auf der Suche nach Streit?

Golfi


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