Adoptionsforum

Austausch und Info von und für Betroffene rund um das Thema Adoption
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 Post subject: Adoption des Stiefkindes... Aufklärung
Unread postPosted: 9. Jun 2015 12:22 
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Neuling
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Hallo zusammen,


Wir sind neu hier im Forum da wir dachten es wäre gut sich Rat zu holen weil wir so nicht weiter kommen.
Wir sind 7 Jahre zusammen und 3 Jahre verheiratet und haben eine tolle Beziehung.
Unser nichteheliches Kind ihrer Seite ist jetzt 7 Jahre alt geworden und seit dem 3 Monat quasi unser Kind.....
Desweiteren haben wir noch ein eheliches Kind was 5 Jahre alt geworden ist.
Alles läuft wunderbar... und beide so würde ich sagen haben eine tolle Kindheit und fühlen sich wohl....
Ich selbst ( 33 Jahre ) hatte eine Scheidung meiner Eltern hintermir und weis wie blöd sowas ist wenn man keine richtige Familie hat wo man hin gehört... lange Geschichte...

Jetzt kam irgendwann der Zeitpunkt an dem das Kindergeld neu berechnet wurde und schwupps stellte sich der leibliche Vater der das Kind noch nie gesehen hat und auch kein Interesse hat es zu sehen quer da er mehr zahlen sollte und versuchte über das Jugendamt Druck aus zu üben,dass er das Kind sehen will ( 600 Km Entfernung )
Also einigten wir uns auf eine Adoption die er auch einwilligte.....
Seit gut 2.5 Jahren läuft diese Adoption und vor etwas 1.5 Jahren mussten wir zu diversen Ämtern und auch zum Jugendamt.... alles ohne Kinder.....

Bis hierhin war auch alles gut....
Der gute Mitarbeiter der mir irgendwie suspect erscheinte hatte irgendwie nur ein Ziehl....
" Dem Kind zu erklären das ich nicht der Vater bin "
Und ist unser Problem.
Meine kleine Maus kennt mich als Papa ist sehr glücklich mit mir und vom Charakter eher verlätzlich wie eine Elfe......
Ich würde ihr gerade in diesem Alter niemals erzählen,dass ich nicht der Papa bin....
Die Schule hat bekonnen und alles nimmt seinen lauf und darauf konzentriert sie sich und macht auch gut mit und lernt die Welt kennen...
Ich will ihre Illusion einer schönen Kindheit nicht kaputt machen und werde es auch nicht machen....

Der Notar macht Druck von wegen,dass eine Psychologin besucht werden solle mit 4 Augen gespräch des Kindes dann der Mitarbeiter mit 4 Augengespräch des Kindes....
Dieses werde ich meiner Maus nicht antun auf diverse Ämter zu laufen und sie manipulieren zu lassen und zu zu sehen wie sie nachts ALpträume hat.....

Wir wollen die Adoption abbrechen und irgendwie ein Schriftstück aufsetzen wo der leibliche Vater unterschreibt das er kein Interesse an ihr hat und er auch nichts an Unterhalt zahlen muss......

Wer kann uns irgendwie Tipps zu diesem Thema geben.....
Jeder würde evtl. anders Denken weil jeder Mensch ist anders....
Jemand würde sagen es ist gut aufgeklärt zu werden und ein anderer wieder so rum....
Ich kenne meine kleine Maus und bin der Meinung es ist der falsche Weg es jetzt zu erzählen.....
Aber die Deutschen gesetzte ticken da anders.....

Wer kann uns helfen


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 Post subject: Re: Adoption des Stiefkindes... Aufklärung
Unread postPosted: 9. Jun 2015 14:52 
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Hallo xyzttt (wie spricht man das denn aus? :biggrinn: )
Hm. Also auf die Gründe für die Adoption, die du aufführst, möchte ich jetzt nicht eingehen.
Ich kann aber ein paar Gedanken äußern, die mir beim Lesen deines Textes kamen.

Als erstes: Du bittest um Hilfe, weisst aber jetzt schon genau, dass es falsch wäre deinem Kind reinen Wein einzuschenken, egal was andere (auch Fachleute) dazu sagen. Also, was genau erwartest du denn von diesem Forum außer Bestätigung?
Wieso war es euch als Eltern denn 7 Jahre lang nicht möglich, dem Kind von seinem leiblichen Vater zu erzählen? Was ist denn heutzutage so schlimm daran, eine Patchworkfamilie zu sein? Ist eine schöne Kindheit mit dem Wissen, dass der Stiefpapa einen lieb hat wie ein leibliches Kind, nicht möglich?
Dass es nach 7 Jahren schwer wird,diese Lebenslüge aufzulösen, kann ich mir vorstellen. Allerdings: wann, glaubst du, ist denn der geeignete Zeitpunkt?
In der Pubertät vielleicht? Wenn das Kind intensiv auf der Suche nach der eigenen Identität ist, sich abgrenzen und seinen persönlichen Standpunkt zu seinen Eltern finden will? Wohl kaum, finde ich.
Als Erwachsene? Wie mag es wohl eure Tochter finden, wenn sie erfährt, das sie viele Jahre, eventuell sogar Jahrzehnte, über eine zentrale Sache von ihren Eltern, also den am nächsten stehenden und eigentlich vertrauenswürdigsten Menschen, belogen wurde?
Wieso erscheint euch der Mensch vom Jugendamt suspekt? Nur weil er verlangt, dass das Kind darüber aufgeklärt werden soll, was ihr als Eltern mit ihm vorhabt? Hat er nicht erklärt, warum er die Aufklärung für wichtig und richtig hält? Könnte es nicht auch sein, dass er- als der Erfahrenere in dieser Thematik- weiß was er da von euch verlangt?
Ihr bekommt sogar ausgiebige professionelle Hilfestellung angeboten. Habt ihr schon mal mit der Psychologin oder dem Psychologen gesprochen, wie die Aufklärung vonstatten gehen soll, wie die psychologische Hilfe aussehen soll, welche Schäden denn überhaupt zu erwarten sind?
A propos: Was, glaubst du, wird deiner Tochter denn die Alpträume verursachen? Die Tatsache, dass du nicht ihr leiblicher Vater bist? Die Information, dass ihr leiblicher Vater Kontakt wollte, der von euch geschickt abgebügelt wurde? Oder der Umstand dass sie von ihren Liebsten bisher belogen wurde?
So wie ich das sehe, war es ein Fehler von euch, dem Kind die Information vorzuenthalten, dass es da einen weiteren Vater gibt. Dass ihr als Eltern und der leibliche Vater offenbar kein gutes Verhältnis pflegt, hätte das kleine Mädchen ja nicht unbedingt ungefiltert mitgeteilt bekommen oder gar ausbaden müssen. Und dass alles viel einfacher wäre, gäbe es den leiblichen Vater nicht, kann ich mir gut vorstellen. So ist es aber halt nicht.
Die Frage ist jetzt allerdings, wie geht man in Zukunft mit der Angelegenheit um. Und ich glaube, das Problem wird garantiert nicht kleiner werden, im Gegenteil.
Aus meiner Sicht gibt es nur den einen Weg: Raus mit der Wahrheit, auf altersentsprechende Weise. Es ist doch gut, dass euch dafür sogar Profis an die Seite gestellt werden. Und wenn euer Familienzusammenhalt so toll ist, was kann dann schon so nachhaltig Schlimmes passieren, dass die Vorstellung, eine Lüge zu leben, angenehmer erscheint als der verantwortungsvolle Umgang mit der Wahrheit?
Ich vermute, das ist nicht das was du hören willst. Aber sei's drum.
LG Morgenmuffel


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 Post subject: Re: Adoption des Stiefkindes... Aufklärung
Unread postPosted: 9. Jun 2015 18:31 
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Wir wollen die Adoption abbrechen und irgendwie ein Schriftstück aufsetzen wo der leibliche Vater unterschreibt das er kein Interesse an ihr hat und er auch nichts an Unterhalt zahlen muss......


Unter diesen Umständen solltet Ihr die Adoption im Augenblick wirklich sein lassen und dem Kind recht bald die Wahrheit über seine biologische Abstammung sagen. Der Aufklärungsunterricht in der Schule wäre hierfür der geeignetste Zeitpunkt.

Wenn bei Euch wirklich alles so in Ordnung ist, wie Du sagst, dann könnt Ihr ja später einen neuen Anlauf nehmen.

Eine Erklärung des leiblichen Vaters, wo er im Austausch gegen seine Unterhaltsverpflichtung auf das Umgangsrecht verzichtet, wäre sittenwidrig und nicht rechtsverbindlich. So etwas kennt man nur aus angelsächsischen Seifenopern.

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 Post subject: Re: Adoption des Stiefkindes... Aufklärung
Unread postPosted: 9. Jun 2015 22:48 
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@xyztt,

hier im Forum weinten sich schon viele Adoptierte über die späte Offenbarung aus, nicht leibliches Kind zu sein. In vielen Fällen war das Vertrauen zu die Ado-Eltern zer-/gestört, teilweise sogar mit Kontaktabbruch. Das Verheimlichen der nichtleiblichen Kindschaft setzt dann auch in anderen Lebensbereichen ein Misstrauen in Gang, das schwer oder nicht mehr aufzuhalten ist und die ganze Familiendynamik kaputt macht. Daher ist es ganz wichtig, den betroffenen Kindern die Wahrheit über ihre Abstammung so früh wie möglich beizubringen. Sind die Kinder noch klein, ändert sich an der liebevollen Zuwendung zu dem nichtleiblichen Elternteil gar nichts, sind sie größer und verständiger wenn sie die Wahrheit erfahren, kann das eben die Familienbande nachhaltig stören.

Fazit: Dem Kind so früh wie irgend möglich die Wahrheit zu sagen. Das wird vermutlich die Neugier auf den Erzeuger wecken, aber die zu befriedigen dürfte das kleinere Problem sein.

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Last edited by Martina on 9. Jun 2015 23:45, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: Adoption des Stiefkindes... Aufklärung
Unread postPosted: 10. Jun 2015 08:39 
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Hallo,

Danke für die vielen Antworten.
Ich möchte nur an der guten Beziehung zu meiner Maus nichts kaputt machen.....
Inwiefern sie das mir übel nimmt wenn sie z.B 21 Jahre ist kann ich nicht sagen....
Aber ich werde sie nicht zu Psychologen oder Jugendämtern schleppen....
Vorallem gibt es keine Gespräche wo ich nicht dabei sind wo diese drauf bestehen... sowas brauche ich nicht.

Ich dachte mal daran irgendwann im Auto zu sagen,weißt du was,du hasst sogar 2 Papas.... und erkläre das etwas....
Wann in der Schule Aufklärungsunterricht ist weis ich nicht???

Der leibliche Vater hatte schon in der Schwangerschafft meiner Frau kein Interesse mehr an meiner Frau geschweige denn an dem Kind.......


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 Post subject: Re: Adoption des Stiefkindes... Aufklärung
Unread postPosted: 10. Jun 2015 11:27 
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xyztt: Ihr versuendigt euch an dem armen Kind!!! Es ist nicht einmal Dein leibliches, selbst dann, Dein Verhalten ist nicht in Ordnung. Hast Du irgendetwas zu verbergen, oder woher ruehrt Deine Angst, das Kind alleine mit einem Psychologen sprechen zu lassen? Ich hoffe von ganzem Herzen, dass das JA nun in dieser Sache am Ball bleibt, damit die Tochter Deiner Frau zu ihrem Recht kommt!!!


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 Post subject: Re: Adoption des Stiefkindes... Aufklärung
Unread postPosted: 10. Jun 2015 13:32 
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Inwiefern sie das mir übel nimmt wenn sie z.B 21 Jahre ist kann ich nicht sagen....
Aber ich werde sie nicht zu Psychologen oder Jugendämtern schleppen....
Vorallem gibt es keine Gespräche wo ich nicht dabei sind wo diese drauf bestehen... sowas brauche ich nicht.

Ich dachte mal daran irgendwann im Auto zu sagen,weißt du was,du hasst sogar 2 Papas.... und erkläre das etwas....
Wann in der Schule Aufklärungsunterricht ist weis ich nicht???


Ich schätze schon, dass sie es Dir übel nehmen wird. Und es ist gut, dass heute immerhin Psychologen sich vor einer Adoption mit dem Kind befassen. Eventuell werden die das sogar machen, wenn Ihr Euer Adoptionsvorhaben tatsächlich abbrecht, weil sie misstrauisch geworden sind. Dass Du nicht dabei sein sollst, hat schon seinen Sinn.

Das mit der sexuellen Aufklärung war zu meiner Zeit in der dritten Grundschulklasse im Rahmen des Sachkundeunterrichtes. Der war zu meiner Zeit allerdings noch nicht so toll. Meiner Mutter gelang es zudem, meine Fragen hinsichtlich ihrer späten Heirat irgendwie zu umschiffen.

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 Post subject: Re: Adoption des Stiefkindes... Aufklärung
Unread postPosted: 10. Jun 2015 13:37 
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Weil die Illusion der schönen Kindheit kaputt geht wenn man ein Kind mit sowas konfrontiert....
Selbst der Anwalt sagt sowas würde er nicht machen.....

Wie gesagt jeder würde das anders Empfinden....
Ich finde es schlimm es dem Kind in genau diesem Alter zu sagen....

mit 10 oder so ist das besser..... aber nicht wo man noch an dem Weihnachtsmann glaubt....

Ihr seht das alle so als wäre das ein Verbrechen.....? seit ihr alle Adoptionskinder?

Oder ist hier auch jemand der in genau der Situation ist wie wir....


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 Post subject: Re: Adoption des Stiefkindes... Aufklärung
Unread postPosted: 10. Jun 2015 13:41 
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Hi,
da dieses keine Volladoption werden würden, sondern "nur" eine Stiefkindadoption" (Nein ich werte niemanden ab,- sondern weiss auch . dass Stiefkindadoptierte großes Leid erfahren, und ID. Störungen haben) ist ,. möchte ich meine bescheidene Meinung dazu äußern.
Ich persönlich kann es sehr gut verstehen, dass du erst einmal darüber nachdenken möchtest. Dir andere Meinungen zu dem Thema anhören möchtest, und im Grunde aber deine eigene Meinung dazu hast.
Wenn die kleine wirklich noch "klein" ist (Grundschule),- kann ich verstehen, dass du dir sorgen darüber machst , dass dieses Mädel es evt. nicht verkraften könnte. Du mußt dir aber keine Sorgen machen,- weil Kinder verkraften mehr , als man denkt.
Umso früher du ihm aber über seinen Status Bescheid gibst,-umso besser könnte es aufwachsen. Später in der Pubertät kann es besser mit sich selbst händeln, wenn sie sowies spürt, dass du nicht ihr leiblicher Blutsverwandter bist und das WIRD sie ,- sie wird spüren, dass ihr nicht "verwandt" seid und tausende Fragen stellen.

Tu ihr diese Seelenqual nicht an,- und kläre sie am besten noch HEUTE darüber auf.
Sie ist noch jung , und sie wird es verkraften, und dich wird sie immer als "Kunstpapa" qakzeprtieren und ewig lieben.

Du mußt dir auch mal vorstellen, was wäre, wenn du und deine Frau euch trennt ,- (Scheidung) ,- naja ich halte ja eh nie was von Stiefkindadoptionen.
Sry,- erkläre ihr einfach wie es ist ,und lass sie entscheiden. Vielleicht ist der Papa doch irgendwie ein lieber.

ABER ,- klärt sie auf ,- und macht ihr das Leben nicht zu Hölle.

:jc_doubleup:

_________________
Ich hab mir diesen Weg hier ausgesucht.
Du wirst geliebt wirst gehasst und wirst auch verflucht.
Doch ich hab nur auf mein Herz gehört und wusste dann,
Du gehst den Weg eines Kriegers bis zum Schluss verdammt.



Last edited by SherrySt on 10. Jun 2015 13:43, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: Adoption des Stiefkindes... Aufklärung
Unread postPosted: 10. Jun 2015 14:24 
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Weil die Illusion der schönen Kindheit kaputt geht wenn man ein Kind mit sowas konfrontiert....
Selbst der Anwalt sagt sowas würde er nicht machen.....


Es gibt auch viele dumme Anwälte. Dieser scheint dazu zu gehören.

Wie gesagt jeder würde das anders Empfinden....
Ich finde es schlimm es dem Kind in genau diesem Alter zu sagen....

mit 10 oder so ist das besser..... aber nicht wo man noch an dem Weihnachtsmann glaubt....


Nein. Das ist Unsinn. Schon in der zweiten Klasse - also noch vor dem eigentlichen Aufklärungsunterricht - wird ein Stammbaum gemalt. Später wird sie Euch fragen, warum ihr sie da belogen habt. Denn in dem Alter kann man einem Kind gut erklären, dass es den Weihnachtsmann und vor allem den Klapperstorch nicht gibt. Dass Kinder in Mutters Bauch wachsen, wusste ich von Hörensagen schon im Kindergartenalter, obgleich ich nie bewusst eine schwangere Frau gesehen hatte.

Mir wurde als Kind sehr missverständlich erklärt, dass der Vater immer der sei, der der Mutter "beigewohnt" habe. Von den eigentlichen biologischen Vorgängen wusste ich nichts und nahm lange Zeit an, dass Kinder auch mal einfach so entstehen könnten. Die Wahrheit wurde mir auch später nicht vernünftig erklärt, was mit meinem Halbwissen in der Schule auch mal zu einer sehr peinlichen Situation (befremdetes Schweigen zwischen meiner Klasslehrerin und einer Referendarin) führte.

Ihr seht das alle so als wäre das ein Verbrechen.....? seit ihr alle Adoptionskinder?


In meinem Fall war es ganz sicher ein Verbrechen, bzw. erster Höhepunkt einer ganzen Reihe an mir begangener Verbrechen. Auf jeden Fall solltet Ihr Euch diesen Schritt noch einmal sorgfältig überlegen.

Oder ist hier auch jemand der in genau der Situation ist wie wir....


Im Augenblick wohl nicht. Allerdings waren hier schon mehrfach üble Witzbolde unterwegs, die mit erfundenen Geschichten gegen leibliche Väter oder Jugendamtsmitarbeiterinnen wetterten, die angeblich nur aus Schikane
ihr Einverständnis zur Stiefkindadoption verweigerten.

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