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 Post subject: Adoption eines Kindes
Unread postPosted: 28. Apr 2016 08:47 
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Neuling
Neuling

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Hallo,
ich würde mich gerne über Adotionen austauschen. Mein Partner und ich sind seit mehreren Jahren verheiratet und 26 Jahre alt. Aufgrund eines gesundheitlichem Problems kann ich keine Kinder bekommen. Ansonsten habe ich keinerlei gesundheitlicher Probleme. Wir sind momentan beide Vollzeitverdiener, was sich natürlich ändern würde, wenn wir ein Kind adoptieren dürfen. Ich würde dann definitiv kürzer treten. Finanziell wäre das für uns keine große Sache, da mein Mann gut verdient. Auch über die Kosten einer Adoption habe ich mich informiert, die sind genau der Preis auf den wir uns sowieso eingestellt haben. Ich denke ein postiver Punkt für uns wäre, dass wir der russischen Sprache mächtig sind. Wir sind beide in Russland geboren, leben jedoch bereits seit ca. 23 Jahren im Deutschland. Was denkt ihr wie unsere Chancen stehen ein Kind zu adoptieren? Ich habe die Befürchtung, dass man uns für zu jung hält. Obwohl man ja ab 25 Jahrem adoptierem darf. Hat von euch jemand ein Kind oder mehrere aus Russland adoptiert? Wie kommt ihr mit den Kindern zurecht? Ich hätte große Angst davor, dass das Kind sich irgendwann von einem abwendet. Ja ich weiß das kann auch bei einem leiblichen Kind passieren.
Mir ist natürlich auch bewusst, dass das Kind vielleicht gesundheitliche Probleme haben wird. Egal ob Konzentrationsschwäche oder etwas Unterentwickelt. Wir wäre bereit dem Kind die bestmögliche Versorgung zu bieten. Vielleicht fragen sich einige von euch, wieso wir kein deutsches Kind adoptieren möchten. Ich denke aufgrund unserer eigenen Wurzeln kann man sich das denken. In Russland bekommen Kinder im Kinderheim oft keine Chance, die meisten verbleiben dort bis zu einem bestimmten Alter und haben keine perspektive. Oft sind die Kinder nicht mehr bei den Eltern, weil sie Alkoholiker sind, was bei den Kindern natürlich auch auf gesundheitliche Probleme stößt. Wir wünschen uns so sehr ein Kind und würden es wie unser eigenes Fleisch und Blut behandeln. Wenn es bei uns wäre, wäre es auch so. Uns ist es egal ob Mädchen oder Junge, Alter oder ob es Gesundheitliche Probleme hätte. Wir würde mit dem Kind gemeinsam stark sein um es ihm/ihr die bestmöglichen Voraussetzungen zu geben.

Wie ergeht es euch mit euren Adoptivkindern? Wie war die Adoption für euch? Auch Gefühlstechnich?

Liebe liebe Grüße
D.


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 Post subject: Re: Adoption eines Kindes
Unread postPosted: 30. Apr 2016 21:57 
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Neuling
Neuling

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Ich kann nichts zu Deinen speziellen Fragen sagen, weil ich selbst keine Adoptivmutter bin, habe mich aber beruflich auch mit dem Thema "Adoption" auseinadersetzen müssen. Es ging dabei um Facetten zu verschiedenen Bereichen der Adoption, eben gerade bei Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch.
Deine Gedanken und Gefühle kann ich nachvollziehen, habe aber selbst auch Fragen an Dich.
So sehr Ihr einem Kind aus Eurem Herkunftsland, eine Chance geben möchtet, die es so vielleicht nicht hat, habt Ihr Euch auch über die leider nicht seltenen Gebaren einiger Länder informiert, die Kinder ins Ausland adoptieren lassen?
Damit möchte ich keinem Land unterstellen, dass es ausschließllich am Adoptionskind verdiet und die Auslandsadoption als lukrativen Markt sieht. Aber es gibt eben zahlreiche "Händler mit dem Babywunsch", deren Vorgehensweisen ethisch kaum vertretbar sind.
Bei youtube gibt es beispielsweise seriöse Dokumentationen und Reportage. Auch bezüglich Auslandsadoptionen in Russland. Nicht immer haben die Mütter/Eltern ihr Einverständnis gegeben. Manchen wurde erzählt, ihr Kind sei gestorben, andere hat man unter Druck gesetzt, Adoptionsunterlagen zu unterschreiben, die sie teilweise nicht einmal verstanden haben.
Es ist noch gar nicht lange her, dass wieder eine Klinik aufgeflogen ist, wo so vorgegangen wurde und das Personal sehr gut dran verdiente, während trauernde Mütter/Eltern zurückblieben.
Wie will man, als Adoptiveltern sicher gehen, dass man ein ungewolltes Kind zu sich nimmt, kein geraubtes oder erzwungen erkauftes?
Verstehe mich nicht falsch, damit will ich nichts unterstellen, schlecht reden oder orakeln!
Es wäre für Euch wahrscheinlich kein vollkommenes Glücksgefühl, wenn Ihr nicht sicher wüsstet, ob Euer Kind freiwillig abgegeben wurde, oder?

_________________
LG
Aunty


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